Was lest ihr gerade?

  • Derzeit den Alten Raritätenladen von Dickens. Leider eines seiner schlechteren Bücher. Er schickt darin die kleine Nell und ihren spielsüchtigen Grossvater auf die Wanderschaft - leider fallen einem dabei gleich die ähnlich ungleichen Weggefährten Kim und sein Lama von Kipling ein, wo dann leider auffällt, wie blass Dickens Gestalten im Vergleich sind. Ich liebe (!) Dickens - aber Frauengestalten sind nicht seine Stärke.


    Interessant allenfalls das leicht Lolita-eske von Nell insofern, als sie als vierzehn und kindhaft-hübsch bezeichnet wird, sich aber einige unsympathische Gestalten mit dem Gedanken tragen, sie bald zu heiraten - wenn auch zum Teil um des vermeintlichen Vermögens willen.



    Gruß


    Christian

    "Man träumt viel vom Paradies, oder vielmehr von verschiedenen, wechselnden Paradiesen, die doch alle verloren sind, bevor man stirbt, und in denen man sich selbst verloren fühlen würde." ("A la recherche du temps perdu")


  • Hallo Leibgeber,


    Das Buch schmückt auch schon lange mein Sachbuchregal. Ich wartete darauf, mal wieder russische Literatur zu lesen und dies dann begleitend. Spätestens bei der Dostojevskij-Leserunde im nächsten Jahr wird es dann soweit sein. Danke für die Erinnerung.
    finsbury


    Inzwischen längst ausgelesen, klar.
    Im letzten Viertel, so etwa, lässt es nach meinem Geschmack ein wenig nach.
    Es wird fragmentarischer.


    Aber sehr empfehlenswert.


    Für meine derzeitige Lektüre nützt es. Scheint mir, ich verstehe die Petersburger Gesellschaft wie das Landleben besser.
    (Figes' Kapitel über die Bauern schien mir das stärkste) -


    Iwan Gotscharow: Die Schlucht.


    Den kannte ich noch nicht.
    ("Oblomow" 2 x gelesen, und sehr gute Erinnerung daran, "Eine alltägliche Geschichte" hatte ich in den 90ern mal zwischen und erinnere mich gar nicht, aber das muss nicht an dem Roman liegen ...)


    Warum wurde "Die Schlucht" so vergleichsweise selten übersetzt bzw. wieder aufgelegt?
    Was der Katalog der DNB dazu ausweist, ist bis auf eine Ausnahme alles die alte Übersetzung von August Scholz.
    Die sich übrigens gut liest.


    Seit gestern 100 Seiten von 1257 im größeren Manesse-Format:


    wir lernen den bzw. einen der mutmaßlichen Helden des Romans kennen, erfahren, dass er interessiert oder mehr ist an seiner Cousine, hören Gesprächen zu, und dann wird mal wieder abgeschweift und Kindheit und Jugend nachgeholt, inzwischen bin ich im tiefsten Dorfleben an der Wolga. Währenddessen noch so 1-2 Dutzend Personen eingeführt und wirklich jede so, dass sie mir vor den Augen steht.


    Raiskis Hauptproblem scheint mir die Oblomowschtschina (von wem ist das noch mal :breitgrins: ) zu sein.
    Aber mag sein ich irre mich ....


    Großartig. Unbedingt empfehlenswert!


    Leibgeber

    Ich vergesse das meiste, was ich gelesen habe, so wie das, was ich gegessen habe; ich weiß aber soviel, beides trägt nichtsdestoweniger zu Erhaltung meines Geistes und meines Leibes bei. (G. C. Lichtenberg)



  • wenn ich nicht noch Oblomow im SUB hätte, würde ich mich sofort auf die Suche machen :-)


    LG
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Ich lese gerade Pfisters Mühle von Wilhelm Raabe, worin - ähnlich wie im Stopfkuchen - Gegenwart und Vergangenheit auf wunderbare Weise miteinander vermischt werden.


  • wenn ich nicht noch Oblomow im SUB hätte, würde ich mich sofort auf die Suche machen :-)
    LG
    Maria


    Den Roman liest du locker weg. Das Erste Buch ist doch nur einen Vormittag lang :winken:

    Ich vergesse das meiste, was ich gelesen habe, so wie das, was ich gegessen habe; ich weiß aber soviel, beides trägt nichtsdestoweniger zu Erhaltung meines Geistes und meines Leibes bei. (G. C. Lichtenberg)

  • Ich lese gerade einen Nicht-Klassiker mit klassischem Thema. Oder so. Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre. Teil 1 der "Thursday Next"-Reihe. Sehr empfehlenswert. Wikipedia:


  • Moin, Moin!


    Ich lese gerade einen Nicht-Klassiker mit klassischem Thema. Oder so. Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre. Teil 1 der "Thursday Next"-Reihe. Sehr empfehlenswert.


    Ich las alle Bände dieser Reihe. Sehr einfallsreich und witzig. Allerdings bin ich dann kürzlich bei dem Versuch, den Roman (<a href="http://www.amazon.de/Grau-Ein-Eddie-Russett-Roman-Jasper-Fforde/dp/3821861401/">Grau</a>) einer neuen Reihe des Autores zu lesen, grandios gescheitert.

  • Ich las alle Bände dieser Reihe. Sehr einfallsreich und witzig.


    Nach dem dritten Band hatte ich die Nase voll. Vorher dachte ich wie du. Aber dann wurde es mir zu sehr zur Masche. Leider ... das Gesetz der Serie! ich habe alle Bände verschenkt.


    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)


  • Wie jene Universum-Reihe, wo die Antwort "47" ist. Oder so ... :sauer:


    Da sind die ursprünglichen erste zwei Bände ausgesprochen witzig. Ab Band 3 wird’s in der Tat Masche und die Kuh gemolken. Mal sehen, wie lange mir Thursday Next gefällt. Derzeit finde ich das jedenfalls sehr erfrischend und amüsant. Aber ich bin ja erst bei Band 1 ;-).

  • Im Moment lese ich "Sappho" von Alphonse Daudet. Emile Zola hat das Buch, wenn man dem Klappentext glauben darf, als Meisterwerk gerühmt, mal sehen ob er hält was er verspricht.
    Es geht um eine Liaison zwischen einem jungen Adligen und einem Künstlermodell, die keine Zukunft hat.


    Gruß, Lauterbach


  • Moin, Moin!


    Ich las alle Bände dieser Reihe. Sehr einfallsreich und witzig. Allerdings bin ich dann kürzlich bei dem Versuch, den Roman (<a href="http://www.amazon.de/Grau-Ein-Eddie-Russett-Roman-Jasper-Fforde/dp/3821861401/">Grau</a>) einer neuen Reihe des Autores zu lesen, grandios gescheitert.


    Da bin ich dann mal gespannt. Shades of Grey habe ich schon seit einiger Zeit im Regal stehen, aber bisher noch nicht gelesen...


    Von der Thursday-Next-Serie habe ich vor kurzem den fünften Band gelesen, da wurde anfangs einiges wiederholt, das hätte Fforde sich sparen können, da es etwas langatmig wird. Dann wird die Handlung aber ziemlich rasant. Band 6 habe ich auch schon im Regal stehen.


  • Im Moment lese ich "Sappho" von Alphonse Daudet. Emile Zola hat das Buch, wenn man dem Klappentext glauben darf, als Meisterwerk gerühmt, mal sehen ob er hält was er verspricht.
    Es geht um eine Liaison zwischen einem jungen Adligen und einem Künstlermodell, die keine Zukunft hat.


    Gruß, Lauterbach


    Gestern das Werk zu Ende gelesen, kein Meisterwerk, da irrt Zola, aber lesenswert. War seinerzeit ein Bestseller.


    Gruß, Lauterbach

  • Moin, Moin!


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    Klemperer als erstes Buch auf meinem neuerstandenen Kindle... Ich nenne das nun Straßenbahnlektüre; denn dies wir der Haupteinsatzort des E-Book-Readers sein. Täglich befinde ich mich 4 x 20 Minuten in der Bahn.


    Syltykow-Schtschedrins Roman kannte ich bisher gar nicht; er kam mir bei Recherche nach Manesse-Büchern unter...


  • Syltykow-Schtschedrins Roman kannte ich bisher gar nicht; er kam mir bei Recherche nach Manesse-Büchern unter...


    Saltykow-Schtschedrin hatte ich mir in die Lesezeichen gespeichert während meiner Lektüre von Figes' "Nataschas Tanz".
    Erinnere mich nicht, je was von ihm gelesen zu haben.
    Noch einen Nebenleseschauplatz kann ich derzeit nicht aufmachen.
    Magst du einen Eindruck geben, wenn du es durchgelesen hast?
    Gruß, Leibgeber

    Ich vergesse das meiste, was ich gelesen habe, so wie das, was ich gegessen habe; ich weiß aber soviel, beides trägt nichtsdestoweniger zu Erhaltung meines Geistes und meines Leibes bei. (G. C. Lichtenberg)

  • Habe soeben beendet: Joseph Roth, Die Kapuzinergruft. Erzählt wird die Geschichte eines Verwandten des Leutnants Trotta aus dem Radetzkymarsch zwischen 1914 und 1938, wobei der zeitliche Schwerpunkt auf den Jahren kurz vor, während und nach dem 1. Weltkrieg liegt. Dieser Trotta ähnelt seinem Namensvetter in mancher Weise. Am auffälligsten fand ich die Parallelen zwischen dem Vater Trotta im Radetzkymarsch und der Mutter hier. Sie läßt bei Einzug des Sohnes in den Krieg die Saiten aus ihrem Klavier entfernen, auf dem sie so gerne spielte: eine geniale Metapher, finde ich!


    Nun möchte ich mich, bis es mit der Dämonen-Runde losgeht, dem Briefwechsel Joseph Roth - Stefan Zweig zuwenden.


    Gruß
    Klaus

  • Ich habe gerade "Mein Vater aus Paris" von Antonio Skármeta ("Mit brennender Geduld") gelesen. Eine kurzer Roman, ein sehr schön gemachtes Buch. Ein gutes Geschenk für Leute, die keine dicken Bücher mögen.


    Und nun begebe ich mich mit Tom Sawyer auf Abenteuer.