Beiträge von giesbert

    RL Stevenson, Der Master von Ballantrae. Das kenn ich schon, allerdings in der alten Übersetzung bei Diogenes, jetzt les ich das noch mal in der neuen Übersetzung von Melanie Walz (für das Original ist, denke ich, mein Englisch zu schlecht). Das Buch fiel mir heute in die Hände, als ich etwas ganz anderes gesucht habe. Ich wußte gar nicht mehr, dass ich das mal gekauft habe ;-).

    Das »ß« kam mir doch gleich so seltsam vor – anyway: Ich kenne sonst nichts von Bärfuss, aber die ›100 Tage‹ kann ich empfehlen. Das ist allerdings keine unterhaltsame Lektüre, es geht um den Völkermord in Ruanda.

    Ich hab in diesem Jahr jobbedingt vor allem 3 Autoren gelesen: Hans Wollschläger, Arno Schmidt und Karl May. Wieviele Bücher das waren, weiß ich nicht, aber schon gut zweistellig, so um die 50 bis 60. Dazu kommen eine Handvoll IT-Fachbücher, die zählen aber nicht. Daneben blieb dann leider kaum Zeit & Platz für anderes. Was sich mir eingeprägt hat: Lukas Bärfuß, ›100 Tage‹. Sehr eindrucksvoll, unbedingte Lesesempfehlung. Und ein wennmansowill moderner Klassiker: Herrndorf, ›In Plüschgewittern‹, ›Tschick‹ und ›Sand‹ (daran lese ich noch, der sollte aber dieses Jahr abgeschlossen werden. Wer ›Tschick‹ noch nicht kennt: unbedingt lesen, ich habe selten ein so warmherziges und freundliches Buch gelesen. Es gab noch anderes, aber das hab ich vergessen - kein gutes Zeichen ;-).

    Leider nur für Apple-Anwender (iPhone, Mac). Apple verschenkt 5 englische Hörbücher:


    Jane Austen: Pride and Prejudice. Gelesen von Kate Beckinsale

    https://itunes.apple.com/de/au…d-prejudice/id1445220910#


    L. Frank Baum: The Wonderful Wizard of Oz. Gelesen von Tituss Burgess

    https://itunes.apple.com/de/au…izard-of-oz/id1445220718#


    Frances Hodgson Burnett: The Secret Garden. Gelesen von Karen Gillan

    https://itunes.apple.com/de/au…cret-garden/id1445221465#


    H.G. Wells: The Time Machine. Gelesen von Kelsey Grammer

    https://itunes.apple.com/de/au…ime-machine/id1445220934#


    Mary Shelley: Frankenstein. Gelesen von Aaron Mahnke

    https://itunes.apple.com/de/au…rankenstein/id1445220900#

    Jein. Eher würde ich die drei als 1 Roman lesen. Wenn man "Die Vernichtung der Sorgen" und "Falsche Jahre" weglässt, entgeht einem viel; ich hab die Trilogie regelrecht verschlungen. Das war so Anfang der 80er-Jahre. Danach hab ich gleich "Die Ausschweifung" gelesen und später dann "Fremde Kämpfe" (der mich sehr beeindruckt hat). An die weiteren Romane (die ich im Regal stehen habe und die eindeutige Lesespuren haben) kann ich mich ehrlich gesagt nicht so recht erinnern … Vielleicht sollte ich das noch einmal lesen. Ich stelle gerade fest, dass ich "Das Glück in glücksfernen Zeiten" wohl nur noch gekauft, aber nicht gelesen habe - der Band sieh zu neu und ungelesen aus. Den werd ich wohl mal lesen, wenn ich Herrndorfs "Sand" hinter mir habe (in dem ich so zäh vorankomme wie seine Helden, hm).


    Nachtrag: So großartige Titel wie "Falsche Jahre", "Die Vernichtung der Sorgen" oder "Fremde Kämpfe" hatte er später nicht mehr.

    Welches seiner Bücher könnt Ihr empfehlen

    "Fremde Kämpfe" ("Abschaffel" ist großartig, aber das sind gleich drei Romane ;-)). Ich hab eine Zeitlang alles von ihm gelesen, was neu herauskam, aber irgendwann, so ab "Leise lachende Frauen" fand ich es doch etwas repetitiv. Kann sein, dass er später neue Töne angeschlagen hat, aber das kann ich nicht beurteilen.

    Gab es nicht in einer großen Zeitung kürzlich einen längeren Artikel über ihn (Zeit, FAZ, Süddeutsche)??

    Stimmt, da kenn ich aber nur Autor & Titel, gelesen hab ich das nicht: Harald Eggebrecht, ›Trance, Traum, Technik‹, SZ, 2.11. (gibt's bei Blende für 0,79 €)

    ennt jemand von Euch sein Werk und kann mir empfehlen, was man unbedingt von ihm gelesen haben sollte?

    Ich hab nach dem ersten Nobody-Band das Handtuch geworfen. Zumindest vorerst ;-). - Hans Wollschläger mochte ihn übrigens sehr und plante, neben der Karl-May-Ausgabe, auch eine historisch-kritische Robert-Kraft-Ausgabe. Die ist uns erspart geblieben …


    Ich war nur über die Fülle an Details in der Briefausgabe überrascht. Forssman erklärte einem anderen Besucher, dass noch weitere Briefe, insbesondere mit seinem früheren Verleger (Name entfallen) im Archiv schlummern und diese möglicherweise auch herausgegeben werden. Weisst du was darüber?

    Die Frage, was denn da eventuell von Schmidt noch kommen könnte, wurde auf der Buchmesse gelegentlich gestellt. Wenn ich das alles richtig verstanden habe, sind weitere Briefbände geplant: Verlage, Zeitungen/Zeitschriften/Rundfunk, Familie und natürlich der Briefwechsel mit seinem Verlger Ernst Krawehl. Der allerdings umfasst satte 18 (!) Leitz-Ordner, was erhebliche Probleme aufwirft. Konkrete Pläne gibt es bislang - afaik - allerdings nicht.

    Thx 8-). Forssman hat übrigens nicht nur Zettel's Traum gesetzt, sondern seit - äh, da müsste ich jetzt nachschauen - jedenfalls: seit rund 15 Jahren setzt er praktisch alles, was die Stiftung publiziert, vom Flyer bis zum Buch. Beim Briefwechsel hat er übrigens wahre Wunder vollbracht. Sieht man als Leser nicht - soll man auch gar nicht -, aber wenn man am Produktionsprozess beteiligt ist, weiß man, was für eine unglaubliche Arbeit und was für ein herausragendes Können da im Detail steckt.