Beiträge von giesbert

    Ich hab so rd. 5.000 Bücher (grobe Schätzung). Früher, in Prä-PC-Zeiten, hab ich die Bücher mal chronologisch nach Autoren sortiert, da hatte ich einen Karteikasten mit den Autoren, inzwischen sortiere ich nach Alphabet, wobei es eine Trennung zwischen "Literatur" und äh "alles andere" gibt ;-). Dokumentiert wird nichts (hab ich zwar immer vor, aber ich komme nie dazu. So um die 100 Bände hab ich im Laufe der Zeit via Amazon verkauft, das wurde mir aber bei zu geringem Ertrag zu aufwendig. Inwischen werfe ich aussortierte Bücher auch einfach ins Altpapier. (Das sind dann aber auch wirklich Bücher, die nicht mehr sind als eben das: Altpapier.)

    Ich versuche gerade herauszufinden, ob es dasselbe Buch ist, das ich habe.

    Lt. Wikipedia hat Passuth 1 Montverdi-Roman geschrieben, der in zwei verschiedenen Übersetzungen vorliegt und dann auch zwei verschiedene Titel bekommen hat. Original: "A mantuai herceg muzsikusa", übersetzt als (a) "Monteverdi: Der Roman eines großen Musikers" und (b) "Divino Claudio: Ein Monteverdi-Roman."

    Aktuell les ich Schwabs WSagen des klassischen AltertumsW, aber das kann man ja immer schön unterbrechen: Für eine länger Bahnfahrt hab ich mir jetzt endlich Daths "Für immer in Honig" aus dem Regal genommen, in dem der 1000-Seiten-Brocken seit Jahren steht. Ich bin mal gespannt, wie weit ich da komme (also jetzt nicht nur bei der Bahnfahrt, das werden höchsten 300 Seiten, sondern überhaupt ;-)).

    Ich habe seit längerer Zeit die schöne Dünndruck-Ausgabe im Regal und wollte ihn immer noch mal lesen (ich habe den Schwab als Kind gelesen und war hellauf begeistert). Sollte ich endlich mal tun.

    Keine 10 Jahre später ist es so weit ;-) - ich lese Schwabs ›Sagen des klassischen Alterthums‹. Und zwar so, wie ich ihn seinerzeit als Kind gelesen habe: von vorn nach hinten, also nicht als Nachschlagewerk. Ich bin derzeit einfach nicht in der Lage, umfangreichere fiktionale Texte zu lesen, da kommt mir der Schwab mit seinen Häppchen gerade recht …


    Was mich ein klein wenig irritiert ist die Titelvarianz: ›Die schönsten Sagen ...‹ vs. ›Die Sagen ...‹. Bei ihrem Erscheinen hieß die Sammlung ›Die schönsten Sagen des klassischen Alterthums‹ (drei Bände, Stuttgart 1838–1840, Digitalisat der EA). Meine Ausgabe (Insel, Frankfurt 2001, mit ©-Vermerk Leipzig 1932) heißt ›Die Sagen des klassischen Altertums‹. Lt. Nachwort handelt es sich dabei um eine ungekürzte, in Orthographie und Zeichensetzung modernisierte Fassung der Ausgabe letzter Hand (1846). Im Nachwort wird allerdings konsequent von ›Die schönsten Sagen ...‹ gesprochen. Das Nachwort stammt von Manfred Lemmer, eine Jahreszahl zum Nachwort wird nicht genannt. Lemmer lebte lt. Wikipedia von 1928-2009, kann also wohl kaum das Nachwort zur Ausgabe von 1932 geschrieben haben. 2001 vermutlich auch nicht, aber Insel hat den Band im Laufe der Jahre immer mal wieder neu aufgelegt. Es wäre wirklich schön gewesen, wenn der Insel-Verlag da ein klein wenig mehr Sorgfalt auf die bibliographischen Angaben gewendet hätte …


    Eine flüchtige Recherche ergab, dass das Werk von Schwab immer ›Die schönsten Sagen …‹ genannt wurde.


    Bei Gutenberg heißt das Werk ebenfalls nur ›Die Sagen ...‹, hier wird als Grundlage eine Insel-Ausgabe von 1982 genannt.


    Weiß zufällig jemand, ab wann das »schönste« aus dem Titel verschwand? Ich vermute einfach mal, dass das der Insel-Verlag irgendwann mal aus welchen Gründen auch immer so entschieden hat.

    »675, 10 einbuschen] danach gestrichen: und die Wiege hin und her schaukeln«


    … steht da im Variantenverzeichnis meiner Ausgabe. Offensichtlich dachten die Herausgeber auch hier, dass das Wort selbsterklärend ist. Hm.

    RL Stevenson, Der Master von Ballantrae. Das kenn ich schon, allerdings in der alten Übersetzung bei Diogenes, jetzt les ich das noch mal in der neuen Übersetzung von Melanie Walz (für das Original ist, denke ich, mein Englisch zu schlecht). Das Buch fiel mir heute in die Hände, als ich etwas ganz anderes gesucht habe. Ich wußte gar nicht mehr, dass ich das mal gekauft habe ;-).

    Das »ß« kam mir doch gleich so seltsam vor – anyway: Ich kenne sonst nichts von Bärfuss, aber die ›100 Tage‹ kann ich empfehlen. Das ist allerdings keine unterhaltsame Lektüre, es geht um den Völkermord in Ruanda.

    Ich hab in diesem Jahr jobbedingt vor allem 3 Autoren gelesen: Hans Wollschläger, Arno Schmidt und Karl May. Wieviele Bücher das waren, weiß ich nicht, aber schon gut zweistellig, so um die 50 bis 60. Dazu kommen eine Handvoll IT-Fachbücher, die zählen aber nicht. Daneben blieb dann leider kaum Zeit & Platz für anderes. Was sich mir eingeprägt hat: Lukas Bärfuß, ›100 Tage‹. Sehr eindrucksvoll, unbedingte Lesesempfehlung. Und ein wennmansowill moderner Klassiker: Herrndorf, ›In Plüschgewittern‹, ›Tschick‹ und ›Sand‹ (daran lese ich noch, der sollte aber dieses Jahr abgeschlossen werden. Wer ›Tschick‹ noch nicht kennt: unbedingt lesen, ich habe selten ein so warmherziges und freundliches Buch gelesen. Es gab noch anderes, aber das hab ich vergessen - kein gutes Zeichen ;-).

    Leider nur für Apple-Anwender (iPhone, Mac). Apple verschenkt 5 englische Hörbücher:


    Jane Austen: Pride and Prejudice. Gelesen von Kate Beckinsale

    https://itunes.apple.com/de/au…d-prejudice/id1445220910#


    L. Frank Baum: The Wonderful Wizard of Oz. Gelesen von Tituss Burgess

    https://itunes.apple.com/de/au…izard-of-oz/id1445220718#


    Frances Hodgson Burnett: The Secret Garden. Gelesen von Karen Gillan

    https://itunes.apple.com/de/au…cret-garden/id1445221465#


    H.G. Wells: The Time Machine. Gelesen von Kelsey Grammer

    https://itunes.apple.com/de/au…ime-machine/id1445220934#


    Mary Shelley: Frankenstein. Gelesen von Aaron Mahnke

    https://itunes.apple.com/de/au…rankenstein/id1445220900#

    Jein. Eher würde ich die drei als 1 Roman lesen. Wenn man "Die Vernichtung der Sorgen" und "Falsche Jahre" weglässt, entgeht einem viel; ich hab die Trilogie regelrecht verschlungen. Das war so Anfang der 80er-Jahre. Danach hab ich gleich "Die Ausschweifung" gelesen und später dann "Fremde Kämpfe" (der mich sehr beeindruckt hat). An die weiteren Romane (die ich im Regal stehen habe und die eindeutige Lesespuren haben) kann ich mich ehrlich gesagt nicht so recht erinnern … Vielleicht sollte ich das noch einmal lesen. Ich stelle gerade fest, dass ich "Das Glück in glücksfernen Zeiten" wohl nur noch gekauft, aber nicht gelesen habe - der Band sieh zu neu und ungelesen aus. Den werd ich wohl mal lesen, wenn ich Herrndorfs "Sand" hinter mir habe (in dem ich so zäh vorankomme wie seine Helden, hm).


    Nachtrag: So großartige Titel wie "Falsche Jahre", "Die Vernichtung der Sorgen" oder "Fremde Kämpfe" hatte er später nicht mehr.

    Welches seiner Bücher könnt Ihr empfehlen

    "Fremde Kämpfe" ("Abschaffel" ist großartig, aber das sind gleich drei Romane ;-)). Ich hab eine Zeitlang alles von ihm gelesen, was neu herauskam, aber irgendwann, so ab "Leise lachende Frauen" fand ich es doch etwas repetitiv. Kann sein, dass er später neue Töne angeschlagen hat, aber das kann ich nicht beurteilen.