Beiträge von giesbert

    Ich glaube, ich hatte mittendrin sogar ein paar Monate aussetzen müssen.

    Wenn ich bei einem Buch ein paar Monate Pause mache, dann les ich das nicht mehr zuende ;-). Wie gesagt, ich finde das ziemlich unkompliziert, handlungsreich und gradlinig erzählt. Mit satirischen Einlagen und mehr als einer Prise Kolportage. Das einzige, was mich mitunter aus der Bahn wirft, ist die Zeitgeschichte - dt. Geschichte um 1820 hab ich nicht so am Schnürchen, da muss ich gelegentlich nachschlagen. Aber da reicht auch ein grober Überblick, um der Handlung zu folgen.

    Immermann, Die Epigonen. Eine nunja Antwort auf den Wilhelm Meister. Erstaunlich viel „Action“, mit parodistischen Einlagen, Kolportageelementen und deutlicher Kritik am Adel. Etwas arg schematische Figurenzeichnung, liest sich aber ganz angenehm und flott.

    Ganz entfernt, weit hinten in der Rumpelkammer meines Hirnkastels: da hat sich bei dem Namen und dem Titel ›Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung‹ schwach etwas gerührt. Na, ich setz den Namen mal vorsichtig auf meine Leseliste …

    Abgeschlossen: ›Herr Sonneborn geht nach Brüssel ‹ (empfehlenswert), angefangen: Julian Barnes, ›Der Lärm der Zeit‹, über Schostakowitsch in der Stalin-Ära. Da muss ich noch ein wenig Hintergrund nachlesen, bevor ich verstehe, worum es geht. Ich hab zu Schostakowitsch zwar ein paar Eckdaten im Kopf, aber das reicht wohl nicht.

    Ich hab so rd. 5.000 Bücher (grobe Schätzung). Früher, in Prä-PC-Zeiten, hab ich die Bücher mal chronologisch nach Autoren sortiert, da hatte ich einen Karteikasten mit den Autoren, inzwischen sortiere ich nach Alphabet, wobei es eine Trennung zwischen "Literatur" und äh "alles andere" gibt ;-). Dokumentiert wird nichts (hab ich zwar immer vor, aber ich komme nie dazu. So um die 100 Bände hab ich im Laufe der Zeit via Amazon verkauft, das wurde mir aber bei zu geringem Ertrag zu aufwendig. Inwischen werfe ich aussortierte Bücher auch einfach ins Altpapier. (Das sind dann aber auch wirklich Bücher, die nicht mehr sind als eben das: Altpapier.)

    Ich versuche gerade herauszufinden, ob es dasselbe Buch ist, das ich habe.

    Lt. Wikipedia hat Passuth 1 Montverdi-Roman geschrieben, der in zwei verschiedenen Übersetzungen vorliegt und dann auch zwei verschiedene Titel bekommen hat. Original: "A mantuai herceg muzsikusa", übersetzt als (a) "Monteverdi: Der Roman eines großen Musikers" und (b) "Divino Claudio: Ein Monteverdi-Roman."

    Aktuell les ich Schwabs WSagen des klassischen AltertumsW, aber das kann man ja immer schön unterbrechen: Für eine länger Bahnfahrt hab ich mir jetzt endlich Daths "Für immer in Honig" aus dem Regal genommen, in dem der 1000-Seiten-Brocken seit Jahren steht. Ich bin mal gespannt, wie weit ich da komme (also jetzt nicht nur bei der Bahnfahrt, das werden höchsten 300 Seiten, sondern überhaupt ;-)).

    Ich habe seit längerer Zeit die schöne Dünndruck-Ausgabe im Regal und wollte ihn immer noch mal lesen (ich habe den Schwab als Kind gelesen und war hellauf begeistert). Sollte ich endlich mal tun.

    Keine 10 Jahre später ist es so weit ;-) - ich lese Schwabs ›Sagen des klassischen Alterthums‹. Und zwar so, wie ich ihn seinerzeit als Kind gelesen habe: von vorn nach hinten, also nicht als Nachschlagewerk. Ich bin derzeit einfach nicht in der Lage, umfangreichere fiktionale Texte zu lesen, da kommt mir der Schwab mit seinen Häppchen gerade recht …


    Was mich ein klein wenig irritiert ist die Titelvarianz: ›Die schönsten Sagen ...‹ vs. ›Die Sagen ...‹. Bei ihrem Erscheinen hieß die Sammlung ›Die schönsten Sagen des klassischen Alterthums‹ (drei Bände, Stuttgart 1838–1840, Digitalisat der EA). Meine Ausgabe (Insel, Frankfurt 2001, mit ©-Vermerk Leipzig 1932) heißt ›Die Sagen des klassischen Altertums‹. Lt. Nachwort handelt es sich dabei um eine ungekürzte, in Orthographie und Zeichensetzung modernisierte Fassung der Ausgabe letzter Hand (1846). Im Nachwort wird allerdings konsequent von ›Die schönsten Sagen ...‹ gesprochen. Das Nachwort stammt von Manfred Lemmer, eine Jahreszahl zum Nachwort wird nicht genannt. Lemmer lebte lt. Wikipedia von 1928-2009, kann also wohl kaum das Nachwort zur Ausgabe von 1932 geschrieben haben. 2001 vermutlich auch nicht, aber Insel hat den Band im Laufe der Jahre immer mal wieder neu aufgelegt. Es wäre wirklich schön gewesen, wenn der Insel-Verlag da ein klein wenig mehr Sorgfalt auf die bibliographischen Angaben gewendet hätte …


    Eine flüchtige Recherche ergab, dass das Werk von Schwab immer ›Die schönsten Sagen …‹ genannt wurde.


    Bei Gutenberg heißt das Werk ebenfalls nur ›Die Sagen ...‹, hier wird als Grundlage eine Insel-Ausgabe von 1982 genannt.


    Weiß zufällig jemand, ab wann das »schönste« aus dem Titel verschwand? Ich vermute einfach mal, dass das der Insel-Verlag irgendwann mal aus welchen Gründen auch immer so entschieden hat.

    »675, 10 einbuschen] danach gestrichen: und die Wiege hin und her schaukeln«


    … steht da im Variantenverzeichnis meiner Ausgabe. Offensichtlich dachten die Herausgeber auch hier, dass das Wort selbsterklärend ist. Hm.

    RL Stevenson, Der Master von Ballantrae. Das kenn ich schon, allerdings in der alten Übersetzung bei Diogenes, jetzt les ich das noch mal in der neuen Übersetzung von Melanie Walz (für das Original ist, denke ich, mein Englisch zu schlecht). Das Buch fiel mir heute in die Hände, als ich etwas ganz anderes gesucht habe. Ich wußte gar nicht mehr, dass ich das mal gekauft habe ;-).