Beiträge von Leibgeber

    Eduard von Keyserling, Werke

    https://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=259166


    Nachdem ich an sich nur "Wellen" hatte lesen wollen, ging es dann doch von vorne los, zur Zeit bis "Abendliche Häuser", und jeden der Romane fand ich gut. Es geht vom Naturalismus zum Impressionismus, sagt jedenfalls die Wikipedia, aber was impressionistische Literatur sein könnte, weiß ich nicht. An "Beate und Mareile", "Dumala", "Wellen" beeindruckt mich die Schilderung der absterbenden Adelsgesellschaft so.


    Charakterisierungs- und Sprachkunst pur.

    Wird ganz gelesen, außer vielleicht die Theaterstücke.


    Schönen Sonntag! Leibgeber

    Arthur Schnitzler, Novellen und Erzählungen.
    Und ich bezweifele mal wieder, dass ich ohne die E-books darauf gekommen wäre; das ist wirklich wie früher Stöbern im Antiquariat.


    Passend dazu hab ich (in letzter Zeit auch mal wieder zunehmend "Klassik-"Hörer) mir Mahlers Sinfonien mit Eliahu Inbal und dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt zugelegt. Nach kundigmachen hier.


    Wiener Fin de Siècle und scharfer jüdischer Witz im Doppel also :zwinker:


    Schönes Wochenende
    Leibgeber

    Gerade beendet: Heinrich Laube, Das junge Europa.


    Hinterlässt das Gefühl, einen im Ganzen nicht so geglückten Roman gelesen zu haben, den ich aber als Zeitbild interessant finde, mit dann doch vielen geglückten Passagen, und einer Figur, Hippolyt, die sich zu einem ganz nett byronesken Bösewicht entwickelt. Täte er es nur konsequenter ... die "gute" Hauptfigur, Valerius, dagegen, fand ich, wie oft "die Guten", nicht so interessant.


    Als Zeitbild interessant, das gilt für mich so, wie, ebenfalls dieses Jahr Friedrich Spielhagen "Problematische Naturen", und, vor vielen Jahren, Karl Gutzkows "Ritter vom Geiste".


    Vielleicht hat Laube die Schwäche dieser Art Romane in diesem ganz gut beschrieben (3. Teil, 12. Brief):


    "Die alte Lady ist eine hohe, vornehme Frau, höflich wie ein Buch, nicht mehr sprechend, als die strengste Zensur einem Buche erlaubt hätte – sie kam allein, wie wir erwartet hatten; wir waren sehr artig und bescheiden und sprachen über Walter Scott und dessen Romane. Es ist reizend, wieviel unbefangen romantisches Interesse in diesen Engländern lebt: jede erfundene Person einer Geschichte, jedes Wort, das diese spricht, jede Wendung, welche die Sache nimmt, alles findet hier den freundlichsten Boden, findet und weckt den Reiz einer Geschichte. Wie arm seid Ihr dagegen! Wo nicht ein Lehrgedanke das Faktum, die Schilderung, die Begebenheit unterstützt oder gar rechtfertigt, da meint Ihr Unnützes zu treiben; das Törichte nennt Ihr Romanhaftes, darum besitzt Ihr auch den reinen Roman nicht, Ihn seid verdorben für reine, bloße Bilder, die nichts sein wollen und sein sollen als Bilder."


    Ja, so ist es. Sehr viel Gespräche, aber eben solche, die Politisches, Philosophisches, Zeitgeschichte diskutieren. Und das reine Erzählen tritt in den Hintergrund.


    Am stärksten fand ich den Roman im 1. Teil, wo man durcheinanderliebt und -entliebt, die Herren wie die Damen, und die freie Liebe (eher die Herren) propagiert, ein fast rokokomäßiges Getändel, klar, dass es so schön nicht bleiben kann.


    Und im 2. Teil dann, wo es um den Novemberaufstand in Polen geht, aber da wird es eben nicht stringent genug durchgehalten, einfach von den Kriegsgreueln zu erzählen.


    Und die Romanfiguren sind eher Typen, Ideentransporteure, als Personen.


    Soweit ich es mitgekriegt habe, wird in diesem Roman kein Autor so oft erwähnt wie Walter Scott. Der ja eine immense Wirkung hatte - aber wohl auch oft etwas akademisch schrieb.


    Endlich einmal Laube (und Spielhagen) zu lesen, dazu hat mich Rolf Vollmann motiviert. Im Jahr 1833, meine Ausgabe Seite 196-200.


    Gruß
    Leibgeber

    "Wenn man den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki mal so richtig ärgern wollte, musste man ihn auf seine Privatadresse in Frankfurt ansprechen. Er wohnte in der Gustav-Freytag-Straße Nr. 6. Auf die Frage: „War denn im Thomas-Mann-Weg nichts mehr frei?“, reagierte er zuverlässig mit einem Wutausbruch."


    Quelle.


    :zwinker:

    Danke für den Tip, Leibgeber! Das ist mir im Moment auch zu teuer, obwohl ich glücklicherweise wieder Papierbücher lesen kann. Allerdings, die Vorgängerversion dieser Übersetzung gibt es auch in Billig, ich denke die werde ich mir holen wenn die aktuelle Leserunde vorbei ist und ich mich wieder den Metamorphosen zuwende.


    Ja, mein Gedächtnis und die Bücherstapel. Der Thread hatte mich an was erinnert. Ging daheim auf die Suche, und fand im Reclamregal dies. Vor ca. 6-7 Jahren gekauft. Das gibt es preiswerter, antiquarisch. Ich blättere gerade darin und sag dir: das liest sich richtig flüssig gut.


    Ich lese gerade von Ovid, "Metamorphosen", tue mich aber sehr schwer damit. In der Versübersetzung von Voss verstehe ich bei einigen Geschichten vor lauter Versgeklingel kaum, worum es geht, obwohl ich durchaus einen gewissen Background in römischer/griechischer Mythologie habe. Ich habe auch immer mehr den Eindruck, dass er bei delikaten Passagen absichtlich schwammig formuliert oder mir unverständliche Euphemismen verwendet. Deshalb lese ich parallel eine englischsprachige Prosaübersetzung, die zwar verständlicher ist, aber eine andere Kapitelaufteilung hat als Voss und einen Kommentar dabei, der wohl mehr über das England des 19. Jahrhunderts sagt als über Ovid :rollen:. Das Original ist keine Option, obwohl ich in der Schule Latein hätte lernen sollen.
    Die mich ebenfalls interessierenden Briefe aus Pontus habe in überhaupt nur als gemeinfreie englische Übersetzung gefunden.


    Kennt jemand eine gute deutsche (oder auch englische) Übersetzung der Metamorphosen, darf auch als Papierbuch sein und was kosten?


    Ich hab es nicht gelesen, hatte es aber in einer Buchhandlung in der Hand und reingeschaut.
    Wäre fast schwach geworden, und werde es gerade jetzt wieder ;-)
    Standardwerk in neuem Gewand – Ovids „Metamorphosen“ in der Reclam Bibliothek neu aufgelegt.

    Benito Pérez Galdós, Amigo Manso.


    Nachdem anfangs der Erzähler sich "Ich existiere nicht" als Figur im Roman eines Freundes eingeführt hat, geht es hinein in eine zunehmend giftige Familiensatire. Aus dem Anfang weiß ich noch nichts zu machen, also, ob diese Fiktion der Fiktion eine Pointe hat, bleibt abzuwarten.


    Madrid um 1880.
    Erzähler, Mitte 30, studiert, passiv, sammelt einen zunehmenden Menschenkreis um sich, ohne das zu wollen.
    Eins erblüht aus dem anderen, zuerst ein junger Mann, der (auszu)bilden ist, dann ist eine bettelarme, ständig schnorrende Nicht-Verwandte da, dann kommt der Bruder des Erzählers samt eine-schrecklich-nette-Familie aus Kuba dazu.


    Das ganze voll treffender Beobachtungen und Personenbeschreibungen.


    Zitat


    Die Zeit, die nichts als eine Uhr ist, handelt willkürlich; die Logik, die frei von Willkür ist, ist der Schlüssel zur Weisheit und der Uhrmacher der Zeit.


    (Seite 69.)


    Ja, Máximo Manso hält viel von Logik, Literatur, Philosophie.
    Scheint aber, dass er aus seiner geordneten Welt heraus muss. Weil der Rest der Welt ihn nicht drin bleiben lässt.


    Bisher, 120 (von 510) Seiten (Manesse-Kleinformat), hab ich mich sehr gut amüsiert.


    Leider ist von Pérez Galdós' umfangreichem Werk sehr wenig übersetzt.
    Und ich stelle fest, dass ich über das Spanien jener Zeit nichts weiß.
    Dem ist abzuhelfen - mit noch mal eben Spanisch lernen sieht es anders aus ... also: die digital auf spanisch vorliegenden Texte durch den Google Translator jagen :breitgrins:


    Gruß, Leibgeber


    Nachtrag: ich sehe gerade, dass sandhofer mal "Fortunata und Jacinta" erwähnt. Steht auch in meinem Regal, und "Miau".
    "Der Roman einer Nonne" gibt's hier.

    Ich hab mich vom ersten Band an durchgelesen, also in der Reihenfolge der Edition, nicht der chronologischen.
    Bin zur Zeit in Band 4.



    Etwas sehr verspätet geb ich auch noch rasch meine 2cent dazu:


    Raabe ist ein sehr großer Autor, der grotesk unterschätzt wird. Das Werk kann bedenkenlos empfohlen werden, ab der Erzählung "Zum wilden Mann".


    Das ist die erste der 6 sog. "Krähenfelder-Geschichten", die insgesamt sowas wie eine Gründungsurkunde von Raabes Mittel-/Spätwerk bilden, ein ästhetischer NeuBeginn, eine deutliche Zäsur im Werk. Die beiden letzten Werke vor den Krärhenfelder Geschichten sind "Der Dräumling" (hier lässt Raabe die "gebildete Welt" seiner Zeit anlässlich der Schillerfeiern von 1859 buchstäblich im Sumpf ersaufen), anschließend "Meister Autor", in dem der titelgebende "Meister Autor" nur noch ein hilfloser Trottel ist.


    "Meister Autor" hab ich gerade beendet. Das ist sehr raffiniert erzählt, weitaus mehr, denke ich, als ich es erfasst hab.


    Und den "Dräumling" fand ich richtig gut; es hat mich, warum auch immer, an Wilhelm Busch (Der Geburtstag oder Die Partikularisten) erinnert. (Kannten die beiden sich?)


    Nein, es ist nicht alles empfehlenswert.
    Aber ich finde es interessant, nachzuverfolgen, wie sich so ein Autor von den Anfängen zu immer größerer Professionalität schreibt.


    Meiner erster Raabe war auch sein erster, "DIe Chronik der Sperlingsgasse", und das ist sicherlich über 40 Jahre her. Aus dem Bücherschrank der einen Oma. Heute ist das Buch bei mir.
    Ich fand es beim Wiederlesen ganz gut, vielleicht hat mich ein gewisser resignativer Zug darin angesprochen, den der Autor wohl über die Jahrzehnte mitgenommen und literarisch verfeinert hat.


    Grandios schlecht meiner Ansicht nach: "Ein Frühling", und zwar die zweite Auflage noch mehr als die erste. Statt "verbessert" verschlimmbessert, denn das Zusammenkürzen von 27 auf 20 Kapitel gibt der sowieso arg konstruierten Familienhistorie endgültig den Rest. Mag ja auch sein, dass er in Rom einfach nicht so heimisch war wie im Niedersächsischen.


    Aber auch das Ertüfteln glaubwürdiger Personen und Plots will gelernt sein.


    "Unseres Herrgotts Kanzlei" ist unter den historischen Romanen, an deren Lektüre ich mich so erinnere, einer der besseren, der zweite Roman aus der Reformationszeit, "Der heilige Born", kam nicht ganz so gut weg, aber ich kann nicht begründen, warum.


    Heut geht's noch mit "Horacker" weiter, und zwischendurch Wilhelm Goldbaum über Raabe in der "Gartenlaube".

    Ich mag das Buch sehr und nehme es auch immer wieder gerne zur Hand. :lesen:


    Gruß, Gina


    Manchmal ist er echt witzig.
    Seite 183

    Zitat


    Tübingen ist ein stiller süßer Ort; nur manchmal in dunklen Oktobernächten hallen Schritte in den Straßen, dann geht Küng herum und sucht nach eine Kirchentüre für seine Thesen, er weiß nur noch nicht, ob er eine evangelische oder eine katholische nehmen soll, das Problem ist, daß sie alle zu klein für ihn sind.


    :breitgrins:
    Ansonsten hab ich vorgestern Maturins "Melmoth" bestellt, das hatte ich mit Sicherheit schon mal zwischen, so als 13jähriger, und Immermanns "Epigonen", von dem kenn ich bisher nur "Münchhausen". Maturin auf englisch zu lesen wäre fleißiger gewesen, gibt es hier.
    Und Immermann gibt's auch for free, aber ich muss mir nach wie vor ab und zu eine Winkler-Ausgabe genehmigen.
    Spielhagen gibt es dann rein digital, nur wann das alles lesen, weiß ich wie üblich nicht.
    Gruß
    Leibgeber

    Nachdem ich zig Jahre, seit Erscheinen, überlegt hatte, ob ich das lese, habe ich jetzt angefangen:
    Rolf Vollmann, Die wunderbaren Falschmünzer.
    (Ausgabe Büchergilde Gutenberg.)


    Mir gefällt's. Für mich jeanpaulisch, nicht geschwätzig.
    Anderen nicht so, das weiß ich.


    Herr Vollmann hat es eventuell, Fußnote Seite 17, geschafft, mir zu erklären, worüber ich seit jeher unschlüssig bin:
    warum ich mit Thomas Mann nicht viel anfangen kann.


    Zitat


    hier geht einem auf, daß Thomas Mann nicht, wie er gerne glaubte, an Goethe anknüpft, sondern eben an Wieland; sein Josephsroman schließt sich in der Sache an Wielands Verlebendigungen der Antike an, nur daß, was bei Wieland gegenwärtige Bildung und spürbare Nähe war, bei Mann eine gewisse Bonhomie und verklärte Simplizität ist; daher bei Mann dieses ermüdende immerwährende Aufpolieren durch den Stil, der bei Wieland noch den schönen Glanz der Selbstverständlichkeit hat.


    Zum Glück ist das ja ein subjektiver Literaturführer - die "objektiven" überlasse ich gerne der einschlägigen -wissenschaft - und daher muss man nicht mit allem übereinstimmen und kann manche Be- und Verurteilungen gerne zum-Ärgern finden.


    Vollmann nehme ich ab, dass er all das wirklich gelesen hat.


    Und es scheint mir, dass es so ein Buch ist, an und mit dem der Autor sich viele Jahre ab- und reingearbeitet hat, und das hat er so tief, sich da reinge- und -versponnen, dass er meint, und über sein Thema und für seine Leser zu schreiben, aber in Wirklichkeit schreibt er hauptsächlich - über sich selbst.


    Ein anderes Werk dieser Art hab ich schon seit längerem zwischen:
    Hermann Josef Schmidt: Nietzsche absconditus oder Spurenlesen bei Nietzsche.


    Gruß
    Leibgeber

    Es gibt auch einen Thread für Romananfänge. Aber ich tu es mal hier rein.


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    Die Leute aus dem Walde, ihre Sterne, Wege und Schicksale


    Erstes Kapitel


    Die hohe Polizei nimmt ein Protokoll auf


    Auch der unschuldigste, solideste Staatsbürger, der Mann des feuerfestesten Geldschrankes, der Mann des besten Gewissens, der zugeknöpfteste, strammste, schnauzbärtigste alte Herr vermag nicht, sich eines leisen Schauders zu erwehren, wenn er an dem Zentralpolizeihause vorüberwandelt. Man kann nicht wissen – es geht wunderlich zu im Leben – das Schicksal spielt oft eigen mit dem Menschen! – wer kann für die nächste Stunde und ihre Tücken gutstehen? – Man hat im Vorbeischreiten ein Gefühl, als sei es höchst angebracht, wenn man den Rockkragen in die Höhe klappe; man zieht unwillkürlich den Kopf zwischen die Schultern: das liegt einmal im deutschen Blut, der Herr erlöse uns von dem Übel.
    Und der Novemberregen kam herunter, als habe der Himmel den Schnupfen und lasse alles laufen. Es kamen auch sehr viele Leute herunter, und zwar sehr hart; denn der Regen verwandelte sich, sowie er den Erdboden berührte, in Glatteis, und weder Mann noch Weib war vor dem Fall sicher. Sehr viel guter Humor löste sich in mürrisches Hinbrüten und ärgerliches Gebrumm auf. Die Unliebenswürdigen waren an diesem ungesegneten Tage noch einmal so unliebenswürdig als gewöhnlich. Das Wetter war wie ein Probierstein, auf welchem jede Anlage zur Liebenswürdigkeit geprüft und abgezogen wurde. Haustyrannen schlugen ihre Frauen körperlich und moralisch, Haustyranninnen explodierten bei der geringsten Reibung wie Orsinische Bomben und konnten ein ganzes Hauswesen mit Verwirrung und Verwüstung erfüllen. Auch die lieben Kleinen, das hoffnungsvolle Geschlecht einer edleren Zukunft, waren heute unartiger als sonst; sie bekamen mehr Püffe und Ohrfeigen und öfter die Rute als an andern, helleren, freundlicheren Tagen. Wehe der dienenden Jungfrau, die heut den irdenen Topf, den tönernen Napf zur Erde fallen ließ! Wehe, dreimal Wehe über alle die Unglücklichen, die bei solcher Witterung, wie auch ihr Stand und ihre Stellung sein mochten, von andern abhängig waren! Jedermann war in der Stimmung, seinen Nebenmenschen und Mitkreuzträgern das Leben und das zu tragende Kreuz so schwer und scharfkantig wie möglich zu machen, ohne meistenteils im Grunde eine andere stichhaltende Entschuldigung für seine Kratzbürstigkeit zu haben als »dieses grenzenlos niederträchtige Wetter«.
    Wir wollen bei so bewandten Umständen den tellurischen und kosmischen Erscheinungen des Tages, aller dieser meteorologischen Bosheit gar nicht die Ehre antun, sie näher zu beschreiben. Selbst das Zentralpolizeihaus ist jetzt ein anmutigerer Aufenthaltsort als Straße und Markt. Flüchten wir uns mit aufgespanntem Regenschirm hinein; in Nummer Sicher sind wir hier jedenfalls.
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    Na, das gefällt mir ...

    Die oben besprochenen Beschaffungsprobleme bestehen ja zumindest für Besitzer eines E-Book-Gerätes nicht (mehr) :zwinker:


    Giesbert Damaschke hat das schon mal verlinkt, in einem anderen Thread.


    Neuere Version:
    Raabe, Wilhelm: Sämtliche Werke. V3 [German] 24.07.2015.


    Bin schon in Band 2, "Nach dem Großen Kriege" zur Zeit. Vom ersten Band hatte ich nur vor zig Jahren mal "Die Chronik der Sperlingsgasse" gelesen.


    Ja, das sind noch viel so Fingerübungen. Aber als Vorblick auf Späteres finde ich es interessant genug.


    Gruß
    Leibgeber

    Ich jedenfalls nicht. Ich habe mir aber vor ein paar Tagen eine insgesamt 1'000-seitige Dissertation zum Fluß ohne Ufer heruntergeladen, nachdem mich deren Verfasserin über Mail kontaktiert hatte. Die werde ich bei Gelegenheit auf mein Tablet transferieren und in meiner freien Zeit in Leipzig (die ich nicht haben werde) lesen. Vielleicht finde ich da was.


    Wo findet sich die?


    Also ich habe jetzt reichlich ein Viertel des Buches durch. Und so langsam geht mir das immer mal wieder eingeflochtene Esoterikgefasel mächtig auf den Senkel. :grmpf: Weiß jemand, ob Jahnn selbst so mystisch, esoterisch angehaucht war?


    Naja, man kann es auch als Glaubenssuche, Gottsuche bezeichnen.
    Abseits der Pfade, welche die offizielle Religion vorgibt.


    Und die ganze mystische Ausrichtung hat generell im Expressionismus eine große Rolle gespielt.
    Das hat sich auch im Sprachduktus niedergeschlagen.
    Was ich, weil mir kein besserer Begriff einfällt, als "Überhöhung" bezeichne.
    Kann ich mögen oder nicht ... ich hatte es mit Literatur dieser Art immer etwas schwer.


    Inwieweit er es mit Anthroposophie hatte, hab ich noch nicht rausgekriegt.


    Dieser Mystizismus, oder eine metaphysische Ausrichtung, hat auch in der Künstlergemeinschaft Ugrino eine Rolle gespielt.


    Und bei ihm seine ganze Weltanschauung durchdrungen.
    In Literatur, Musik, Architektur.


    Ich als sehr rational bestimmter Mensch kann das alles nicht nachvollziehen.
    Aber mich darauf einlassen schon.


    Gruß, Leibgeber