Beiträge von Dostoevskij

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    In einer <a href="http://litteratur.ch/SMF/index.php?topic=1040.msg9828#msg9828">Anmerkung im Litteraturforum</a> ergänzte ich die Tatsache, daß <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karel_%C4%8Capek">Karel Capek</a> durch sein Drama <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R.U.R.">R.U.R.</a> den Begriff Roboter in die Literatur einführte. Er übernahm den Begriff von seinem Bruder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_%C4%8Capek">Josef Capek</a>, einem bedeutenden tschechischen Künstler, von dem just 2016 <a href="http://d-nb.info/1077995873">"Gedichte aus dem KZ"</a> erschienen, die er in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Sachsenhausen">Sachsenhausen</a> geschrieben hat; gestorben ist Capek tragischerweise wenige Tage vor Befreiung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Bergen-Belsen">Bergen-Belsen</a>. Letztens hörte ich eine <a href="http://www.deutschlandfunk.de/gedichtband-von-josef-capek-hoelle-in-versform.700.de.html?dram:article_id=366559">Besprechung</a> seines Gedichtbandes.

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    "Von draußen wurden Schritte hörbar. Die stockdustere Treppe zum Keller hatte ein paar zerschlagene Stufen, an denen die ANSen erkennen konnten, ob ein Fremder herabgestiegen kam. Sie hörten es am Laufrhythmus
    1212leer
    1212leer
    12huch!
    1212leer."


    Jedesmal wenn ich diese Passage aus Emma Braslavskys "Aus dem Sinn" lese, muß ich erneut lachen. Eine Autorin, auf welche ich erst kürzlich stieß. Dieser Debütroman ist genau die Art Literatur, die es auf Anhieb schafft, zu meinen Herzensbüchern gezählt zu werden.

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    <a href="http://d-nb.info/1100069194">"Raumpatrouille. Geschichten"</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Brandt">Matthias Brandt</a>, dem schauspielernden und nun auch schriftstellernden Sohn von Willy Brandt. Normalerweise hätte ich solch ein Buch nicht gelesen, weil ich künstlerischen Quertreibern skeptischer gegenüber trete als anderen. Malende Rockmusiker, bildhauernder Schriftsteller, <a href="http://www.fischerverlage.de/buch/meine_olympiade/9783100800077">in Leistungssport dilettierende Autoren</a>... Doch bei Brandt kann ich nicht widerstehen, hatte ich letztens erst meine wachsende Vorliebe für solche semifiktionale, autobiografisch grundierte Bücher beschrieben. Eine Kindheit in den 70ern mit vielen Momenten, in denen ich sah, daß im Osten wie im Westen nicht immer nur die äußeren politischen Gegebenheiten entscheidend waren, sondern ganz einfach auch das Alter, in dem man viele Dinge in einem bestimmten Blickwinkel erlebt.

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    Nachdem ich im Februar durch <a href="http://dasnuf.de/endlich-mal-kulturpessimismus-nach-meinem-geschmack/">dasnuf</a> (Patricia Cammarata) die <a href="http://www.imdb.com/title/tt2085059/">Miniserie</a> <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Mirror_%28Fernsehserie%29">Black Mirror</a> entdeckt hatte, guckte ich lediglich S01E01 und erst seit einigen Tagen weitere Folgen und bin just bei S02E02 (White Bear). Auch <a href="https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/autoren/patricia-cammarata/id_2772545">Patricia Cammarata</a> hat sich anläßlich der vor kurzem auf Netflix angelaufenen dritten Staffel nochmals in einem <a href="http://dasnuf.de/black-mirror-i-love-to-hate-you/">euphorischen Beitrag</a> zu dieser fantastischen dystopischen Serien geäußert, die die möglichen problematischen Seiten unserer Technologien zugespitzt zeigt; sie läuft seit 2011, um so erstaunlicher, wie konsequent schon damals die Möglichkeiten erkannt und durchgespielt werden. In den letzten Tagen mehrten sich die Hinweise, daß sie endlich auch von einer breitere Masse wahrgenommen wird. Beispielsweise fand ich in der ZEIT unter dem Titel <a href="http://www.zeit.de/kultur/film/2016-11/black-mirror-netflix-serie-rezension">Die Serie, die Trump voraussah</a> einen Erwähnung. Black Mirror befindet sich offenbar am Puls der gegenwärtigen und bald wohl anbrechenden Zeit. Faszinierend eine Koinzidenz zwischen S02E01 ("Wiedergänger"), wo der verstorbene Mann einer auf dem Land lebenden jungen Frau aus den digitalen Spuren, die er hinterlassen hat, quasi wiedererschaffen wird. Im Tatort E998 (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tatort:_Echolot">Echolot</a>), den ich erst jetzt sah, begegnete ich demselben Szenario, welches sogar noch einen Tick beeindruckender war, weil ein Kind involviert war, das mit dem virtuellen Abbild seiner verstorbene Mutter kommuniziert. Felix Schwenzel steht der Serie Black Mirror <a href="http://wirres.net/article/index/black%20mirror/">wesentlich skeptischer</a> gegenüber.

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    Andererseits scheint das wohl recht wenig Einfluss gehabt zu haben, wohl weniger als die Störsender/ gefakte Westsender etc. Mir ist es z.B. noch nirgends untergekommen.


    Sieht so aus. Ich werde meinen Vater fragen, ob er davon weiß. In Stefan Wolles <a href="https://www.amazon.de/Die-heile-Welt-Diktatur-Gratis-Ebook/dp/3861537540/">Die heile Welt der Diktatur</a> habe ich auf die Schnelle nichts dazu gefunden.


    Ortheils "Berlinreise" vorhin beendet. Ein tolles Buch, grundlegend von einem 12-Jährigen geschrieben. Anders als bei Irmgard Keuns "Kind aller Länder" ist hier der kindliche Ton authentisch und deshalb bezaubernd bis berührend.

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    Das wußte ich bislang nicht. In der DDR gab es 1957-1962 und 1964-1973 eine "Neue BILD-Zeitung" (NBZ). Es handelte sich um ein inhaltlich abgeändertes Exemplar des Originals. Aufmachung und Tonfall wurde ihm nachempfunden. Der vom Nationalrat der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Front_%28DDR%29">Nationalen Front</a> herausgegebene Blatt erschien wöchentlich ohne genaues Tagesdatum zum Preis von 10 Pfennig. Das Impressum verriet die Herkunft nur verschleiert durch Angabe einer Postadresse. In <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns-Josef_Ortheil">Hanns-Josef Ortheils</a> <a href="http://d-nb.info/1044709081">"Die Berlinreise"</a> machen Vater und Sohn am 4. Mai 1964 eine Stadtrundfahrt. Der Westberliner Stadtführer darf nicht mit in den Ostteil der Stadt. Nach Grenzübertritt übernimmt ein dem DDR-Regime getreuer Stadtführer die Erklärungen und verteilt den Bild-Clone an die Besucher.

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    Nach <a href="http://d-nb.info/1034386492">"Honig"</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ian_McEwan">Ian McEwan</a> nun <a href="http://d-nb.info/1044709081">"Die Berlinreise. Roman eines Nachgeborenen"</a> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns-Josef_Ortheil">Hanns-Josef Ortheil</a>.

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    Nihil novi sub sole oder Wie Lektüre einen an aktuelle Szenarien bzw. Probleme erinnern kann. In Ian McEwans "Honig" begegnen wir dem Terror der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Provisional_Irish_Republican_Army">IRA</a>, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lpreiskrise">Ölkrise</a> und dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jom-Kippur-Krieg">Jom Kippur Krieg</a>. Die Lage wurde damals, wie auch zur Kubakrise einige Jahre zuvor, als bedrohlich empfunden. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation auch nicht so toll:


    "Das britische Empire, unser Sieg im Zweiten Weltkrieg treiben uns um und beschämen uns Heutige, aber warum nur diese elende Stagnation in den Trümmern unserer großen Vergangenheit? Die Kriminalitätsrate schießt in die Höhe, die allgemeinen Umgangsformen sind im Niedergang, die Straßen verdreckt, Wirtschaft und Moral liegen darnieder, unser Lebensstandard ist unter den der kommunistischen DDR gesunken, wir sind gespalten, zerstritten und bedeutungslos. Unruhestifter träumen von Aufruhr und demontieren unsere demokratischen Traditionen, im Fernsehen wird nur entsetzlich albernes Zeug gezeigt, Farbfernseher sind zu teuer, und alle sind sich einig: Es gibt keine Hoffnung, das Land ist am Ende, unsere Ära in der Geschichte ist vorüber."


    Wer regiert Großbritannien? (...) Die eigentliche Frage, das wusste das Land, lautete: wieder Heath oder wieder Wilson? (...) "Wer ist der Unpopulärere?", fragte ein Witzbold in einem Leitartikel. (...) Und so kam es, dass Edward Heath allen Vorhersagen zum Trotz (...) aus Downing Street ausziehen musste, und Harold und Mary Wilson für eine zweite Amtszeit zurückkehrten. (...) Alle waren müde, und (...) außerdem niedergeschlagen, weil das Land den Falschen gewählt hatte.


    "Man forderte mich auf, etwas <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Wirtschaftsgemeinschaft#Mitgliedstaaten">zum kürzlichen Beitritt</a> Großbritanniens zum Europäischen Binnenmarkt zu sagen. Ich sei dafür, erklärte ich, das sei gut für die Wirtschaft, es werde unsere Isolation abmildern, unsere Esskultur verbessern."

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    Am Freitag ist Ilse Aichinger mit 95 Jahren in Wien verstorben. RIP - ich mag ihre Kurzgeschichten sehr.


    Das macht er nur, um <a href="http://klassikerforum.de/forum/index.php?thread/5060.0">mich zu ärgern</a>. :zwinker:


    Möge uns die größere Hoffnung beschieden sein, noch ein paar Jährchen für die Lektüre zu haben. So Trump will.

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    das Buch klingt interessant. Würdest Du ein wenig darüber erzählen? Warum hat es Dir gefallen?


    Daß er mir gefallen hat, schrieb ich nirgendwo. Es ist kein Wohlfühlbuch. Stattdessen Brechreiz erregende Grausamkeiten, archaisches Leben und Arbeiten in der Landwirtschaft. Die Unwirtlichkeit und Spröde der <a href="http://www.lesekost.de/deutsch/HHLD24.htm">Handlung</a> wird durch die Sprache gestützt. Kein Wunder, daß es, wie ich gerade erst mitbekam, in Österreich Schulstoff ist. Ich bin während der Lektüre dankbar auf die Knie gesunken, in der Stadt in zivilisierten Verhältnissen groß geworden zu sein. Ich mußte mich durchs Buch kämpfen.

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    Neues aus der Hirnforschung zur Willensfreiheit: <a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/neue-erkenntnisse-zur-willensfreiheit-wie-das-gehirn.976.de.html?dram:article_id=371055">Wie das Gehirn entscheidet</a> (<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/11/10/wie_das_gehirn_entscheidet_drk_20161110_1930_8ef9da50.mp3">Audio</a>).

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    Herjemine, vor der Tür steht Paul Austers opus magnum. Es erscheint im Januar 2017 unter dem Titel <a href="http://www.rowohlt.de/hardcover/4-3-2-1.html">"4 3 2 1"</a> mit 880 Seiten in der <a href="https://www.amazon.com/4-3-2-1-Novel/dp/1627794468">Originalausgabe</a>, die bei <a href="http://us.macmillan.com/4321/paulauster">Macmillan</a> erscheinen wird.

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    <a href="http://bin-im-wald.de/">"Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte"</a> <a href="http://www.deutschlandradiokultur.de/neu-im-kino-peter-handke-bin-im-wald-monolith-mit.1013.de.html?dram:article_id=370932">läuft</a> heute in den Kinos an. Ein Dokumentarfilm über Peter Handke. Vorstellung gibt es <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wWC1NFv7rGM">bei YouTube</a>.

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    In den vergangenen Monaten entstanden bei mir Fragen hinsichtlich bestimmter Buchveröffentlichungen, ob es dazu Pendants gibt, ob und welche Werkausgaben existieren u.a.m. Deshalb und weil solche "Probleme" auch in Zukunft absehbar sind, bündele ich Ergebnisse in der Rubrik <a href="http://www.buecherlei.de/ak/edition.htm"></a>, die zurzeit fünf Einträge beinhaltet:


    <a href="http://www.buecherlei.de/ak/edition.htm#dietrich">Deutschsprachige Erzähler</a> (Sammlung Dietrich)
    <a href="http://www.buecherlei.de/ak/edition.htm#hasek">Jaroslav Hasek</a>
    <a href="http://www.buecherlei.de/ak/edition.htm#maugham">William Somerset Maugham</a>
    <a href="http://www.buecherlei.de/ak/edition.htm#powell">Anthony Powell</a>
    <a href="http://www.buecherlei.de/ak/edition.htm#cechov">Anton Cechov</a>

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    Liebe Gina, lieber Giesbert, ich danke euch für die Hilfe und Mühe!


    Tatsache. Insgesamt 91 Erzählungen sowohl bei der doppelbändigen gebundenen als auch bei der zehnbändigen TB-Ausgabe. Damit ist für mich klar: Ich kaufe die 3 ausstehenden Bändchen nach. Dank Giesbert ist nun auch klar, daß die 1972-Ausgabe inhaltlich mit der 1976er übereinstimmt. Die 2008er Bände werden sicher nichts grundlegend Anderes enthalten.