Was lest ihr gerade?


  • Nach zwei Romanen über Henry James (David Lodge - Author, Author


    wie hat dir das Buch gefallen. Ich habe es mir vor zwei Jahren mal bei Zweitausendeins besorgt, aber bisher noch nicht gelesen, weil Henry James bei mir gerade nicht dran war/ist. Motiviert es einen, mehr von James zu lesen?


    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)


  • wie hat dir das Buch gefallen. Ich habe es mir vor zwei Jahren mal bei Zweitausendeins besorgt, aber bisher noch nicht gelesen, weil Henry James bei mir gerade nicht dran war/ist. Motiviert es einen, mehr von James zu lesen?


    Hallo finsbury,


    ich hatte das Buch auch schon seit ca. 4 Jahren im Regal stehen... Mir hat es gut gefallen, ich bin sowieso ein Fan von David Lodge und auch dieses Buch fand ich sehr gut lesbar. Lodge hatte damals (2004) nur das Pech, genau dann einen Roman über Henry James zu veröffentlichen, als Colm Tóibín auch gerade einen Roman über Henry James veröffentlichte. Er ist dann etwas untergegangen in Tóibíns Schatten.


    Ich kann beide Romane über James sehr empfehlen, sie sind unterschiedlich, schildern doch aber einen recht ähnlichen Henry James, der einen in seiner selbstgewählten Einsamkeit ziemlich anrührt. Mir haben die beiden Bücher auf jeden Fall wieder Lust darauf gemacht, etwas von James zu lesen.


    Viele Grüße
    thopas

  • Brutal gute Prosa, dichter gehts nicht, sind ja nur um die 15 Seiten. Trotzdem alles drin, jeder Satz passt!


    H.v.Kleist ist auch ansonsten ein hervorragender Novellist. Mir hat immer die fast atemlose, suggestive Konzentriertheit imponiert, mit der er die Szene aufbaut.

  • H.v.Kleist ist auch ansonsten ein hervorragender Novellist. Mir hat immer die fast atemlose, suggestive Konzentriertheit imponiert, mit der er die Szene aufbaut.


    Dem kann ich nur zustimmen, und da es zahlreiche seiner Werke als e-books gibt, kann ich zwischenrein immer wieder eines genießen. Als nächstes ist >Die Marquise von O< an der Reihe, das ist ja sehr bekannt, mir noch nicht. Ab und an ist Kleist auch ein wenig frustrierend, da er so wenig Hoffnung übrig läßt, wie z.B. beim >Findling<. Die Novelle endet zwar mit viel Aufrichtigkeit, aber ohne jede Hoffnung, alles Schöne und Feine wurde ausradiert...

  • Nach Schuld und Sühne: Katharina Hacker mit Eine Art von Liebe

    &quot;Es gibt andere Geschichten auf einem andern Blatt Papier, doch jede ist mit der ersten verwandt&quot; * Keimzeit

  • Gibt's das noch? Das mussten in meiner Jugend alle gelesen haben ...


    Das Buch kam 2008 (TB 2010) in einer revidierten Auflage heraus. Ich habs auch noch im SUB.


    LG
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Moin, Moin!


    Das Buch kam 2008 (TB 2010) in einer revidierten Auflage heraus. Ich habs auch noch im SUB.


    Ja, anläßlich der Neuausgabe wurden damals lobende Töne gespuckt, so daß auch ich erstmalig davon hörte. Ist schon eine reichlich fremde Welt, in die man da eintaucht. Die Konventionen, das Standesdenken. Und 1 Sache ist kurioserweise parallel. Der Roman "Jahrgang 1902", den ich zuvor las, spielt nur 14 bis 18 Jahre später, nämlich zu Zeiten des 1. Weltkrieges. Und ist ungleich brutaler. Aber auch in ihm ist ein präpubertärer Junge, der dem "Geheimnis" der Liebe hinterherspürt.

  • Soeben beendet "Kokoschkins Reise" von Hans Joachim Schädlich. Hat mir gut gefallen und macht Lust mal etwas von Bunin zu lesen.


    Davor las ich die "Petersburger Erzählungen" von Nikolai Gogol in einer Fischer-Klassik Taschenbuchausgabe. Leider enthält diese Ausgabe viele Druckfehler (bzw. wohl eher Setzfehler). Ich hatte immer angenommen die Bücher würden vor dem Druck Korrekturgelesen...