Was lest ihr gerade?

  • Nachdem ich "Metropol" mit Gewinn abgeschlossen habe, habe ich etwas Kurzes begonnen, nämlich "14 Juli" von Eric Vuillard. Hier beschreibt er den Tag der Erstürmung der Bastille.

    Von Eric Vuillard habe ich schon "Die Tagesordnung" gelesen, auch ein kurzes Buch, für das er den Prix Goncourt bekommen hat.


    Gruß, Lauterbach

  • Ich weiss nicht, ob hier der richtige Platz ist um eine Bewertung einzustellen. Kann gern geändert werden.


    Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann



    Es ist noch einziemlich neuer Roman, wahrscheinlich hier sehr bekannt.

    Auf den ersten Blick, handelt er von den beiden Wissenschaftlern Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauss. Gauss sucht mit seinem Fernrohr die Sterne ab, Humboldt den Horizont; Gauss entwickelt mathematische Formeln, Humboldt studiert alle konkrete Stücke Natur, die er in die Hände bekommt; Gauss vermisst seine Heimat, Humboldt alle Teile der Welt, die er unter seine Messgeräte bekommt.



    Kehlmann hat sich für den Roman gut eingedeckt, er hat verschiedene Bios der beiden Wissenschaftler gelesen und wohl auch sonstiges. Das Bild, dass er von beiden Wissenschaftlern entwirft (und das der deutschen wissenschaftlichen Gemeinde eher misfiel) zeigt die beiden Herren vor allem mit ihren Schrullen und Merkwüdigkeiten, manchmal in humorvollen aber auch manchmal in sehr ernsten Ton. Dadurch werden sie den Lesern sehr nahgebracht. Wer wird den mysantropischen Gauss vergessen, der sich wie ein zweijähriges Kind aufführt, als er zu einem Event zu seinem Ehren muss; wer den obssessiven Humboldt, dem alles egal ist, solange er seine Messgeräte benutzen darf.Wobei es dann auch unwichtig ist, ob jedes Detail stimmt. Kehlmanns Protagonisten stehen lebendiger vor dem Leser, als es wohl ihre Originale tun würden.



    Auf einen anderen Niveau gesehen, ist Die Vermessung der Welt aber auch ein gefühltes Schwannenlied auf das Zeitalter der grossen Wissenschaften. Nicht umsonst sind der Author und seine Protagonisten Deutsche. Es geht nicht darum die Grössen der Letzteren zu zeigen, die gehören in ein anderes heroischeres Zeitalter (Napoleon schickt selbstbewusste Grüsse), sondern um ihre grossen und kleinen Schwächen, ihre Versagungsmomente, ihr mühsames, einsames und trauriges Altern.



    Und man hegt den dunklen Verdacht, dass die Welt sich zwar vermessen und auf Karten verzeichnen lässt, sich aber ihre Unberechenbarkeit vorbehällt. Somit sind wir in der heutigen Zeit angelang. Kehlmann hat es meiner Ansicht nach sehr gut verstanden, dieses historische Thema ab der heutigen postmoderne Perspektive zu behandeln.

    „Seit ich die deutsche Sprache kenne, träume ich nicht mehr davon die Welt zu verändern. Ich habe nur noch ein Ziel im Leben: Ich will diese Sprache erneuern.“ Abbas Khider

  • Meine Tochter liest dieses Buch gerade, und sie sagte mir, sie fände es stilistisch so grottenschlecht, dass es aus ihrer Sicht gleich danach ins Offene Regal dürfe.

    Nun hat meine Tochter schon einen sehr eigenen Geschmack, aber was sie als typisches Problem zeitgenössischer Romane anführt (sie liest sehr viele Klassiker), ist, dass sie den Eindruck hätte, jede einzelne Szene dieses Buches sei im Hinblick auf spätere Verfilmung geschrieben - ohne jedes narrative Moment, einzig nach dem Prinzip "show, don't tell" (ein Prinzip, das sie verabscheut).


    Ich selbst kenne das Buch (noch) nicht, aber den Film, und den fand ich schon ganz okay.

    Das Buch werde ich auf alle Fälle lesen, ehe Tochter es wirklich ins Offene Regal stopft. Danke jedenfalls für die Gegenstimme zu ihrer Kritik.

  • Ich fand den Kehlmann, als ich ihn las, ganz OK. Nur habe ich später immer wieder gelesen, dass er mit den biographischen Daten sehr phantasievoll umgegangen sein soll. Klar, ist ja ein Roman und keine Biographie. Nur leider wird er seit diesem Roman als _die_ Kapazität über Gauß und Humboldt betrachtet und somit werden seine "Fakten" perpetuiert. Und das ist nicht OK.

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

  • Ja, das scheint zu stimmen: Ich habe mich vor Jahren mal mit einem damaligen Kollegen meines Mannes unterhalten, der sich intensiv mit Humboldt befasst hat. Er war auf den Film und das Buch derart schlecht zu sprechen, dass er richtig wütend wurde. Es gäbe ein ganz falsches Bild. Ich möge, wenn ich mich für Humboldt interessiere, seine eigenen Schriften lesen und Kehlmann in die Ecke stellen, wo er hingehöre.

  • Mich freut, dass eine Diskussion über das Buch enstanden ist, es ist ja ein Werk , was zur Zeit anscheinend noch viel gelesen wird.

    Meine Tochter liest dieses Buch gerade, und sie sagte mir, sie fände es stilistisch so grottenschlecht, dass es aus ihrer Sicht gleich danach ins Offene Regal dürfe.

    Nun hat meine Tochter schon einen sehr eigenen Geschmack, aber was sie als typisches Problem zeitgenössischer Romane anführt (sie liest sehr viele Klassiker), ist, dass sie den Eindruck hätte, jede einzelne Szene dieses Buches sei im Hinblick auf spätere Verfilmung geschrieben - ohne jedes narrative Moment, einzig nach dem Prinzip "show, don't tell" (ein Prinzip, das sie verabscheut).


    Ich selbst kenne das Buch (noch) nicht, aber den Film, und den fand ich schon ganz okay.

    Das Buch werde ich auf alle Fälle lesen, ehe Tochter es wirklich ins Offene Regal stopft. Danke jedenfalls für die Gegenstimme zu ihrer Kritik.

    Ich fand das Kommentar deiner Tochter interessant, dass der zeitgenössischer Autor sehr oft schon zur Filmindustrie rüberlinst, und ich finde dass bei Kehlmann durchaus möglich. Ich habe das Buch nicht von dieser Sicht aus gelesen und ich kenne den Film nicht, aber zu mindestens überwiegen die Szenen des Romans die rein erzählerischen Momente.

    Aber der Kehlmann scheint mir zu gescheit und irreverent zu sein, als dass es nur darum gehen würde.


    Der Roman, obwohl in dritter Person, ist überwiegend nach der Perspektive des jeweiligen Protagonisten geschrieben. Da gehen manchmal absichtlich Zusammenhänge verloren. Z. B.-Am Ende eines Kapitels befinden sich Humboldt und Bonplant in einem Unwetter verlassen auf einer Insel. Dann tauchen sie das nächste Mal schon bei einer Expedition in die Anden auf. Der konsequente Leser möchte natürlich wissen, wie die beiden von der Insel weggekommen sind. Er bekommt aber nur ungenügend Antwort darauf, da beide sich nicht mehr genau erinnern können, wie sie da weggekommen sind.


    Ich denke, der Author treibt da auch ein bisschen sein Spielchen mit den Lesern. In einem Roman, wo es die ganze Zeit um die Vermehrung des Wissens geht, werden den Lesern absichtlich auch ein paar Wissenslücken serviert. Heutzutage ist man sich ja eher der Grenzen als des Aussmasses der Wissenschaft bewust.

    „Seit ich die deutsche Sprache kenne, träume ich nicht mehr davon die Welt zu verändern. Ich habe nur noch ein Ziel im Leben: Ich will diese Sprache erneuern.“ Abbas Khider

  • Ich fand den Kehlmann, als ich ihn las, ganz OK. Nur habe ich später immer wieder gelesen, dass er mit den biographischen Daten sehr phantasievoll umgegangen sein soll. Klar, ist ja ein Roman und keine Biographie. Nur leider wird er seit diesem Roman als _die_ Kapazität über Gauß und Humboldt betrachtet und somit werden seine "Fakten" perpetuiert. Und das ist nicht OK.

    Ich weiss nicht, ob ich zwei Zitate im selben Post unterbringen kann, also das nächste ist die Antwort von Zefira:

    "Ja, das scheint zu stimmen: Ich habe mich vor Jahren mal mit einem damaligen Kollegen meines Mannes unterhalten, der sich intensiv mit Humboldt befasst hat. Er war auf den Film und das Buch derart schlecht zu sprechen, dass er richtig wütend wurde. Es gäbe ein ganz falsches Bild. Ich möge, wenn ich mich für Humboldt interessiere, seine eigenen Schriften lesen und Kehlmann in die Ecke stellen, wo er hingehöre."


    Das Problem scheint mir hier nicht der Roman von Kehlmann sein, sondern wie weit man allgemein Wissenschaft und Literatur trennt. Z. B. da es gerade ein Leseforum darüber gibt, könnte man genauso fragen, wie weit sind die Darstellungen der historischen Figuren bei Schiller wirklich historisch getreu?


    Kehlmann hat recherchiert, denke ich, vor allem in den Bios beider Wissenschaftler, dann hat er aber mit einer Mischung von Liebe und postmoderner Irreverenz "seine" Geschichte geschrieben mit "seinem" Gauss und "seinem" Humboldt. Wenn Jemand eine Katze als Hase kaufen will, dann darf er das natürlich. Im Übrigen freut er sich wahrscheinlich königlich über die ganze Diskussion, denn sie führt dazu, dass mehr Leute das Buch lesen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

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  • In dieser Rubrik "Was lest Ihr gerade?" hatten wir hier oben vom 10. bis 15. Juni 2020 eine Diskussion über Kehlmanns "Vermessung der Welt". Ich hatte auf eine kritische Rezension von Wolfgang Griep verwiesen, der sowohl Literaturwissenschaftler als auch ein mit Quellen arbeitender Erforscher historischer Reisen ist. Da geht es um Postkutschen, Pferdewechsel und ähnliche Themen. Im Zusammenhang mit Kehlmann also, den mein Sohn als Lehrer im Schulunterricht durchgenommen hat, die Diskussion um literarische Fiktion und historische Wirklichkeit bei der Darstellung bekannter Persönlichkeiten. Das stellt sich für die Schule noch anders dar als für den privaten Hausgebrauch. Es kommt auf die Bedürfnisse des Lesers an: eher unterhalten zu werden oder eher Wissen über die realen Gestalten vermittelt zu bekommen, was in bestimmten Fällen sowohl als auch geschehen kann - hier setzt die Kritik Wolfgang Grieps an.

  • Neben dem "Wallenstein" unter der Woche - weil weniger Konzentration erfordernd, besser mit der Arbeit kompatibel -:

    Adriana Altaras: Titos Brille. Die Geschichte meiner strapaziösen Familie

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    Eine Biografie der jüdisch-kroatischen Familie der Autorin. Sehr bewegend, dabei mit leichter Hand geschrieben. Mit dem Temperament von Altaras komme ich nicht so gut zurecht, aber ansonsten ein wirklich interessanter Einblick in europäische Schicksale des 20. Jahrhunderts.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • „Titos Brille“ habe ich vor einigen Jahren gelesen. Es war eine unterhaltsame, aber keine seichte Lektüre. Habe dann auch das Folgebuch gelesen, das etwas schwächer ausgefallen ist.

    Als "seicht" würde ich das Buch auch wahrlich nicht bezeichnen. Dem steht schon die Thematik entgegen. Die Autorin versteht es aber, Schweres dennoch gut lesbar darzubieten.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Vor einigen Tagen beendet:


    Wolfgang Büscher, Heimkehr

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    Nachdem Büscher sich durch Reiseberichte einen Namen gemacht, kehrt er mit diesem Buch in seine nordhessische Heimat zurück. Konkret verbringt er einige Monate in einer Jagdhütte im Privatwald eines ehemaligen Fürstenhauses in der Nähe seines Geburtsortes. Die Namen werden im Buch nicht genannt, aber es ist klar, dass es um die Fürsten von Waldeck-Pyrmont geht und um die Residenzstadt Bad Arolsen.


    Da ich sozusagen ein Landeskind bin (wenn auch aus einem anderen Teil des ehemaligen Fürstentums) und somit nicht nur die Region, sondern auch einige der im Buch genannten Personen kenne, war für mich die Lektüre besonders spannend. Insgesamt ein wirklich schönes Buch, das auf die heutige Situation gut eingeht. Viele Dinge beschreibt der Autor sehr anschaulich, manches mit gebotener Diskretion (etwa im Hinblick auf die fürstliche Familie), anderes erschien mir etwas geschönt und auch für die Erzählung zurechtgebogen, ok, das ist künstlerische Freiheit. Insgesamt ist dem Autor aber ein schönes Porträt einer Region in der Mitte Deutschlands gelungen, in dem er Historisches mit Gegenwärtigem verbindet und dabei sowohl die regionalen Besonderheiten wie auch die globale Klimaentwicklung und die Frage nach dem Umgang damit in den Blick nimmt. Durchaus lesenswert!


    Jetzt lese ich Olga Tokarczuks 'Taghaus - Nachthaus', was mich wieder sehr begeistert.

  • Ich habe versucht, mich in "Die Augen der Begrabenen" von Asturias zu vertiefen, eines der letzten Bücher meiner diesjährigen Leseliste ... Oh weh. Es ist ja der dritte Band der sog. Bananentrilogie, die ich gern komplett gelesen hätte, aber ich fürchte, so wird das nix; ich habe aus den ersten beiden Teilen inzwischen zu vieles vergessen von den komplizierten Verwandtschaftsverhältnissen und Geschäftsbeziehungen. Vielleicht gibt es sehr konzentrierte Leser, die das Buch separat lesen können. Ich tue mich ohnehin schwer mit Asturias' Auffassung des magischen Realismus; in seinen Büchern findet man die wichtigen Plotwendungen oft derart überwuchert mit Bewusstseinsströmen und Dialogen, die sich in purem Gequassel erschöpfen, dass man das Handlungsgerüst buchstäblich mit der Machete freihacken muss. "Der Sturm" ist ein kurzes Buch, aber im zweiten Teil "Der grüne Papst" schwamm ich zeitweise schon ziemlich, und jetzt geht es gar nicht mehr. Entweder ich schiebe das ganze Werk in die hinterste Regalecke oder fange noch mal von vorne an und bleibe dran (einschließlich Notizen, vor allem ein paar Generationenstammbäumen), bis ich durch alle drei hindurch bin.


    "Der Sturm" noch mal zu lesen, würde mir leichtfallen, es ist ein tolles Buch, aber dann wird es Arbeit. Ich werde nochmal in mich gehen. Im Grunde bin ich sicher, dass es sich lohnt.


    Im Moment lese ich "Geisterland" von Sara Paretsky. Auch das eine seltsam kraus erzählte Geschichte; ich bin schon fast in der Mitte und weiß immer noch nicht recht, worum es geht. Aber es liest sich gut; die Hauptfiguren sind sehr sympathisch und ich begleite sie gerne.

  • Von Asturias habe ich bis heute nichts geschaft, ich werde mal versuchen wenigsten Die Maismenschen zu lesen.


    Als letztes las ich gerade:

    Lebenslauf des heiligen Wonnebald Pück(1905) von Ricarda Huch


    Die Erzählung wurde erstmals zusammen mit zwei anderen unter dem Sammeltitel Seifenblasen Drei scherzhafte Erzählungen, veröffentlicht.


    Was mir zuerst aufgefallen ist, an der parodistisch nachgebildeten fast mittelalterlichen Atmosphäre der Erzählung, sind die Namen einiger Figuren, besonders die Vornamen. Sind die nun altmodisch, regional oder beides? Der Name Wonnebald ist natürlich erfunden, aber den weiblichen Vornamen "Lux" habe ich in dieser Form auf deutsch noch nie gesehen. Auch die Männernamen "Brun" und "Lando" sind mir unbekannt. Lisutt ist mir in dieser Form auch noch nicht begegnet , ist aber erkennbar als eine Variante von "Liese" oder "Lisette".


    Sei wie es sei die Erzählung von Frau Huch wirft einen scharfen Blick hinter die Klostermauern. Eigentlich nicht so was Neues, aber die ganze Geschichte wird mit viel Witz in der Art eines Schelmenromans erzählt. Die Figuren sind gut aufeinander abgestimmt. Auch ist die Erzählung spannend, da sie immer neue, für die Leser unerwartete Wendungen nimmt.


    Sie empfielt sich somit für die Leser als gute Unterhaltung besonders in den jetzigen Zeiten, wo man gern mal zum Lachen gebracht wird. Die Ausnahme bilden strenge Katholiken, die sich über den alzu irreverenten Umgang mit ihren Institutionen ärgern könnten.

    „Seit ich die deutsche Sprache kenne, träume ich nicht mehr davon die Welt zu verändern. Ich habe nur noch ein Ziel im Leben: Ich will diese Sprache erneuern.“ Abbas Khider

  • Ich habe das Büchlein über Wonnebald mal als Jugendliche gelesen und erinnere mich an eine Passage mit "gefälschten Maulwurfsschwänzchen", kann das sein?

    Herr Zefira hatte früher einen Onkel, der Wunibald hieß; ich vermute, das ist eine andere Form des gleichen Namens.


    Edit, habe ihn eben nochmal gefragt. Es war kein Onkel, sondern ein Urgroßvater.

  • den weiblichen Vornamen "Lux" habe ich in dieser Form auf deutsch noch nie gesehen

    Lucie, genannt "Lux", ist die Protagonistin der Rahmenhandlung von Gottfried Kellers Novellenzyklus "Das Sinngedicht". (Der Zyklus übrigens eine unbedingte Leseempfehlung!)

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus