Beiträge von Zefira

    Zu Sigrid Undset: Ich bin auf Facebook mit der Übersetzerin Gabriele Haefs verbunden, die gerade an einer Neuübersetzung der "Kristin" arbeitet. Darauf bin ich mächtig gespannt. Ich hoffe, dass schon in 2021 wenigstens ein Teil erscheint, es sind ja drei Bände.


    Ihr beiden Konversionsbücher "Gymnadenia" und "Der brennende Busch" sind wohl heute weitgehend vergessen; ich vermute, dass sie ihr eigenes Bekenntnis zum Katholizismus darin verarbeitet hat - was die Bücher (für mich) interessant macht, ist die ausgeprägt männliche Perspektive. Sehr gut gefallen hat mir "Madame Dorote" - auch ein Buch, das man nur noch antiquarisch bekommt, und ich habe nicht herausgefunden, wann es eigentlich spielt, vielleicht im frühen 19. Jahrhundert.

    Ich habe als junge Erwachsene sehr viel von ihr gelesen: die komplette Ring-Trilogie, den Nils, Jerusalem und viele, viele kürzere Texte. Nachhaltig beeindruckt hat mich (als Teenagerin) der Fuhrmann des Todes, zum Beispiel. Es gibt keine Zeile von ihr, die unbedeutend wäre. Sie ist eine derart feinsinnige Psychologin, dass es manchmal schon beängstigend ist - ihre Darstellung der Hauptpersonen in der Ring-Trilogie ist überaus "modern", sie schildert Projektionen, Verdrängungen, das ganze moderne psychologische Handwerkszeug scheint ihr bewusst zu sein. In den letzten zwanzig Jahren habe ich sie links liegen gelassen, was mir jetzt leid tut.

    Noch ein Nachtrag Anne : Ich mag Selma Lagerlöf sehr, ihre Charlotte Löwensköld ist eine der großen Heldinnen meiner Jugend gewesen - vielleicht die größte überhaupt. Zu Gösta Berling habe ich leider nie den rechten Zugang gefunden (im Gedächtnis geblieben ist mir im Moment nur Liljecronas irrer Webstuhl ...). Wenn Du mit dem Buch startest, hast du vielleicht Lust hier Laut zu geben? Falls es mir ins Programm passt, nehme ich es mir dann auch nochmal vor.

    Jaqui, das ist noch nicht mal alles ;) Ich möchte unbedingt auch "Der achte Schöpfungstag" von Thornton Wilder noch einmal lesen und ein paar Sachen von E.T.A. Hoffmann. Aber ich wollte die Liste nicht allzu ehrgeizig anlegen. Man weiß ja nie so genau, wie das Jahr wird; ich möchte eigentlich auch etwas mehr Sport machen (mehrmals wöchentlich einen kräftigen Fußmarsch) und klöppeln lernen.

    Wenigstens bin ich nicht mehr in dem Alter, in dem die Arbeit dauernd beim Lesen stört. :D

    Und meine:


    - Ein Werk von Jean Paul (ich bin noch nicht sicher welches)

    - Mark Twain: Huckleberry Finn (weil ich die schöne kommentierte Ausgabe gefunden habe)

    - Turgenjew: Erste Liebe (Sammlung von Erzählungen)

    - Tolstoi: Anna Karenina (Zweitlektüre)

    - Stefan Zweig: Die Welt von gestern

    - Thomas Wolfe: Von Zeit und Strom

    - Heimito von Doderer: Die Wasserfälle von Slunj



    Außerdem habe ich noch zwei (!) Extra-Listen.

    Klassische "Phantastik"-Romane:

    - Witold Gombrowicz: Die Besessenen

    - Mervyn Peake: Gormenghast (Zweitlektüre)

    - Ariano Suassuna: Der Stein des Reiches oder (das entscheide ich noch):

    - noch ein Anlauf mit Asturias' Bananentrilogie - die ersten beiden Teile habe ich zwar gelesen, aber trotzdem zum dritten keinen richtigen Zugang gefunden.



    Drittens habe ich einige Biografien zu lesen, und zwar über: Da Vinci, E.A.Poe, Mary Shelley und Franz Kafka.


    Mal schauen, wie weit ich komme, aber ich lese jedes Jahr mehr (in diesem Jahr schon über 120 Bücher) und letztes Jahr habe ich die Liste ganz gut geschafft.

    Heute musste ich zur Zahnbehandlung, was ich mir jedes Mal mit einem Abstecher ins Antiquariat verschönere, das gleich um die Ecke vom Zahnarzt liegt.

    Gefunden und für 1 Euro mitgenommen: Eine schöne Ausgabe von Jean Pauls "Hundsposttagen". Die werde ich mir fürs nächste Jahr auf die Liste setzen.

    Außerdem aus einem Offenen Regal gezogen: "Die Wasserfälle von Slunj" von Doderer.

    Es wird Zeit für die Liste.

    Ich bin bei "Martha Quest" von Doris Lessing. Die Meisterschaft beiin der Schilderung der südafrikanischen Landschaft (damals Rhodesien, heute Simbabwe) habe ich schon in "Afrikanische Tragödie" überaus bewundert. Obwohl dieses Buch einen richtig finsteren Plot hat, ist es eines meiner Lieblingsbücher.
    In "Martha Quest" löst die Autorin diesen Anspruch erneut ein. Niemand kann die Landschaft, die brütende Hitze, die Farbenpracht der blühenden Bäume und Sträucher so schildern. Dabei ist das Thema ernst: Martha Quest erlebt eine Jugend in den Vierzigerjahren in Rhodesien; eine Siebzehnjährige inzwischen (ich bin ungefähr in der Mitte), mit scharfem Blick, wacher Intelligenz und viel Humor. Die Beschäftigung mit den "Rassenschranken" (wobei es nicht nur um das Gefälle zwischen Schwarzen und Weißen, sondern auch um die Stellung von Briten, Buren, Juden geht) sowie ihre Bekanntschaften mit jungen Männern sind Schwerpunkte des Romans. (Ich habe kürzlich in einer Leserunde einen Roman von Ellen Sandberg gelesen, der zum Teil in den Fünfzigerjahren in Deutschland spielt, und zu meinem Erstaunen scheint man in Rhodesien zu dieser Zeit weit weniger piefig und moralinsauer zu sein als hier, was die Selbständigkeit junger Mädchen anging.)

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    In der Bibliothek meiner Eltern (die ich nach dem Tod meines Vaters übernahm) waren Bücher, die überhaupt nur noch aus Zetteln bestanden. Damit meine ich aufgelöste Taschenbücher. Ich habe einige mit Genuss weggeschmissen (darunter zb "Ehepaare" von Updike, ein Buch, dass ich nicht ausstehen konnte), andere, die ich liebte, habe ich mühsam zusammenzuhalten versucht und mir am Ende doch nachgekauft, zb "Das verlorene Mädchen" von D.H.Lawrence. Kann man sich eigentlich darauf verlassen, dass Taschenbücher heute länger halten als damals? Ich habe einige Bücher, die ich nur sehr ungern als Loseblattsammlung in meinem Regal sehen würde ...

    Ich gebe mir große Mühe, ordentliche Eselsohren zu machen, also korrekte 45 Grad-Winkel, und wenn ich in einem Buch mehrere mache, alle gleich groß. :D
    Was ich nicht mag, sind Zettelchen, die oben aus den Büchern herausragen. Das sieht echt doof aus, wenn so ein Buch (oder sogar mehrere nebeneinander) im Regal steht.

    Müsste man dann nicht auch "Die Elenden" von Victor Hugo nennen? Das spielt von 1815 bis in die dreißiger Jahre. Ich habe es nicht genannt, weil Politik darin nur eine untergeordnete Rolle spielt, obwohl die Pariser Aufstände (1932) im dritten Teil natürlich vorkommen.

    Immerhin ist dieses Buch ausgesprochen lesenswert. Über die "Geheimnisse" war man hier im Forum ja nicht einhellig begeistert. :D:D (Ich habe letzteres selbst nicht gelesen.)

    Zum Thema des Krieges kann man vermutlich den "Zusammenbruch" von Emile Zola empfehlen, obwohl ich gestehen muss, dass ich es nicht gelesen habe. Die meisten Bände des Rougon-Maquart-Zyklus habe ich gelesen, aber diesen nicht.

    Zola macht in jeden Einzelband des Zyklus Anspielungen auf die politische Lage, den Staatsstreich etc., aber insgesamt geht es bei ihm mehr um Einzelschicksale als um die Politik. Lediglich der "Zusammenbruch" dürfte als ausgesprochener Kriegsroman herausstechen.

    Entschuldigt, ich wollte nicht beleidigt rüberkommen, das mit dem "mit mir selbst reden" war mehr als Scherz gemeint.

    Wo der Klassiker-Schwerpunkt 2021 bei mir liegen soll, weiß ich noch nicht recht - wahrscheinlich vorwiegend Zweitlektüren wie angekündigt.

    Ich habe ein paar "Nichtklassiker" auf dem Stapel, die unbedingt wegmüssen: Mehrere von Umberto Eco und zwei der reizenden populärhistorischen Bücher von Simon Winder über Deutschland, die ich sicher schon mal hier erwähnt habe. So unterhaltsam und freudevoll Simon Winder auch schreibt, es geht bei ihm alles etwas durcheinander und ich muss mir parallel zur Lektüre wahrscheinlich einiges anlesen.


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    Und dann möchte die Bananentrilogie von Asturias auch beachtet werden. Die wollte ich eigentlich in diesem Jahr fertig lesen, das einzige, was ich nicht geschafft habe; aber der Plan war auch etwas zu ehrgeizig.

    Ich hätte weniger oder vielleicht auch keine Probleme mit dem Buch gehabt, wenn ich die Lektüre nicht unterbrochen hätte.
    Da ich mich aber für diese Leserunde (mit Belegexemplar) verpflichtet hatte, trat die Stiege für ca.eine Woche in den Hintergrund, und das genügte, mich aus dem Fluss zu reißen. Ich habe danach nicht wieder richtig hineingefunden. Auf jeden Fall kommt es ein zweites Mal an die Reihe.

    Auch wenn ich hier anscheinend nur mit mir selbst rede:
    Ich habe die Strudlhofstiege und damit meine komplette Klassiker-Leseliste für dieses Jahr abgeschlossen.


    Eben habe ich noch mal einen Blick auf die Liste geworfen und überlegt, welches Buch davon ich noch ein zweites Mal lesen möchte.

    Dazu gehören auf jeden Fall "Der unvollendete Satz" und auch "Die Strudlhofstiege", weil ich sicher bin, dass ich bei einer zweiten Lektüre um einiges mehr mitnehme, auch einfach entspannter lesen kann.
    Meine Leseliste für nächstes Jahr wird einige Re-Reads enthalten - vielleicht werde ich mir sogar mal eine Liste zusammenstellen, die nur aus Zweitlektüren besteht. Mal schauen.


    Kurioserweise musste ich beim Lesen der letzten Seiten Strudlhofstiege ständig an Christian Wahnschaffe denken, ein Buch, das ich seit der Erstlektüre vor ein paar Jahren besonders liebe. (Ich habe damals auch versucht, es ausführlich vorzustellen, bin aber nicht ganz zu Ende damit gekommen.)

    Ich lese dieses Buch daher zur Zeit zum dritten (!) Mal, was jetzt ganz entspannt vorangeht, denn ich kenne es ja recht gut. Aber diesmal kommt es bei mir ganz anders an als bisher.
    Christian (die Person, nicht das Buch) ist mir bisher ein lieber Freund gewesen - er würde mich wohl nicht besonders mögen, aber das spielt keine Rolle, ich fand ihn immer hinreißend. Jetzt möchte ich ihn gern mal herzhaft in den Hintern treten.

    Eine Nachbemerkung zu der Strudlhofstiege: Ich habe inzwischen fünf Sechstel gelesen und werde den Rest auch noch lesen. Aber den Faden habe ich verloren. Ich lese trotzdem weiter, weil immer wieder Momente aufscheinen, die einfach wunderschön sind. Aber wie gesagt, worum es geht, weiß ich nicht mehr. Melzer ist mit Editha so gut wie verlobt, aber das wird nichts. Mary K. wird ein Bein verlieren (hat der Autor gleich anfangs angekündigt). Am sympathischsten ist mir "der kleine E.P." samt seiner Frau, aber die treten leider kaum noch auf. Ich hoffe, mir das Buch irgendwann ein zweites Mal vornehmen zu können - so ungefähr bis zur Mitte konnte ich ja gut folgen. Aber wie gesagt, den Rest werde ich auf jeden Fall jetzt erstmal noch lesen.

    Vermutlich hätte ich ohne die Tabelle die Lektüre schon aufgegeben, weil ich die Struktur des Romans als unglaublich kompliziert empfinde. Andererseits - man muss ja nicht durchsteigen, man kann das Buch auch "einfach so" lesen. Gestern las ich (im vierten Teil) ein langes Gespräch zwischen dem Rittmeister Eulenfeld und den Zwillingsschwestern Pastré, das derart komisch war, dass ich mehrmals laut losprusten musste - und das passiert mir beim Lesen nicht oft. Wenn man mich jetzt aber fragen würde, worum es in diesem Gespräch ging, wüsste ich keine Antwort.


    Es geht andererseits nur langsam vorwärts, weil ich erstens ein Verlagsbuch für eine Leserunde bekommen habe (es besteht also Lesepflicht) und zweitens ein aus der Onleihe vorbestelltes Buch, und zwar von Volker Kutscher, den ersten Band der Reihe um Gereon Rath (die Grundlage für die Serie "Babylon Berlin"). Ich muss mir das Lesen also einteilen, aber es geht ganz gut, weil ich durch die Corona-Einschränkungen mehr Lesezeit habe als je zuvor.

    Ich habe gestern das schlechteste Buch des Jahres gelesen. Es war so trashig, dass das Lesen (mit einem Glas Rotwein und einer Schüssel Chips daneben) schon wieder Spaß machte.

    Vielleicht kommt noch ein schlechteres, aber das lese ich dann bestimmt nicht aus.


    Wenn wir im Dezember wieder einen Ordner mit den besten und den miesesten Büchern des Lesejahres haben, werde ich noch etwas dazu schreiben.

    Ich habe die "Vortrefflichen Frauen" eben beendet, hatte das Buch aus der Onleihe. Ich muss sagen, dass ich in der ersten Hälfte manchmal ein klein wenig gelangweilt war. Es schien mir überhaupt nicht voranzugehen, die Ich-Erzählerin beschäftigte sich mit Beobachtung ihrer Mitmenschen, Tratsch und so schwachbrüstigen Nickligkeiten wie der Frage, welcher gestiftete Blumenstrauß ins Zentrum der Altardekoration gehört.


    Ungefähr von der Mitte ab wurde es dann immer gemeiner. Oder vielleicht änderte sich auch mein eigener Blickwinkel. Die Zumutungen nahmen kein Ende. Die Protagonistin wird zum Sprachrohr im Ehekrach ihrer Nachbarn gemacht, soll das Verpacken der Möbel beaufsichtigen, dann die Herausgabe unberechtigt mitgenommener Möbel fordern ...


    "Ich rufe an, weil ich Sie fragen möchte, ob Sie heute zu mir zum Abendessen kommen möchten. Ich habe ein Stück Fleisch da."

    Ich sah mich einen kleinen Braten ins Backrohr schieben und Gemüse putzen. Ich spürte schon das Ziehen im Rücken, mit dem ich mich über die Spüle beugte.


    Das ist einfach ein Unding. Dann versucht man ihr einzureden, dass sie sich als sitzengelassenes altes Mädchen fühlen müsse, weil der Pfarrer sich mit einer anderen verlobt. Und die Schwester des Pfarrers, die diesem bis dahin den Haushalt geführt hat, soll sich gefälligst vom Acker scheren, da er ja nun eine Braut hat ...

    Im letzten Fünftel kommt endlich der Satz: "Die Wahrheit war, dass ich es leid war, anderer Leute Last auf mich zu nehmen."

    Aber eine Rebellin ist die Erzählerin nicht. Am Schluss heißt es wieder: "War irgendein Mann es wert, dass man diese Last auf sich nahm? Eher nicht, aber man schulterte sie wacker und guten Mutes, und möglicherweise erwies sie sich zuletzt als doch nicht so schwer."

    Vortreffliche Frauen, weiß Gott!


    Als Schülerin las ich mich mal durch einen ganzen Stapel Romane von Monica Dickens (Urenkelin von Charles Dickens), deren Bücher zu "Frauenthemen" in der gleichen Zeit und in einem ähnlichen Umfeld spielen. Ich kann diese Bücher heute nicht mehr lesen und fürchtete auf den ersten Seiten, dass Barbara Pym in ähnlicher Weise erzählt, was sich zum Glück als falsch erwies. Es ist (zumindest in der ersten Hälfte) nicht ganz so beißend, wie ich erhofft hatte, aber fein beobachtet und unterhaltend.

    Zitat

    Meine Vermutung war und ist, dass bei den AfD-Stimmen die Russlanddeutschen einen erheblichen Anteil stellen.

    Von den sechsen in meinem Bekanntenkreis, von denen ich sicher weiß, dass sie AfD wählen, ist niemand ein Russlanddeutscher. Ein Beispiel mal: ein Mann, der bei mir in der Nähe wohnt, aus einer hier im Dorf recht bekannten Familie (mit "Hausnamen"), ein Alteingesessener, ehemaliger Lehrer, jetzt im Ruhestand. Er ist Waldbesitzer und arbeitet regelmäßig in seinem Waldstück, pflanzt Bäume und kümmert sich, war früher mit einem hiesigen Jugendorchester und im Jugendsport sehr engagiert.


    Diesen Mann braucht man nur mit einem Namen oder einer Nachricht zu triggern, dann legt er los und hört so schnell nicht mehr auf. Die Merkelregierung macht alles, alles falsch, angefangen von Klimaschutzbemühungen, Energiewende, die ganze Globalisierung ist Unfug, weil sie den Mittelstand kaputt gemacht hat, die EU in der derzeitigen Form gehört in die Tonne, der Euro gleich mit, der Gipfel von allem ist die derzeitige Flüchtlingspolitik und das Sahnehäubchen darauf die Corona-Maßnahmen. In seiner Familie gab es übrigens einen Corona-Fall, aber offenbar leichter Verlauf.


    (Als ich noch selbst schrieb, habe ich übrigens über diesen Mann mehrere Geschichten geschrieben, ich gab ihm einen anderen Namen und stellte seine Eigenarten satirisch überhöht dar. Der kleine Leserkreis, den ich damals hatte - alles Leute, die ihn nicht kannten - hat sich immer sehr amüsiert. Aber das ist sehr lange her, noch vor AfD-Zeiten.)


    Dieser Fall ist besonders krass, aber typisch; die Leute, von denen ich weiß, dass sie AfD-Wähler sind, denken im wesentlichen alle so. Das sind Leute von über 60, die feststellen, dass das Leben seit 1980 mit jedem Jahr teurer und komplizierter geworden ist. Das die AfD da wirklich ein Rezept hat, glaubt wohl keiner so wirklich, aber wenigstens sind sie dagegen, so weiterzumachen wie bisher ...