Beiträge von Zefira

    Heute war ich zufällig wieder in dem schönen Antiquariat in Wiesbaden, wo ich damals die kommentierte Ausgabe von Huck Finn gefunden habe. Das nehme ich jetzt mal als Zeichen, lege den Wolfe weg und widme mich Huck.
    Natürlich habe ich auch wieder eingekauft, unter anderem einen Gedichtband von Enzensberger "Die Geschichte der Wolken", der mir schon jetzt viel Freude macht.

    Ich werde "Von Zeit und Strom" wohl doch nicht auslesen. Über "Die Ni**er" ging es schon eine ganze Weile her, jetzt hat Wolfe Eugen Gants jüdische Studentinnen aufs Korn genommen (Eugen ist Universitätsdozent); dieses Kapitel ist einfach ekelhaft. Wolfe (oder sein Eugene Gant, wenn man so will) ist ein Chauvinist, der, zumindest in diesem Buch, alle anderen Menschen ausschließlich nach seinen eigenen Bedürfnissen definiert. Dieser unglaubliche Mangel an einfachster menschlicher Demut nervt fürchterlich, das wäre allenfalls von einem sehr alten Menschen auszuhalten, aber nicht von einem Kerl knapp über zwanzig, der selbst noch in den Wanderjahren begriffen ist. Und anscheinend wird es auch nicht besser. Angeblich trifft Eugen bei einer Schiffsreise in den letzten Kapiteln des Buchs "die Frau seines Herzens", die laut einer Besprechung, die ich online gefunden habe, so beschrieben wird:


    "Rosalind selbst aber war lieblich und süß und stark wie die Erde ringsum. Sie war kein Geschöpf aus einer Elfenphantasie, sie war nicht geschmeidig und schlank und flüchtig wie eine Nymphe, sie war ein Mädchen, warm und mit einem kräftigen Körper, mit weiten, gebärfähigen Hüften, wohlig, sanft und umgängig von Natur wie eine Kuh, aber strahlend und schön von der Helle ihrer Mädchenhaftigkeit, voller Süße, Kraft und zärtlich heiterem Frohsinn."

    Ganz ehrlich, das wird mir zu doof. Ich streiche dieses Buch von meiner Liste, beim Stand 618 Seiten von insgesamt 1174.

    Ich mag Bouvard und Pécuchet sehr gern. Bestimmte Kapitel - etwa wie sie sich kennen lernen, wie sie beschließen, sich gemeinsam einen Hof zu kaufen, und wie sie dort ankommen und sich einrichten, habe ich wieder und wieder gelesen. Obwohl sie immer wieder auf furchtbare Weise scheitern - besonders ihre Experimente in Landwirtschaft und Gartenbau scheitern grandios -, zeigen sie eine bemerkenswerte Frustrationstoleranz; Flaubert hätte wahrscheinlich gesagt: eine bemerkenswerte Dummheit ...

    Nachtrag zum Thema Golem:

    Entsprechend meinem Vorsatz, die "Bibliotheksleichen" meiner Phantastik-Sammlung nach und nach endlich ihrer Bestimmung zuzuführen, habe ich vor ein paar Tagen mit diesem 1980 erschienenen Buch begonnen: "Golem100" von Alfred Bester.

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    Ich habe natürlich die deutsche Ausgabe, die etwas weniger trashig aussieht. Das Besondere an dem Buch sind die eingestreuten Illustrationen, die organisch mit dem Text verbunden sind. Ein großer Lesespaß bisher, wenn auch genretypisch eher seicht, aber sehr phantasievoll ausgedacht.

    Bester kennt zwar die Golemsage, wie Meyrink sie referiert - dass der Golem ein Diener des Rabbi Löw gewesen sei -, greift aber zurück auf einen noch älteren Mythos, wie er angeblich im Talmud steht. Danach ist Golem eine Bezeichnung für Adam in seinen ersten Lebensstunden, als er körperlich bereits präsent war und atmete, aber noch keine Seele hatte.

    Soweit ich mich erinnere, ist es doch der Golem, der Pernath am Anfang das "Buch Ibbur" zum Restaurieren bringt und damit die ganze Handlung in Gang setzt.

    Der weise Rabbi Hillel sagt allerdings zu Pernath: "Nimm an, der Mann, der zu Dir kam und den Du den Golem nennst, bedeute die Erweckung des Toten durch das innerste Geistesleben" - was wohl bedeutet, dass der Golem nur eine Projektion ist. Dass man in diesem Buch nie so recht weiß, was Wirklichkeit und was Projektion ist, schafft eine ganz eigene Atmosphäre. Meine Versuche, die Bedeutung des Satzes "chabrat zereh aur bocher" zu klären, haben mich allerdings zu der Erkenntnis geführt, dass Meyrink in gewisser Weise ein Scharlatan war (oder zu sein vorgab) und seine angeblichen profunden Kenntnisse über verschiedene mystische Systeme entweder geschickt vortäuscht oder jedenfalls geschickt vorzutäuschen scheint.


    Man darf nicht vergessen, wie eng bei Meyrink Ernst und Komik nebeneinander liegen.


    Ich schätze inzwischen seine Kurztexte weit mehr als die Romane.

    Ich war ein paar Tage unterwegs und hatte wenig Lesezeit, bin nun ungefähr in der Mitte von "Zeit und Strom". Wie schon mehrmals erwähnt, stört mich der unverhohlene Rassismus. Der vorläufige Höhepunkt war erreicht, als Eugene Gant, der literaturwissenschaftlich gesehen als Wolfes alter ego betrachtet wird, einen Riesenaufstand macht, als er bei einer Trunkenheitsfahrt von einem Landpolizisten festgesetzt wird: die Festsetzung nimmt er noch hin, aber dass sich in der Zelle, in die er hinein soll, bereits ein Ni** befindet, ist ein unerträglicher Affront. Er tobt herum wie nicht gescheit. Am nächsten Tag, als er ausgenüchtert ist, holt ihn sein Bruder ab. Dass er besoffen im Auto saß (immerhin nicht am Steuer, aber der Fahrer, sein Freund, war auch besoffen) ist ihm im Nachhinein recht peinlich, aber dass er die Zelle mit einem Ni** teilen sollte, sieht er nach wie vor als Ungeheuerlichkeit an.

    Das Buch hat durchaus schöne Momente, aber bei weitem nicht die erzählerische Qualität wie "Schau heimwärts, Engel", und vor allem strahlt es, auch von dem rassistischen Aspekt abgesehen, zuweilen eine merkwürdige misanthropische Selbstgerechtigkeit aus, die mir auf die Nerven geht. Ich lese es wahrscheinlich trotz alledem fertig, weil viele Personen, die darin vorkommen, mir aus "Schau heimwärts, Engel" lieb und teuer sind, vor allem Lukas Gant ist mein heimlicher Favorit. Den Folgeband "Geweb und Fels" werde ich mir aber definitiv nicht mehr antun.

    Jetzt muss ich mal lachen! Ich glaube, ganz genau dieses Buch habe ich auch!

    Es hat einen hellgrünen Schutzumschlag und heißt "Der unheimliche Gast".

    Ich hatte das ungeheure Glück, es für ganz kleines Geld auf einem Flohmarkt zu finden. Die farbigen Illustrationen sind ganz bezaubernd, zum Beispiel die zum Sandmann sind richtig schön gepflegt-gruselig.

    Der Sandmann ist meine Lieblingsgeschichte von Hoffmann, aber ich habe auch noch nicht alles von ihm gelesen. Einiges wartet da noch auf mich ...

    Ich habe neulich eine sehr schöne Erzählung von Singer gelesen mit dem Titel "Hanka", die in einer Anthologie Phantastischer Geschichten / Gruselgeschichten erschienen ist.


    Von solchen Anthologien habe ich eine ganze Reihe, und manchmal stößt man darin auf Namen, die man in einer solchen Sammlung nie erwartet hätte. (Ich habe zum Beispiel auch mal in einem solchen Buch eine Gruselgeschichte von Thomas Mann gefunden, die sehr effektvoll war.)

    Vor Jahren, als ich mich für Meyrinks "Golem" begeisterte (warum nur????), las ich auch mal eine Langerzählung von Singer mit dem gleichen Titel. Sie steht noch bei mir im Schrank, ich kann mich aber an nichts erinnern, außer dass es sehr gruselig war.

    Im Grunde ist es mir auch sehr wichtig, dass in den Klassikern nicht herumgepfuscht wird. Wenn Wolfe es so gesehen hat, sollte es auch so stehen bleiben. Nur, die evtl. dunkelhäutigen Leser/innen dieses Romans tun mir schon recht leid. Wenn es mich schon ständig triggert, wie wird es ihnen damit ergehen?


    Wolfe ist ein ungemein sinnlicher Autor, übertreibt bei jeder Gelegenheit und benutzt bisweilen geradezu überkandidelte Ausdrücke, zum Beispiel bezeichnet er die jugendliche Lebenslust Eugenes gern als "Bocksgeschrei". Damit ist nicht etwa der Samenstau der Pubertät gemeint - das könnte ich ja noch nachvollziehen -, sondern einfach jugendliche Lebensfreude, das wäre also theoretisch auf junge Damen auch anwendbar, aber junge Damen oder überhaupt Damen sind bei Wolfe - auch das stößt mir sauer auf - irgendwie keine richtigen Menschen, entweder sind sie sexuell anziehend (und sonst nichts) oder hysterisch. Vielleicht kommt doch noch mal ein Lichtblick.


    Es klingt eigentlich erstaunlich, dass ich dieses Buch trotz all meiner Einwände gern lese, aber es ist an dem. Nur kann ich nicht lange dranbleiben, hier ein Kapitel und da eins, das geht gut.

    Ich wüsste gerne, ob es neuere Übersetzungen von Wolfes Werk gibt, in denen sein unverhohlener Rassismus vielleicht ein wenig gezähmt erscheint. Schon in "Schau heimwärts, Engel", das eigentlich eines meiner "Lebensbücher" ist - ich habe das vermutlich im Lauf meines Lebens fünfmal gelesen - nervt das. In "Von Zeit und Strom" ist es keineswegs besser. Dass ein Autor dieser Zeit das Ne*-Wort gebraucht, ist wohl normal, aber Wolfe benutzt ständig das Ni*-Wort. Über Juden schreibt er auch so mancherlei, aber er macht sie jedenfalls nicht in dieser platten Form nieder.
    Das Buch macht durchaus Spaß, aber man muss beim Lesen jederzeit den berühmten Löffel Salz in Griffweite haben.

    Ich bin ja in Abständen immer mal wieder im Sozialkaufhaus - immer dann, wenn ich beim Zahnarzt bin, da beide zwar am weit entfernten Stadtrand, aber einigermaßen dicht nebeneinander residieren - und mache dort jedes Mal die tollsten Erwerbungen - oft ungelesene, fabrikneu aussehende Bücher, die geradezu beschämend wenig kosten. Beim letzten Besuch habe ich unter anderem diesen Schuber entdeckt:


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    Die Bücher von Lovecraft und von Blackwood habe ich schon, die anderen sind mir neu; von Strugatzki habe ich noch nie etwas gelesen, von Lem den "Unbesiegbaren" (und meine Ausgabe der Sterntagebücher habe ich an Tochter verliehen). Ich weiß also so gut wie nichts von den beiden, und "Solaris" möchte ich mir bei Gelegenheit auch noch kaufen.

    Ich habe eine große Anzahl der lila Bände aus Suhrkamps Phantastischer Bibliothek und einen Teil davon, ungefähr ein Drittel, immer noch nicht gelesen, darunter auch zwei Sammlungen aus Lateinamerika. Wie gesagt, ich denke daran, mich mal systematisch dahinter zu machen. Sobald ich die diesjährige Klassikerliste abgedient habe.

    Angeblich eine verblümte Darstellung lesbischer Liebe. Ich muss es wohl wieder mal rauskramen. Habe es vor über 30 Jahren mal gelesen, alles vergessen.
    Ich denke schon darüber nach, das nächste Jahr zum Jahr der phantastischen Lektüren zu erklären. Ich habe nämlich hier noch Lem und Strugatzki stehen, beide m.W. unbedingt lesenswert, und einiges von Vargas Llosa und und und ... Demnächst werde ich auch den Prachtband von Leslie Klinger erwerben, "Lovecraft - Das Werk II", die große kommentierte Ausgabe. Den ersten Band habe ich, das Buch ist so fett, dass man es nur auf dem Tisch liegend lesen kann, und einfach ein Genuss.

    Zitat
    und hab kurzerhand Collins’ "Die Frau in Weiß" in der Übersetzung von Arno Schmidt angefangen. Ob ich das allerdings tatsächlich noch einmal lese, weiß ich nicht so recht (ich hab's schon 2x gelesen)

    Das hatte ich auch neulich in der Hand ... Ich hatte eine Taschenbuchausgabe davon, die ich mir in meiner ersten Collins-Phase in den Achtzigern gekauft habe. Der erste Band ist verschwunden und ich habe monatelang die ganze Verwandtschaft mit meinen Nachfragen genervt. Jetzt ist bei uns in der Bücherzelle ein Hardcover dieser Übersetzung aufgetaucht, dem Anschein nach vollständig, ich habe es sofort abgegriffen.


    Ich finde Collins' stilistische Qualität erstaunlich unterschiedlich. In meinem Sammelband "Der geheimnisvolle Palazzo" konnte ich denjenigen der drei Kurzromane, bei dem Dickens mitgeschrieben hat, sofort ausmachen. In Collins' Werk, soweit mir bekannt, finde ich "Poor Miss Finch" trotz des irgendwie bemühten Plots besonders gut erzählt, was an der Perspektive liegen mag. Den "Monddiamanten" finde ich in erster Linie krimiliteraturwissenschaftlich interessant, für sich eher unspannend. "Der rote Schal" ist dramatisch, aber eher auf schlichtem Niveau, naja, es sind einige gewitzte, durchaus feministische Seitenhiebe drin. So richtig klasse ist eigentlich nur die Frau in Weiß, was man wohl hauptsächlich der Übersetzung zugute halten muss.

    Es gibt noch ein paar Werkchen von Collins online zum Download und ich habe mir auch dieses und jenes runtergeladen, in der Hoffnung, irgendwann dazu zu kommen. Ähnlich wie bei A.J. Cronin finde ich sein Werk sehr divergent. Von Dickens kann man eher gleichbleibende Qualität erwarten.

    ps. Mir fällt bei dem Thema übrigens immer Sheridan Le Fanus "Onkel Silas" ein. Dass ich in den 70ern/80ern soviel Collins gelesen habe, liegt an den "Plüschkrimi"-Verfilmungen, die mein Interesse geweckt haben. Darunter war auch eine Verfilmung von Onkel Silas. Über den Film kann ich nichts mehr sagen, aber das Buch ist einfach faszinierend. Ich habe es vor sieben oder acht Jahren ein zweites Mal gelesen und kann mich erinnern, dass ich damals schrieb, die ganzen modernen Thrillerautoren sollten sich doch bitte eine dicke Scheibe davon abschneiden. Unglaublich spannend, ausweglos erscheinend, ein Thrill erster Klasse.

    "

    Er legte schriftlich ungeheure Pläne nieder von all dem, was er im Leben zu tun gedachte, ein Arbeits- und Leistungsvorhaben, das die Kräfte von zehntausend Mann erschöpft hätte. Er stand mitten in der Nacht auf und kritzelte wahnwitzige Aufstellungen nieder, Rechenschaftsberichte über alles, was er gesehen und getan hatte: die Summe der Bücher, die er gelesen, die Summe der Menschen, die er gekannt, die Summe der Frauen, denen er beigeschlafen, die Summe der Mahlzeiten, die er eingenommen hatte, die Summe der Meilen, die er gereist war, die Summen der Städte und Staaten, die er kannte.

    Eine Weile dann weidete er sich an diesen erstaunlichen Aufstellungen, er kicherte wie ein Geizhals über seinen Schätzen, bloß um dann in der nächsten Minute verzweifelt aufzustöhnen und mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, weil ihm überwältigend die Unsumme der Dinge einfiel, die er nicht gesehen oder gekannt hatte. Alsdann begann er mit anderen Listen; er legte Riesenkataloge an von Büchern, die er nicht gelesen, Speisen, die er nicht gekostet, Frauen, die er nicht beschlafen hatte, von Städten und Staaten, die er nicht kannte. Er legte Pläne nieder, wie er dies alles verwirklichen würde, rechnete aus, wieviel Jahre er dazu brauchte, wie alt er sein würde, wenn dies alles vollbracht sei. Eine ungeheure Woge von Hoffnung und Freude wallte dann in ihm auf, denn auf dem Papier sah alles so leicht aus; er hegte keinen Zweifel, daß er es bewältigen könne."

    (Thomas Wolfe, Von Zeit und Strom, aus Kapitel 7)

    Manchmal verzweifle ich an meiner Leseliste. Dieser Abschnitt war so ein Moment. Ich fragte mich, warum ich so einen Kokelores lesen soll.
    Aber es sind auch durchaus schöne Momente drin, obwohl das Buch an "Schau heimwärts, Engel" bisher nicht ranreichen kann.
    Das Buch ist (als Ebook) stramme 1174 Seiten lang, liest sich aber sehr flott, ich lese immer mal ein, zwei Kapitel vor dem Schlafengehen - läuft fluffig. Wenn man sich nicht gerade die Haare ausraufen möchte über Eugene Gants persönliche Hybris, siehe oben.

    Ich habe es ausgelesen, es ist ein sehr fremdartiges Buch mit diesem archaischen Gemisch aus Religion und Aberglaube (wenn man nicht ohnehin der Meinung ist, dass das dasselbe ist), aber die Atmosphäre und Landschaftsschilderung machen es zu einer durchaus lohnenden Lektüre. Wer vielleicht "Das Gehöft" von Federigo Tozzi kennt - das Buch ist ein wenig ähnlich im Stil, halt noch mit den religiösen Vorstellungen von Schuld und Sünde als Handlungsmotor.

    Zitat

    Da warte ich noch ein bisschen ab und bin auf Deine Eindrücke gespannt.

    Wie schon oben gesagt habe ich das Buch nicht. Ich war für mehrere Leserunden eingeschrieben und habe mir den Manesse-Band deshalb verkniffen, in der Angst, ich schaffe nicht alles. Jetzt stellt sich heraus, dass ich (aus verschiedenen Gründen) doch reichlich die Zeit hätte, aber für das Verlagsexemplar ist es zu spät. Ich verfolge die Runde mit dem kostenlosen Ebook von Gutenberg.

    Wenn ich das nächste Mal im Buchladen bin, werde ich mir das Manesse-Bändchen mal ansehen, aber das kann dauern. Ich war seit Jahreswechsel genau ein Mal in der Stadt (und habe mich über die vielen Autos und Menschen gewundert). =O

    Es ist "Schilf im Wind", das gerade in einer Neuausgabe bei Manesse erschienen ist. Ich hatte mich damals für die Runde nicht angemeldet, weil ich fürchtete, nicht die Zeit zu haben, und weil eine Erzählung von Deledda, die ich letztes Jahr bei Gutenberg runtergeladen hatte, mich nicht so überzeugt hat. Egal. Jetzt lese ich trotzdem mit, allerdings nicht mit Verlagsexemplar, sondern wieder mit dem Ebook, das es bei Gutenberg gibt (dort heißt es "Schilfrohr im Winde").

    Bei mir zu Hause habe ich auch "Die Mutter", aber die Lektüre ist so lange her, dass ich mich kaum erinnern kann. Ich glaube, es ging um die Leiden einer Mutter, deren Sohn sich verliebt, obwohl er das als (kath.) Priester nicht darf.
    In "Schilf im Wind" ist das Setting geradezu mittelalterlich, obwohl das Buch um 1912 spielt.

    Es ist geschafft - ich habe die Bananentrilogie gelesen. Ein Jahrhundertwerk eigentlich, und schade, dass es bei uns nicht mehr so recht bekannt ist.


    In meinem anderen Leseforum beginnt gerade eine Runde mit einem Roman von Grazia Deledda, ich werde da jetzt ein bisschen mitmachen - und ansonsten "Von Zeit und Strom" von Thomas Wolfe in Angriff nehmen.