Beiträge von Zefira

    Da wir gerade bei Shakespeare sind. Ich bin gestern wieder zufällig über das Hogarth-Shakespeare-Projekt gestolpert - international bekannte und namhafte Autoren und Autorinnen schaffen Romane nach Skakespeare-Stoffen. Es soll wohl insgesamt acht Romane geben - der letzte, eine Hamlet-Neuinterpretation von Gillian Flynn, soll nächstes Jahr erscheinen. Hier sind die bisher erhältlichen zu sehen. Ich mag Margaret Atwood sehr und habe mir ihr Buch auf die Liste gesetzt, auch in den Nesbø werde ich mal reinschauen, obwohl mir seine letzten Krimis nicht gefallen haben. Anne Tyler wiederum mag ich eigentlich gern, aber eine Neuauflage von "Der Widerspenstigen Zähmung" werde ich nicht lesen.


    Kennt jemand hier vielleicht eines der Bücher?

    Volker, wenn Du hier einen Beitrag schreibst, gibt es in dem blauen Balken über dem Antwortkasten ein Kettensymbol (viertes Symbol von rechts oben, zwei aneinander hängende Kettenglieder), wenn Du dieses Symbol anklickst, kannst Du einen Link einfügen.

    Ich fände es toll, eure Shakespeare-Plauderei hier für alle sichtbar zu veranstalten; das Thema interessiert mich (und andere sicher auch). Ich hatte in den letzten Wochen leider nicht die Muße, mich in den Wallenstein zu vertiefen, zumal es drei Stücke sind und ich über den geschichtlichen Hintergrund viel zu wenig weiß.

    Ich habe Middlemarch in der Übersetzung gelesen, auf die sich der Deutschlandfunk-Artikel bezieht. Übrigens Anfang des Jahres ein zweites Mal in einer Leserunde. Es ist ein tolles Buch mit nadelscharfen Pointen. Speziell die implizite Kritik an den "angepassten" Frauenfiguren der Erzählung, Rosamond und Dorotheas Schwester Celia, kommt so subtil um die Ecke, dass man nirgends ein wirklich böses Wort findet, und wirkt dadurch nur um so stärker.

    Ich habe "Ein perfekter Freund" von Martin Suter gelesen. Auch das wäre eine Krimiempfehlung für unser Forum ....

    Bei Wiki habe ich gelesen, dass Suter eine Trilogie über neurologische Themen geschrieben hat; einmal "Small World" (das mir gut gefallen hat), "Ein perfekter Freund" (darin geht es um eine Gedächtnislücke von fünfzig Tagen) und noch ein drittes Buch.

    In "Ein perfekter Freund" versucht Fabio Rossi, ein in der Schweiz lebender Italiener, nach einem Unfall mit Kopfverletzung eben jene Gedächtnislücke von fünfzig Tagen zu schließen. Seine Freundin will nichts mehr von ihm wissen, statt dessen steht an seinem Klinikbett eine unbekannte Frau, die sich als seine Freundin ausgibt; und woran er zuletzt gearbeitet hat (er ist Journalist), kann er aus seinem Notebook und aus Befragung seiner Kollegen nicht herausfinden. Es ist spannend zu lesen, wie er sich nach und nach erinnert, und Suter kann großartig geschliffene Dialoge schreiben, aber der eigentliche Krimiplot bleibt seltsam blass und farblos, irgendwie unverbunden - ich weiß nicht, wie ich es nennen soll. "Small World" hat mir besser gefallen.

    Ich habe von Toni Morrison ungelesen noch "Solomons Lied" hier, will aber auch "Menschenkind" nochmal lesen.

    ps. Ich meine damit ein zweites Mal. Die Erstlektüre war irgendwann vor dem Millennium.

    Uli Stein ist gestorben. Ich habe es schon gestern abend irgendwo in einem Forum gelesen, konnte es aber nicht glauben, zumal ich nirgends eine Bestätigung fand ...

    Er wurde nur 73, litt offenbar schon länger an Parkinson.

    Das Sinngedicht ist einfach nur hinreißend. Ich kann mich erinnern, dass mir die Rahmenhandlung nicht so gefiel (es ist sehr lange her, dass ich es gelesen habe), aber die Binnenerzählungen, in denen es um erotische Begegnungen bzw. "Eroberungen" geht, könnte man noch manchem Zeitgenossen ans Herz legen ...

    Ich habe das Büchlein über Wonnebald mal als Jugendliche gelesen und erinnere mich an eine Passage mit "gefälschten Maulwurfsschwänzchen", kann das sein?

    Herr Zefira hatte früher einen Onkel, der Wunibald hieß; ich vermute, das ist eine andere Form des gleichen Namens.


    Edit, habe ihn eben nochmal gefragt. Es war kein Onkel, sondern ein Urgroßvater.

    Ich habe versucht, mich in "Die Augen der Begrabenen" von Asturias zu vertiefen, eines der letzten Bücher meiner diesjährigen Leseliste ... Oh weh. Es ist ja der dritte Band der sog. Bananentrilogie, die ich gern komplett gelesen hätte, aber ich fürchte, so wird das nix; ich habe aus den ersten beiden Teilen inzwischen zu vieles vergessen von den komplizierten Verwandtschaftsverhältnissen und Geschäftsbeziehungen. Vielleicht gibt es sehr konzentrierte Leser, die das Buch separat lesen können. Ich tue mich ohnehin schwer mit Asturias' Auffassung des magischen Realismus; in seinen Büchern findet man die wichtigen Plotwendungen oft derart überwuchert mit Bewusstseinsströmen und Dialogen, die sich in purem Gequassel erschöpfen, dass man das Handlungsgerüst buchstäblich mit der Machete freihacken muss. "Der Sturm" ist ein kurzes Buch, aber im zweiten Teil "Der grüne Papst" schwamm ich zeitweise schon ziemlich, und jetzt geht es gar nicht mehr. Entweder ich schiebe das ganze Werk in die hinterste Regalecke oder fange noch mal von vorne an und bleibe dran (einschließlich Notizen, vor allem ein paar Generationenstammbäumen), bis ich durch alle drei hindurch bin.


    "Der Sturm" noch mal zu lesen, würde mir leichtfallen, es ist ein tolles Buch, aber dann wird es Arbeit. Ich werde nochmal in mich gehen. Im Grunde bin ich sicher, dass es sich lohnt.


    Im Moment lese ich "Geisterland" von Sara Paretsky. Auch das eine seltsam kraus erzählte Geschichte; ich bin schon fast in der Mitte und weiß immer noch nicht recht, worum es geht. Aber es liest sich gut; die Hauptfiguren sind sehr sympathisch und ich begleite sie gerne.

    Hat eine(r) von euch das Buch von Roland Schulz "So sterben wir" schon gelesen?

    Ich habe den ersten Teil "Tod" gelesen, ein Drittel des Buches. Danach kommt noch ein Teil "Trauer" (habe ich angelesen) und dann Nachwort, Danksagungen etc. Ich wüsste gern, ob mir viel entgeht, wenn ich es einfach abbreche. Im ersten Teil stand kaum etwas, was ich nicht bereits wusste; der zweite Teil "Trauer" brachte schon gleich am Anfang einen Absatz, der mich richtig geärgert hat. Ich habe das Gefühl, der Autor verallgemeinert hier vieles und schafft eine Art Idealvorstellung davon, wie man mit dem Sterbeprozess umzugehen habe, die im Einzelfall nicht unbedingt hilfreich ist, sondern eher noch zusätzlich Druck schafft.

    Ich habe mir das Buch von Roland Schulz bestellt.

    Das Thema ist bei uns in der Familie auch gerade aktuell ...


    Edit: Ich habe es heute morgen runtergeladen und etwa ein Viertel gelesen (aus irgendeinem Grund kann ich es nur am Rechner lesen, nicht auf den Reader übertragen).

    Es enthält vieles, was ich schon früher gehört habe (das Bild mit den konzentrischen Kreisen, in deren Mittelpunkt der Leidende steht - nach innen nie klagen, nur nach außen), oder aus eigenem Erleben kenne infolge Sterbesituationen in der Verwandtschaft.

    Etwas befremdlich - aber eigentlich einleuchtend - ist, wie der Autor den Leser/die Leserin mit Du anredet.

    Ich kann später gern noch mehr darüber berichten.

    Und auch heute gabs nochmal neue Bücher, da ich schon wieder an einem Antiquariat vorbeikam:


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    "Die Wurzeln des Lebens" von Richard Powers



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    Über tausend Seiten "Gesammelte Gedichte" von Robert Gernhardt



    Und am Ende zog ich noch dies aus dem Offenen Schrank. Zum Kauf konnte ich mich diesmal nicht überwinden, aber da es nun mal im Schrank stand, werde ich mal hineinschauen. Zurücktun kann ich es ja immer noch.


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    Ich war heute zufällig in Wiesbaden und habe in einem Antiquariat diese wunderbare Ausgabe von Huck Finn gefunden - ein dickes gebundenes Buch mit ausführlichem Vorwort, einer Übersetzung von F. Rathjen und einer Fülle von erklärenden Anmerkungen, dazu eine Menge Illustrationen, u.a. die Originalillustrationen von E.W. Kemble.


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    Und auch dieses konnte ich nicht stehen lassen: "Der schwarze Steuermann" von Joseph Conrad, es erscheint leider hier nicht als Thumbnail, zu sehen hier: Der schwarze Steuermann

    Ebenfalls eine Ausgabe mit schönen Illustrationen. So schöne Bücher, ich freu mich sehr. :saint:

    Ich würde gern noch dazu sagen, dass mir das Ende des Textes nicht recht klar wurde. Die Metapher vom Tauwetter auf der letzten Seite - dass das Tauwasser die Schneereste mit sich fortspült und Platz geschaffen wird, dass die Saat aufgehen kann - ist deutlich. Aber was ist nun eigentlich Johannes' Fazit? Es sieht so aus, als ob er im Stillen seiner Braut recht gibt, obwohl der Bruch endgültig ist. Gabriele ist eine beeindruckende Figur in ihrer konsequenten und aufrechten Haltung.