Beiträge von Fuzuli

    Bei Daniel Kehlmann kam bei mir der Eindruck auf, daß es sich bei ihm um einen hochgehypten Autor handelte. Ein Bekannter beklagte sich, daß sein Roman „Die Vermessung der Welt“ sich lediglich dazu eigne, Schülern die indirekte Rede zu demonstrieren, das Buch ansonsten aber nichts tauge.


    Ich habe das Buch („Die Vermessung der Welt“) nicht gelesen, aber bei den (hymnischen) Rezensionen kam bei mir derselbe Verdacht auf.


    Nun frage ich mich, ob „Tyll“ in dieselbe Kategorie fällt, oder es sich wirklich um einen Roman handelt, der in einer anderen (nämlich höheren) Liga spielt?

    Habe gerade “Harry Potter and the Deathly Hallows” (vor Jahren gelesen) als Hörbuch zu Ende gehört. Die Tage vorher den Vorgängerband gehört - die verrückte Welt hat sich in meiner Hörlektüre widergespiegelt...:confused:

    Ich hatte mich vor ca 5-6 Jahren an die Josephstetralogie gemacht, aber nach nur wenigen Seiten aufgegeben - wie finsbury ganz richtig sagt: man braucht eine gewisse Ruhe für diese Lektüre, und die hatte ich nicht (und habe sie immer noch nicht :/)

    So in den 50ern. Es scheinen vor allem (nicht nur) Männer zu sein, die eher „sedentary“ sind, wie es hieß. Also Leute, die sich eher wenig bewegen. Taxi- und Busfahrer, die viel Personenkontakt haben, aufgrund mangelnder Bewegung oftmals übergewichtig sind.


    Wir haben hier seit 4 Wochen Kontaktsperre. Man darf in den Supermarkt, zur Apotheke, zum Arzt/Krankenhaus und täglich eine Stunde zur Bewegung raus.

    Wer systemrelevant ist, darf natürlich auch zur Arbeit. Wir haben einen offiziellen Schrieb vom Arbeitgeber bekommen, den wir bei Polizeikontrollen vorzeigen können, sollten wir gefragt werden, weshalb wir unterwegs sind (vor allem wenn weiter weg vom Wohnort).


    Meine Abteilung macht ebenfalls Home Office wo nur möglich, 2 Oberärzte sind wochenweise auf Station für die Visite etc. Auch die Assistenten sind auf Station und sehen nach den Patienten. Sprechstunden über Telemedizin (wenn das Internet mitmacht).


    Ansonsten hören wir uns jeden Tag (Lügen)Märchen der Regierung (vor allem der in London) an, was die Versorgung mit Schutzbekleidung und Testkapazitäten betrifft.


    Hoffe, dass wir bald einen Impfstoff oder wenigstens Medikamente haben - meine alte Mutter ist bei mir, und um sie mache ich mir die größten Sorgen, will sie nicht anstecken, wenn es mich erwischen sollte. Aber es eben nur eine Hoffnung, es wird wohl noch lange dauern mit Impfstoff, aber hoffen muß man fast schon :traenennah:

    Wenn ich schon lese, daß die Veranstalter an der Kieler Wochen festhalten, könnte ich explodieren.

    Sollte dieses sorglose Verhalten tatsächlich umgesetzt werden, haben wir sehr bald wieder die Diskussion, wer einen Platz auf der Intensivstation bekommt und wer nicht.


    Nur das es diesmal wirklich ernst werden kann. Ich habe den Eindruck, daß Meldungen wie „Die Hälfte der Intensivplätze“ ist frei solch einem Leichtsinn den Weg ebnen.


    Meinen Kollegen auf der hiesigen (schottischen) Intensivstation sterben so pro 12 Stunden Schicht 2-3 Patienten wegen COVID-19 weg - primär mittelalte Männer, die mehr oder weniger übergewichtig sind. Und dann sollen Volksfeste stattfinden...:vogelzeigen:

    Ich halte es für fast gesichert, dass die FBM im Oktober nicht stattfinden wird. Bei einer so großen Menschenmenge kann man fast schon davon ausgehen, dass es zu vielen Infektionen kommen würde, die man nicht mehr zurückverfolgen kann - mit verheerenden Folgen....

    Kann nicht mitmachen. Währen andere zum zu Hause Bleiben verdonnert sind, sind unsere Dienstpläne umgeworfen worden, um derCoronakrise Rechnung zu tragen.


    Ich versuche zur Zeit, eher Leichtes zu lesen. Anspruchsvolles glaube ich, verkrafte ich zur Zeit nicht =O

    „Eine Messe für die Stadt Arras“ von Andrzej Szczypiorski. Gibt es nur noch antiquarisch.
    Ich will versuchen, den Inhalt wiederzugeben (kann mich nicht mehr so gut an den Inhalt erinnern und mag jetzt nicht googeln).


    Mittelalter: Die Pest bricht aus, und der zuständige Herzog stellt den Ort unter Quarantäne. Die Seuche wird so zwar nach einiger Zeit unter Kontrolle gebracht, allerdings ist de Bevölkerung traumatisiert und es kommt zu kriminellen/sehr unethischen Verhaltensweisen.


    Die Bevölkerung, die sich nach eigenem Dafürhalten immer fromm und gottgefällig verhalten hat, begreift nicht, warum bzw. wofür sie von Gott derart bestraft worden ist.

    Der Bischof spürt, dass die Bevölkerung ihm nicht nur zu entgleiten droht, sondern beginnt, sich gegen ihn zu wenden.


    Um seine Macht zu retten, macht er die Juden zu Sündenböcken und hat mit dieser Methode Erfolg, denn der Frust richtet sich nun gegen diese.


    Das ist der grobe Handlungsstrang, an den ich mich erinnern kann. Das Buch hatten wir in der Oberstufe gelesen, und es hatte so ziemlich allen gut gefallen.


    Weiter fällt mir „Nemesis“ von Philip Roth ein: eine Polioepidimie im New York um die Zeit des 2. Weltkriegs.


    Für Mitte April ist ein Roman namens „The end of October“ angekündigt, Autor ist Lawrence Wright. Auch dort wird es um eine Pandemie gehen, die in Asien ausbricht und von dort ausgehen die Weltbevölkerung dezimiert.

    Eben habe ich in der Süddeutschen Zeitung gelesen, dass die Preisverleihung am 12. März um 0905 Uhr von Deutschlandfunk Kultur in der Sendung „Lesart“ übertragen werden wird.


    Live mithören werde ich wohl nicht können, aber sobald meine Sprechstunde am Vormittag vorbei ist, guck ich mal, was bzw. wer ausgezeichnet worden ist :)

    Hoffen wir, daß nächstes Jahr die Messe stattfindet (würde sie gerne mal besuchen). Vielleicht bleibt uns als Trost, daß interessante Bücher den Preis/die Preise bekommen:)


    Und natürlich, dass diese Coronavirusgeschichte möglichst rasch und nur mit wenig Verlusten vorbeizieht...