Was lest ihr gerade?

  • Ich habe das Buch beendet und mir danach den Film angesehen. Das hätte ich nicht tun sollen. :grmpf: Der Film ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie eine Literaturverfilmung eine gute Story killen kann, selbst mit einem Polanski in der Regie. :sauer:
    Das Buch selbst ist wirklich prima. Eine wunderbare Geschichte über Literatur und Bücher. Auch der Schluss erscheint mir schlüssig. Aber Hände weg vom Film!!!


    Dann hat mich bezüglich des Schlusses wohl wirklich meine Erinnerung getäuscht ... naja, lange her. :breitgrins:


    Einem Vergleich mit dem Buch hält der Film wahrlich nicht Stand, dazu wurde zu viel weggelassen bzw. geändert. Aus dem Buch wurde einfach ein Teil rausgepickt, die Handlung "angepasst" und ein Film draus gemacht. Fertig. Ich habe ihn erst Jahre später gesehen und wusste vorher gar nicht, dass es sich um eine Buchverfilmung handelt. Das war vermutlich mein Glück - ich habe nichts erwartet, also war ich nicht enttäuscht. :smile:



    Ich lese gerade wieder Christian Morgensterns "Galgenlieder".


    Heute vor 100 Jahren ist Christian Morgenstern in Meran gestorben.


    Gruß, Gina

  • Für Cloud Atlas habe ich auch Buch und BluRay da. Ich überlege nun, in welcher Reihenfolge ich die beiden "bearbeiten" soll, um nicht wieder einen Reinfall a la "Neun Pforten" zu erleben. Kann mir jemand weiterhelfen?

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

  • Hermann Burger. Sagt mir irgendwas, aber was?


    Hm.... Vielleicht das?:


    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

  • Ich lese die Heidegger Biografie "Ein Meister aus Deutschland" von Rüdiger Safranski und frage mich nach knapp der Hälfte, was diesen Philosophen so bedeutend gemacht hat.

  • Ich lese die Heidegger Biografie "Ein Meister aus Deutschland" von Rüdiger Safranski und frage mich nach knapp der Hälfte, was diesen Philosophen so bedeutend gemacht hat.


    Safranksi? Ja, das habe ich mich auch schon gefragt... :breitgrins:

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

  • Och, ich mag Safranski und lasse mir von ihm gerne den Erklärbär machen. Ich finde ihn intelligent, anregend und so breit aufgestellt, dass er mir immer wieder Verbindungen aufzeigen kann, die ich zuvor nicht gesehen habe. Mag sein, dass man es etwas unbefriedigend findet, wenn man sich dann in einem Thema sehr gut auskennt. Aber da ich ihn in der Regel nur zu Themen lese, in denen ich mich eben (noch) nicht so gut auskenne, stört mich das nicht... :zwinker:

  • Für unseren Buchclub morgen lese ich gerade Arno Geigers 'Es geht uns gut' - das Buch gewann ja vor einigen Jahren den Deutschen Buchpreis. Es ist eine österreichische Familiengeschichte, die mich bislang aber nur mäßig überzeugt.


  • "Der flüchtige Schimmer des Mondes" von Edith Wharton


    Hallo Gina,


    dieser Wharton hat mir gut gefallen, ich las ihn 2010
    http://klassikerforum.de/forum…ad/4132.msg41452#msg41452


    Ich lese gerade einen Tipp von dir, nämlich "eine gute Schule" von Richard Yates. Das schwierige an einem Internatsroman ist ja, den vielen jungen Figuren, hier ein Jungeninternat, Leben einzuhauchen. Das gelingt dem Autor sehr gut. Bin sehr angetan.


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)


  • Hallo Maria,


    der Wharton ist wirklich lesenswert. Ich habe jetzt ca. ein Drittel gelesen (Ellie ist eben aus Venedig abgereist und hat Nick und Susy mit teuren Geschenken bedacht) und eine/die Krise naht in Riesenschritten ... der Honigmond bröckelt.


    Eine gute Schule hat mir auch sehr gefallen (nach Easter Parade mein zweiter Yates-Roman, neben den beiden Erzählbänden). Hier treffen so unterschiedliche Schüler wie Lehrer aufeinander mit ihren Sorgen und Nöten, kleinen und großen Demütigungen - das erzählt Yates glänzend. Besonders beeindruckend finde ich eine Szene gegen Ende, in der ein Lehrer an sich selbst scheitert ... Ganz, ganz "großes Kino"!


    Gruß, Gina

  • Kaufen* bei

    Amazon

    * Werbe/Affiliate-Links


    Ernst Jünger: In Stahlgewittern


    Ich komme mir nach den ersten 58 Seiten vor wie bei einem lateinischen Geschichtschreiber. Das ist nicht negativ zu verstehen, sondern eher: ah, wieder mal ein Lesegefühl wie mit Caesar "200 Schritte links, vor rechts und Drehung..." ;) Bislang interessant.


  • Ich komme mir nach den ersten 58 Seiten vor wie bei einem lateinischen Geschichtschreiber. Das ist nicht negativ zu verstehen, sondern eher: ah, wieder mal ein Lesegefühl wie mit Caesar "200 Schritte links, vor rechts und Drehung..." ;) Bislang interessant.


    Die Stahlgewitter stehen mir als Leseerfahrung noch bevor. Bei den Essays von Jünger geht es mir so, dass ich ihn interessant finde und mitunter auch brillant, solange es mir gelingt, den Brechreiz beim Lesen zu unterdrücken. :zwinker: