Ein Klassikerforumswettbewerb für 2021 - Kommentare und Diskussionen

  • Hallo und guten Abend,


    nach Monaten habe schaffe ich es endlich wieder hier hereinzuschauen. Leider haben mich Arbeit, Kinderbetreuung und Elternrat in diesem Jahr doch weiterhin viel mehr auf Trab gehalten als gedacht. Trotzdem habe ich zumindest 2 Bücher meiner Liste gelesen (und noch ein paar für den Lesekreis):


    Oscar Wilde - Das Bildnis des Dorian Gray

    Das war schon im Frühjahr ein Reread für meinen Lesekreis und es hat mich wieder sehr beeindruckt. Interessant waren dann vor allem die Diskussionen im Lesekreis bzgl. der Parallelen der Selbstdarstellung und Verlockungen in der Welt des Dorian und in den sozialen Netzwerken unserer Zeit.


    Über den Sommer habe ich noch Albert Camus - Die Pest gelesen.

    Hier fand ich, dass war ein sehr passendes Buch für die Pandemie, fand man doch einige Parallelen zu aktuellen Charakteren die in unserer Pandemie agieren. -Ich mochte Rieux, seinen pragmatischen und organisierten Kampf. Ein wenig suchte ich den Makel in seiner Person, ein Gutmensch durch und durch - er zeigt kaum Emotionen, nahm vieles hin ohne Gefühlsregung, aber das muss ja kein Fehler sein.

    Ein bisschen brauchte ich den optimistischen Schluss mit dem Ende der Pandemie...hat ja bisher noch nicht geklappt in unserer Wirklichkeit.


    Tolstoi werde ich auf jeden Fall verschieben, ins nächste Jahr, mal sehen. Shakespeare wäre vllt. noch was über Weihnachten, darauf hätte ich schon noch Lust aber vllt. wirds auch das Decameron oder was ganz anderes.


    Für jetzt habe ich mich von Euren Beiträgen inspirieren lassen und habe mir "Der Zerrissene" von Nestroy auf den e-reader geladen...


    Liebe Grüße

    schokotimmi

  • Schön, wieder von dir zu lesen, schokotimmi,


    das Decamerone kann ich empfehlen, sehr burleske Geschichten, gut zu lesen. Und Nestroy macht auch Spaß.

    Auch ich habe dieses Jahr wenig geschafft, werde einige TItel von der Liste ins nächste Jahr verschieben, andere canceln, weil sie meine Leselust schon vorneherein hemmen. Es kommen auch noch andere Zeiten....

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Ich hatte eine ziemlich ehrgeizige Leseliste, beim "Abarbeiten" sind mir dann vom Sommer ab ein Dutzend Leserunden in die Quere gekommen. Ins nächste Jahr mitnehmen werde ich den Huck Finn und "Die Welt von gestern". Wann ich dazu kommen werde, die Hundposttage zu lesen, weiß ich noch nicht, das setze ich lieber gar nicht erst wieder drauf.
    Im nächsten Jahr werde ich zunächst wieder Thomas Mann lesen, ansonsten muss ich mal schauen. Ich habe eine enorme Anzahl Bücher gelesen, es sind jetzt schon über 150, und trotzdem schiebe ich einen großen Stapel vor mir her, darunter auch mindestens drei Bücher von Margaret Atwood, die mir ins Haus geschneit sind und die ich unbedingt bald lesen will.

  • Meine Leseliste war eher derartig gedacht, um das Feld abzustecken, das ich beackern wollte. Letzlich habe ich mich dort auch einige Male aufgehalten oder bin zumindest in der Nähe gewesen, oft aber auch ganz woanders.


    So habe ich statt "Krieg und Frieden" von Tolstoi "Die Brüder Karamasow" von Dostojewskij gelesen. Statt der "Drei Geschichten" von Flaubert (von der ich dennoch die erste gelesen habe), habe ich "Madame Bovary" gelesen, außerdem bin ich nicht bei Twain, sondern bei Dickens gelandet. Bruno Schulz, Marcel Schwob und Jacques Yonnet verschiebe ich etwas.


    Meine tschechischen Klassiker rücke ich jetzt auch nicht in zu weite Ferne. Im Gegenteil, ich habe meine Bände der Tschechischen Bibliothek wieder griffbereit hervorgekramt, inspiriert durch diesen mitreißenden Aufruf zur Entdeckungsreise ins Unbekannte bzw. Vergessene.


    Perutz habe ich mit Genuß gelesen und der Nachschub wartet bereits im Regal.

    Ansonsten bleibt mir zu wiederholen, dass ich wieder große Freude am (Wieder-)Entdecken klassischer Literatur entwickelt habe und deshalb Zeitgenössisches ("Laurus" gefiel mir sehr gut) momentan etwas hintangestellt habe. C.F. Meyer, E.T.A Hoffmann, Eichendorff, Tschechow, Schnitzler gehören zu denen, die ich dieses Jahr sehr gerne gelesen habe.

    Einmal editiert, zuletzt von Krylow () aus folgendem Grund: "Mademe", "mitreisend"...das hat schon mal besser funktioniert. ;-)

  • Tja, ich hatte mich ja auf Dramen kapriziert, um überhaupt wieder ins regelmäßige Lesen zu geraten. Das hat insofern funktioniert, als ich zwar nicht meine Liste weg-, aber dafür nach ein paar Dramen anderes gelesen habe :-). Für nächstes Jahr werd ich mir aber wohl vor allem die restlichen Proust-Bände notieren. Den Rest des Jahres werd ich wohl mit Raabe zubringen.

  • Wie es aussieht, sind wir alle schon voller Pläne fürs nächste Jahr. Dann lege ich schon mal die entsprechenden Threads an. Wann ihr da was einstellt, bleibt ja jedem selbst überlassen.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Ich habe mal über das Regal geschaut, man will ja (oder soll jedenfalls) sozusagen ein gemeinsames Thema für die geplanten Lektüren (er)finden, und ich stelle fest, ich habe etliche Nordlichter im Schrank, die gelesen werden wollen.
    Ich werde auf jeden Fall aber wieder zwei Listen machen. Noch immer bin ich mit meiner Phantastik-Challenge beschäftigt, mit Lernet-Holenia ist sogar was hinzugekommen.