Beiträge von Jaqui

    Ich habe Die Bagage von Monika Helfer nun auch gelesen. Aufgrund der positiven Stimmen war ich sehr gespannt auf den Roman. Und ich wurde nicht enttäuscht.

    Ich fand den Stil sehr gelungen, auch die kurzen Einwürfe vom Leben der Ich-Erzählerin und wie sie das alles später sieht was passiert ist. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht zum Lesen. Das Leben im Dorf wird sehr gut beschrieben und ich kann mir durchaus vorstellen, dass es während dem Ersten Weltkrieg tatsächlich so zugegangen ist.


    Faszinierend fand ich den Zusammenhalt der Familie. Vor allem die Kinder. Einige der Kinder sind im Alter meines ältesten Sohnes (9) und übernehmen voll viel Verantwortung. Da hat sich das Leben in den letzten hundert Jahren wirklich sehr sehr viel verändert.


    Nun freue ich mich auf den nächsten Band: Vati

    Ich habe die Waffen nieder nun auch gelesen.

    Wie beim ersten Lesen musste ich bei der Geburt ihres Kindes die Augen verdrehen. Dass ihr Mann natürlich genau an dem Tag einrücken muss, an dem die Wehen einsetzen. Das gehört in einen schlechten Groschenroman.


    Ich fand es auch erstaunlich wie interessiert Martha ist und alles wissen will. Sie hinterfragt viele Dinge, auch wenn sie manchmal sehr einfältig wirkt.

    Dass sie ihren Mann in den Lazaretten sucht, ist wieder so eine Sache, wo ich die Augen verdreht habe. Wie kann man ernsthaft annehmen, dass man in den Wirren des Krieges einen Mann finden kann, von dem man nicht mal genau weiß wo er eigentlich ist.


    Dennoch ist es beeindruckend, dass der Roman zu einer Zeit geschrieben wurde, an den Kriege zum Alltag der Menschen gehörten.


    Marthas Kinder werde ich sicher auch noch lesen und meine Meinung hier kundtun, allerdings lese ich zwischendurch noch etwas anderes.

    Du liest eindeutig schneller als ich. Wobei ich mich im Moment nur sehr schwer konzentrieren kann. Innere Unruhe ist echt nervig wenn man in Ruhe lesen will.


    Ich habe gerade mal das 2. Kapitel beendet, Martha hat diesen Tilling geheiratet. Er ist zwar ein Soldat, denkt aber nicht so wie zahlreiche andere Soldaten seiner Zeit. Wenn vom Frieden die Rede ist, dann stöhnen die Offiziere. Sie freuen sich auf den Krieg und sind froh darüber. Welcher Soldat will nicht den Heldentod sterben? Dieses Denken ist mir gänzlich fremd. Ich kann Martha sehr gut verstehen, dass sie Frieden will.


    Dass Martha aber auch ein wenig unbedarft ist, sieht man daran, dass ihr Kämpfe in anderen Ländern im Grunde egal sind. Solange Österreich nicht involviert ist, ist alles gut. Dass sich aus einer Schlacht aber ein Flächenbrand entwickeln kann, daran denkt sie nicht.


    Die Szenen die genau beschrieben sind, wie die Fahrt im Prater kann ich mir lebhaft vorstellen. Bin ich doch auch schon oft die Praterallee entlang gefahren. Zwar mit dem Auto und nicht in einer Kutsche, aber ich kann mir das dennoch sehr gut vorstellen wie das damals gewesen sein muss.

    Soldaten werden auch nicht zum Denken erzogen, sondern zum Befehle ausführen ohne diese zu hinterfragen. Das ist heute leider nicht anders als damals.


    Ich kann mich noch gut erinnern als wir in der Schule etwas über Bertha von Suttner gelernt haben. Wir haben zu der Zeit eine Diskussion geführt pro und kontra Krieg und mussten uns Figuren ausdenken und dann deren Standpunkt verteidigen. Ich habe mich als die kleine Schwester vorgestellt: Margarethe von Suttner und ich habe das Buch geschrieben: Die Waffen hoch.

    Beim Test haben dann wirklich ein paar geschrieben, dass die berühmte Person Margarethe hieß :D Ich habe meinen Standpunkt offenbar gut vertreten


    Während ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, habe ich auch die Biographie von Brigitte Hamann nebenbei gelesen. Diese kann ich wirklich sehr empfehlen.

    Ich habe das erste Kapitel jetzt auch gelesen. Und wieder hat mich der Tod von Arno Dotzky getroffen, obwohl ich beim zweiten Lesen wusste, dass er sterben wird.


    Die Menschen waren wirklich sehr überheblich damals, die Italiener sind ja die Bösen und wollen sich von Österreich befreien. Was fällt denen quasi ein. :rolleyes:


    Martha kann ich viel besser verstehen seitdem meine Kinder größer sind und quasi vor der Haustür ein Krieg stattfindet. Wie kann man da von Ruhm und Ehre reden? Für das Vaterland sterben. Und dann auch noch sagen: Die Gestorbenen sind die Glücklichen, denn sie haben die Niederlage nicht mehr mit bekommen. Die Worte von Marthas Vater sind teilweise unerträglich für mich.


    Darwins Erwähnung fand ich schon beim ersten Lesen des Buches interessant. Vielleicht sollte ich Darwin jetzt endlich mal lesen und nicht nur Bücher über ihn und seine Theorie.


    Leider komme ich langsamer voran als erhofft, auch bei mir kommt gerade das Leben dazwischen, aber ich bemühe mich jeden Tag ein wenig zu lesen.

    Ich grabe diesen Thread mal aus.


    Ich habe bisher sehr selten klassische Musik gehört. Aber in letzter Zeit hatte ich öfter das Bedürfnis mal was anderes als Radiomusik mit Pop und Rock zu hören.


    Daher höre ich gerade Peter und der Wolf. Mein Vater hat gern Klassik gehört. Und dieses Stück fand er super weil man die Figuren wirklich gut erkennt.


    Die kleine Nachtmusik lief auch schon und den Gefangenenchor von Nabucco habe ich heute auch schon gehört.