Was lest ihr gerade?

  • Eine Frage in die Runde: Es gibt eine Art Sequel zu "1984", nämlich "1985" von dem Ungarn György Dalos. Darin kommen alle Hauptfiguren von 1984 vor (es hat folglich keine Erschießung der verschiedenen wegen Gedankenverbrechen festgenommenen Leute gegeben), anscheinend kehrt sogar Winston Smith' vermisste Ehefrau Katharine zurück. Das Regime liegt in den Händen der "Großen Schwester", Witwe des Großen Bruders. Ich meine sogar, irgendwo gelesen zu haben, dass der von Winston erfundene "Genosse Ogilvy" einen Auftritt hat.
    Ich habe heute nachmittag eine Weile nach dem Buch gesucht; es muss irgendwann eine deutsche Ausgabe gegeben haben, aber ich finde kein Exemplar. ZVAB, findmybook, Medimops und Rebuy abgegrast, hat vielleicht noch jemand eine Idee?

    Edit, ich habe das Buch gefunden und gekauft, juhu!

    Ich habe es auch gerade gesucht. Man findet es nur, wenn man die Zahl im Titel ausschreibt, aber dann gibt es recht viele Angebote.

  • Gestern beendet: Am Götterbaum von Hans Pleschinski.


    Der Roman dreht sich um Paul Heyse. Drei Damen (eine Schriftstellerin, eine Stadtbaurätin und eine Bibliothekarin) marschieren gemeinsam durch München, um über die Möglichkeit eines Paul-Heyse-Kulturzentrums in dessen ehemaliger Villa am Königsplatz zu beraten. Schließlich ist doch nicht zu rechtfertigen, dass die Stadt den ersten deutschen Literaturnobelpreisträger für Erzählendes nur mit einer stinkenden Unterführung ehrt.... Auf ihrem Weg rekapitulieren sie die Lebens- und Werkgeschichte des Autors, beizu aber auch auch die Geschichte der Stadt und Kultur in seiner Zeit und noch alle möglichen anderen Weltfragen. Das ist eine sehr unterhaltsame, an einigen Stellen auch etwas bizarre Geschichte geworden, die mir aber großen Spaß gemacht hat. Zum Heyse-Fan werde ich deswegen wohl eher nicht werden, die im Text zitierten Gedichte haben mich nicht unbedingt mitgerissen, wobei ich sicher einmal eine seiner Novellen lesen sollte...

  • nur mit einer stinkenden Unterführung ehrt.

    Die Paul-Heyse-Unterführung in der Nähe des Hauptbahnhofs ist aber auch wirklich das Grauen ;-). Von Pleschinski kenne ich nur ein, zwei frühe Sachen, die seinerzeit bei Haffmans erschienen sind, die fand ich sehr amüsant und unterhaltsam. Dann hab ich ihn völlig aus den Augen verloren. (Mir fiel jetzt neben Pest & Moor und dem Holzvulkan noch Der Schleiftrog ein - aber der ist von Hermann Kinder, den ich auch aus den Augen verloren habe, seufz). - Von Paul Heyse hab ich mal im Studium ein paar Novellen gelesen, aber an die habe ich überhaupt keine Erinnerungen mehr. Und ich habe auch nicht vor, ihm nocheinmal eine Chance zu geben - aber Pleschinski merk ich mir mal vor.

  • Friedrich Schiller revisited. Nach den Räubern und dem Fiesko steht ab heute Abend Kabale und Liebe an. Mein bisheriger Eindruck nach über 40 Jahren Abstand ist immer noch der gleiche: so viel Ha! und so wenig Haha!


    Nun gut, Schiller kam ja leider nicht wirklich zu Jahren. Vielleicht hätte sich sonst doch noch die Beobachtung bestätigt, die Jean Paul in seiner Vorschule schilderte: die älteren Dichter zieht es eher zur Komödie als die jungen Wilden, denn: "Das Alter geht lieber im Sokkus als im Kothurn".

  • giesbert

    Stimmt, der Hans Pleschinski hat ja früher bei Haffmans veröffentlicht. Als ich anfing im Buchhandel zu arbeiten, war der Verlag gerade sehr en vogue. Damals habe ich aber Pleschinski nicht gelesen, ich stieß erst später dazu. Seinen Hauptmann-Roman 'Wiesenstein' finde ich jedoch wirklich sehr bemerkenswert und gut. Das Büchlein über den Holzvulkan habe ich dann in der hübschen Neuausgabe beim Beck-Verlag kennengelernt.

  • Ich habe "Neunzehnhundertfünfundachtzig - EIn historischer Bericht" von György Dalos inzwischen gelesen. Das Buch geht von der Prämisse aus, dass der Superstaat Ozeanien kurz nach den Ereignissen, die Orwell in "1984" schildert, durch eine gigantische militärische Niederlage die komplette Luftwaffe verliert. Damit wird Ozeanien wehrlos; in 1985 ist vom ganzen Gebiet Ozeaniens nur noch Airstrip One übrig, also Großbritannien. Im Eingangskapitel stirbt der Große Bruder.


    Abwechselnd kommen Figuren aus 1984 zu Wort: O'Brien (Chef der Gedankenpolizei), Winston Smith (der die Literaturbeilage der New York Times schreiben darf), Julia (die Kultusministerin wird), Syme, Ampleforth, Winstons Frau Catherine und der von Winston erfundene "Genosse Ogilvy" kommen vor, sogar Parsons darf mitmachen. Stand des Berichts ist übrigens 2035. Der "Historiker", der die Quellen zusammenstellt, erklärt alles Nötige in Fußnoten, nutzt diese Fußnoten aber im Verlauf des Buches immer mehr dazu, gegen seinen Chef zu hetzen. Wie sich am Schluss herausstellt, sitzt er selbst im Gefängnis (dieses Gefängnis ist aber der reinste Wohlfühlort, man bekommt Essen, Besuch und einen Schreibtisch; Folter gibts nicht mehr). Interessant ist, dass neben den in 1984 genannten drei Superstaaten noch zwei unabhängige Gebiete existieren: Brazzaville, wo Kokain für die ganze Welt produziert wird, und Hongkong, Hauptsitz der Vergnügungsindustrie. Hongkong ist auch der Erscheinungsort des Buches.


    Ich musste mehrmals heftig lachen, aber gegen Ende wird es derart bizarr, dass ich den Faden verloren habe. Ich könnte nicht sagen, wer Ozeanien am Schluss regiert.

  • Als ich anfing im Buchhandel zu arbeiten, war der Verlag gerade sehr en vogue.

    Der ist ja auch ziemlich fulminant gestartet, brachte mit seinen Prospekten einen frischen Tonfall, war um vollmundige Ankündigungen nie verlegen und hatte auch ein paar tolle und sehr schön gestaltete Bücher im Programm. Aber das hat sich dann ja gegeben. Inzwischen ist Haffmans ja bei Zweitausendeins aktiv, mit sehr ähnlichem Auftreten und ähnlichem Programm (das ein wenig danach aussieht, als habe Haffmans geschaut, an was er denn noch die Rechte hat, um es dann neu aufzulegen). Neben dem üblichen Zeugt hat er da ja auch den kompletten Pepys und die Brüder Goncourt in schönen Ausgaben rausgebracht (die ich mir nach einigen Zögern dann auch tatsächlich geleistet habe, weiß der Geier, wann ich dazu kommen werde, das auch zu lesen).

  • Heute beendet: Meine geniale Freundin von Elena Ferrante

    Ich kann mich noch gut erinnern, wie es 2016 kein Entrinnen vor diesem Buch gab. Allerorten Ferrante, Ferrante, Ferrante. Selbst im Urlaub in Stockholm sprang mir das Buch aus den Schaufenstern der meisten Buchhandlungen entgegen. Ohne mich mit den Kritiken ernsthaft auseinandergesetzt zu haben, beschloss ich, das Buch erst einmal hintanzustellen.


    Zwei Jahre später, ich hatte das Buch bzw. mittlerweile die Bücher nicht mehr im Sinn, bin ich beim Durchschalten der Fernsehkanäle auf Rai Uno hängen geblieben. Die Musik, die Darsteller und die Schauplätze hielten mich eine Weile fest und machten mich neugierig. Zudem waren italienische Untertitel eingeblendet. Es lief die Serie "L’amica geniale" nach Elena Ferrantes Roman. Wie ich nachher herausfand wurde sehr viel Neapolitanisch gesprochen, daher die Untertitel.


    Mein Interesse war geweckt, allerdings ließ ich die Bücher weiterhin außen vor und kaufte mir die britische DVD. Mittlerweile ist auch die 2. Staffel gelaufen, die weiteren Dreharbeiten werden aber wegen Corona wohl nicht so schnell vorangehen, so dass ich nun doch noch die Bücher zur Hand nehmen wollte.


    Die Ich-Erzählerin ist eine der beiden Hauptfiguren, Elena Greco, die aus dem Heute rückblickend ihre Geschichte, die Freunschaft zwischen Elena und Lila, niederschreibt. Band I beinhaltet die Kindheit und frühe Jugend, die sich hauptsächlich in ihrem Rione, dem Viertel, abspielt.

    Erzähltechnisch gibt es sonst nicht viel zu berichten, es geht bis zum Schluß chronologisch voran. Obwohl ich durch die Serie schon den groben Inhalt kannte, haben mich die zahlreichen Figuren, ihre Beziehungen untereinander und das Treiben im Viertel schnell gefesselt und sehr gut unterhalten.


    Es gibt viele Aspekte, die zu einer näheren Betrachtung einladen. Vielleicht bedingt durch die Serie, hat mich da die Rolle des Dialektes besonders beschäftigt. Möglicherweise auch deshalb, weil der in "Sturmhöhe", das Buch, was ich vorher gelesen hatte, ebenfalls eine sehr prominente Rolle einnimmt. Vielleicht schreibe ich die Tage da noch ein paar Zeilen dazu.

  • Ich habe zwei Bücher aus fremden, sehr fremden Ländern vor mir:


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    "Das Verschwinden der Erde" von Julia Phillips ist zwar von einer Amerikanerin geschrieben, spielt aber auf der Halbinsel Kamtschatka und beleuchtet das Dasein auf diesem abgelegenen, seit Ende der Sowjetunion geradezu abgehängten Landstrich - speziell für Frauen. Es ist eine Art Episodenroman in dreizehn Kapiteln, jedes Kapitel aus der Sicht einer anderen Frau. Aufhänger ist ein dramatisches Geschehen, die Entführung zweier kleiner Mädchen; aber das Buch ist definitiv kein Thriller.


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    "Kim Jiyoung, geboren 1982" von Nam-Joo Cho spielt in Südkorea und führt in sehr trockener, fast journalistischer Sprache ein typisches Frauenleben der Gegenwart vor. Es ist ein Trauerspiel; vielleicht hätte ich es nicht gleich nach dem Vorgenannten anfangen sollen. Wer mit Südkorea so hippe Kulturschöpfungen wie "Gangnam Style" und den schicken Zombiefilm "Train to Busan" verbindet, dem kann bei der Lektüre angst und bange werden. Ich habe sehr, sehr vieles wiedererkannt von den Mechanismen und Vorurteilen, die das Buch erzählt, aber ich bin auch eine Generation älter als die Hauptfigur - meine Töchter sind '87 und '90 geboren und haben sich bestimmt nicht mit so einem Sch... auseinandersetzen müssen (hoffe ich doch jedenfalls). Ein Wohlfühlbuch ist das nicht. Ich habe drei Viertel gelesen und weiß jetzt schon, dass ich danach dringend was Leichteres brauche.

  • Ich habe nach Ferrante nicht gleich mit dem zweiten Band weitergemacht, sondern einen völlig anderen Roman eingeschoben:

    "Laurus" von Evgenij Vodolazkin


    Darauf gekommen bin ich über eine der Übersetzerinnen von Olga Slawnikowas "2017", Olga Radetzkaja (der Vollständigkeit halber, soll die andere Übersetzerin nicht unerwähnt bleiben, es handelt sich um Christiane Körner). Wenn mir Übersetzungen sehr gut gefallen, dann suche ich oft nach weiteren übersetzten Werken, in der Hoffnung wieder einen Treffer zu landen. Maria Stepanovas "Nach dem Gedächtnis" wartet beispielsweise auch noch darauf gelesen zu werden.


    Weit habe ich in "Laurus" noch nicht gelesen, allerdings fängt es nach meinem Geschmack sehr vielversprechend an. Die Geschichte beginnt im Jahr 1440 und handelt (bisher) von dem kleinen Arseni, der zu Zeiten der Pest bei seinem Großvater aufwächst und von ihm die Heilkunst erlernt.

  • Kabale und Liebe also: Schillers strittigstes Jugendstück um fast alles, was die Zeitgenossen beschäftigte: eine polarisierte Gesellschaft aus zynisch-intrigantem Adel, dessen ererbte Macht an den jugendlichen Rändern zu erodieren beginnt, ein unterworfenes Bürgertum, dem hier der Zutritt zum Trauerspiel gewährt wird, und ein Brückenschlag über Standesgrenzen hinweg durch ein junges Paar, der durch die Ränkespiele mit tödlichem Ende eingerissen wird und alle Beteiligten am Ende in den Abgrund reißt. Das ist alles wahr, schön und gut, und unter den Händen eines Heinrich von Kleist hätte der Stoff vermutlich auch richtiges Leben geatmet. Nur leider: es schrieb ein anderer.

    Das beherrschende Problem in Schillers frühen Werken ist die Inkongruenz von Personen und Sprachen. Es ist nicht das Gleiche, wenn Maria Stuart und Luise Miller mit dem gleichen Pathos deklamieren. In einem Fall ist es plausibel, im anderen seltsam. Eine Musikantentochter von sechzehn Jahren ist dem hohen Ton ihrer Aussprache mit der Lady Milford, unter dem auch Helden von sophokleischem Format ordentlich zu schleppen hätten, nicht gewachsen.

  • Du hast die Schwächen schön charaktersiert, Diaz Grey. Ich bin auch kein Fan des Frühwerks von Schillerund kann die Begeisterung einiger dafür kaum verstehen. Die Inhalte sind neu und ungewöhnlich, aber die Ausführung ... .

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Hab nach längerer Pause hier reingeguckt. Es ist SEHR interessant, EUCH zu lesen. Danke dafür.( lese gerade ganz andere Sachen. U.a. zum zweiten Mal Allahs Sonne über dem Abendland. Seit vorgestern weiß ich, dank Wikipedia, dass die Verfasserin, Sigrid Hunke, eine Vordenkerin der Neuen Rechten ist und schon in den 30er Jahren bei der NSDAP aktiv war. Das Buch ist aber interessant und bei aller Bewunderung für "die Araber", soweit ich es beurteilen kann, sauber recherchiert mit gewaltigem Quellenverzeichnis. Auch der Vater kommt bei Wikipedia nicht zu kurz und der Verweis auf den Sohn, Hagen Schulz (?), der offenbar ein geachteter Historiker ist, ist auch interessant. Davor war neben Oderland ( im Zusammenhang mit vor dem Sturm) David Blackburns schier unglaubliches Werk, "die Eroberung der Natur, eine Geschichte der Deutschen Landschaft". Es ist mir ein Rätsel, wie ein in USA lehrender Brite ein solches Buch schreiben kann. Einige Dinge kenne ich aus persönlicher Anschauung und eigenem Erleben, z.B. Die Talsperren im Oberbergischen und im Sauerland und den Rhein im Abschnitt von Karlsruhe bis Mannheim. Er bringt (zutreffende) Details, die einen Staunen machen. Ja, und alles hängt mit allem zusammen;: Fontanes Oderland, vor dem Sturm und das Oderbruch zu dem Blackbourn Fontane zitiert. Grass und Böll und Christa Wolf kommen auch vor.

    if all you have is a hammer, all you see looks like a nail.

  • Davor war neben Oderland ( im Zusammenhang mit vor dem Sturm) David Blackburns schier unglaubliches Werk, "die Eroberung der Natur, eine Geschichte der Deutschen Landschaft". Es ist mir ein Rätsel, wie ein in USA lehrender Brite ein solches Buch schreiben kann. Einige Dinge kenne ich aus persönlicher Anschauung und eigenem Erleben, z.B. Die Talsperren im Oberbergischen und im Sauerland und den Rhein im Abschnitt von Karlsruhe bis Mannheim. Er bringt (zutreffende) Details, die einen Staunen machen. Ja, und alles hängt mit allem zusammen;: Fontanes Oderland, vor dem Sturm und das Oderbruch zu dem Blackbourn Fontane zitiert. Grass und Böll und Christa Wolf kommen auch vor.

    Hallo Volker,


    auch schön, mal wieder von dir zu lesen. Dieses von dir oben angesprochene Werk steht bei mir auch noch rum. Ich habe es nur noch nicht gelesen, weil ich so etwas Ähnliches (wie ich dachte) schon mal gelesen habe, nämlich "Die Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa" von Hansjörg Küster, den ich mal auf einem Geografentag kennen gelernt hatte. Das Buch hat mir damals auch schon die Augen für die Strukturen der Kulturlandschaft weit geöffnet.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • finsbury, lass es nicht rumstehen, öffne es und Du wirst aus dem Staunen nicht herauskommen. Hab mal in die umfangreiche Bibliographie geguckt. "Dein" Küster ist nicht dabei. Kurzer Argwohn: der wird doch nicht abgeschrieben und die Quelle unterschlagen haben? Dann die Erkenntnis, er hat offenbar nur Primärquellen, vornehmlich Akteure, Zeitgenossen und Archive benutzt. Sonst hätte das Buch auch nicht den unglaublich fesselnden originären "Sound"(trotz Übersetzung). Wenn Du Manschetten haben solltest, fang hinten an. Viel Freude wünscht Dir

    Volker

    if all you have is a hammer, all you see looks like a nail.

  • Ja, da machst du mir die Leseraugen groß. Mal sehen, gerade lese ich ein GEO-Epocheheft zum Jahr 1000. Wenn ich das durchhabe, könnte ich den Blackburns als nächstes Sachbuch nehmen. Entspricht zwar nicht meinem Leseplan, aber ich bin im Moment etwas des Historischen, das ich mich vorallem für dieses Jahr vorgenommen habe, müde.

    Deshalb habe ich im Moment auch ein weiteres Werk von Barbara Pym dazwischengeschoben. "In feiner Gesellschaft" beginnt furios komisch mit der Schilderung eines Kongresses wissenschaftlicher Mitarbeiter im editorischen Bereich. Pym at her best! Leider bleibt es nicht ganz so gut, auch weil diesmal die Hauptperson, Dulcy Mainwaring, wie immer eine mittelalte Jungfer, etwas nervtötend neugierig ist. Mal sehen, wie es weiter geht.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Barbara Pym könnte ich auch mal wieder lesen. Blackbourn wirst Du nicht bereuen. Ein schier unglaubliches Buch. Auch die Wahnsinnsideen der Nazis für den Osten mit den maßgeblichen Personen fehlen nicht.Alles nicht nur technokratisch abgehandelt sondern mit den jeweiigen geistigen Unterströmungen verwoben. Muss ein Wundermann sein.

    if all you have is a hammer, all you see looks like a nail.

  • Klingt so, als wäre es eher eine Kulturgeschichte und nicht nur eine kulturgeografische Darstellung , wie es der Küster ist, obwohl dessen Lektüre auch sehr erhellend und gut zu lesen war.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)