Was lest ihr gerade?


  • Da Hamsun auch bei mir Top 5 ist, würde mich interessieren, welche Erzählungen, welche Ausgabe!


    Ich habe eine Ausgabe vom LangenMüller Verlag und sie enthält: Schwärmer, Die Nachbarstadt, Vagabundentage, Die Königin von Saba, Mein Skysspferd, Weihnachten in der Berghütte, Johannes Treu, Weihnachtsschmaus, Die Dame vom Tivoli, Auf der Strasse, Schiffer Reiersen vom "Südstern", Geheimes Weh.


    "Schwärmer" ist schon mal typischer Hamsun-Sound, ich weiss gar nicht, weshalb ich so lange gezögert habe, auch Erzählungen vom ihm zu lesen.

  • Moin, Moin!


    Ich habe eine Ausgabe vom LangenMüller Verlag und sie enthält: Schwärmer, Die Nachbarstadt, Vagabundentage, Die Königin von Saba, Mein Skysspferd, Weihnachten in der Berghütte, Johannes Treu, Weihnachtsschmaus, Die Dame vom Tivoli, Auf der Strasse, Schiffer Reiersen vom "Südstern", Geheimes Weh.


    Interessant. Ich habe ebenso eine Langen-Müller-Ausgabe Hamunscher Erzählungen (von 1968) mit den Erzählungen, die du aufführtest, allerdings ohne die "Schwärmer".

  • Im Moment lese ich die Erzählung von Rudolf Braune, "Kampf auf der Kille", und werde mich demnächst an Irmgard Keuns "Wenn wir alle gut wären" machen.
    Braune - tragisches Schicksal - hat die Erzählung sozusagen als Erstling veröffentlicht. Merkt man ihr an ... Beeindruckend dagegen sind seine Bücher "Das Mädchen an der Orga Privat" und vor allem "Junge Leute in der Stadt".
    Irmgard Keun ist mit "Das kunstseidene Mädchen" und "Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften" und (schwächer) "Gilgi - eine von uns" in meiner Liste der Top 50 deutschen Romane. Übrigens! Leser, Leserinnen, bitte: Wenn ich einen Wunsch hier frei hätte, dann würde ich jeder und jedem auf Knien bitten, dem "Kunstseidenen Mädchen" eine ehrliche Chance zu geben. :klatschen: Es lohnt sich! :klatschen: Es ist ein witziger, tiefsinniger, handwerklich absolut überzeugend gearbeiteter kleiner Roman - und als Hörbuch (gelesen von Fritzi Haberland) auch nicht ohne. Über Irmgard Keun könnte ich stundenlang reden bzw. schreiben; es ist ein ganz großer Verlust für die neuere deutsche Literatur gewesen, dass diese Frau von den Nazibastarden aus Deutschland vertrieben wurde und im Exil an der Heimatlosigkeit zerbrochen ist. :sauer: :grmpf: :sauer: Na ja, nach Keun werde ich Brecht, "Der Dreigoschenroman", lesen sowie die gesammelten Bühnenwerke von Curt Goetz. Freue mich schon auf beides. :smile:


    :winken:


  • ....dem "Kunstseidenen Mädchen" eine ehrliche Chance zu geben. :klatschen: Es lohnt sich! :klatschen: Es ist ein witziger, tiefsinniger, handwerklich absolut überzeugend gearbeiteter kleiner Roman - und als Hörbuch (gelesen von Fritzi Haberland) auch nicht ohne.


    Mich musst du nicht auf Knien bitten, ich bin ganz deiner Meinung! Und zu Fritzi Haberlands Interpretation habe ich schon vor Jahren geschrieben:



    Es gibt aber sicher Texte, die durch Vortrag gewinnen und vielleicht ihren Charme erst so richtig entfalten. Beispiel : Irmgard Keun:" Das kunstseidene Mädchen" gelesen von Fritzi Haberland.


    Sie trifft genau den herrlich schnoddrigen Ton der Protagonistin... :bang:

  • Ich bin ziemlich parallel unterwegs und mehr oder weniger zufällig hauptsächlich im Orient und Asien - abwechselnd mal das eine mal das andere Buch (je nach Leseort und Konzentrationsfähigkeit):


    Abdalrachman Munif: Salzstädte


    Ulrich Kienzle: Abschied von 1001 Nacht


    Margret Johannsen: Der Nahost-Konflikt


    H. V: Bowen: The Business of Empire. The East India Company and Imperial Britain


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  • Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Im Moment "Herrn Dames Aufzeichnungen" von Fanny zu Reventlow. Gibt es als Kindle-Version bei amazon.de kostenlos. :zwinker: Eine leichte Lektüre; wird als Briefroman tituliert, na ja, faktisch eher eine Erzählung. Ich habe von der Reventlow bereits "Der Geldkomplex" gelesen - sozusagen der (sehr) kleine Bruder vom "Zauberberg", vom Setting her und z.T. auch thematisch.
    Beide Texte sind großteils autobiographisch; nach eigener Aussage der Reventlow waren beide nur Mittel, um Geld zu verdienen. Ist ja legitim, warum nicht. Die "Aufzeichnungen" behandeln die Schwabinger Boheme um Stefan George (großartiger Dichter übrigens!) und Wolfskehl und Klages, mit all den skurrilen Randtypen und den (leider nur angedeuteten) Machtzirkeln und Herrschaftsmechanismen, die sich in solchen Milieus eben ausbilden. :sauer:


    Als Entspannungsetappe zwischen zwei umfänglicheren, tieferen Werken sind die Texte absolut zu empfehlen. (Allerdings wird es bei diesen beiden Büchern von der Reventlow für mich bleiben, einen dritten oder gar vierten tue ich mir nicht an.)
    :winken:


  • Im Moment "Herrn Dames Aufzeichnungen" von Fanny zu Reventlow. Gibt es als Kindle-Version bei amazon.de kostenlos. :zwinker: Eine leichte Lektüre; wird als Briefroman tituliert, na ja, faktisch eher eine Erzählung. Ich habe von der Reventlow bereits "Der Geldkomplex" gelesen - sozusagen der (sehr) kleine Bruder vom "Zauberberg", vom Setting her und z.T. auch thematisch.
    Beide Texte sind großteils autobiographisch; ....


    Danke für den Hinweis, hab mir den "Geldkomplex" runtergeladen.


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Gottfried Benn - Briefe an F.W. Oelze 1932 - 1956, 3 Bände


    Eine herrliche Briefsammlung, in der ein zynischer alter Höhlenbär über Gott und die Welt meckert, lästert und ganz nebenbei seine ganz persönliche Philosophie von der antinaturalistischen Funktion des Denkens und des Geistes einem intellektuell-frustrierten Geschäftsmann (Oelze) erklärt. Man sollte allerdings ein wenig vertraut sein mit der Biografie und den Werken des Grantlers. Bisheriges Fazit: Wer Briefe liebt, wird diese Edition mögen!

  • Nach der (übrigens absolut empfehlenswerten) Wallace-Biographie: "Gibt es Gott, und wenn ja, warum nicht?: Atheistin und gläubiger Katholik im Briefstreit" von Uta Griechen und Johannes Schneider.


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    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

  • Gerade gelesen und euch allen zu empfehlen, wenn ihr es nicht schon gelesen habt: Mori Ogai, Die Wildgans.

  • "Ein Regenschirm für diesen Tag" von Wilhelm Genazino, nachdem ich mich lange mit mühsamen theoretischen Texten herumgeschlagen habe. Sehr entspannend und schön zu lesen.