Was hört Ihr gerade?

  • Lieder von Berlioz dargeboten von Veronique Gens. Eigentlich sind mir die
    französischen Lieder im Gegensatz zu den deutschen Liedern eines Schuberts oder Brahms zu
    unterkühlt, aber ich mache nochmal einen Versuch.


    Gruß, Lauterbach

  • Also ich höre zur Zeit zwei CDs in Endlosschleife, aber nur eine ist echt ein Klassiker im klassischen Sinne. Die andere gilt nur in Liebhaberkreisen als Klassiker des Gengres:


    Gustav Mahler - Sinfonie 8

    Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link


    und


    Finsterforst - Rastlos

    Kaufen* bei

    Amazon
    * Werbe/Affiliate-Link


    und das je nach Stimmung.


    FA

    Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.<br /><br />Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

  • Oh ja, ich mag Glenn Glouds Goldberg Variationen. Ein Album, was auch einen Stammplatz auf meinem Mobiltelefon hat um jederzeit in den Genuss zu kommen.


    Ansonsten mache ich mich (was klassische Musik betrifft) gerade mit Brahms etwas vertrauter - mit klassischer Musik kenne ich mich eigentlich bisher nämlich nicht besonders gut aus. Da habe ich noch Nahholbedarf.

  • Die Kindertotenlieder.


    PS: Lohnt sich eigentlich eine Alma-Mahlen Werfel Biografie. Sie ist ja doch auch als vermeintliche Kuenstlerschlampe verschrien.

    &quot;Es gibt andere Geschichten auf einem andern Blatt Papier, doch jede ist mit der ersten verwandt&quot; * Keimzeit

  • Mahler kann ich zur Zeit nicht mehr hören, da kommen mir bei manchen Stellen die Tränen. Ich bin seinen Werken zur Zeit nicht gewachsen.


    Ich habe mich etwas mehr auf Brahms verlagert, den ich auch immer schon gerne hörte, aber früher eher selten. Da spricht mich eine Harmonie und Schönheit an, ich kann sie aber aus mangelnder Musikkenntnis nicht recht beschreiben.

    Daß man gegen seine Handlungen keine Feigheit begeht! daß man sie nicht hinterdrein im Stiche läßt! - Der Gewissensbiß ist unanständig.<br /><br />Friedrich Nietzsche - Götzen-Dämmerung, Spruch 10

  • Brahms ist wunderbar, neben seinen Sinfonien und dem grandiosen Violinkonzert liebe ich auch sehr die Klavierkonzerte.
    Wenn du Brahms magst, könnte vielleicht auch Bruckner etwas für dich sein.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Ich höre mir gerade, wieder einmal, die Brahms Intermezzi in der Aufnahme von G. Gould an. Eine meiner Lieblingsinterpretationen!



    Die ganze Aufnahme ist wahrscheinlich zu viel heute, aber alleine das erste Stück berührt schon so sehr, dass es eigentlich für einen Abend reicht.

  • Ich höre zur Zeit sehr gern die Symphonien von Brahms (außer die 3., die ich weniger gut gelungen finde). Das 1. Klavierkonzert von Brahms war schon immer eines meiner Lieblingswerke und die 2. Symphonie habe ich auch schon immer sehr geschätzt, aber in der letzten Zeit war ich überrascht, wie schön auch die 1. und 4. sind. Ist mir früher irgendwie gar nicht so aufgefallen...

  • Die Arie habe ich mir angehört. Die Orchesterbegleitung ist wirklich sehr schön; Vokalmusik ist allerdings nicht so mein Ding. Von Gluck habe ich, glaube ich, noch kein Stück gehört. Kennst Du zufällig ein schönes Orchesterstück von ihm? Am besten eines, das vom Stil her ähnlich wie einer meiner Lieblingskomponisten ist (Brahms, Rachmaninow, Dvorak) ...

  • Hallo Benji,


    ich fürchte, es ist nicht ganz einfach, Orchestermusik von Gluck zu empfehlen, die vom Stil her der Deiner Lieblingskomponisten vergleichbar ist. Er wurde durch seine Opern bekannt, vor allem "Orpheus und Eurydike", "Iphigenie auf Tauris", "Iphigenie in Aulis" und "Alceste". Da das Pariser Publikum Balletteinlagen zu sehen wünschte, rückte Gluck auch Orchestereinlagen ein, von denen der "Reigen seliger Geister" und der "Tanz der Furien" in "Orpheus und Eurydike" die Bekanntesten sind.


    (Bei meiner Hochzeit hatten wir damals eine relativ unbekannte französischsprachige Choraufnahme eines der "Opferlieder" von Gluck auf Tonband aufgenommen, jedoch nicht daran gedacht, das Stück vorher einmal probeweise im Standesamt abzuspielen. Die Folge war, dass die Standesbeamtin in Tränen ausbrach, die Handlung kurz unterbrach und sich entschuldigte, so eine schöne Musik noch nie gehört zu haben. Die tschechische Schallplatte aus dem Jahr 1973, die diese Musik des damals zu meinem Lieblingskomponisten neben G. F. Händel avancierten Gluck enthielt, wird heute noch in hohen Ehren gehalten.)

  • Wir waren am Samstag beim Abschlusskonzert des Festivals "A Cappella" in Leipzig.

    Die Leipziger Formation "amarcord" (fünf Männer), die dieses Festival ins Leben gerufen hat, mögen wir besonders. Beim Abschlusskonzert sind auch Vokalgruppen aus New York, Ungarn, Frankreich, Uganda und aus dem Kongo aufgetreten. Die französische Gruppe mit Namen "Humanophones" war hinreißend - schaut euch mal die Clips auf Youtube an, wenn ihr mögt. Leider habe ich keine Clips mit der aktuellen Besetzung gefunden, aber es gibt aus 2017 ein paar gute Aufnahmen, die das Können und den Witz dieser Gruppe demonstrieren.

    Der Sprecher von amarcord hat alle Besucher gebeten, das Festival weiterzuempfehlen, wenn es uns gefallen hätte. Das kann ich guten Gewissens tun. War zwar nur beim Abschlusskonzert, aber nächstes Jahr werde ich hoffentlich mehr sehen.

    (Falls jemand junge Sänger mit klassischer Gesangsausbildung in Leipzig kennt - meine Tochter (Mezzo mit guter Höhe!) versucht gerade, ein a-cappella-Ensemble zu gründen bzw. eines zu finden, dem sie sich anschließen kann.)

  • Oh, ja Leipzig und Amarcord... Das ganze Festival ist super. Überhaupt ist ja die Szene in Leipzig überaus lebendig, allein schon wegen der Thomaner und den sich aus diesem Kreis bildenden Ensembles. Und die Musikhochschule...


    Ich bin auch ein großer Freund des ebenfalls aus Leipzig kommenden Calmus Ensembles.

  • Hallo Benji,


    ich fürchte, es ist nicht ganz einfach, Orchestermusik von Gluck zu empfehlen, die vom Stil her der Deiner Lieblingskomponisten vergleichbar ist. Er wurde durch seine Opern bekannt, vor allem "Orpheus und Eurydike", "Iphigenie auf Tauris", "Iphigenie in Aulis" und "Alceste". Da das Pariser Publikum Balletteinlagen zu sehen wünschte, rückte Gluck auch Orchestereinlagen ein, von denen der "Reigen seliger Geister" und der "Tanz der Furien" in "Orpheus und Eurydike" die Bekanntesten sind.


    (Bei meiner Hochzeit hatten wir damals eine relativ unbekannte französischsprachige Choraufnahme eines der "Opferlieder" von Gluck auf Tonband aufgenommen, jedoch nicht daran gedacht, das Stück vorher einmal probeweise im Standesamt abzuspielen. Die Folge war, dass die Standesbeamtin in Tränen ausbrach, die Handlung kurz unterbrach und sich entschuldigte, so eine schöne Musik noch nie gehört zu haben. Die tschechische Schallplatte aus dem Jahr 1973, die diese Musik des damals zu meinem Lieblingskomponisten neben G. F. Händel avancierten Gluck enthielt, wird heute noch in hohen Ehren gehalten.)

    Vielen Dank für den Tipp! Der "Reigen seliger Geister" - habe gerade einmal reingehört - ist wirklich extrem schön. Ich glaube, ich werde auch mal in Gluck`s Symphonien reinhören. (Ich höre fast nur noch Symphonien und Klavierkonzerte.)

  • Im Internet habe ich gerade nichts zu Opferliedern von Gluck gefunden. Vielleicht hab ich's einfach nicht gefunden, oder es war damals was anderes von Gluck. Oder eines der beiden Opferlieder von Beethoven (Op. 121b und 126) In Op.121b gibt es ein paar schönklingende Chorpassagen.