Neue Bücher, Buchtipps und Bücherlisten

  • Guten Tag, Dostojevskij!


    Danke für den wertvollen Hinweis. Das Buch fehlt mir offensichtlich noch zum vollkommenen Glück! :zwinker:


    Als Mittel gegen dieses MEHR! MEHR! MEHR! darf ich gleich die Anschaffung weiterer Büchlein empfehlen:
    In einer Bibliothek der Exzentriker sollten unbedingt auch die Werke des Tom Hodgkinson stehen. Hodkinson plädiert z.B. in "How to be free" für die gemüterheiternde Mischung aus mittelalterlicher Lebensfreude, Anarchie und Existenzialismus. Hierbei vergisst er nicht auf den Wert der guten Zeit mit dem guten Buch hinzuweisen. Eines seiner Heiterkeitsvorbilder ist Franziskus; womit wir wieder bei christlichen Klassikern wären ...- Aber warum nicht? Exzentrischer Heiliger: Das dürfte gehen, v.a. wenn man auf die Zeilen eines Dostojevskij antwortet. :zwinker:


    Übrigens ist Hodgkinson einer der Erfinder des Idler-magazine (Der Name des Blattes ist Programm.) sowie des National Unawareness Day ("as a protest against the plague of awareness days", T.H.).



    In diesem Sinne alles Gute zum ersten Mai,


    Anton Thalberg


  • Moin, Moin!


    <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weltb%C3%BChne">Die Weltbühne</a>, das linke Wochenblatt, ein publizistischer Monolith der Weimarer Republik, der sie für uns Heutige so widerspiegelt und veranschaulicht und der mit so berühmten Herausgebern wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Tucholsky">Kurt Tuchsolsky</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Ossietzky">Carl von Ossietzky</a> glänzte, wird uns leichter zugänglich gemacht durch eine gezielte Auswahl an wichtigen Beiträgen, durch die wir einen Überblick zu gewinnen, der uns durch eigenes Stöbern nur sehr viel mühsamer, wenn überhaupt, gelänge. <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3867320268/leipzigerbuch-21">Aus Teutschland Deutschland machen. Ein politisches Lesebuch zur 'Weltbühne'</a> ist ein mehr als 500-seitiges Kompendium aus dem Berliner Lukas-Verlag, zu welchem ein <a href="http://www.weltbuehne-lesen.de/">eigene Webseite</a> existiert. Die Zeit schrieb: "In neun thematisch gegliederten Kapitel präsentiert dieser Band eine gelungene Auswahl: politische Leitartikel, kritische Analysen, Essays, Reportagen, Porträts. Man staunt und fragt sich, warum es ein Periodikum dieser Qualität heutzutage nicht mehr gibt." Vorgestellt auch im <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/819729/">DLR</a>.


    Was für ein Buch! DANKE, Dostoevskij, für den Hinweis!

  • Hallo, Weltliteratur-Sammler,


    wem's noch in seiner Sammlung fehlt: Bei Zweitausendeins gibt's im Moment


    Charles de Coster: Die Geschichte von Ulenspiegel und Lamme Goedzak


    in der Übersetzung von Karl Wolfskehl und mit den Zeichnungen von Kurt Löb in einer wunderschönen bibliophilen Ausgabe der Büchergilde Gutenberg für 7, 90 €. Ich habe heute zugeschlagen. Schon lange stand diese flämische (aber im Original auf französisch geschriebene) Adaption des deutschen Volksbuches auf meiner Wunschliste.
    Der Ulenspiegel wurde von de Coster 1867 veröffentlicht: Er versetzt die Schelmereien in den niederländischen Befreiungskrieg des 16. Jahrhunderts und politisiert ihn gleichzeitig.


    HG
    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)


  • Moin, Moin!


    Dadurch daß ich im Moment wieder mehr Perlentaucher folge, <a href="http://dostoevskij.de/archives/242">entdecke ich</a> Bücher über Bücher. Die Sprache verschlägts nicht nur mir bei solchen Monumentalwerken wie Jürgen Osterhammels <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406582834/leipzigerbuch-21">Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts</a>, siehe auch <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/31491.html">Rezensionen</a>.


    Ich habe mir das Buch gestern gekauft, nachdem ich die Rezension in der ZEIT gar nicht gelesen habe, obwohl ich ja Abonnent bin. Geschichte ist nämlich ein Thema, was mir eigentlich nicht liegt. Nachdem es mir dann aber auch im Perlentaucher aufgefallen ist, da es in der FAZ besprochen wurde, habe ich auf den Verlagsseiten die Leseprobe gelesen. Und von dieser bin ich mehr als begeistert, weil dort jemand schreibt, der argumentieren kann, der immer wieder reflektiert und einordnet. Meinen Diplomanden (in Betriebswirtschaftslehre) hätte ich zugerufen, dass man so mustergültig schreibt. Und so etwas lese ich daher auch heute noch gerne, obwohl ich schon lange nicht mehr an der Uni beschäftigt bin.


    Geschichte ist halt in diesem Buch auch keine Aneinanderreihung historischer Ereignisse, sondern es geht ebenso um Kultur, Gesellschaft, Bildung etc. Das Buch beinhaltet soweit ich das jetzt schon beurteilen kann, eine ungeheure Vielfalt an "Bildung", so wird beispielsweise auch die Rolle des Kalenders und der Uhr für das 19. Jh. beleuchtet. Immer wieder wird dann auch nach vorn ins 20. Jh. geschaut.


    Die wenigen Teile, die ich bereits gelesen habe, sind zudem spannend geschrieben.


    Gruß, Thomas

  • Moin, Moin!


    Beim <a href="http://www.perlentaucher.de/">Perlentauchen</a> fallen mir einige Bücher und Autoren auf. In Rumänien veröffentlicht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mircea_Cartarescu">Mircea Cartarescu</a> seit 32 Jahren Bücher, zunächst lange Jahr Gedichtbände. Hier im Westen sorgte er mit seinem Roman <a href="http://www.amazon.de/Die-Wissenden-Roman-Mircea-Cartarescu/dp/3423138106/">Die Wissenden</a> für Furore. Als Einstieg könnte der Erzählband <a href="http://www.amazon.de/Warum-wir-die-Frauen-lieben/dp/3518419617/">Warum wir die Frauen lieben</a> dienen, der als weniger düster und schwer <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/29371.html">eingeschätzt</a> wird.

  • Die einzige Bücherliste, der ich Buchtipps für Neue Bücher entnehme, ist die sogenannte Bestenliste. Die Vorschläge für April 2011 siehe hier:


    http://www.swr.de/bestenliste


    Ich habe vor, zwei Bücher aus dieser Liste zu lesen:


    Platz 4: Michel Houellebecq: „Karte und Gebiet“


    und


    Platz 9: Wolf Wondratschek: „Das Geschenk“


    Kennt ihr eines der beiden Bücher schon oder ein anderes Buch aus der Bestenliste und könnt eine Empfehlung abgeben?

  • Hallo!



    Ich kann aus der März Liste empfehlen:
    Joseph Zoderer; Die Farben der Grausamkeit



    Nette Grüße


    josmar

  • Moin, Moin!


    Vorfreude auf den im Herbst erscheinenden Roman <a href="http://www.buechertreff.de/biographien/65998-emmanuel-carr-re-limonov/">Limonow</a>, für den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emmanuel_Carr%C3%A8re">Emmanuel Carrère</a> (kurzer Autoreneindruck <a href="http://www.youtube.com/watch?v=kDf8Zbi2E2o">hier</a>) 2011 den renommierten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prix_Renaudot">Prix Renaudot</a> erhalten hat. Das Buch <a href="http://www.amazon.de/Limonow-Emmanuel-Carr%C3%A9re/dp/3882219955/">erscheint</a> voraussichtlich im Herbst dieses Jahres im Berliner Verlag <a href="http://www.matthes-seitz-berlin.de/">Matthes & Seitz</a>. Nach "Amok", "Der Gegenläufer" (auch: Der Schnurrbart) und "Schneetreiben" wird es mein viertes Buch des Franzosen sein.

  • Hallo zusammen,


    zwei Buchkäufe, die in den Kritiken sehr gelobt werden:


    Stephen Greenblatt: Die Wende
    Miklos Banffy: Die Schrift in Flammen


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    Denis Scheck empfiehlt das erstere:
    http://www.daserste.de/informa…schenk-empfiehlt-100.html



    Bánffy in Neue Zürcher Zeitung:
    http://www.nzz.ch/aktuell/feui…siebenbuergens-1.16102770



    Gruß
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Moin, Moin!


    Mit Erscheinen des knapp 200 seitigen Romans <a href="http://www.amazon.de/Das-Phantom-Alexander-Wolf-Roman/dp/3446238530/">Das Phantom des Alexander Wolf</a> gilt es den Autoren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gaito_Gasdanow">Gaito Gasdanow</a> in Deutschland zu entdecken. Das <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/gaito-gasdanow/das-phantom-des-alexander-wolf.html">Feuilleton</a> feiert Buch und Autor, so die <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/gaito-gasdanow-das-phantom-des-alexander-wolf-wem-gehoert-die-erinnerung-11866775.html">FAZ</a>, die <a href="http://www.fr-online.de/literatur/gaito-gasdanow-mein-einziger-mord,1472266,16974272.html">Frankfurter Rundschau</a>. Gasdanow zählt zu den wichtigsten russischen Exilautoren des vergangenen Jahrhunderts.

  • Für Freunde harter Kost: seit Montag (27.08.) ist der "Archipel der Schlaflosigkeit" von António Lobo Antunes in den Buchhandlungen zu haben. Erster Eindruck nach ein paar Probeseiten, bevor es richtig reingeht: es scheint etwas flüssiger und zugänglicher zu sein, als etwa "Mein Name ist Legion".

    Einmal editiert, zuletzt von Gronauer ()

  • Moin, Moin!


    Felix Hasler: Neuromythologie. Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung

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    Interessantes <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1977793/">Kontra</a> gegen die in den letzten Jahren vermeintlich feste Gewißheit, die Hirnforschung hätte die letzten Geheimnisse gelüftet, wie es um die Funktion unserer Gehirns bestellt sei.


  • Moin, Moin!


    Felix Hasler: Neuromythologie. Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung

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    Vielen Dank für den Tipp, Dstojevskij. Das Buch passt genau zu meinem derzeitigen Leseinteresse!

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)