Beiträge von klassikfreund

    Hi Jaqui,


    Houellebecqs neuestes Buch hat einen frustrierten, depressiven 46jährigen Mann als Protagonisten. Sozusagen der französiche Philip Roth oder der französische Genazino. Wir scheitern ja irgendwie alle im und am Leben, Lektüre kann dann ein Trost sein, daher lese ich sowohl Roth als auch Genazino und natürlich auch Houellebecq.


    Gruß, Thomas

    Der neue Roman "Serotonin" von Michel Houellebecq liegt auf meinem Lesetisch. Das Buch schlägt in allen Feuilletons große Wellen, wurde überall besprochen


    Deutschlandfunk

    SZ

    taz

    NZZ

    Nochmal NZZ

    Der Standard


    Ausführliche Leseprobe war gestern beim Verlag noch nicht eingestellt, aber hier gab es sie:

    Leseprobe bei buecher.de


    Ich habe den Autor im letzten Herbst live im Schauspiel Frankfurt/Main erlebt, dann hört man seine Stimme uns seine kodderige Art bei der ein oder anderen Lesestelle heraus.


    Gruß, Thomas

    Sehr interessante Zusammenstellung. Louis, Geiger und Kunze stehen bei mir signiert. Wobei ich Kunze auch erst dieses Jahr entdeckt habe und ihn ganz wunderbar finde.

    Louis kommt im Februar nach Frankfurt, ich habe aber einen Paralleltermin.

    So langsam füllt sich mein Kalender mit Lesungen:


    David Grossman

    Judith Schalansky

    Natascha Wodin

    David Kermani

    Wolf Wondratschek

    Barbara Honigmann

    Nino Haratischwili

    Michael Lentz

    Jan Assmann

    Annie Ernaux

    Julian Barnes

    William Boyd

    Siri Hustvedt

    Andreas Maier

    Arno Geiger

    Wie die FAZ im Nachruf schreibt, hat er quasi immer das selbe Buch geschrieben. Nimm einfach eines aus den letzten Jahren, ich habe die alle gelesen. Da ist keines schlecht.

    Mama, warum bin ich kein Huhn? fragt Hans Traxler im gleichnamigen neuen Buch, welches gestern in der ausverkauften Frankfurter Romanfabrik vorab vorgestellt wurde. Das kleine Büchlein erscheint erst im März 2019 und enthält 33 Bilder mit den zugehörigen Geschichten. Es ist ein autobiografisches Buch, welches Traxlers Kindheit während des 2. Weltkriegs (er wurde 1929 geboren) erzählt. Seine Bilder mit recht einfachen Strichen, die sich auf das wesentliche konzentrieren, haben ein wenig den Touch einer naiven Malerei. So wirkt die Szene eines morgendlichen Spaziergangs nach einem Bombenangriff auf das kleine Dorf eher komisch und unwirklich. Das dort gezeichnete Haus, welches in einen Bombenkrater abzukippen droht, wirkt wie ausgedacht, erst der Text setzt eine gewisse Ernsthaftigkeit dagegen. Und doch kann man, so furchtbar die Geschichten auch sein mögen, bei allen Szenen auch schmunzeln, wenn nicht gar lachen. Es ist der ehrliche Blick eines aufwachsenden Jungen, ohne dass nun hinterher das ganze heutige Wissen, welches wir über Hitler haben, über die Texte gelegt wird. Das ist angenehm, wenn Traxler seine eigene Verblendung beim Ausheben von Schützengräben erzählt und er daran glaubt, dass die Amerikaner doch dankbar sein müssten, wenn sie nun ein letztes Bollwerk gegen "den Iwan" errichten. Oder wenn Traxler darüber berichtet, dass seinem Lehrer der Kopf abgeschossen wurde, er das aber nur als gerecht empfunden hat, denn der Lehrer hatte ihn zuvor geschlagen. Traxler berichtet auch über Schönes, was er in seiner Kindheit erlebt hat. Und über Enttäuschungen. Seine Zuckertüte zur Einschulung war nur oben mit Bonbons und Pralinen gefüllt, darunter war grüne Holzwolle, er deutet das als Vorbereitung auf die Enttäuschungen, die in seinem Leben noch folgen sollten.


    Und hier noch meine Jahresbilanz:

    Besuchte Lesungen: 108

    Signierte Bücher (nur 2018): > 100 (noch nicht vollständig erfasst)

    Signaturen im Fotoalbum (nur 2018): 85

    Signaturen im Ohlbaum-Bildband: 116 (+12)

    Signaturen im Mangoldt-Bildband: 94 (+7)

    Signaturen im Koelbl-Bildband: 14 (+3)

    Signaturen Barbara Klemm-Bildband: 3 (+0)

    Signaturen im Tobias Wenzel Bildband: 3 (+3)

    Signaturen im Abireden-Band: 10 (+6)

    Signaturen im "Erstes-Buch"-Band: 24 (+12)

    Signaturen in Gomringer #poesie-Anthologie: 2

    Signaturen in Leseproben Deutscher Buchpreis 2018: 8


    Schöne Grüße, Thomas

    Weitere Lesungen im Jahr 2019: Annie Ernaux in Köln, T.C. Boyle in Frankfurt und Siri Hustvedt ebefalls in Frankfurt/Main. Natascha Wodin kommt im Januar ins Literaturhaus. David Grossman unterhält sich im Schauspielhaus über Israel. Javier Marias neues Buch erscheint auf Deutsch, Lesungen sind noch nicht bekannt. Inzwischen ist der Besuch von Lesungen einer der schönsten Hobbys, die ich mir vorstellen kann.


    Gestern war ich im Literaturhaus Frankfurt. Literatur in einfacher Sprache. Julia Schoch und Kristof Magnusson lesen in einer Premiere extra geschriebene Kurzgeschichten (ca. 25 Minuten Lesedauer). Obwohl beide sich an die Regeln für "Literatur in einfacher Sprache" gehalten haben, ist an den Texten sprachlich nichts auszusetzen. Sehr schön zum Zuhören und sie bleiben im Kopf. Inhaltlich habe mich beide Texte nicht vollends überzeugt. Schoch schreibt aus der Perspektive einer Frau, die sich nach 30 Jahren von ihrem Mann trennen will. Magnusson macht eine Krimigeschichte und erst gegen Ende wird deutlich, dass er die letzten Stunden Barschels im Hotelzimmer literarisch aufbereit und auf seine Weise interpretiert.

    Das Programm der litcologne für März 2019 ist online. Ich freue mich auf Julian Barnes und William Boyd. Und dann hoffe ich, dass Javier Marias im Sommer mit seinem neuen Buch erneut nach Frankfurt kommt.

    In diesem Jahr stehen noch zwei Lesungen an, Julia Schoch und Hans Traxler. Mit dann 107 Lesungen/Interviews wird 2018 zu einem schönen Jahr mit so vielen tollen Autoren. Wer Spuren von Wahnsinn darin entdeckt, hat nicht ganz unrecht ... Aber deswegen bin ich ja hier.