Was lest ihr gerade?


  • Hallo Poppea,


    ja, die BBC-Verfilmungen sind meist gar nicht schlecht. Und mir ist es auch lieber, eine Verfilmung zu sehen, in der relativ unbekannte Schauspieler mitspielen. Hollywoodstars in Literaturverfilmungen irritieren mich immer eher. Leider sind die BBC-Verfilmungen nicht gerade billig...


    Viele Grüße
    thopas

  • Gerade lese ich: Thomas Mann: Die Betrogene

    Miguel de Cervantes Saavedra:&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &quot;Don Quixote von la Mancha&quot;&nbsp; <br />- Tieck Übersetzung -

  • [quote author=thopas]


    Hallo Poppea,


    ja, die BBC-Verfilmungen sind meist gar nicht schlecht. Und mir ist es auch lieber, eine Verfilmung zu sehen, in der relativ unbekannte Schauspieler mitspielen. Hollywoodstars in Literaturverfilmungen irritieren mich immer eher. Leider sind die BBC-Verfilmungen nicht gerade billig...


    Viele Grüße
    thopas
    [/quote]


    Hallo thopas,


    ach, ich weiß nicht, ich finde 30€ für sechs Stunden jetzt nicht wirklich teuer, gemessen an einer Kinokarte für 10-12€ und 1,5 Stunden... aber das sieht jeder anders.


    Tatsächlich habe ich sie mir aber aus der Bibliothek ausgeliehen und das geht selbst auf dem kleinsten Dorf vía Fernleihe. :smile:


    Liebe Grüße
    Poppea

  • Hallo Poppea,



    ach, ich weiß nicht, ich finde 30€ für sechs Stunden jetzt nicht wirklich teuer, gemessen an einer Kinokarte für 10-12€ und 1,5 Stunden... aber das sieht jeder anders.


    Wo sind denn Kinokarten so teuer? Mir kommen da Münchner Preise für ca. 8 € für eine Abendvorstellung schon ziemlich teuer vor... Übrigens verändert sich der Amazon-Preis dieser DVD auch ständig. Letztens waren es 38€ , heute sind es 36,99 €. Vielleicht warte ich einfach mal, bis der Preis etwas weiter sinkt :zwinker:.



    Tatsächlich habe ich sie mir aber aus der Bibliothek ausgeliehen und das geht selbst auf dem kleinsten Dorf vía Fernleihe. :smile:


    Das ist eine gute Idee. Da werde ich doch mal bei unserer Dorfbücherei nachfragen, ob sie das auch anbieten.


    Viele Grüße
    thopas

  • Hallo,


    nach der Jürg Jenatsch Leserunde habe ich nun "2666" von Roberto Bolaño begonnen. Gefällt mir bisher sehr gut.


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

    Einmal editiert, zuletzt von JMaria ()

  • Ich schmöker Balzac "Verlorene Illusionen" :smile:


    LG
    Anita

    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Nietzsche in &quot;Also sprach Zarathustra&quot;

  • Hallo,


    im Anschluss an Jürg Jenatsch lese ich weiter Meyers Novellen, zunächst den "Schuss von der Kanzel", der eine Person aus dem Jenatsch, den quirligen Lokotenente Wertmüller, inzwischen zum General aufgestiegen, zu einer Hauptperson hat.
    Daneben erfreue ich mich an Meyers Gedichten.


    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)


  • Hallo,


    im Anschluss an Jürg Jenatsch lese ich weiter Meyers Novellen, zunächst den "Schuss von der Kanzel", der eine Person aus dem Jenatsch, den quirligen Lokotenente Wertmüller, inzwischen zum General aufgestiegen, zu einer Hauptperson hat.
    Daneben erfreue ich mich an Meyers Gedichten.


    finsbury


    Hallo finsbury,


    "Schuss von der Kanzel":
    natürlich ein 'Muß' auch für mich, nach Jürg Jenatsch. Ich wußte nicht, dass es u.a. um den Wertmüller geht. :-)
    Ich habe mir gerade das ebook heruntergeladen. Außerdem mache ich mich nun auch auf die Suche nach einem Sammelband seiner Erzählungen. Vielleicht werde ich fündig.


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Eigentlich hätte ich diese Woche meinen Jahresurlaub antreten sollen, liege aber stattdessen mit gebrochenem Fuß im Bett. Um wenigstens ein bißchen Urlaubsstimmung aufkommen zu lassen lese ich


    Manzoni: Die Brautleute in der Übersetzung von B. Kroeber


    und danach


    Stendhal: Die Kartause von Parma in der Übersetzung von E. Edl


    falls dann noch Zeit ist, möchte ich mit


    Nievo: Pisana oder die Bekenntnisse eines Achtzigjährigen


    meine "Italienische Reise" vervollständigen und eventuell mit


    Dickens: Bilder aus Italien


    beschließen. Da fällt mir ein, mir fehlen noch Campari und Orangensaft.... ob ich schnell mal das Nachbarskind??? :breitgrins:

  • Hallo Poppea




    gute Besserung ! :blume:


    Italien holst du dir wenigstens per Buch ins Haus. :sonne:


    Grüße von
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Hallo,


    zur Zeit lese ich: Frank Schätzing "Der Schwarm".
    Das Buch wurde mir von einem Kollegen empfohlen, sodass ich mich entschieden habe mal keinen Klassiker zu lesen.
    Allerdings fällt mein Zwischenresultat schlecht aus: Die ersten 80 Seiten waren langweilig und überfluteten mich mit biologischen Fakten über Würmer und anderes Getier.

    Miguel de Cervantes Saavedra:&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &quot;Don Quixote von la Mancha&quot;&nbsp; <br />- Tieck Übersetzung -

  • Hi,
    "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery, das über den grünen Klee gelobt worden war. Na ja... Die Sprache ist toll, aber die Heldinnen nicht so richtig sympathisch und noch weniger überzeugend. Die Concierge Renee, die ziemlich anmaßend in ihre umfangreiche Bildung flüchtet, scheint sich leidenschaftlich gern lebenslang dafür zu revanchieren, dass sie unattraktiv und dazu arm geboren worden war, hiermit bereits seit 27 Jahren eben im reichen Apartmenthaus eben als Concierge arbeitet... Werde nicht groß erzählen, falls jemand das Buch zu lesen plant. Die Frage ist eher rhetorisch: ist das glaubwürdig, das der Mensch, der sich für sooo viel verschiedene Dinge interessiert und sooo weit im Universum des menschlichen Geistes gereist bin, sich mit so einer Existenz zufrieden gibt???
    MFG, Jenny

  • Maria


    vielen Dank für die lieben Genesungswünsche! :winken:


    André


    den hab ich mal zu Weihnachten bekommen, kurz nachdem er erschienen war. Damals waren immerzu Berichte über das Buch im Fernsehen. Ich hab es in drei Tagen runtergeschlungen und als ich wieder auftauchte und zum Abendessen den Fernseher einschaltete, da war ein "Film" über eine Springflut in Thailand. Den fand ich sehr realistisch gedreht und wartete auf das Interview mit Frank Schätzing, das natürlich nicht kam. Es hat einige Stunden und mehrere Telefonate gedauert, bis ich wirklich glaubte, dass das passiert war. Mein Schock war dann um so größer. Lies mal weiter, das Buch macht sich, allerdings ist das Ende irgendwie wie der Anfang, mehr - hm- merkwürdig....


    jenny


    Doch ich finde es glaubwürdig, dass sich auch ein gebildeter Mensch mit einem einfachen Job zufrieden gibt. Dies lässt ja gerade Freiheit und Zeit den Interessen nachzugehen und außerdem strebt nicht jeder nach weltlicher oder finanzieller Anerkennung.

  • Poppea
    In dieser Hinsicht kann ich dir uneingeschränkt zustimmen, das Schlüsselwort ist hier allerdings "Demut" oder "Toleranz". Wenn der Mensch wirklich keinen gesteigerten Wert auf die Anerkennung anderer legt (wie in einem ganz extremen Fall Diogenes), dann kann ich das nachvollziehen. Die Heldin ist jedoch mehr als erbittert und verabscheut zutiefst diese primitiven und seelenlosen reichen Menschen, für die sie arbeitet. In dem Fall ist ihre Bildung eine bequeme Nische, wo man sich von der Welt isolieren kann und sie auf absolut ungefährliche Art und Weise hassen... Wirklich sehr respekteinflössend! Na ja, Thematik ist nicht uninteressant, nicht so, dass ich das Buch nicht empfehle, wollte nur darauf hinweisen, dass viele normale Leser und auch Kritiker möglicherweise in das Buch etwas ganz anderes reinlesen, als dort wirklich steht...
    MFG, Jenny

  • Hallo jenny,


    finsbury und ich haben uns letztes Jahr in diesem thread über die Eleganz des Igels von Muriel Barbery geäußert.
    Seltsamerweise sind die Beiträge über die Suchfunktion nicht auffindbar. ( sandhofer : Weder bei Angabe von Autor und Titel, noch meines Namens. Hat das seine Richtigkeit so oder hab ich etwas falsch gemacht?)


    Der Tenor unserer Beiträge war in etwa: Das hoch gelobte Buch ist ist eine Enttäuschung, enthält pseudointellektuelles Geschwafel, ist klischeehaft und platt.


    Übrigens gibt es das Machwerk jetzt auch als Film unter dem Titel: Die Eleganz der Madame Michel. Das reißt ihn auch nicht raus

  • finsbury und ich haben uns letztes Jahr in diesem thread über die Eleganz des Igels von Muriel Barbery geäußert.
    Seltsamerweise sind die Beiträge über die Suchfunktion nicht auffindbar. ( sandhofer : Weder bei Angabe von Autor und Titel, noch meines Namens. Hat das seine Richtigkeit so oder hab ich etwas falsch gemacht?)


    Die Beiträge sind hier: http://www.klassikerforum.de/i…70.msg35688.html#msg35688 :winken:


    Die Suchfunktion bringt als Resultat jeweils die letzte Erwähnung des gesuchten Begriffs pro Thread. Deswegen konnte sie Eure ältern Beiträge nicht aufzeigen. M.M.n. ist die Suchfunktion ja eh die Schwachstelle der SMF-Forensoftware. Jedenfalls für den Benutzer.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

  • Hi, Gontscharow,
    Danke für den Hinweis! Dann bin nicht so einsam mit meiner Einschätzung, mir wurde das Buch eben wärmstens empfohlen als Offenbarung über den Sinn und Unsinn des Lebens in der modernen Gesellschaft. Mild ausgedrückt, zu optimistische Sicht der Dinge. Eben flach und überheblich, und riecht förmlich nach einer Klassenfeindschaft. Habe gehofft, dass ähnliche Motive mit den Sowieten und Co begraben worden waren...
    Schönes WE,
    Jenny

  • finsbury und ich haben uns letztes Jahr in diesem thread über die Eleganz des Igels von Muriel Barbery geäußert. [...] Der Tenor unserer Beiträge war in etwa: Das hoch gelobte Buch ist ist eine Enttäuschung, enthält pseudointellektuelles Geschwafel, ist klischeehaft und platt


    Ganz meine Meinung! Ein rührseliges Aschenputtelstück mit einem unerträglich melodramatischen Schluss. Bei allem Gelaber über Intelligenz und wahre innere Schönheit muss dann doch wieder eine Typveränderung mittels schicker neuer Haarfrisur her. Grauenvoll ist auch dieser Bildungssnobismus. Wer auf die richtige Art gebildet ist, hört bestimmte Musik, liest bestimmte Bücher, schätzt bestimmte Maler. Und natürlich isst er nicht Schnitzel oder Käsebrot, sondern Sushi und spült es mit einem Schlückchen japanischen Tee hinunter.



    Dann bin nicht so einsam mit meiner Einschätzung, mir wurde das Buch eben wärmstens empfohlen als Offenbarung über den Sinn und Unsinn des Lebens in der modernen Gesellschaft. Mild ausgedrückt, zu optimistische Sicht der Dinge. Eben flach und überheblich, und riecht förmlich nach einer Klassenfeindschaft.


    Es finden sich die üblichen Stereotypen. Die Reichen sind arrogant und borniert, die einfache portugiesische Putzfrau dagegen wird als eine „Aristokratin des Herzens" beschrieben, warum, wird nicht so recht klar, vielleicht weil sie immer leckeren Kuchen mitbringt. Die drei Protagonisten, die unscheinbare Concierge, das unglückliche Mädchen aus reichem Haus und der erfolgreiche japanische Geschäftsmann, sind nicht nur hyperintelligent und hypergebildet, sie sind auch moralisch gesehen erste Sahne. Aber sie lesen ja auch die richtigen Bücher.



    Doch ich finde es glaubwürdig, dass sich auch ein gebildeter Mensch mit einem einfachen Job zufrieden gibt. Dies lässt ja gerade Freiheit und Zeit den Interessen nachzugehen und außerdem strebt nicht jeder nach weltlicher oder finanzieller Anerkennung.


    Dass Renee ihr Licht so untern Scheffel stellt, liegt nicht an ihrer Selbstbescheidung, sondern hat mit ihrer Vergangenheit zu tun und wird psychologisch auf sehr platte Art und Weise begründet.


    Gruß
    Anna