Beiträge von Vult

    P.S.: Wo ich jetzt Vults Beitrag lese, natürlich Fontanes "Irrungen-Wirrungen".


    Übrgens Vult, jetzt also doch Thomas Mann?


    Ja, liebe Leserin, einiges bleibt für immer!
    (Und einiges werde ich niemals mehr lesen).


    :smile:


    Grüße,
    Vult


    Um noch einmal auf das Thema zu kommen, viele Novellen Theodor Storms behandeln die Threadthematik auf das Ergreifenste.

    Hallo Sir Thomas,


    da fällt mir doch gleich Jean Pauls - Siebenkäs ein. Er und seine Lenette waren wohl auch nicht für einander geschaffen, aus vielen Gründen nicht. Und so "unmodern" ist das Grundthema dieses Romans auch heute noch nicht.
    Ich weiß nicht ob man den Tod in Venedig hier thematisch Einreihen kann, aber der Inhalt dieser wunderbaren Erzählung erfüllt eigentlich alle gegebenen Voraussetzungen, obwohl hier die Liebe sehr einseitig ist.
    Und wenn ich jetzt an den Bücherschrank gehe, fällt mir sofort Fontane ein, und dann noch ...


    Liebe Grüße,
    Vult

    Hallo Sir Thomas,


    ich finde diese Verfilmung einfach grässlich und sehr, sehr simpel. Vieles wurde oberflächlich hingeschludert, einige der Hauptakteure werden ihrer Rolle einfach nicht gerecht und die Kameraführung macht einem die "Haare sträuben".
    Schad, ich hatte mehr erwartet, viel mehr, zumal es dieser Film ja auf vier Teile angelegt wurde.


    Liebe Grüße
    Vult


    :smile:

    Danke, Sandhofer und Wolf,


    dann werde ich mich jetzt durch die Onlinebüchershops wühlen und mir (hoffentlich) ein Bändchen erstehen können. Sappho stand schon lange auf meiner Wunschliste, aber ich wusste nie so recht wie und wo. Aber nun weiß ich wenigsten schon - was ich mir Bestellen muss und das ist schon einmal ein guter Anfang.


    Grüße,
    Vult


    Schön das ich dir einen kleinen "Leseanstoß" geben konnte, Sir Thomas, damit gebe ich nur ein klein wenig von dem zurück, was ich durch dieses Forum an Leseempfehlungen geschenkt bekam .
    Und oft genug waren darunter kleine und auch große Perlen.
    (Leider fehlt mir die Zeit, hier allzu oft zu schreiben)


    Liebe Grüße,
    Vult

    Und du lies einfach weiterhin (natürlich) Joseph Roth, aber auch Thomas Mann, Robert Walser und all die anderen.
    Das wünscht dir


    die Leserin


    Liebe Leserin,


    ich wollte hier eigentlich keine Thomas Mann Diskussion anstoßen, ich mag das schon lange nicht mehr und dieses "Aufwiegen" verschiedener Autoren gegeneinander, ist mir mit der Zeit zuwider geworden.
    Aber so sehr ich Th. Mann auch früher mochte, so ist er mir nun, ja wie soll ich das sagen, mit der Zeit nicht mehr lesbar geworden, und ich kann dir nicht einmal sagen, woran das nun wirklich liegt.
    Vielleicht hätte ich die Tagebücher nicht lesen sollen, aber auch das ist nun vorbei.


    Einiges wird bleiben und einiges ist unvergesslich, aber es mag vielleicht auch daran liegen, das sich der Mensch Zeit seines Lebens "geistigen Häutungen" unterziehen will oder muss, und so ist man dann oft über deren Ergebnisse mehr als erstaunt. Auch und erst recht in den literarischen Bereichen.


    Liebe Grüße,
    Vult


    Hallo vult


    das empfand ich bei "Hiob". Diese Einsamkeit, so vorsichtig und leise beschrieben ... das ist große Literatur.


    Viele Grüße
    Maria


    Danke, Maria, das freut mich.


    Aber dieses Gefühl der Einsamkeit und des Verlorenseins, das empfand ich beim Lesen des "Radetzkymarsches" noch stärker, noch eindringlicher. Ich kann mich auch täuschen, aber ich glaube das Werk Joseph Roth's ist von einer großen Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit durchzogen, vielleicht sind seine "Gestaltungen" auch deshalb von (s)einer tiefen Liebe geprägt, so merkwürdig diese dann auch oft Wandeln und Handeln.


    Liebe Grüße,
    Vult

    Ach, Maria,


    du schreibst:


    Dennoch kann ich es nicht lassen, einen Ausspruch von Martin Walser zu erwähnen, nicht böse sein. Der ging ungefähr so...


    "Kein Autor kann verlangen gelesen zu werden .... , außer vielleicht Thomas Mann :breitgrins: (Martin Walser im CH-Literaturclub vom 18.12.2007)


    Viele Grüße
    Maria


    Und genau dieser Martin Walser wäre es, von dem ich unbedingt, gegenüber mir selbst, verlangen würde, dass er von mir - nicht gelesen wird. :smile:
    (Wenn es dann wenigstens noch der Robert Walser wäre).
    :winken:


    Du weißt doch, die Geschmäcker und Lesevorlieben des Menschen sind ...


    Und genau das macht mein "Bibliomanendasein" dann auch so lebenswert und interessant.


    Aber wer diese Perfekton in oder aus der Sprache heraus mag, die Stille mag, hinter der die täglichen, unsere täglichen Apokalypsen lauern, der Abgrund in dem wir eigentlich in jedem Moment unseres Lebens hinein stürzen können und es oft genug auch tun (müssen), der sollte unbedingt diesen Autoren lesen, ich glaube hier ist man vor den (leider allzu oft) über uns hereinbrechenden Leseenttäuschungen - gesichert.


    Liebe Grüße in die Runde, Vult


    Danke, Sir Thomas,


    aus eben diesen Grund, aus dem du deinen "Smeilieh" verwendetest, aus eben diesen Grund machte ich meine "Anmerkung"!
    Vielleicht liegt es mehr daran, das ich gerade einen etwas unerfreulichen Disput mit einem Th. Mannianer hatte, da ist es dann bis zu Anbetung und zur regelrechten Heiligenverehrung nicht mehr weit. Und wenn ich daran denke, was für eine ungeheure Fülle wir an deutschsprachigen Autoren (gerade in dieser schicksalsträchtigen Zeit Deutschlands) haben, dann erstaunt mich diese Manniamie immer wieder.
    Leider artet das dann immer wieder in einem, wohl oft schon mehr grotesken, Fanatismus aus. Ich möchte da lieber nicht bei Nietzsche beginnen, obwohl gerade er wohl den "Nietzscheanern" die größte Verachtung entgegen gebracht hätte.
    Aber es ist wohl immer so.


    Liebe Grüße, Vult

    Hallo,


    ich lese nun schon seit einer geraumen Zeit Joseph Roth's Romane und Erzählungen. Sie sind in einer kleinen Kassette versammelt (KiWi Verlag) und diese Kassette umfasst vier Bände, oder Bändchen besser zu sagen, denn allzu umfangreich sind diese nicht.


    Und ich bin immer wieder erstaunt, mit was für einer sprachlichen Kraft und Tiefe dieser große Erzähler uns seine Geschichten offeriert, oder sollte man vielleicht besser sagen – offenbart. Sei es nun der wohl allen bekannte Radetzkymarsch, das zu Herzen gehende Buch Hiob, sei es die Kapuzinergruft oder das falsche Gewicht, und schließlich Hotel Savoy, alles diese Werke erschütterten mich oft durch ihren fesselnd erzählerischen Stil und die virtuose Wortakrobatik, die eigentlich mehr aus der Stille kommt und oft von einer leisen Demut durchweht ist.


    Das sind, nur einmal so, meine (begeisterten) Eindrücke während der doch schon etwas längeren Lektüre dieses großen deutschsprachigen Schriftstellers, und sein Schicksal, sein Ende, macht mich dann um so nachdenklicher.


    Was ich vielleicht mit alledem eigentlich sagen wollte - es muss ja nicht immer Thomas Mann sein.



    Liebe Grüße aus dem Norden

    Hallo liebe Klassikkerfreunde,


    Die sentimentale Reise gefiel mir nicht so unbedingt, aber vielleicht lag es auch daran, das ich damals unter nicht so schönen Umständen das Buch las, für mich dann ein guter Grund mehr, das kleine Bändchen noch einmal zu lesen.
    An dieser Stelle möchte ich dann Anfragen, wurde eigentlich schon einmal der Tristram Shandy hier gemeinsam gelesen?


    Liebe Grüße

    Danke auch von mir, liebe Leserin,


    ich werde mir die von dir genannten Bücher von Kertész bestellen, denn auch ich habe bis jetzt noch keinen einzigen ungarischen Autoren gelesen, leider und mir dann doch etwas peinlich, aber in diesem Forum fand ich schon so viele schöne Leseanregungen und somit dann noch einmal - Dank.


    Liebe Grüße aus dem Norden

    Hallo,


    ich las vor einigen Jahren den Faust mit ganz neuen Augen, las den Faust noch einmal und noch einmal und, so merkwürdig das auch klingen mag, danach las ich zum ersten Mal in meinem Leben die Bibel, das Tao Te King und die Gita.
    Ist schon alles sehr merkwürdig.


    Liebe Grüße


    Vult

    Hallo,


    in meiner Jugendzeit, lang ist es her, das verschlang ich Tolstoi in vielen langen Lesenächten, dann folgten Tschechov, Puschkin, Dostojewski, und und und ..., dann die "Modernen" wie Bulgakow, Gorki (den ich durchaus für einen begnadeten Erzähler halte), Babel (einer der mir Merkwürdigsten) und viele, viele andere.


    Aber nun bin ich doch wieder zu Tolstoi zurück gekehrt und wurde nicht enttäuscht.
    In diesem Mann wohnte eine ungewöhnliche Kraft, schwer zu begreifen.


    Liebe Grüße


    Vult

    Hallo,


    da ich seit langer Zeit hauptsächlich am liebsten das lese, was man dann oft die Nase rümpfend und verständnislos die "Klassikker" nennt, so freue ich mich dieses Forum gefunden zu haben.
    Wie man an meinem Nick unschwer erkennen kann, so ist einer meiner Lieblingsautoren Jean Paul.


    Liebe Grüße von der Ostseeküste


    Vult