Was lest ihr gerade?

  • Ganz und gar großartig natürlich auch Dashiell Hammett, nicht nur der "Malteser Falke", sondern vor allem "Rote Ernte" und "Der gläserne Schlüssel".


    Ich werd meine aktuellen Lesepläne über den Haufen werfen und ein wenig Chandler lesen. Oder vielleicht doch Ambler? Eine Wiederlektüre steht auch seit Ewigkeiten auf dem Programm.

  • Zustimmung zu Raymond Chandler!


    Zuletzt las ich als ebook "Die Tote im See". Auch nach Jahren mag ich immer noch diesen lakonischen Stil. Übersetzung von Helmuth Karasek (!)


    Im Regal habe ich nur die alten Diogenes Ausgaben im schwarz-gelben TBEinband. Werksausgabe in 13 Bde. Komisch, sind nur noch 9 :confused:


    Egal, wiederlesen wäre sicherlich gut!


    Gruß


    josmar

  • Zitat von: finsbury am Heute um 16:56
    Nach vier Jahren Pause wieder aufgenommen: Der zweite Band der Josephsromane von Thomas Mann:


    "Der junge Joseph". Hoffentlich klappt's diesmal!


    Ein Wiedereinstieg mit Band zwei? Fang lieber von vorn an - es lohnt sich!!!


    Band 1 hatte ich damals ganz gelesen. Das war anstrengend, aber durchaus lohnend. Für Band 2 hat dann meine Motivation nicht mehr ausgereicht. Aber jetzt wieder! :breitgrins:

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)


  • Cover von Tomi Ungerer - das war seinerzeit ein prägender Eindruck, fiel völlig aus dem Rahmen anderer Taschenbuchgestaltungen.


    Dieses kultverdächtige schwarz-gelbe Ausgabe mit ihrem Minimaldesign besitze ich auch - und möchte trotz des bedenklichen Zustands keine andere haben!


    Ja, möchte ich auch nicht missen.


    Genauso wie solche Sätze: "Und ich klemmte den Chrysler an den Bordstein". Leider ist mir nicht mehr präsent, aus welchem Roman er stammt!


    Gruß
    josmar


  • @Gina
    Ich habe heute den ersten Band der Goncourt-Tagebücher angefangen.


    Viel Spaß!


    Danke :smile:
    Ich habe nach gut 200 Seiten (Mitte 1855) erst einmal eine Pause eingelegt, da ich mir vorgenommen habe, begleitend zu den Tagebüchern auch Werke ihrer Zeitgenossen zu lesen (oder auch wieder zu lesen). Ein seeehr langfristiges "Projekt" ... :zwinker:


    Eben habe ich "Fanny" von Ernest Feydeau beendet, erschienen 1858. Der Ich-Erzähler Roger ist der Geliebte von Fanny. Ein etwas anderer Ehebruchroman: Hier ist der Geliebte rasend vor Eifersucht (auf den Ehemann) und er ist letztendlich auch der "Betrogene" - so sieht es Roger zumindest. Der Handlungshöhepunkt, die Balkonszene, war für die damalige Zeit sehr gewagt.


    Feydeau hat es erst nicht gewagt, diese Szene zu schreiben, Flaubert hat ihn jedoch dazu ermutigt: "Diese Szene ist der Erfolg des Buches. Und du zögerst?"


    Feydeau war übrigens ein Mitschüler von A. Dumas fils, bekannt mit Balzac, befreundet mit Gavarni und Flaubert, die Goncourt-Brüder hat er Anfang 1857 kennen gelernt.


    Gruß, Gina


  • Eben habe ich "Fanny" von Ernest Feydeau beendet, erschienen 1858. Der Ich-Erzähler Roger ist der Geliebte von Fanny. Ein etwas anderer Ehebruchroman: Hier ist der Geliebte rasend vor Eifersucht (auf den Ehemann) und er ist letztendlich auch der "Betrogene" - so sieht es Roger zumindest. Der Handlungshöhepunkt, die Balkonszene, war für die damalige Zeit sehr gewagt.


    Gruß, Gina


    Ich hab mir das mal bestellt, da mich das 19. Jahrhundert unserer Nachbarn literarisch
    interessiert, auch abseits der Großen.


    Gruß, Lauterbach

  • Ich hab mir das mal bestellt, da mich das 19. Jahrhundert unserer Nachbarn literarisch
    interessiert, auch abseits der Großen.


    Gruß, Lauterbach


    So geht es mir auch (trifft bei mir auch auf englische Literatur zu). Fanny ist sicher kein "großer" Roman, Feydeau kein bedeutender Schriftsteller, aber gerade solche Bücher runden für mich ein Bild ab - auch, weil in dem Fall, der Bezug zu den Großen besteht.


    In meiner Ausgabe (manesse im dtv, 1994) ist auch ein Vorwort des Autors zur Auflage von 1870 enthalten, in dem er sich mit der Kritik auseinandersetzt und von der Entstehung des Romans erzählt, sowie ein Aufsatz von Sainte-Beuve. Fand ich sehr lesenswert.


    Gruß, Gina

  • Danke :smile:
    Ich habe nach gut 200 Seiten (Mitte 1855) erst einmal eine Pause eingelegt, da ich mir vorgenommen habe, begleitend zu den Tagebüchern auch Werke ihrer Zeitgenossen zu lesen (oder auch wieder zu lesen). Ein seeehr langfristiges "Projekt" ... :zwinker:


    Vermutlich. Immerhin haben die beiden Goncourts ihr Leben damit verbracht, das zu lesen, was Du nun wieder lesen möchtest. :breitgrins:
    [hr]
    Eigene aktuelle Lektüre:


    - Dialogo di Galileo Galilei sopra i due Massimi Sistemi del Mondo Tolemaico e Copernicano. (Auch) anlässlich des 450. Geburtstages von Galileo. Das Buch, das ihn fast den Kopf gekostet hätte.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

  • Vermutlich. Immerhin haben die beiden Goncourts ihr Leben damit verbracht, das zu lesen, was Du nun wieder lesen möchtest. :breitgrins:


    :breitgrins: Genau deshalb habe ich auch vor, nur eine Auswahl an Werken zu lesen und nicht alles ... den Anspruch auf Vollständigkeit habe ich zum Glück nicht. :breitgrins:


    Gruß, Gina


  • Zur Zeit [shadow=red,left]Demütigung[/shadow] von Philip Roth, mal
    wieder sehr gut erzählt.


    Gruß, Lauterbach


    Ich mag gerade seine kurzen Sachen sehr gerne.


    Ich habe meine Rororo Monographien geordnet und tatsächlich eine über Arnold Zweig gefunden. Da man kürzlich über ihn hier berichtet hat, Junge Frau von 1914, und ich neugierig geworden bin, passt das ja gut :smile:


    Ich lese, stöbere, genieße das neue illustrierte Buch von Umberto Eco. Ein schönes Buch. Wunderschöne Illustrationen, Auszüge aus der dazugehörigen Literatur, was wiederum neugierig auf diese macht, Hintergründe kurz und informativ beleuchtet.


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    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Ich krebse immer noch im "jungen Joseph" rum. Meiner Ansicht nach hat Th.Mann hier einmal wirklich zuviel des Guten getan: immer wieder wird das zentrale Thema des Ineinanderfließens von literarischer Wirklichkeit und Mythos und deren vielfache Brechung aufgenommen, aber diese Brechung gerät oft arg gekünstelt und breit getreten. Nun bin ich bei Josephs buntem Rock, der im Roman zum Hochzeitsschleier der Mutter Rahel mutiert und es scheint, als würde er nun mehrere Seiten Handlung auslösen: Das täte dem Roman durchaus mal gut!

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Vanity Fair von Thackeray. Ist sehr amüsant und gut zu lesen. Leider wird die Erzählung dann im letzten Drittel etwas langatmiger; es wirkt so als hätte Thackeray einige Kapitel geschrieben, um eine vorgegebene Menge an Text abzuliefern... Schade, aber nicht untypisch für die damalige Zeit.