Ein Klassikerforumswettbewerb für 2018


  • Maria
    Gerne. - Im Insel Taschenbuch sind übrigens neben einer Schottlandkarte auch mehrere Abbildungen zeitgenössischer Gemälde/Stiche, wenn auch nur schwarzweiß. :smile:



    Das mag ich sehr gerne!
    Ich habe mir gerade ein Gebrauchtexemplar bestellt :winken:

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Hurra!


    Ich habe rechtzeitig vor Beginn der Reuter-Leserunde den Fénelon geschafft und damit mein erstes (na ja halbes Buch) für den Wettbewerb 2018. Am Wochenende schreibe ich noch eine Schlussstellungnahme.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)


  • Bin fertig mit Reuter: Aus der Franzosenzeit.


    ich habe eure Leserunde verfolgt und bin auf Fritz Reuter derart neugierig geworden, dass ich mir das ebook runtergeladen habe (die Hochdeutsche Version) und bin bereits im 13. Kapitel bin, also etwas mehr als die Hälfte. Als (bayrischer) Schwabe amüsiere ich mich sehr über die Redewendungen, aber auch das Zeitgeschehen finde ich interessant. Danke für die Anregung :klatschen:


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • ich habe eure Leserunde verfolgt und bin auf Fritz Reuter derart neugierig geworden, dass ich mir das ebook runtergeladen habe (die Hochdeutsche Version) und bin bereits im 13. Kapitel bin, also etwas mehr als die Hälfte. Als (bayrischer) Schwabe amüsiere ich mich sehr über die Redewendungen, aber auch das Zeitgeschehen finde ich interessant. Danke für die Anregung :klatschen:


    Das freut mich sehr. Reuter ist kein Fontane, aber wie ich finde, zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Man kann sich auch heute noch in die Menschen hineinversetzen und die humorvolle Menschlichkeit des Autors genießen. Ich bin nun sehr gespannt auf die Festungstid, die wir im Mai lesen wollen. Sie ist wohl sein politischstes Buch, obwohl es auch dort viele humorvolle Szenen geben soll. Vielleicht hast du ja Lust, dabei zu sein, Maria ?

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Zitat von "finsbury"

    Ich bin nun sehr gespannt auf die Festungstid, die wir im Mai lesen wollen. Sie ist wohl sein politischstes Buch, obwohl es auch dort viele humorvolle Szenen geben soll. Vielleicht hast du ja Lust, dabei zu sein, Maria ?


    Bis Mai kann ich noch nicht planen. Ich behalte es im Auge !
    Ich würde allerdings lieber die "Festungstid" als ebook lesen, doch ich finde keine Übertragung ins Hochdeutsche :sauer:


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)


  • Ich haben diesen beeindruckenden Roman bereits vor einigen Tagen beendet.

    Die Lektüre ist fordernd, aber sie war für die Karwoche ausgeprochen passend. Andreevski erzählt die Geschichte des Bauern-Ehepaars Velika und Jon, die im Mazedonien zur Zeit des ersten Weltkrieges alle Leiden erleben, die die Epoche mit sich bringt. Sie geraten als 'einfache Leute' in zwischen die Mahlsteine unterschiedlicher politischer und ethnischer Gruppen. Die Komiti suchen ihr Dorf heim, die Serben und die Bulgaren kämpfen um die Herrschaft über das Land, dessen Bewohner sich einfach nur als die 'Hiesigen' verstehen und kein Interesse haben, sich einer der größeren benachbarten Nationen zuzordnen. So kommt es, dass sich auch im Weltkrieg Bewohner des Dorfes und Verwandte auf unterschiedlichen Seiten der Front wiederfinden... Velika und Jon erleben das Kriegsleid ganz unterschiedlich. Während Jon als Soldat kämpft und die Sinnlosigkeit und Grausamkeit an der Front erlebt, muss Velika sich um den kleinen Hof und die fünf Kinder kümmern. Plünderungen, Vergewaltigungen und vor allem der Hunger löschen am Ende fast alles Leben aus. Als der Krieg endet und Jon heimkehrt, ist das Ehepaar so zerbrochen und traumatisiert, dass ein gedeihliches Zusammenleben nicht mehr gelingt.


    Zugegeben, ein düsteres und trauriges Buch. Die Leiden vor allem Velikas und der Kinder reichen an die Grenzen dessen, was man sich vorstellen mag. Die volkstümliche Frömmigkeit, der Aberglaube, aber auch der Mutterwitz der einfachen Leute taugen kaum, um die Wucht dessen, was über sie hereinbricht, zu mildern.


    Gleichwohl eine sehr intensive Leseerfahrung und eine wichtige Erweiterung meines literarischen Horizonts!

  • Ganz entsprechend dem Zitat von Jaqui, möchte auch ich mich auch zurückmelden und es mit meiner 2017-er Liste nochmal versuchen:

    Ich scheitere auch auf Literaturschock jedes Jahr grandios und trotzdem versuche ich es jedes Jahr aufs neue :breitgrins:


    Ich seh das eher als Spaß und nicht als Verpflichtung. Auch wenn es dann gerade am Ende des Jahres oft ein schlechtes Gewissen gibt weil ich wenig von den Listen gelesen habe.

    Nachdem es mich letztes Jahr dann ja doch schwer aus der Kurve getragen hat bei all meinen Listen, hier wie auch drüben und ich wohl, wie auch BigBen für sich schrieb, ich nicht so wirklich fürs organisierte Lesen geboren bin, stehen aber die Bücher aus meiner Liste noch immer hier und warten darauf gelesen zu werden.


    Fünf Klassiker aus fünf verschiedenen europäischen Ländern:


    Rußland: "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew (1861)

    Spanien: "Der Richter von Zalamea" von Calderon de la Barca (1681) (gelesen)

    Frankreich: "Verlorene Illusionen" von Honoré de Balzac (ca. 1840)

    England: "Krieg der Welten" von H.G. Wells (1901)

    Österreich: "Das Gemeindekind" von Marie von Ebner-Eschenbach (1887)


    Ich würde die Liste auch so übernehmen, wobei ich "Der Richter von Zalamea" als gelesen nachtrage. Jetzt nach fast einem Jahr (habs Pfingsten 2017 rum gelesen) noch viel darüber zu schreiben bring ich wohl nicht mehr zustande, aber ich habe es sehr gern gelesen, wie auch schon wie vor einigen Jahren "Das Leben ist ein Traum" vom selben Autor. Wenn Interesse besteht versuche ich mich genügend zu erinnern um noch ein paar Zeilen darüber zu schreiben.



    Jaqui

    Mrs. Dalloway hab ich übrigens auch noch nicht aufgegeben, eigentlich hatte mir das Buch gut gefallen und ich bin auch bis etwas über die Hälfte gekommen, ich glaub ich versuch es dieses Jahr auch endlich noch fertigzulesen, erinnern kann ich mich noch gut.

    "Lesen stärkt die Seele" (Voltaire)

  • Firiath Mrs. Dalloway war eine tolle Leseerfahrung.


    Ich komm mal wieder nicht weiter. Weder hier noch drüben, was vor allem an meiner beruflichen Veränderung liegt und ich derzeit kaum zum lesen komme. Aber das macht nichts. Das Jahr ist noch lang.