Beiträge von Firiath

    Zefira

    Die Verfilmung war auch nicht gut, daß Ende da enttäuscht war, glaub ich aufs Wort. Aber damals mochte ich sie, obwohl ich das Buch kannte und auch ein wenig enttäuscht war weil so viel gefehlt hatte, aber es war so toll wenigstens manche der Szenen auf Leinwand zu sehen. An irgendwelche Kontroversen kann ich mich nicht erinnern, um sowas wahrzunehmen war ich noch zu jung. Die Momo-Verfilmung dagegen ist wirklich gelungen, die mag ich bis heute, eigentlich auch die unendliche Geschichte, aber nicht als besonders guten Film, mehr aus nostalgischen Gründen.

    Ich hab grad mal nachgesehen, könnte sein daß ich auch die Erstauflage hab, jedenfalls steht keine Auflagennummer drin, 1979 - es ist das schöne Buch in zwei Farben grün und rot gedruckt.


    thopas

    Lustig, da war ich auch mit der Schule, ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob es ein Bild mit mir und Fuchur gab? Ich glaub ich muß da mal suchen gehen. Zeitgleich war auch "Das Boot" ausgestellt, das Buch von Buchheim dazu hab ich viel später auch gelesen.



    Um ein bisschen "on topic" zu bleiben:

    "Drei Männer im Schnee" von Erich Kästner hab ich durch, war mal wieder nett, allerdings seh ich beim Lesen immer die Filmbilder von dem alten SW-Film vor dem inneren Auge, ich könnte genausogut den Film anschaun ;) . Jetzt hab ich mit "A long way down" von Nick Hornby begonnen, man hat mir vor Jahren geraten das Buch zum Jahresende hin zu lesen, so wie es aussieht gelingt es mir dieses Jahr.

    Heute abend eine "Frohe Weihnacht!" und schöne, harmonische Feiertage wünsch ich euch allen von Herzen !


    JMaria

    Den von Dir vor 5 Jahren verlinkten Artikel über Weihnachten mit den Reich-Ranickis hab ich eben gelesen. Danke dafür :) - War eine schöne Einstimmung, bevor ich mich jetzt in die Vorbereitungen für heute abend stürze.

    thopas

    Wie schön :) . Michael Ende kann man in jedem Alter lesen und in jedem Alter liest man ihn anders. Ich hab die meisten Ende-Bücher als Kind oder Jugendliche gelesen, später dann sehr viele davon meinen Kindern vorgelesen und war begeistert und erstaunt wieviel er mir auch als Erwachsene noch gibt. Man entdeckt immer wieder neue Gedanken und Aspekte. Besonders "Momo" ist aktueller denn je.

    In dem Bereich hab ich auch die meisten Klassiker in meinen Regalen. Ich hab ja immer schon gern Phantastik gelesen, so richtig los gings als Kind mit "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende (dessen Bücher ich immer noch liebe) und danach hat mich dieses Genre nie wieder völlig losgelassen und gerade die letzten Jahren arbeite ich mich im Bereich Phantastik (und auch SF) zeitlich zurück - wobei es grad im Bereich SF auch interessante und richtig gute, neue Bücher gibt, in der Phantastik wirds da leider immer dünner find ich, ist nur noch ab und zu was dabei was ich wirklich mag oder was mich überrascht und begeistert.


    "Die gleissende Welt" ist übrigens ein Kombi-Projekt, zeitlich in engem Zusammenhang möchte ich auch das Buch von Siri Hustvedt mit dem selben Titel lesen.



    EDIT:

    finsbury

    Ich würd mich gern spontan bei dir mit "Eine Meerfahrt" anhängen, das hab ich in einer schönen alten Eichendorff-Sammlung auch da und es wäre eine schöne Gelegenheit darin mal wieder zu lesen.

    Dein "Grönland-Projekt" hier wie drüben werd ich auch verfolgen, klingen allesamt interessant und ich bin gespannt darauf, darüber zu lesen.

    Oh! Das ist schön, das wird ja eine richtige Leserunde zum "Grünen Gesicht" :)


    Zefira

    Du kannst sie ja unter die Überschrift "Die drei ???" stellen :engel: - Die Fragen wären: Warum hab ich sie noch nicht gelesen, was wird mich darin erwarten und warum hab ich Lord Jim damals abgebrochen?


    Ich übrigens auch, Lord Jim hab ich vor langer Zeit mal angefangen aber auch nicht zu Ende gebracht. Wenn Du ihn liest, sag hier bitte Bescheid, ich würde dann spontan entscheiden ob ich mich dranhänge.

    Ich mach auch wieder mit :) , hab eine Resteliste mit den zwei verbliebenen Büchern angemeldet und eine "Klassik Phantastik" - Liste , ich bleib auch hier einem meiner Lieblingsgenres treu und lese (hoffentlich) Werke der klassischen Phantastik.


    Jaqui

    Ein Buch haben wir gemeinsam: "Das Geschlecht der Zukunft - Edward Bulwer-Lytton

    Der Titel ist mir beim Lesen deiner Liste gleich bekannt vorgekommen, ich habs auch auf meinem Sub, vielleicht schaffen wir es ja nächstes Jahr es gemeinsam zu lesen.


    Resteliste


    "Verlorene Illusionen" von Honoré de Balzac (ca. 1840)

    "Das Gemeindekind" von Marie von Ebner-Eschenbach (1887



    Klassik Phantastik


    Die gleissende Welt - Margaret Cavendish (1666)

    Das grüne Gesicht - Gustav Meyrink (1917)

    Das Geschlecht der Zukunft - Edward Bulwer-Lytton

    Undine - Friedrich de la Motte Fouqué (1811)

    Reise zum Mond und zur Sonne - Cyrano de Bergerac (1657)


    finsbury

    Naja... 3 Bücher einer Liste in zwei Jahren find ich jetzt nicht wirklich respektabel gaehn

    Da ist Dein "Don Quichote" definitiv respektabler !



    ***



    Je länger "Väter und Söhne" her ist, desto mehr beschäftigt es mich gedanklich - interessant. Vielleicht schreib ich im neuen Jahr - nach dem ganzen Weihnachts/Silvestertrubel doch noch ein paar Eindrücke zusammen, das Buch wirkt jedenfalls intensiv nach.


    Ich wünsch Euch an dieser Stelle allen friedvolle, schöne Weihnachtstage!  :engel:

    Ich hab es nun tatsächlich noch geschafft "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew in diesem Jahr zu lesen. Ich kann sagen, ich fands, insbesondere im Zusammenhang mit den Informationen über Zeit und Hintergründe, die ich mir parallel dazu erlesen habe interessant und lesenswert, aber ehrlicherweise angemerkt, auch etwas langwierig und manchmal mühsam (insbesondere Basarow hat meine Geduld schon ziemlich strapaziert). Ich hatte wohl auch nicht die nötige Ruhe für das Buch; es noch im Dezember zu lesen war vielleicht nicht die allerbeste aller Ideen. Gleichzeitig bin ich aber froh diese Lese- u. Bildungslücke nun geschlossen zu haben.

    Von meiner 2017'er Länderliste die ich nach 2018 mitgenommen hab sind jetzt noch 2 Bücher übrig.

    Ich möchte mich hier einfach mal bedanken :) . Hab mir schon einige der Hörbücher oder Hörspiele heruntergeladen die hier gesammelt und vorgeschlagen wurden und auch gehört. Zuletzt "Blindband" , dessen Autor ich bisher nicht kannte. Außerdem hab ich über das hier vorgestellte Hörspiel endlich das nur bis zur Hälfte gelesene "Die drei Sonnen" zu Ende gebracht. Ich glaub lesend hätt ich es nicht geschafft. Werde wohl auch den Nachfolgeband eher hören als lesen.

    Ich verliere die Hörspiel/Hörbuch-Seiten der verschiedenen Radiosender immer wieder aus den Augen und bin deshalb ein wirklich dankbarer Abnehmer für die Sammlung hier.

    Danke für den Link zu deiner Buchbesprechung.

    Die "Werbung" mit Lanier hat bei mir so gar nicht gezogen , ich kannte den Herrn bis eben gar nicht, jedenfalls dem Namen nach nicht (irgendwann hab ich mal was über ihn gelesen, aber das fiel mir erst auf als ich vorhin den Namen mal gegoogel hab). Überhaupt finde ich diese Verweise auch immer nicht sehr hilfreich, lese sie auch immer nur sehr flüchtig, ähnlich wie die Verweise bei neuen Fantasy-Büchern in denen auf J.R.R: Tolkien und bei jedem 2. SF-Buch auf "1984" . Werbungsmäßig hat bei mir aber das Cover gut gewirkt glaub ich. Andere Romane des Autors kenne ich nur in ihrer verfilmten Form. Sie fand ich, soweit ich mich noch erinnere schön gemacht, zum Lesen haben mich aber die Themen nicht so gereizt, vielleicht ein Fehler? Ich war jedenfalls überrascht, daß sich der Autor zuvor erstmal mit Zukunftsvisionen befasst hat.

    Wie auch immer, ich freu mich über die Neuauflage dieses Büchleins, das damit aus seinem Schlummer der vergessenen Bücher geweckt, vielleicht auch einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wurde. Inhaltlich auf jeden Fall aktuell und zum richtigen Zeitpunkt.

    Die Maschine steht still

    von E.M. Forster


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    Erstveröffentlichung 1909


    Neu übersetzt von Gregor Runge

    Veröffentlicht am 14.10.2016

    im Hoffmann und Campe Verlag


    80 Seiten



    Erzählt wird die dystopische Geschichte aus der Sicht von Vashti und ihres erwachsenen Sohnes Kuno. Beide leben in einer unterirdischen Welt die seit Generationen komplett von einer Maschine gesteuert wird. Die oberirdische Welt gilt als unbewohnbar. Die Maschine steuert alles, sorgt für das Lebensnotwendige, für die Bedürfnisse und Bequemlichkeit der Bewohner, sie ist Zentrum und Maßstab dieser Welt. Echte zwischenmenschliche Beziehungen sind verpönt, der Körper gilt als unnötig und geradezu anstößig, jeder lebt für sich in seiner "Zelle", drückt auf Knöpfe , produziert "Ideen" und kommuniziert nur noch über die Maschine mit anderen Menschen.


    Mehr möchte ich gar nicht über den Inhalt erzählen, die Geschichte ist so kurz daß ich nicht zu viel vorwegnehmen möchte.


    Die nur 80 Seiten lange Geschichte wurde laut Wikipedia 1909 das erste Mal veröffentlicht . Sie ist flüssig zu lesen, wirkt durch die Kürze vielleicht ein bisschen fragmentarisch, dennoch entsteht ein erstaunlich plastisches Bild dieser unterirdischen, abgeschotteten Welt mit ihren im wahrsten Sinne des Wortes eingekapselten Menschen die komplett abhängig sind von ihrer Maschine, deren Ziel es ist zu "vergeistigen" und - bis auf wenige Ausnahmen - in ihrem starren Weltbild und ihrer Bequemlichkeit verharren ohne auf die Anzeichen von Gefahr zu achten.


    Schlüsse und Parallelen zu ziehen überlasse ich jedem selbst, die erstaunliche Aktualität der Geschichte drängt sich beim Lesen ohnehin geradezu auf. Es verblüfft mich, wie auch in H.G. Wells' "Wenn der Schläfer erwacht" wie vorrausschauend Schriftsteller dieser Zeit gedacht und geschrieben haben, wie genau sie technische Entwicklungen und mögliche, sich daraus entwicklende gesellschaftliche Veränderungen vorhergesehen haben.


    Das Büchlein ist sehr dünn, enthält auch nur diese eine Geschichte und eine sehr kurze Information über den Autor, ist aber wirklich schön aufgelegt, mit Leineneinband und einem passenden, ansprechenden Cover. Für mich eine absolut lohnenswerte Lektüre, auf die ich ohne diese Neuauflage und Übersetzung vielleicht nie gestoßen wäre.


    Im englischen Original ist die Geschichte übrigens frei erhältlich z.B. bei manybook

    Neues Jahr, neues Glück :


    Fünf Klassiker aus fünf verschiedenen europäischen Ländern:


    Rußland: "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew (1861) - gelesen Dez. 2018

    Spanien: "Der Richter von Zalamea" von Calderon de la Barca (1681)

    Frankreich: "Verlorene Illusionen" von Honoré de Balzac (ca. 1840)

    England: "Krieg der Welten" von H.G. Wells (1901)

    Österreich: "Das Gemeindekind" von Marie von Ebner-Eschenbach (1887)



    Evtl. fülle ich die beiden letztes Jahr doch gelesen Rubriken "Spanien" und "England" neu, da muß ich allerdings noch überlegen womit, ich editiere dann gegebenenfalls.

    Ganz entsprechend dem Zitat von Jaqui, möchte auch ich mich auch zurückmelden und es mit meiner 2017-er Liste nochmal versuchen:

    Ich scheitere auch auf Literaturschock jedes Jahr grandios und trotzdem versuche ich es jedes Jahr aufs neue :breitgrins:


    Ich seh das eher als Spaß und nicht als Verpflichtung. Auch wenn es dann gerade am Ende des Jahres oft ein schlechtes Gewissen gibt weil ich wenig von den Listen gelesen habe.

    Nachdem es mich letztes Jahr dann ja doch schwer aus der Kurve getragen hat bei all meinen Listen, hier wie auch drüben und ich wohl, wie auch BigBen für sich schrieb, ich nicht so wirklich fürs organisierte Lesen geboren bin, stehen aber die Bücher aus meiner Liste noch immer hier und warten darauf gelesen zu werden.


    Fünf Klassiker aus fünf verschiedenen europäischen Ländern:


    Rußland: "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew (1861)

    Spanien: "Der Richter von Zalamea" von Calderon de la Barca (1681) (gelesen)

    Frankreich: "Verlorene Illusionen" von Honoré de Balzac (ca. 1840)

    England: "Krieg der Welten" von H.G. Wells (1901)

    Österreich: "Das Gemeindekind" von Marie von Ebner-Eschenbach (1887)


    Ich würde die Liste auch so übernehmen, wobei ich "Der Richter von Zalamea" als gelesen nachtrage. Jetzt nach fast einem Jahr (habs Pfingsten 2017 rum gelesen) noch viel darüber zu schreiben bring ich wohl nicht mehr zustande, aber ich habe es sehr gern gelesen, wie auch schon wie vor einigen Jahren "Das Leben ist ein Traum" vom selben Autor. Wenn Interesse besteht versuche ich mich genügend zu erinnern um noch ein paar Zeilen darüber zu schreiben.



    Jaqui

    Mrs. Dalloway hab ich übrigens auch noch nicht aufgegeben, eigentlich hatte mir das Buch gut gefallen und ich bin auch bis etwas über die Hälfte gekommen, ich glaub ich versuch es dieses Jahr auch endlich noch fertigzulesen, erinnern kann ich mich noch gut.

    Jaqui
    Mit mir und Mrs. Dalloway oder jedem anderen Buch wird das momentan leider doch nichts, zumindest nicht in einer Leserunde. Ich hab momentan - neben dem ohnehin schon gut gefüllten Alltag - einen Umzug und eine Hausauflösung innerhalb der Familie zu stemmen und schaff es doch nicht mir so viel Zeit und vor allem Ruhe freizuräumen um aktiv an einem gemeinsamen Lesen teilzunehmen. Ich werd das Buch aber auf jeden Fall irgendwann noch fertiglesen.
    Entschuldige bitte Jaqui, das nächste Mal klappts hoffentlich wieder besser :smile:


    Peter Walsh ist gerade heim gekehrt. Ihn kann ich noch nicht einschätzen. Zuerst lädt clarissa ihn nicht zur Abendgesellschaft ein. Als er geht lädt sie ihn dann doch ein. Warum hat sie ihn eigentlich nicht geheiratet? Weil ihre Eltern dagegen waren oder habe ich noch was überlesen?


    Weiter vorne hat sie geschrieben, daß sie Peter Heiratsantrag nicht angenommen hatte, weil ihr die Beziehung zu eng war, sie Tag und Nacht und jede Sekunde miteinander verbracht hätten und wenn ich es richtig verstanden hatte wäre ihr das zuviel gewesen.... , diese bedingungslose Liebe hat ihr vielleicht Angst gemacht damals und sie hat die Sicherheit gewählt.
    Ihr jetziger Mann und sie liesen sich Freiräume, leben in der Ehe ihr jeweiliges Leben, vielleicht redet sie sich so auch eine eher nüchterne Beziehung schön. Mal sehen, über ihren Ehemann weiß man bisher ja noch nicht so viel.
    Gleichzeitig hab ich aber schon das Gefühl daß sie es bedauert so gewählt zu haben oder dieser Entscheidung, der Möglichkeit zur Entscheidung zumindest melancholisch nachsinnt, so sehr sie ihr jetziges geordnetes und priviligiertes Leben auch schätzt. Die Szene mit den beiden während sie krampfhaft weiternäht und er sie besucht und sie beide über ihre Vergangenheit nachdenken ist sehr intensiv beschrieben, auch ihre Gedanken darüber in der Öffentlichkeit nur ein Gesicht zu zeigen, nie ihre anderen Seiten.


    Ich tu mich nicht ganz leicht meine Gedanken zu dem Buch hier in Worte zu fassen oder einzelen Gedanken herauszupicken, weil in jeder einzelnen Szene so viel drinsteckt an kleinen und großen Beobachtungen und Reflektionen über Handlungsweisen und ihre Beweggründe und die damit einherzgehenden Gefühle. Auf jeden Fall wirklich sehr lesenswert.


    Bzgl. der Offenheit zum Thema Sexualität war ich nicht so überrascht, wahrscheinlich wegen meiner diffusen Erinnerungen an "Orlando"



    Zitat

    Die Handlung rund um Lucrezia finde ich auch sehr interessant. Allerdings habe ich den Eindruck dass ihr Mann glücklich in seiner eigenen Welt ist.


    Hm, nein, auf mich wirkt er schwer depressiv oder sonstwie gequält, auf jeden Fall nicht gesund und in keinster Weise glücklich, eher als ob er losgelöst von der Welt irgendwie existiert. Seine Frau leidet darunter natürlich und weiß nicht wie sie damit umgehen soll, die Vorschläge des Arztes wirken im Augenblick auch nur begrenzt hilfreich.

    Ja, die Szene mit dem Auto hat mich auch zum Schmunzeln gebracht, man überlegt auch sofort mit, wer da nun wohl im Auto sitzt. Überhaupt find ich das bisher Gelesene sehr anschaulich erzählt. Die kleinen "Ehrlichkeiten" gefallen mir auch, natürlich muß man sich nach Evelyn, Hughs Frau, erkundigen, aber eigentlich mag man sie nicht, weil sie so anstregenend ist und es immer die gleichen Gespräche sind. Die Diskrezpanz zwischen Gesagtem bzw. "dem was von einem erwartet wird" und dem tatsächlich Gedachten fällt immer wieder auf und wird in den Mittelpunkt gerückt.
    Mir fällt es zwar momentan nicht so ganz leicht mich aufs Lesen zu konzentrieren, weil das "Tempo" in dem Buch so komplett konträr zu meinem Alltagstempo zur Zeit ist, aber bisher gefällt mir der Stil und die Art wie die Dinge betrachtet werden.Man spürt unterschwellig von Anfang an, das unter der Oberfläche des Organisierens und Planens eine andere Ebene liegt. Mrs. Dalloway betrachtet sich und ihre Umgebung aus einer gewissen Distanz heraus, die sie sich selbst aber nur teilweise eingesteht.
    Daß manchmal mitten im Satz der Betrachtungswinkel gewechselt wird , war anfangs ungewohnt, gefällt mir aber jetzt sehr gut, erfordert aber eine gewisse Konzentration für die ich mir momentan leider nur wenig Zeit freischaufeln kann.


    Sehr traurig ist die Geschichte der jungen Italienerin Lucrezia, deren Mann für den sie nach England gekommen ist, offensichtlich schwer depressiv ist ...
    Und bezeichnend wie wichtig das Thema des Autos in der allgemeinen Wahrnehmung ist, aber nur bis ein Flugzeug auftaucht um das Interesse der Massen abzulenken. Das ach so wichtige Auto fährt ungesehen durchs Tor. Die genaue Beobachtung der menschlichen Verhaltensweisen begeistert mich.



    ***


    Ich hab vor vielen Jahren von Virigina Wolf "Orlando" gelesen, etwas zeitgleich mit dem Film der damals lief - ich hab das Buch damals gern gelesen damals, erinnere mich aber insgesamt mehr an den Film bzw. wahrscheinlich vermischt sich die Erinnerung an Film und Buch.