Beiträge von Firiath

    Zefira

    Ich hab vor Jahren "Was ich liebte" von Siri Hustvedt gelesen. Viel ist mir davon nicht mehr präsent, habe es aber innerlich für mich als gutes Buch abgespeichert, ich meine mich an eine gute Beobachtungsgabe und viel "Innenschau" zu erinnern. "Die gleissende Welt" von ihr hab ich noch hier, zusammen mit dem gleichnamigen Buch von Margaret Cavendish, auf das in ihrem Buch Bezug genommen wird - mal sehen ob ich es dieses Jahr zu diesem Leseprojekt schaffe.

    Das Buch soll ja nicht leicht zu lesen sein, aber zusammen werden wir es schon schaffen.

    Von Meyrink hab ich bisher nur "Der Golem" gelesen, das ich sehr atmosphärisch, spannend und nicht schwierig zu lesen fand. Auf meiner Leseliste zu Meyrink steht auch noch "Walpurgisnacht"

    Ich freu mich aufs Zusammenlesen.

    Hab grad mal in die Liste vom letzten Jahr geschaut, wirklich komplett gelesen aus der Liste hab ich nur die "Undine" , das hat mir aber dafür immerhin sehr gut gefallen.


    Zefira

    Das Buch über Tolkien als Künstler hab ich auch oder zumindest eine ältere Ausgabe davon. Hab grad mal reingeblättert und Abbildungen gefunden von denen Du sprichst. Ja, genau heute nennt man sowas Zentangles xd (so sahen früher meine Schulhefte aus, zumindest am Rand, was meine Lehrer nicht allesamt unbedingt erfreut hatte) .

    Hab nachgeschaut, beim Bulwer-Lytton bin ich nur bis ca. 1/3 gekommen, mal schaun ob ich weiterkomme dieses Jahr :denk: Zumindest kann ich mich noch gut erinnern und nahtlos weiterlesen.

    "Das grüne Gesicht" von Gustav Meyrink


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    Inhaltsbeschreibung:

    Eine Amsterdamer Mystikergruppe und ein Liebespaar stehen im Zentrum dieses Klassikers der phantastischen Literatur.

    Das dunkle und verwinkelte alte Amsterdam dient Gustav Meyrink als Kulisse für die mystischen und unheimlichen Bilder dieses Romans, in dessen Zentrum ein Liebespaar steht, das Zugang zu einer mystischen Gruppe findet. Immer wieder erscheint ihnen ein grünes Gesicht, das beklemmende Visionen weckt. Als irgendwann eine rätselhafte Tagebuchrolle auftaucht, nimmt das Phantom Gestalt an. Durch zahlreiche innere und äußere Kämpfe erleben die Figuren einen Reifeprozeß: einen Stufenweg der Entwicklung vom dreidimensionalen Zustand bloßen Daseins in den mehrdimensionalen psychischen Grenzzustand des Wachseins. Der spannende Roman zählt zu den Klassikern der phantastischen Literatur.


    Mir ist beim Suchen einer Ausgabe fürs Verlinken aufgefallen daß es sehr viele verschiedene Untertitel für dieses Buch gibt. Als da wären: "ein okkulter Schlüsselroman", "ein mystischer Liebesroman" , "auf der Suche nach dem Übersinnlichen", "ein phantastischer Roman" .


    Geplant ist die Leserunde momentan für März 2020.

    März klingt gut und ich kümmer mich um den Leserundenvorschlag.


    EDIT:

    Leserundenvorschlag ist erstellt :)


    Zefira

    So gings mir letzte Jahr mit "Das Geschlecht der Zukunft" von Bulwer-Lytton, bin aber glaub ich bis zur Hälfe gekommen und dann hab ich es buchstäblich aus den Augen verloren. Weiß eigentlich gar nicht mehr warum ich es unterbrochen hatte. Ich schau nacherher mal wie weit ich damit gekommen war und hoffe es dieses Jahr weiterzulesen.

    ... und schon ist wieder ein Jahr vorbei ...


    finsbury , Zefira

    Habt ihr das "Grüne Gesicht" gelesen? Bei mir sub't es noch immer. Wenn ihr es auch noch nicht gelesen habt, wäre das doch ein schöner Vorsatz fürs neue Jahr. Ich wär auch bei einer kleinen Leserunde dabei.

    EDIT:

    Mir fällt grad ein ein, finsbury hats ja drüben auf der SLW Liste, d.h. ihr habts wohl noch nicht gelesen....

    Zefira

    Die Verfilmung war auch nicht gut, daß Ende da enttäuscht war, glaub ich aufs Wort. Aber damals mochte ich sie, obwohl ich das Buch kannte und auch ein wenig enttäuscht war weil so viel gefehlt hatte, aber es war so toll wenigstens manche der Szenen auf Leinwand zu sehen. An irgendwelche Kontroversen kann ich mich nicht erinnern, um sowas wahrzunehmen war ich noch zu jung. Die Momo-Verfilmung dagegen ist wirklich gelungen, die mag ich bis heute, eigentlich auch die unendliche Geschichte, aber nicht als besonders guten Film, mehr aus nostalgischen Gründen.

    Ich hab grad mal nachgesehen, könnte sein daß ich auch die Erstauflage hab, jedenfalls steht keine Auflagennummer drin, 1979 - es ist das schöne Buch in zwei Farben grün und rot gedruckt.


    thopas

    Lustig, da war ich auch mit der Schule, ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob es ein Bild mit mir und Fuchur gab? Ich glaub ich muß da mal suchen gehen. Zeitgleich war auch "Das Boot" ausgestellt, das Buch von Buchheim dazu hab ich viel später auch gelesen.



    Um ein bisschen "on topic" zu bleiben:

    "Drei Männer im Schnee" von Erich Kästner hab ich durch, war mal wieder nett, allerdings seh ich beim Lesen immer die Filmbilder von dem alten SW-Film vor dem inneren Auge, ich könnte genausogut den Film anschaun ;) . Jetzt hab ich mit "A long way down" von Nick Hornby begonnen, man hat mir vor Jahren geraten das Buch zum Jahresende hin zu lesen, so wie es aussieht gelingt es mir dieses Jahr.

    Heute abend eine "Frohe Weihnacht!" und schöne, harmonische Feiertage wünsch ich euch allen von Herzen !


    JMaria

    Den von Dir vor 5 Jahren verlinkten Artikel über Weihnachten mit den Reich-Ranickis hab ich eben gelesen. Danke dafür :) - War eine schöne Einstimmung, bevor ich mich jetzt in die Vorbereitungen für heute abend stürze.

    thopas

    Wie schön :) . Michael Ende kann man in jedem Alter lesen und in jedem Alter liest man ihn anders. Ich hab die meisten Ende-Bücher als Kind oder Jugendliche gelesen, später dann sehr viele davon meinen Kindern vorgelesen und war begeistert und erstaunt wieviel er mir auch als Erwachsene noch gibt. Man entdeckt immer wieder neue Gedanken und Aspekte. Besonders "Momo" ist aktueller denn je.

    In dem Bereich hab ich auch die meisten Klassiker in meinen Regalen. Ich hab ja immer schon gern Phantastik gelesen, so richtig los gings als Kind mit "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende (dessen Bücher ich immer noch liebe) und danach hat mich dieses Genre nie wieder völlig losgelassen und gerade die letzten Jahren arbeite ich mich im Bereich Phantastik (und auch SF) zeitlich zurück - wobei es grad im Bereich SF auch interessante und richtig gute, neue Bücher gibt, in der Phantastik wirds da leider immer dünner find ich, ist nur noch ab und zu was dabei was ich wirklich mag oder was mich überrascht und begeistert.


    "Die gleissende Welt" ist übrigens ein Kombi-Projekt, zeitlich in engem Zusammenhang möchte ich auch das Buch von Siri Hustvedt mit dem selben Titel lesen.



    EDIT:

    finsbury

    Ich würd mich gern spontan bei dir mit "Eine Meerfahrt" anhängen, das hab ich in einer schönen alten Eichendorff-Sammlung auch da und es wäre eine schöne Gelegenheit darin mal wieder zu lesen.

    Dein "Grönland-Projekt" hier wie drüben werd ich auch verfolgen, klingen allesamt interessant und ich bin gespannt darauf, darüber zu lesen.

    Oh! Das ist schön, das wird ja eine richtige Leserunde zum "Grünen Gesicht" :)


    Zefira

    Du kannst sie ja unter die Überschrift "Die drei ???" stellen :engel: - Die Fragen wären: Warum hab ich sie noch nicht gelesen, was wird mich darin erwarten und warum hab ich Lord Jim damals abgebrochen?


    Ich übrigens auch, Lord Jim hab ich vor langer Zeit mal angefangen aber auch nicht zu Ende gebracht. Wenn Du ihn liest, sag hier bitte Bescheid, ich würde dann spontan entscheiden ob ich mich dranhänge.

    Ich mach auch wieder mit :) , hab eine Resteliste mit den zwei verbliebenen Büchern angemeldet und eine "Klassik Phantastik" - Liste , ich bleib auch hier einem meiner Lieblingsgenres treu und lese (hoffentlich) Werke der klassischen Phantastik.


    Jaqui

    Ein Buch haben wir gemeinsam: "Das Geschlecht der Zukunft - Edward Bulwer-Lytton

    Der Titel ist mir beim Lesen deiner Liste gleich bekannt vorgekommen, ich habs auch auf meinem Sub, vielleicht schaffen wir es ja nächstes Jahr es gemeinsam zu lesen.


    Resteliste


    "Verlorene Illusionen" von Honoré de Balzac (ca. 1840)

    "Das Gemeindekind" von Marie von Ebner-Eschenbach (1887



    Klassik Phantastik


    Die gleissende Welt - Margaret Cavendish (1666)

    Das grüne Gesicht - Gustav Meyrink (1917)

    Das Geschlecht der Zukunft - Edward Bulwer-Lytton

    Undine - Friedrich de la Motte Fouqué (1811)

    Reise zum Mond und zur Sonne - Cyrano de Bergerac (1657)


    finsbury

    Naja... 3 Bücher einer Liste in zwei Jahren find ich jetzt nicht wirklich respektabel gaehn

    Da ist Dein "Don Quichote" definitiv respektabler !



    ***



    Je länger "Väter und Söhne" her ist, desto mehr beschäftigt es mich gedanklich - interessant. Vielleicht schreib ich im neuen Jahr - nach dem ganzen Weihnachts/Silvestertrubel doch noch ein paar Eindrücke zusammen, das Buch wirkt jedenfalls intensiv nach.


    Ich wünsch Euch an dieser Stelle allen friedvolle, schöne Weihnachtstage!  :engel:

    Ich hab es nun tatsächlich noch geschafft "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew in diesem Jahr zu lesen. Ich kann sagen, ich fands, insbesondere im Zusammenhang mit den Informationen über Zeit und Hintergründe, die ich mir parallel dazu erlesen habe interessant und lesenswert, aber ehrlicherweise angemerkt, auch etwas langwierig und manchmal mühsam (insbesondere Basarow hat meine Geduld schon ziemlich strapaziert). Ich hatte wohl auch nicht die nötige Ruhe für das Buch; es noch im Dezember zu lesen war vielleicht nicht die allerbeste aller Ideen. Gleichzeitig bin ich aber froh diese Lese- u. Bildungslücke nun geschlossen zu haben.

    Von meiner 2017'er Länderliste die ich nach 2018 mitgenommen hab sind jetzt noch 2 Bücher übrig.

    Ich möchte mich hier einfach mal bedanken :) . Hab mir schon einige der Hörbücher oder Hörspiele heruntergeladen die hier gesammelt und vorgeschlagen wurden und auch gehört. Zuletzt "Blindband" , dessen Autor ich bisher nicht kannte. Außerdem hab ich über das hier vorgestellte Hörspiel endlich das nur bis zur Hälfte gelesene "Die drei Sonnen" zu Ende gebracht. Ich glaub lesend hätt ich es nicht geschafft. Werde wohl auch den Nachfolgeband eher hören als lesen.

    Ich verliere die Hörspiel/Hörbuch-Seiten der verschiedenen Radiosender immer wieder aus den Augen und bin deshalb ein wirklich dankbarer Abnehmer für die Sammlung hier.

    Danke für den Link zu deiner Buchbesprechung.

    Die "Werbung" mit Lanier hat bei mir so gar nicht gezogen , ich kannte den Herrn bis eben gar nicht, jedenfalls dem Namen nach nicht (irgendwann hab ich mal was über ihn gelesen, aber das fiel mir erst auf als ich vorhin den Namen mal gegoogel hab). Überhaupt finde ich diese Verweise auch immer nicht sehr hilfreich, lese sie auch immer nur sehr flüchtig, ähnlich wie die Verweise bei neuen Fantasy-Büchern in denen auf J.R.R: Tolkien und bei jedem 2. SF-Buch auf "1984" . Werbungsmäßig hat bei mir aber das Cover gut gewirkt glaub ich. Andere Romane des Autors kenne ich nur in ihrer verfilmten Form. Sie fand ich, soweit ich mich noch erinnere schön gemacht, zum Lesen haben mich aber die Themen nicht so gereizt, vielleicht ein Fehler? Ich war jedenfalls überrascht, daß sich der Autor zuvor erstmal mit Zukunftsvisionen befasst hat.

    Wie auch immer, ich freu mich über die Neuauflage dieses Büchleins, das damit aus seinem Schlummer der vergessenen Bücher geweckt, vielleicht auch einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wurde. Inhaltlich auf jeden Fall aktuell und zum richtigen Zeitpunkt.

    Die Maschine steht still

    von E.M. Forster


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    Erstveröffentlichung 1909


    Neu übersetzt von Gregor Runge

    Veröffentlicht am 14.10.2016

    im Hoffmann und Campe Verlag


    80 Seiten



    Erzählt wird die dystopische Geschichte aus der Sicht von Vashti und ihres erwachsenen Sohnes Kuno. Beide leben in einer unterirdischen Welt die seit Generationen komplett von einer Maschine gesteuert wird. Die oberirdische Welt gilt als unbewohnbar. Die Maschine steuert alles, sorgt für das Lebensnotwendige, für die Bedürfnisse und Bequemlichkeit der Bewohner, sie ist Zentrum und Maßstab dieser Welt. Echte zwischenmenschliche Beziehungen sind verpönt, der Körper gilt als unnötig und geradezu anstößig, jeder lebt für sich in seiner "Zelle", drückt auf Knöpfe , produziert "Ideen" und kommuniziert nur noch über die Maschine mit anderen Menschen.


    Mehr möchte ich gar nicht über den Inhalt erzählen, die Geschichte ist so kurz daß ich nicht zu viel vorwegnehmen möchte.


    Die nur 80 Seiten lange Geschichte wurde laut Wikipedia 1909 das erste Mal veröffentlicht . Sie ist flüssig zu lesen, wirkt durch die Kürze vielleicht ein bisschen fragmentarisch, dennoch entsteht ein erstaunlich plastisches Bild dieser unterirdischen, abgeschotteten Welt mit ihren im wahrsten Sinne des Wortes eingekapselten Menschen die komplett abhängig sind von ihrer Maschine, deren Ziel es ist zu "vergeistigen" und - bis auf wenige Ausnahmen - in ihrem starren Weltbild und ihrer Bequemlichkeit verharren ohne auf die Anzeichen von Gefahr zu achten.


    Schlüsse und Parallelen zu ziehen überlasse ich jedem selbst, die erstaunliche Aktualität der Geschichte drängt sich beim Lesen ohnehin geradezu auf. Es verblüfft mich, wie auch in H.G. Wells' "Wenn der Schläfer erwacht" wie vorrausschauend Schriftsteller dieser Zeit gedacht und geschrieben haben, wie genau sie technische Entwicklungen und mögliche, sich daraus entwicklende gesellschaftliche Veränderungen vorhergesehen haben.


    Das Büchlein ist sehr dünn, enthält auch nur diese eine Geschichte und eine sehr kurze Information über den Autor, ist aber wirklich schön aufgelegt, mit Leineneinband und einem passenden, ansprechenden Cover. Für mich eine absolut lohnenswerte Lektüre, auf die ich ohne diese Neuauflage und Übersetzung vielleicht nie gestoßen wäre.


    Im englischen Original ist die Geschichte übrigens frei erhältlich z.B. bei manybook

    Neues Jahr, neues Glück :


    Fünf Klassiker aus fünf verschiedenen europäischen Ländern:


    Rußland: "Väter und Söhne" von Iwan Turgenjew (1861) - gelesen Dez. 2018

    Spanien: "Der Richter von Zalamea" von Calderon de la Barca (1681)

    Frankreich: "Verlorene Illusionen" von Honoré de Balzac (ca. 1840)

    England: "Krieg der Welten" von H.G. Wells (1901)

    Österreich: "Das Gemeindekind" von Marie von Ebner-Eschenbach (1887)



    Evtl. fülle ich die beiden letztes Jahr doch gelesen Rubriken "Spanien" und "England" neu, da muß ich allerdings noch überlegen womit, ich editiere dann gegebenenfalls.