Ja, ich bin nicht sicher, ob man die ganze Geschichte unter dem Gesichtspunkt verstehen könnte, dass Gregor sich körperlich gar nicht verwandelt hat, mir würde aber so eine Interpretation gefallen :zwinker: Würde alles logisch zusammenpassen, dann wäre es für mich tatsächlich so, dass eben nur die Sichtweise der anderen sich verändert (verwandelt) hat. Dafür müsste man aber gerade unter diesen Vorrausetzungen die Erzählung nochmal lesen, dafür habe ich aber im Moment keine Zeit und Lust.
Ist vielleicht gar nicht notwendig - wenn ich mich richtig erinnere, war in einem der Links, die Hubert in den Materialienthread gestellt hat, so eine Art Pro & Contra-Liste, was dafür bzw. dagegen spricht, dass Gregor sich wirklich verwandelt hat. Ich kopiere sie mal hier herein:
Was spricht pro/contra für sein Käferdasein?
pro:
[li]Hin- und Hergerissen zwischen Akzeptanz und Ablehnung seines allfälligen Käferdaseins[/li]
[li]seine Sprach ist nach der Verwandlung unverständlich[/li]
[li]seine Selbstbeschreibung[/li]
[li]die Sekrete und andere Körpersäfte[/li]
[li]die Reaktion seiner Umgebung:[/li]
- Vater verscheucht sich mit dem Stock
- Mutter fällt in Ohmacht
- Prokurist: „Das ist eine Tierstimme.
contra:
[li]seine Denkvorgänge/Gedankenzüge entsprechen denen eines Menschen:[/li]
- in Bezug auf seine Arbeit
- bezüglich der Reaktion seiner Mitmenschen
[li]Sprache zu Beginn der allfälligen Verwandlung noch für seine Mitmenschen verständlich[/li]
[li]seine Körpergrösse[/li]
[li]die Reaktion seiner Umgebung:[/li]
- Es wird nicht so reagiert, als wäre es nicht Gregor
- Er wird nicht explizit als Käfer bezeichnet