Maritime Literatur

  • Hallo Maria

    Eine karge Sprache. Hat mir gut gefallen.


    dito! Bisher ihr bestes. Vom "grünen Akkordeon" war ich ein bisschen enttäuscht. Die Kurzgeschichten allerdings, anlässlich der Verfilmung von "Brokeback Mountain" veröffentlicht sind meist sehr schön, weil auch von dieser kargen Sprache.


    Hg
    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Hallo zusammen,


    ich hatte kürzlich dieses Buch in den Händen. Konnte mich aber noch nicht dazu entschließen es zu kaufen:


    Kipling: Über Bord
    MAREBUCHVERLAG; Auflage: 1 (17. September 2007)


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    Auszug:
    Der deutsche Schriftsteller Gisbert Haefs präsentiert in der marebibliothek Kipling und seinen Roman Über Bord als wichtigen Teil der Weltliteratur schon Ezra Pound, James Joyce, Bertolt Brecht und Jorge Luis Borges haben sich vehement für diesen Autor engagiert. In englischen Zitatenlexika ist Kipling nach Shakespeare und der Bibel der Autor mit den meisten Einträgen. Haefs Neuübersetzung und ausführlicher Eingangsessay enthält eine biographische und literarische Würdigung Kiplings, die das sträfliche Vorurteil von Kipling als hässlichem Imperialisten und harmlosem Kinderbuchautor glänzend widerlegt.


    Viele Grüße
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • DER Verfasser maritimer Literatur war Herman Melville.


    Nicht nur wegen des bekannten Moby Dick, sondern auch wegen der Reiseberichte Typee und Omoo, und, natürlich wegen des Vorläuferromans zu Moby Dick, "Mardi, and a Voyage thither". Seit 1997 gibt es hiervon eine wunderschöne zweibändige Hardcover-Ausgabe bei Achilla Presse, und seit kurzem auch eine Taschenbuchausgabe bei btb. "Benito Cereno" und "Billy Bud" wurden hier schon genannt, und auch im "Israel Potter" nimmt die Seefahrt einigen Raum ein. Dazu die zu den Piazza Tales gehörende Kurzgeschichtensammlung "The Encantadas" über eine Reise zu den Galapagos-Inseln: ich kenne niemanden sonst, der die Faszination, die Eigenheiten und Beschwerlichkeiten der Seefahrt unter Segeln so anschaulich und bewegend schildert. Hat sich hier schon einmal jemand klargemacht, was es heißt, wochen- und monatelang mitten auf dem Pazifik in einer Flaute zu liegen? Oder wochenlang mit Wind und Strömungen zu kämpfen, um einen Inselarchipel zu erreichen, den man bereits in Sichtweite hat - und schließlich doch erfolglos umzukehren, weil die Wasservorräte an Bord zu Ende gehen?


    Grüße,


    Gronauer




    Gronauer

  • Die Prosa mit Meer, die ich kenne, wurde bereits komplett genannt. Aber mir fallen auch noch ein paar Gedichte ein. Z.B. "Das Sklavenschiff" von Heine oder "Der Fischer" von Goethe. Oder das Meer als Metapher, etwa in "Wie man sich irren kann" von Kathinka Zitz.


    Schöne Grüße
    Tia

  • Hier ein paar weitere Vorschläge:


    Das Meer in gefrorenem Zustand: Ransmayrs Die Schrecken des Eises und der Finsternis


    Und wer's lieber etwas wärmer mag: In the South Seas von R.L. Stevenson (deutsch: In der Südsee)


    Schon genannt wurde Jules Verne als Autor, aber nicht dessen Werk Zwanzigtausend Meilen unter den Meeren


    Gruss


    Uhu

    Das Universum, das andere die Bibliothek nennen [...] (J.L. Borges, Die Bibliothek von Babel)

  • Und wer's lieber etwas wärmer mag: In the South Seas von R.L. Stevenson (deutsch: In der Südsee)


    Dabei handelt es sich, genau betrachtet, allerdings nicht um einen Roman, sondern um einen Reisebericht. :zwinker:

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

  • Jetzt ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert,
    Sommer ist was in deinem Kopf passiert
    (Wise-Guys) :breitgrins:


    naja, noch nicht ganz Sommer. Aber Zeit für eine kleine Meeresbrise; dazu fällt mir noch das chaotische, aber sympathische Ehepaar Brasen ein, das ein Hotel an der Ostküste Jütlands unterhält, in Herman Bangs Erzählung "Sommerfreuden".


    Außerdem:
    Islandfischer von Pierre Loti

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    (habe ich noch nicht gelesen, liegt im SUB)


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

    Einmal editiert, zuletzt von JMaria ()

  • Zwar nicht klassisch, aber mit literarischem Anspruch:


    John Grisemer: Rausch


    Viel Atlantik und zugleich eine gute Einführung in die Geschichte der Fernkabelkommunikation.


    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Hi, möchte gern was großes hinzufügen: Tetralogie von Walentin Katajew "Die Wellen des Schwarzen Meeres", vor allem das erste und berühmteste Teil "Es blinkt ein einsam Segel" (übrigens die erste Zeile des Lermontow-Gedichtes). Eine Geschichte, die zwei Jungs aus Odessa im Jahre 1905 (erste Revolution in Russland, eine Generalprobe für Oktober 1917) passiert ist, unmittelbar nach der Meuterei auf dem Panzerkreuzer Potemkin. Eine abenteuerliche Geschichte, aber jede Menge Meer und Salz hat, eine Liebeserklärung an Südliche Palmira abgibt et ca... Hervorragende Kinderlektüre! Kann Katajew überhaupt als einen von besten empfehlen, die im 20. Jahrhundert auf Russisch geschrieben hatten. Drei mal darf die verehrte Gemeinschaft raten, wen ich gerne auf Platz 1 stellen würde?
    MFG


  • Hallo,


    wenn's nicht ein dicker Roman sein muß - "Taifun" von Joseph Conrad.
    Genauso schrecklich, "Von Dienstag bis Dienstag" von Richard Hughes - bleibt für immer im Gedächtnis, besonders wenn man sich auf einen Ozean begibt, denn Taifun segelt wenigstens noch, hier wird aber schon gedampfschifffahrt.



    es gibt Neuübersetzungen zweier Romane von Richard Hughes:


    In Bedrängnis

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    Orkan über Jamaica

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    Und der italienische Klassiker "Horcynus Orca" von Stefano D'Arrigo (Autor), Moshe Kahn (Übersetzer) sei auch noch erwähnt.

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    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)