Literaturverfilmungen

  • Hallihallo,


    vielleicht haben es einige von euch schon mitgekriegt: Für Literaturschock bastele ich gerade eine Seite, die Literaturverfilmungen vorstellt. Bisher sind 121 Filme online und ich bin immer noch auf der Suche nach weiteren Informationen.


    Vielleicht fällt euch ja noch etwas ein? :-)


    Liebe Grüße
    nimue


    Literaturverfilmungen


  • ***
    Hoi nimue.


    MRR in "Mein Leben" sagte: "Ich liebe Theater zu schauen als Kino, weil ich Wörter liebe als Bilder".


    kb

  • Hallo kb,


    Zitat

    MRR in "Mein Leben" sagte: "Ich liebe Theater zu schauen als Kino, weil ich Wörter liebe als Bilder".


    Wie gut, daß ich Ranicki überhaupt nicht leiden kann ;-)
    Was ist denn DEINE Meinung zu Literaturverfilmungen? Ich finde es nämlich schade, daß immer wieder Ranicki angeführt wird, und so viele ihre Meinung danach ausrichten, was dieser selbsternannte Papst vorgibt.


    Liebe Grüße
    nimue

  • Naja, Verfilmungen kommen fast nie an Bücher heran, sie sind meist eher leicht verdauliche Light-Versionen der Vorlage.
    Trotzdem gibts Filme, deren Vorlage ich schätze und die ich angemessen umgesetzt finde - z.B. "Lolita" von Kubrick, "Vom Winde verweht", "Rebecca", "Quo Vadis" ...
    Kam sogar schon - wenn auch extrem selten - vor, dass ich eine Verfilmung besser fand als die Vorlage - bei "Die Vögel" von du Maurier zum Beispiel.

  • Hallo allerseits,


    ich war gerade sehr erstaunt, als ich Daten für meine Termindatenbank gesammelt habe. Heute habe ich über 100 TV-Termine erfasst und da könnte einiges Interessantes für Euch dabei sein. Von Thomas Mann, Jean Paul, Heinrich Böll, Paul Auster, Wilhelm Hauff und vielen anderen ist fast alles dabei!


    Ich werde mir demnächst jedenfalls ein paar TV-Sendungen gönnen, obwohl ich gar nicht so oft vor der Kiste sitze. Bis heute wusste ich gar nicht, dass es so viele unterschiedliche Literaturmagazine gibt.


    Liebe Grüße
    nimue

  • Nimue hat geschrieben:
    Für Literaturschock bastele ich gerade eine Seite, die Literaturverfilmungen vorstellt. ...ich bin immer noch auf der Suche nach weiteren Informationen.


    Hallo Nimue,
    ich habe mir die Liste der Literaturverfilmungen (Klassiker) angesehen und mir sind spontan noch einige Verfilmungen eingefallen:


    „Schuld und Sühne“ nach Dostojewskij mit Ben Kingsley, Julie Delphy und Patrick Dempsey (dies ist die letzte Verfilmung dieses Romans der vorher mindestens schon zehn Mal verfilmt wurde. Wenn es interessiert, kann ich noch einige Verfilmungen dieses Romans nennen?)


    „Die Brüder Karamasoff“ nach Dostojewskij mit Maria Schell und Yul Brynner.


    „Der Glöckner von Notre-Dame“ nach Victor Hugo mit Gina Lolobrigida und Anthony Quinn (Verfilmung von 1956; Regie: Jean Delannoy)


    „Das Treibhaus“ nach Wolfgang Koeppen (Film von Peter Goedel mit Christian Doermer, Hanns Zischler und Rüdiger Vogler)


    „Alexis Sorbas“ nach Nikos Kazantzakis mit Anthony Quinn in der Titelrolle (Film von 1964; Regie: Michael Cacoyannis; Musik Mikis Theodorakis)


    „Lolita“ nach Vladimir Nabokov mit James Mason, Marianne Stone und Sue Lyon als Lolita (Film von 1961; Regie: Stanley Kubrick)


    „Lolita“ nach Vladimir Nabokov mit Jeremy Irons, Melanie Griffith und Dominique Swain als Lolita (Film von 1997; Regie: Adrian Lyne)


    Gruß


    Hubert

  • Hallo Nimue,


    Mir sind noch zwei klassische Literaturverfilmungen von „Effi Briest“ nach Theodor Fontane eingefallen. Diese sind im Lesevorschlag „Effi Briest“ aufgeführt.


    Gruß


    Hubert

  • Hallo Nimue,
    Mir sind noch einige Verfilmungen zu Werken von Th. und H. Mann eingefallen:


    Die bekanntesten Filme nach Werken von Thomas Mann sind


    1. Tod in Venedig von 1970 von L. Visconti mit der Musik von Gustav Mahler und
    2. Der Zauberberg von 1981


    Aber auch die folgenden Verfilmungen sind nicht zu verachten:


    3. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull mit Horst Buchholz und Liselotte Pulver (Regie Kurt Hoffmann von 1957)
    4. Lotte in Weimar von 1974 mit Jutta Hoffmann, Katharina Thalbach und Lilli Palmer als Lotte
    5. Die Buddenbrooks mit Ruth Leuwerik als Elisabeth, Martin Benrath als Johann jun. und Carl Raddatz als Johann sen. (Regie: Franz Peter Wirth von 1978)
    6. Dr. Faust mit Jon Finch, André Heller, Gerhard Polt und Gaby Dohm (Regie Franz Seitz von 1982)
    7. Mario und der Zauberer mit Julian Sands als Prof. Fuhrmann und Anna Galiena als Rachel Fuhrmann (Regie: Klaus Maria Brandauer von 1994)


    Und auch die zwei bekanntesten Romane von Heinrich Mann sind verfilmt:


    1. Der Untertan mit Werner Peters als Diederich Hessling (1951 von Wolfgang Staudte)
    2. Professor Unrat unter dem Filmtitel „Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich als Lola und Emil Jannings als Prof. Rath (1930 von Josef von Sternberg)



    Übrigens: um meinen Wohnort geogr. noch etwas genauer zu beschreiben: ich wohne im Renchtal (Umso schlimmer, dass ich Grimmelshausen noch nicht gelesen habe)


    Liebe Grüße


    Hubert

  • Hallo Hubert,


    Du gibst mir ja ganz schön viel zu tun ;-)
    Vielen Dank! Ich finde es aber auch klasse, dass man hier mal die ganzen Literaturverfilmungen nachlesen kann.


    Zitat

    Übrigens: um meinen Wohnort geogr. noch etwas genauer zu beschreiben: ich wohne im Renchtal (Umso schlimmer, dass ich Grimmelshausen noch nicht gelesen habe)


    Naja, ich habe nur eine ganz leich bessere Ausrede: Ich bin aus dem Achertal :-)


    Liebe Grüße
    nimue

  • hallo zusammen,


    ich muss meine facharbeit zum thema buchverfilmung schreiben und bin grade auf der suche nach einem buch, das sich dafür eignet. ich möchte ein klassisches buch nehmen. mir wäre es wichtig, dass ein wesentlicher aspekt des buches im film weggelassen wurde.
    kennt jemand ein solches buch mit dazugehörigem film, ich verzweifle nämlich langsam, weil es entweder nur spitzenverfilmungen gibt oder ganz schlechte...
    ich würde mich freuen, wenn ihr mir da weiterhelfen könntet


    chrissi; e-mail: chrissipl@gmx.de

  • Hallo Hubert,
    im letzten Jahr habe ich mich mit "Schuld und Sühne" beschäftigt. Daher bin ich an Verfilmungen dieses Buches interessiert. Kannst du mir eine gute empfehlen?


    Gruß
    Erika

    Wer Klugheit erwirbt, liebt das Leben und der Verständige findet Gutes.
    <br />Sprüche Salomo 19,8

  • Hallo Erika,


    was ist eine gute Verfilmung? Ich z.B. erwarte nicht, dass ein Film alle Aspekte eines Buches wiedergibt und würde einen Film, der solches versucht, da zum Misslingen verurteilt, eher schlecht finden. Also nicht eine gute Verfilmung, sondern Verfilmungen, die das Ansehen (unter den verschiedensten Aspekten) lohnen:


    1910 Rußland: „Prestuplenie i Nakazanie“ (Regie: Wassil Gontscharow)
    1913 Rußland: „Prestulplenie i Nakazanie“ (Regie und Darsteller des Porfiri: I. Wronski)
    1916 Ungarn: „Raskolnikov“ (Regie: Alfred Deesy)
    1923 Deutschland: „Raskolnikow“ (Regie und Drehbuch: Robert Wiene)
    1935 USA: „Crime and Punishment“ (Regie: Josef von Sternberg)
    1935 Frankreich: „Crime et Chatiment“ (Regie und Drehbuch: Pierre Chenal)
    1956 Frankreich: „Crime et Chatiment“ (Regie: Georges Lampin)
    1959 BRD: „Raskolnikoff“
    1970 UdSSR: „Prestuplenie i Nakazanie“
    1998 USA: “Schuld und Sühne” (deutscher Titel) Regie: Joseph Sargent


    Eher abraten würde ich von Verfilmungen wie z.B. „Sonja and the Madman“ (ägypt. Verfilmung von Schuld und Sühne)


    Gruß


    Hubert

  • Hallo Chrissi,


    da gute Bücher immer auf mehreren Ebenen gelesen werden können, Verfilmungen (auch gute) aber nur eine Ebene wiedergeben, fehlt im Film immer ein wesentlicher Aspekt. Wenn ich diese Arbeit zu schreiben hätte, würde ich „Die Brüder Karamasow“ wählen, weil ich es für Dostojewskijs besten Roman halte und von der Verfilmung mit Yul Brynner als Dimitri und M. Schell als Gruschenka begeistert war. Da diese Verfilmung aber schon sehr alt ist, schlage ich Dir „Schuld und Sühne“ von Dostojewskij vor. Dieser Roman wurde zuletzt 1998 verfilmt (Mit Ben Kingsley als Porfiri und Julie Delphy als Sonja). In der Arbeit könnte man darlegen wie die religiösen Aspekte des Romans im Film zurückgedrängt werden zugunsten von Elementen der Kriminalgeschichte. Auffallend ist z.B. bei fast allen Verfilmungen dieses Romans, dass nicht Raskolnikoff, sondern Porfiri am besten besetzt ist. (siehe in dieser Hollywood-Verfilmung: Ben Kingsley; in einer deutschen Verfilmung von 1959: Paul Verhoeven als Porfiri und in einer franz. Verfilmung von 1956 (Crime et Chatiment) Jean Gabin als Porfiri)


    Viel Spaß bei der Arbeit


    Hubert

  • Hallo zusammen


    Persönlich sind mir Verfilmungen diverser Komödien (Oscar Wilde, Shakespeare, Theater: Goldoni, Aristophanes: Lysistrate usw.) lieber, da werde ich weniger enttäuscht, als wenn ich hohe Erwartungen in eine Verfilmung von Tragödien setze. Wie letztens die "Fabian" Verfilmung, den ich nicht zuende geschaut habe.


    Vielleicht vergibt der Zuschauer eher "Fehler" wenn er amüsiert wird? :rollen:

    LG Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Mir fällt da spontan noch die Verfilmung von Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" als "Eyes wide shut" von S. Kubrick, mit einem schrecklichen Tom Cruise und einer guten Nicole Kidman ein. Im grossen und ganzen bisher die einzige Verfilmung (vielleicht neben Herr der Ringe) die mich überzeugen konnte.

  • Hallo zusammen!


    "JMaria" schrieb:

    Persönlich sind mir Verfilmungen diverser Komödien (Oscar Wilde, Shakespeare, Theater: Goldoni, Aristophanes: Lysistrate usw.) lieber, da werde ich weniger enttäuscht, als wenn ich hohe Erwartungen in eine Verfilmung von Tragödien setze. Wie letztens die "Fabian" Verfilmung, den ich nicht zuende geschaut habe.


    Vielleicht vergibt der Zuschauer eher "Fehler" wenn er amüsiert wird? :rollen:


    Eher nein. Aber Du vergleichst hier Theater mit Romanen. Ersteres ist von der Technik, der Kunst her dem Film doch nach wie vor sehr ähnlich. Romane hingegen arbeiten mit Techniken, über die ein Film nur unzureichend oder gar nicht verfügt. Insofern möchte ich behaupten, dass es gar keine guten Literaturverfilmungen gibt. Es mag gute Filme nach guten Büchern geben (meist sind es ja schlechte Filme nach schlechten Büchern ...), aber dann verlässt der Film die Vorlage meist in einem Ausmass, dass ich das Wort "Verfilmung" nicht mehr verwenden würde.


    Das Gleiche gilt natürlich auch umgekehrt. Einen wirklich guten Film kann ich nicht als Roman wiedergeben.


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus


  • Hallo Sandhofer
    jetzt wo du es erwähnst, fällt mir es auch auf, dass ich Theater und Roman in einen Topf werfe.


    Was hältst du von den ziemlich neuen Shakespeare Verfilmungen wie z.B.
    Viel Lärm um Nichts oder Was ihr wollt. Falls du sie gesehen hast, heißt das.


    Ich habe eine Schwäche für solche Verfilmungen.


    LG Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Hallo JMaria!


    "JMaria" schrieb:

    Was hältst du von den ziemlich neuen Shakespeare Verfilmungen wie z.B.
    Viel Lärm um Nichts oder Was ihr wollt. Falls du sie gesehen hast, heißt das.


    Leider nicht. Mal schauen, ob ich mir irgendwo die DVD ausleihen kann. Die letzte Shakespeare-Verfilmung, an die ich mich noch erinnere, war wohl Polanskis Macbeth.


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

  • Mein Anspruch an eine gute Literaturverfilmung ist, dass die Botschaft / der Kern des Buches erhalten bleibt, der Film aber auch alleine stehen kann.


    Von daher ist (lustigerweise) die beste mir bekannte "Literatur"verfilmung
    Gone with the Wind mit Vivien Leigh als Scarlett O'Hara, Clark Gable als Rhett Butler, Olivia de Havilland als Melanie Hamilton; Regie: Victor Fleming, Drehbuch: Sidney Howard.


    Ansonsten fällt mir noch ein:


    The Quiet American (Graham Greene) mit Michael Caine, Brendan Fraser u.a. (2002)
    The Quiet American (1958) mit Audie Murphy, Michael Redgrave, Claude Dauphin u.a.


    Viele von Shakespeares Spielen sind ja verfilmt worden (The Tempest, A Midsummer Night's Dream...), am bekanntesten ist vermutlich
    Romeo and Juliet mit Clare Danes, Leonardo DiCaprio
    aber auch die Verfilmung von 1968 ist beeindruckend, mir gefiel sie fast besser als die neue. Und der Film war damals ein Sensationserfolg; der Regisseur Franco Zeffirelli hatte mit Leonard Whiting und Olivia Hussey zwei total unbekannte Schauspieler für die Hauptrollen ausgesucht.


    Neulich habe ich festgestellt, dass es auch einen Schwarz-Weiß-Film zu Kabale und Liebe gibt, der hat mich aber nicht so vom Hocker gerissen.


    Viel Erfolg mit der Datenbank wünscht
    Nightfever