Beiträge von b.a.t.
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Ich verstehe, warum du das machst, ich bin aber eine ganz schlechte Parallelleserin. Ich lesen höchstens nebenher Lyrik oder Sachbücher. Sehr selten zwei Romane. Ich versuche auch begonnene Bücher fertig zu lesen. Ich lege sie nicht beiseite, wenn ich mir schwer damit tue aus welchem Grund auch immer. Generell versuche ich, das was ich lese so auszusuchen, dass ich mir relativ sicher bin, dass es mir halbwegs gefällt. Vielleicht ist das wenig abenteuerlustig
Bis jetzt bin ich ganz gut damit gefahren.
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Liebe finsbury ich habe das Buch fertig gelesen. Den zweiten Band werde ich wahrscheinlich nicht mehr lesen. 1000 Seiteh haben gereicht
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Meine Leseerfahrung war, dass viele Bilder im Kopf wieder aufgetaucht sind, die Jahre lang verschollen waren. Ich mag Musils Sprache und vor allem seinen Humor. Ich muss zugeben, das kapitelweise Schreiben war mir zu anstrengend. Du ziehst das ja beinhart durch. Mir ist das Ganze dann zu zerpflückt. Ich bin aber froh, dass du mich überzeugt hast, das Buch nochmals zu lesen. Es war eine absolute Bereicherung für mich.
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Oh wow, das sieht gar nicht gut aus.
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Ich schließe mich hier an, ich bin auch etwas hinten dran, wie ich bereits befürchtet habe. Ich steck in zu vielen Leserunden
Aber ich lese auch weiter, und mich stört es ganz und gar nicht, wenn du hier schreibst finsbury Ich finde es sogar gut, Diskussionen können ja auch später entstehen. Ich möchte auch weitermachen, langsam allerdings )
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Mein Exemplar ist auch heute eingetrudelt. Ist ja nur ein Heftchen, aber ich habe es nur in dt. Übersetzung gelesen.
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Danke Leibgeber für den Hinweis. Ich hab mir auch ein Exemplar bestellt. Bin schon gespannt
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was mir nun, im Zustand der Freiheit, viel öfter gelingt als früher zu Zeiten der Fron.
Das Leben im Feudalstaat Deutschland muss schwer sein
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Lauterbach der letzte Marquez ist nicht so empfehlenswert. Lieber ein älteres Buch von ihm lesen. Es ist nur ein Fragment und ein Entwurf aber kein fertiger Roman.
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Hehe - du hast in den 70ern Gruppenbild mit Dame gelesen, ich Bilderbücher
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Walter Kappacher ist verstorben,
Ich habe Trakls letzte Tage und Mahlers Heimkehr von ihm gelesen. Fand es sehr interessant.
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Ob Nietzsche das Urheberrecht hat weiß ich nicht, er schreibt zumindest darüber. Ich glaube, das ist auch eine Frage des Zeitgeist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert. Weg von allgemeingültigen Thesen zu individualisierte Ansichten. Er baut da auf die Dialektik von Hegel auf.
Auch in der Politik, der Nationalismus in Deutschland (Dt. Reich) wurde sehr gefördert. Was Deutsche von anderen unterscheidet wurde hervorgehoben, weil es das gesamte Land an sich noch nicht gab vorher, Es war ja ein Fleckerlteppich von kleineren und größeren Herrschaften.
In Österreich war das genau umgekehrt. In der Monarchie führte der Nationalismus zum Zerfall des Reiches. Das Ganze nur noch schwach zusammengehalten durch einen alternden Monarchen. Im Laufe des 19. JH bröckelten immer mehr Gebiete ab. Kakanien ist dem Untergang geweiht, es gibt zu viele Männer und Frauen ohne Eigenschaften.
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Danke finsbury, mittleweile aus Südfrankreich (nähe Perpignan)
Wenn ich das so ad hoc richtig zusammenbekomme ist nach Nietzsche jede Art von Wahrnehmung und Wirklichkeit perpektivisch. D.h. Wirklichkeit kann nur aus der jeweiligen Sicht bzw. Perspektive des Individuums erkannt werden. Somit ist jegliche Erkenntnis perspektivisch. Das Allumfassende und allgemein Gültige wurden damit abgelehnt.
Es gibt dann bei Nietzsche unterschiedliche Perspektivarten und die Interpretation derer ist bis heute umstritten. Was ja den Reiz der Philosophie auch ausmacht .) Nietzsche scheint sich zwischendurch auch selbst zu widersprechen, somit bleibt der Diskurs lebhaft.
in kurzen Worten für uns zusammenfassen könntest, wozu man sonst ganze Bücher lesen muss.
Muss man nicht, ist nur so ein auf neudeutsch Walk down the memory lane und aus meiner Perspektive geschrieben. Ich hab ja damals eine Fachbereichsarbeit geschrieben über Nietzsches Frauenbild und habe mich viel mit seiner Philosophie beschäftigt und auch damals den Mann ohne Eigenschaften gelesen.
Musil kritisiert, dass nur die Subjekt-Ebene betrachtet wird und die Objektebene außer acht gelassen wird. Objektivität ist auch in einem gewissen Maße nötig - z.B. in den Naturwissenschaften.
Der Mann ohne Eigenschaften ist subjektiv nicht erfolgreich, hat nichts was besonders heraussticht, allerdings im objektiven großen Ganzen der Gesellschaft ist er ein funktionierendes Mitglied. Der Gegensatz ist Individualität vs. Gesamtheit.
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Ich habe das eigenschaftslos darauf bezogen, dass er ja drei Versuche gestartet hat ein bedeutender Mann zu werden, aber alle drei Versuche sind irgendwie gescheitert, weil er nicht die dazu nötigen Eigenschaften besaß.
Zu Nietzsche und dem Perspektivisumus und die Umkehr davon kann ich gerne ein paar Zeilen schreiben, allerdings erst in den nächsten Tagen. Ich nehm das Buch ja mit in den Urlaub (anders als geplant eine ganze Büchertasche
)
Heute Abend noch 16 Stunden Autofahrt und wenn ich danach wieder aufnahmefähig bin, scherib ich was dazu. -
Ich bin auch nur sehr langsam unterwegs, hab kaum Zeit zum Lesen derzeit. Ich merke aber immer wieder, dass ich déja vus habe. Die Anspielungen auf Nietzsches Perspektivismus und die Notizen die ich mir damals dazu an den Rand geschrieben habe tauchen wieder auf.
Bislang konnte ich mich zurückhalten und nicht zu "Menschliches allzu Menschliches" und Hegels "Phenomenologie des Geistes" greifen. Ich bin mir sicher, dass ich mich darin verliere und ich dann das nächste halbe Jahr nichts anderes mehr lese.
Die ersten 14 Kapitel habe ich durch, aber morgen geht es 16 Stunden mit dem Auto in den Süden,ich schleppe das Buch nun doch mit, werde es aber auch wie pengulina langsam lesen.
Ulrich ist in allen seinen Versuchen, in denen er herausragende Leistungen bringen wollte gescheitert. Seine Eigenschaften zum Wesentlichen und zum Ruhm sind nicht vorhanden.
Lokale Begebenheiten haben mich amüsiert. Die Theresianische Akademie gibt es ja heute noch. Ist eine Art Elitegymnasium in Wien. Die diplomatische Akademie ist auch am Campus der Schule. Dass er da rausgeflogen ist, ist nicht verwunderlich. Nur die besten gehen aus der Schule hervor und die meisten werden berühmt, wenn sie es darauf anlegen. Eigenschaftslos geht es dann leider nur noch in die Militärakademie. Das Habsburgerreich war aber eher berühmt für die strategischen Hochzeiten, weniger für die militärischen Errungenschaften. Gerade gegen Ende des 19. JH wurde ja schon ein großer Teil des Reichs in unnötigen Schlachten verloren. Viele der Beteiligten waren eigenschaftslose ähnlich wie Ulrich.
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Ich hätte einen Vorschlag für einen Wissenschafter, allerdings erst 8 Jahre nach deinem Cut-Jahr erschienen
Ray Bradbury - Fahrenheit 451
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Auch von mir ein herzliches Willkommen.
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Das stimmt, Stifter ist zu sanft für Schlachten )
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Zefira Stifter ist seeeeehhhhhrrr langsaaaaaam.
Ich habe vor langer Zeit "Bunte Steine" gelesen und Bergkristall
Damals ich war so in den frühen 20ern hat es mich viel Überwindung gekostet mich durch zu quälen, ich habe es aber für ein Seminar gebraucht. Was ich schon witzig fand war seine Vorrede, in dem er sich auf Hebbels Kritik an den "Naturbeschreibern" bezieht.
Ist aber schon lange her und ich habe Stifter in anstrengender Erinnerung
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Auch von mir ein Willkommensgruß pengulina. Schön dass du gleich beim Mann ohne Eigenschaften mitmachst. Dieses Projekt wird uns alle noch länger beschäftigen.