Beiträge von Monolith

    Hallo zusammen!


    Ich habe "Verbrechen und Strafe" beendet und möchte einfach mal meinen Gesamteindruck schildern, bei dem ich bestimmt vergessen werde, viele Punke aufzuzählen, die mir beim Lesen des Romans durch den Kopf gegangen sind, denn es sind wirklich sehr viele Dinge, die ich besonders, oder einfach erwähnenswert fand.


    Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich den Roman wirklich gut fand. Die Sprache, die Swetlana Geier bei ihrer Übersetzung verwendet hat; die Art, wie die Dinge beschrieben wurden, z.B. Raskolnikows Delirium und auch der Tathergang, zu dessen Zeitpunkt ich mich noch gar nicht mit der Figur Raskolnikows identifiziert hatte, aber auch die Art, wie die anderen Personen dargestellt wurden, so z.B. Swidrigajlow, dessen Selbstmord man schon vorrausahnte; das alles fand und finde ich wirklich gelungen.


    Auch von der Thematik her fand ich den Roman ansprechend, denn es war das erste Buch dieser Art, das ich gelesen habe und ich denke nicht, dass es das letzte gewesen sein wird :zwinker:.


    Und zu guter Letzt einfach Dostojewkijs Stil, den wir uns zwar nicht im russschen Original :zwinker: zu Gemüte geführt haben, den ich aber trotzdem wirklich ansprechend fand, auch eben dieser Dinge (s.o.) wegen. Aber auch die Art, wie Raskolnikow geschildert wurde, der Versuch, sein Verhalten zu beschreiben, das ich, zugegeben nicht immer ganz nachvollziehbar fand, ist meiner Meinung nach gelungen.


    Trotz dieser positiven Dinge muss ich gestehen, dass ich elendig lange für diesen Roman gebraucht habe, dass ich, wenn ich gelesen, dies zwar immer gerne getan habe, doch gefesselt wurde ich nicht. Es war also nicht so, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.


    HG, Monolith

    Hallo,


    ob meine Lehrerin katholisch ist, weiß ich nicht :breitgrins: Aber bei uns an der Schule (bin mir nicht sicher, aber vielleicht auch in ganz NRW) wird leider kein Altgriechisch unterrichtet, also kann man sich dann riesig freuen, wenn man hoffentlich irgendwann einmal sein Latinum erhält. Von Hebraicum ganz zu schweigen, Altgriechisch ist hier bei uns schon sehr exotisch :zwinker:


    Die Odyssee gehört genauso wie der Gallische Krieg (auf jeden Fall ein Teil davon) zum Standardprogramm unserer Schule und muss gelesen werden


    Liebe Grüße, Monolith

    Hallo,


    Herzlich Willkommen :winken:
    Ich bin noch Schülerin und fange erst mit den Klassikern an. Die Odyssee kommt bei uns in latein auch demnächst dran :zwinker:


    HG, Monolith

    Abend zusammen!


    Bin jetzt gerade auf Seite 356/Geier angekommen; Raskolnikow ist bei Porfirij zu Besuch.
    Besonders gelungen finde ich R.s Ausführungen über seinen Artikel, der Porfirij ja besonders zu interessieren scheint. An dieser Stelle wird noch einmal deutlich, warum Raskolnikow diesen Mord an Aljona Iwanowna beging, auch ein großer Teil seiner Gesamteinstellung wird untersucht, indem Dostojewskij ihn erzählen lässt. Meiner Meinung nach wirklich gelungen, mal gucken, wie es weiter geht... :lesen:


    Gruß, Monolith

    Auch von mir ein "Herzlich Willkommen" :winken:


    Sooooo lange bin ich auch noch nicht dabei, habe aber im Großen und ganzen die gleichen Erfahrungen wie Astrid gemacht.


    Viel Spaß hier!


    HG, Monolith

    Hallo zusammen!


    Stoerte : Vielen Dank für die Stelle, den ersten Teil kann ich jetzt auf den Roman beziehen, Schuld, Verhör etc. Ich denke, dass das beim zweiten Teil auch möglich sein wird, allerdings muss ich noch ein bisschen weiterlesen :smile:



    Das Buch hat mich von Anfang an sehr gefesselt, wobei ich besonders überreascht oder auch erleichtert war, wie leicht sich der Roman lesen lässt, da er immerhin schon gut 130 Jahre alt ist.


    Ja, das finde ich auch. Ich habe als einen meiner ersten Klassiker "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch gelesen und fand das Buch, wenn ich ehrlich sein soll, ziemlich schwierig. Deshalb war ich etwas skeptisch, als ich mich an Dostojewskij begeben habe, aber "Probieren geht über Studieren" :zwinker:, der Roman lässt sich meiner Meinung nach wirklich ausgezeichnet lesen, allerdings weiß ich nicht, ob das jetzt an Dostojewskijs Stil oder an Geiers Übersetzung liegt...


    Viele Grüße, Monolith

    Hallo,



    Die Paranoia verstehe ich auch, nachdem man etwas angestellt hat, glaubt man jederman, der einem begegnet, weiss es. Jeder der einen anschaut, hat einen "wissenden Blick".


    Ja, die Paranoia...
    Ich bin jetzt im zweiten Kapitel des zweiten Teils und will gleich vorneweg sagen, dass auch durch meine Hand noch niemand sein Ende gefunden hat :zwinker:
    Das Innenleben Raskolikows kann ich auch sehr gut nachvollziehen, obwohl ich nicht verstehen kann, dass er das Risiko, ein solches Verbrechen zu begehen auf sich genommen hat, als er noch Zweifel hatte und noch nicht einmal an sein Vorhaben geglaubt hat. Aber im Laufe der Gescgichte wird ja auch erwähnt (tut mir leid, ich kann die Stelle nicht finden :redface:), dass er die Tat nie begangen hätte, wenn alle Zweifel beseitigt gewesen wären. Haltet ihr Raskolnikow für abgebrüht oder verzweifelt?


    Gruß, Monolith

    Hallo,


    Auch von mir ein ganz herzliches Willkommen :winken:
    Ich hab mich auch gefreut, so viele Leseratten auf einem Haufen zu finden. Das ist wirklich toll, oder?


    HG, Monolith

    Hallo,



    "Schuld und Sühne" (bzw. "Verbrechen und Strafe") wurde 1906 von E. K. Rahsin übersetzt
    und gilt mit der Geier-Übersetzung zu den besten :zwinker: .


    1906, die ist ja schon etwas älter, was aber bestimmt nicht schlechter heißt :zwinker:
    Ich habe mal "Swetlana Geier" gegoogelt und meine ,ihre Übersetzung wäre zum ersten Mal 1993 im Züricher Ammann-Verlag erschienen.


    Gruß, Monolith

    Hallo,


    Welche von beiden Übersetzungen ist wohl Original-getreuer ? :breitgrins:


    Ja... :breitgrins:
    Obwohl der vulgäre Ausdruck, na ja, nicht besonders schön ist, muss ich sagen, dass "Pflanze" irgendwie merkwürdig klingt... :breitgrins: Von wann ist eigentlich die Rashin- Übersetzung?


    Was haltet ihr eigentlich von der Beschreibung des Alkoholkonsums der Bevölkerung? Es wird ja ziemlich nebensächlich erwähnt (etwa: "... und wieder kamen einem auf Schritt und Tritt Betrunkene entgegen."). Weiß jemand, wie nah das an der Wahrheit liegt?


    HG, Monolith