Was lest ihr gerade?

  • Irgendjemand - ich habe vergessen, wer und wo; es war nicht hier - machte mich auf den Romanzyklus "Das Büro" von J.J.Voskuil aufmerksam. Ich habe mir den ersten Band, "Direktor Beerta", aus der Onleihe runtergeladen und mit Interesse zu lesen angefangen, zumal die Handlung in meinem Geburtsjahr 1957 beginnt. Ungefähr ein Zehntel habe ich jetzt gelesen und frage mich, ob ich weitermachen soll. Ich sehe schon die Parallelen zu Kafka, aber Franz wäre nie derart in die Breite gegangen, das tritt total auf der Stelle. Ist das wirklich so toll?
    Hat es noch jemand hier gelesen und kann mich irgendwie motivieren? Es scheint ja ein Riesenerfolg zu sein. Warum, erschließt sich mir im Moment so recht. (Disclaimer: ja, ich habe auch jahrelang in Büros gearbeitet. Ich weiß schon, wie es da zugeht.)


    Grüße von Zefira


  • Irgendjemand - ich habe vergessen, wer und wo; es war nicht hier - machte mich auf den Romanzyklus "Das Büro" von J.J.Voskuil aufmerksam.


    Ich? :winken:



    Ist das wirklich so toll?


    Ich habe mittlerweile auch den zweiten Band gelesen und bin weiterhin begeistert. Es stimmt schon, dass da nicht viel passiert. Aber die Figuren sind so skurril gezeichnet. Und dann die kleinen Eigenartigkeiten hier und da. Ich werde mit Sicherheit auch noch die anderen Bände lesen.

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)

  • Danke für die Antwort. Na gut, ich werde erstmal noch ein bisschen weiterlesen. Das Buch ist ja aus der Onleihe, kostet mich also nichts. Wenn ich noch Gefallen daran finden sollte, werde ich es mir wahrscheinlich dann kaufen. Es soll ja hinten ein Glossar drin sein. Wenn man leichter hin- und herblättern kann, lässt es sich sicher besser lesen.


  • Es soll ja hinten ein Glossar drin sein.


    An ein Glossar kann ich mich nicht erinnern. Da war nur eine Liste der Protagonisten (die aber auch sehr hilfreich ist, besonders wenn zwischen der Lektüre der Bände etwas Zeit vergeht).

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)


  • :lesen: Erich Kästner - Drei Männer im Schnee


    Ich mochte den Film früher gern. Zeit, auch mal den Roman zu lesen. Eine nette Lektüre, gefällt mir gut.



    Ja, das ist kuschliger Lesestoff :schneemann:


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • ich habe eine Erzählung von Siegfried Lenz: Die Phantasie beendet.
    Interessantes Gespräch drei Autoren, inwiefern Phantasie in der Wirklichkeit seine Berechtigung hat.


    Nun habe ich von Charles Dickens: Die Geschichte zweier Städte begonnen, bin im 2. Buch und es gefällt mir !


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • In einem schwachen Moment habe ich in meiner Buchhandlung nach diesem Roman von Theresia Enzensberger gegriffen: Blaupause.
    Es geht um das Weimarer Bauhaus.


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    Das Buch ist - trotz der hochlobenden Kritiken - ein wirklich langweiliges Geschichten. Angesichts des Themas extrem unterkomplex erzählt, mit hölzernen Dialogen und holzschnittartigen Figuren. Die Handlung ist banal. Hanni und Nanni im Kunstinternat. Kauft das bloß nicht! Es ist das Geld nicht wert.

  • Ich liebe die „Naturkunden“ -Reihe von Judith Schalansky herausgegeben.
    Zum Verschenken und sich selbst beschenken ideal :zwinker:


    „Federn“ habe ich verschenkt, „Alte Wege“ ist für Liebhaber des Wanderns unumgänglich!
    @Gina, „Esel“ könnte ich mir selber schenken. Danke fürs Aufmerksam machen.


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • "Das Buch der Deutschlandreisen: Von den alten Römern zu den Weltenbummlern unserer Zeit" von Rainer Wieland


    Vielleicht was für all die Reiseliteraturinteressierten hier.


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    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)


  • :lesen: Erich Kästner - Drei Männer im Schnee


    Ich mochte den Film früher gern. Zeit, auch mal den Roman zu lesen. Eine nette Lektüre, gefällt mir gut.


    Hach, gerade läuft der Film auf 3sat, zufällig entdeckt. :herz:




    "Das Buch der Deutschlandreisen: Von den alten Römern zu den Weltenbummlern unserer Zeit" von Rainer Wieland


    Vielleicht was für all die Reiseliteraturinteressierten hier.


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    Danke für den Tipp, BigBen. Ist sofort auf meinen Merkzettel gewandert. :winken:


  • Das scheint ja eine tolle kleine Reihe zu sein. Ich habe den Esel mal als mögliches Geschenk auf die Liste gesetzt. In meiner Familie gibt es zwei Esel-Liebhaberinnen.



    @Gina, „Esel“ könnte ich mir selber schenken. Danke fürs Aufmerksam machen.


    Ich habe "Esel" von Jutta Person inzwischen beendet und kann es jedem Esel-Interessierten nur empfehlen. Eine gelungene Kulturgeschichte dieser eigenwilligen Tiere.
    Ich freue mich schon auf weitere Bände der Reihe. :smile:

  • Nach dem ich von dem über die Maßen gelobten Buch 'Das Ende von Eddy' von Edouard Louis nicht besonders begeistert war (ich fand diese autobiographische Erzählung etwas zu larmoyant und zu wenig selbstkritisch), hatte ich nicht unbedingt vor, von diesem Autor noch ein weiteres Buch zu lesen. Dann habe ich mich aber von einigen sehr positiven Rückmeldungen hinreißen lassen 'Im Herzen der Gewalt' aus meiner Buchhandlung mitzunehmen. Ich habe den Roman in mehr oder weniger einem Rutsch gelesen und muss sagen: Edouard Louis hat sich doch sehr viel weiterentwickelt seit seinem ersten Buch. Er erzählt die Geschichte der Weihnachtsnacht. Auf dem Heimweg vom Essen bei Freunden wird er auf der Straße von einem fremden Mann angesprochen, der sich ihm aufdrängt. Man redet ein bisschen, dann nimmt Edouard ihn mit in seine Wohnung. Was als One Night Stand beginnt, endet in einem völligen Alptraum von Gewalt.


    Edouard Louis erzählt diese Nacht im Rückblick, aber er wechselt immer wieder die Perspektive, was diese Erzählung so reizvoll macht. Zum einen berichtet er seine Erinnerung, zum anderen schildert er, wie er das Geschehene auf der Polizei zu Protokoll gibt, zum Dritten belauscht er seine Schwester, wie sie ihrem Mann von Edouards Erlebnissen berichtet.


    Diese dreifache Perspektive schafft eine besondere Atmosphäre, in der Narration und Reflexion sich auf besondere Weise verbinden. Das ist toll gemacht und eine sehr intensive Leseerfahrung!


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  • "Das Buch der Deutschlandreisen: Von den alten Römern zu den Weltenbummlern unserer Zeit" von Rainer Wieland


    Vielleicht was für all die Reiseliteraturinteressierten hier.


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    Eine kurze Rezi findet sich hier.

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym (2001)