Die minderen Amerikaner des 20. Jahrhunderts


  • Kennt jemand von euch Sinclair Lewis? Eigentlich hatte ich vor "Die Hauptstraße" von Sinclair Lewis zu lesen, habe das Buch aber zunächst nicht gefunden.


    Sinclair Lewis kenne ich nur dem Namen nach, da ich mehrmals über seinen Roman Babbitt gestolpert bin.
    "Die Hauptstraße" gibt's unter dem Originaltitel "Main Street" bei Manesse. :winken:


    Originaltexte von Sinclair Lewis findet man bei gutenberg.org.


    Gruß, Gina

  • Sinclair Lewis kenne ich nur dem Namen nach, da ich mehrmals über seinen Roman Babbitt gestolpert bin.
    "Die Hauptstraße" gibt's unter dem Originaltitel "Main Street" bei Manesse. :winken:


    Originaltexte von Sinclair Lewis findet man bei gutenberg.org.


    Gruß, Gina


    Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Beide Romane, die du genannt hast, befinden sich in meinen Bücherregalen. Die Frage ist nur manchmal: an welcher Stelle? :sauer:

  • Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Beide Romane, die du genannt hast, befinden sich in meinen Bücherregalen. Die Frage ist nur manchmal: an welcher Stelle? :sauer:


    Ach soooo ... ja, das "nicht gefunden" habe ich wohl falsch verstanden. :redface:
    Aber in dem Fall hilft nur eins: fleißig suchen!

  • Ich habe “Benzinstation“ ( unterhaltsam,aber keine große Literatur) und “Das ist bei uns nicht möglich“ (Klasse: amerikanische Faschismus-Dystopie) gelesen. “Babbitt“ und “Sam Dodsworth“ stehen seit Jahrzehnten ungelesen im Regal, nicht aus Desinteresse, sondern wegen Gedächtnis überlagernder Konkurrenz.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

    Einmal editiert, zuletzt von finsbury ()


  • Ich habe “Benzinstation“ ( unterhaltsam,aber keine große Literatur) und “Das ist bei uns nicht möglich“ (Klasse: amerikanische Faschismus-Dystopie) gelesen. “Babbitt“ und “Sam Dodsworth“ stehen seit Jahrzehnten ungelesen im Regal, nicht aus Desinteresse, sondern wegen Gedächtnis überlagernden Konkurrenz.


    Mir geht das oft so: ich nehme mir Bücher vor und die neuen Anregungen verdecken dann meine Pläne. So stand "Die Hauptstraße" von Lewis tatsächlich im Regal der bald zu lesenden Bücher, wer hätte das gedacht.
    Es ist wieder ein Roman, der mich in Euphorie versetzt und ich muss aufpassen Distanz zu halten. Geschildert wird das Leben einer jungen gebildeten aber auch unsicheren Frau, die es Anfang der 20iger durch Heirat in eine öde Kleinstadt im Mittelwesten der USA verschlägt. Natürlich hat sie ihre Probleme, weil sie auf der einen Seite in dem verschlafenen Nest etwas verändern möchte, auf der anderen Seite nach Anpassung strebt - eine junge Wilde die sich nach Harmonie sehnt. Nach etwa einem Drittel kann ich noch nicht sagen worauf das alles hinausläuft, nur meine Sympathien und Antipathien haben sich dummerweise schon ziemlich verfestigt.
    Gegen den weitgehend banalen Roman "Herzog" von Bellows, den ich gerade beendet habe, ist es wieder eine aufregende Lektüre.

  • Ich las vor zig Jahren "Babbitt" von Sinclair Lewis und habe es recht positiv in Erinnerung,
    aber so gut das man dafür den Nobelpreis bekommt, war es dann doch nicht.


    Gruß, Lauterbach


  • Ich las vor zig Jahren "Babbitt" von Sinclair Lewis und habe es recht positiv in Erinnerung,
    aber so gut das man dafür den Nobelpreis bekommt, war es dann doch nicht.


    Gruß, Lauterbach


    Was ist aus deiner Sicht der Hauptmangel des Romans?

  • Hauptmangel kann ich dir keinen nennen, dazu liegt das Buch im Nebel meiner Erinnerung.
    Aber um ihn mal mit z.B. Updike oder Philip Roth zu vergleichen (wenn auch andere Zeit)
    dann fand ich doch letztere wesentlich spannender und unterhaltsamer.


    Gruß, Lauterbach


  • Hauptmangel kann ich dir keinen nennen, dazu liegt das Buch im Nebel meiner Erinnerung.
    Aber um ihn mal mit z.B. Updike oder Philip Roth zu vergleichen (wenn auch andere Zeit)
    dann fand ich doch letztere wesentlich spannender und unterhaltsamer.


    Gruß, Lauterbach


    Danke für die Antwort. Ich kann verstehen, wenn es nach einer gewissen Zeit schwierig wird, so einen Eindruck zu belegen, und die Literatur der Nobelpreisträger ist ja auch weit gespannt. Vom Roman "Die Hauptstraße" bin ich sehr beeindruckt, wohl auch, weil mir Thema und Haltung liegen. Von P. Roth habe ich bisher nur "Portnoys Beschwerden" gelesen, ein Roman von dem ich überhaupt nicht beeindruckt war, wie auch jetzt von Bellows "Herzog", mir sind solche psychologischen Reflektionen von Intellektuellen einfach zu weinerlich. Vielleicht macht "Der menschliche Makel" mir Roth wieder lesenswerter, der Film war überzeugend.


    Vor Kurzem wurde mir Updike nahegebracht und ich war der Meinung, eines seiner Bücher findet sich bei mir, was wohl ein Irrtum war. Mit was soll ich einsteigen? Die Romantitel von Updike sagen mir alle nichts.


  • Vielleicht macht "Der menschlische Makel" mir Roth wieder lesenswerter, der Film war überzeugend.


    Vor Kurzem wurde mir Updike nahegebracht und ich war der Meinung, eines seiner Bücher findet sich bei mir, was wohl ein Irrtum war. Mit was soll ich einsteigen? Die Romantitel von Updike sagen mir alle nichts.


    Die Verfilmung von "Der menschliche Makel" kenne ich nicht und an die Romanhandlung erinnere ich mich leider nur bruchstückhaft, aber meinen Leseeindruck insgesamt weiß ich noch: Ich fand das Buch ausgesprochen lesenswert mit einem recht spannenden Ende.


    Von John Updike habe ich einiges gelesen, Romane wie Erzählungen. Aber das Beste oder Wichtigste sind für mich immer noch die Rabbit-Romane (Reihenfolge siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/John_Updike).


    Gruß, Gina

  • Die Verfilmung von "Der menschliche Makel" kenne ich nicht und an die Romanhandlung erinnere ich mich leider nur bruchstückhaft, aber meinen Leseeindruck insgesamt weiß ich noch: Ich fand das Buch ausgesprochen lesenswert mit einem recht spannenden Ende.


    Von John Updike habe ich einiges gelesen, Romane wie Erzählungen. Aber das Beste oder Wichtigste sind für mich immer noch die Rabbit-Romane (Reihenfolge siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/John_Updike).


    Gruß, Gina


    Nun denn, da werde ich dann Mal näher hinschauen. Danke!

  • Also die späten, kurzen Romane von Philip Roth fand ich alle sehr gut. Updike hab
    ich jetzt schon lange nicht mehr gelesen, fand ihn früher aber auch ganz gut.


    Ich würde jetzt auch nicht von "Babbitt" abraten, aber so überragend, das man dafür den
    Nobelpreis bekommt, fand ich es eben nicht.


    Gruß, Lauterbach

  • Ihr macht das extra, gelt? Da spendiere ich Euch einen Thread zu Sinclair Lewis und Ihr springt zu John Updike und von da zu Philip Roth. Gut, das habt Ihr nun davon: Ich habe den Thread umbenamst.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus


  • Ihr macht das extra, gelt? Da spendiere ich Euch einen Thread zu Sinclair Lewis und Ihr springt zu John Updike und von da zu Philip Roth. Gut, das habt Ihr nun davon: Ich habe den Thread umbenamst.


    Allein dieses wundervollen Strangtitels wegen hat sich das Mäandern doch gelohnt. Ob wir es jetzt noch auf zwölf bringen? :klatschen:

  • Moin, Moin!


    Vor Kurzem wurde mir Updike nahegebracht und ich war der Meinung, eines seiner Bücher findet sich bei mir, was wohl ein Irrtum war. Mit was soll ich einsteigen? Die Romantitel von Updike sagen mir alle nichts.


    Ich würde sogar einen Erzählband als Einstieg empfehlen: "Der Mann, der ins Sopranfach wechselte" hat mich vor 8 Jahren ganz begeistert.


  • Moin, Moin!



    Ich würde sogar einen Erzählband als Einstieg empfehlen: "Der Mann, der ins Sopranfach wechselte" hat mich vor 8 Jahren ganz begeistert.


    Danke für den Hinweis. Zunächst habe ich mir "Hasenherz" bestellt, weil ich eher ein Romanleser bin und dummerweise von der kurzen Form häufig zurückscheue. Es sein den, ich muss selbst einen Brief schreiben ;-)