Was lest ihr gerade?

  • Habe ein Buch aus einer früheren "BRIGITTE/Heidenreich-Edition" von meinem SUB geholt, dessen Ankündigung ich damals sehr originell fand:
     

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    Ein kurzer Roman, zuerst 1969, neu bearbeitet 1980 erschienen, der von einer Außenseiterfamilie erzählt, die sich im jugoslawischen Sozialismus auf originelle Weise durch den Alltag schlägt.
    Der Anfang gefällt mir recht gut.


    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Nach zwei Agatha Christies (Death comes as the End, Endless Night) dann noch einen Julian Barnes (Love etc.) und jetzt Alan Hollinghurst The Folding Star.


    Bei Endless Night ist mir aufgefallen, dass der deutsche Titel Mord nach Maß schon viel expliziter auf die Handlung/Lösung hinweist als der englische. Das finde ich sehr ärgerlich; hat mir ein bißchen die Lesefreude verdorben (hätte ich doch nur nicht nachgeschaut, wie das Buch auf deutsch heißt :sauer:).

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    Julio Cortázar: Beleuchtungswechsel.


    Der dritte von vier Erzählungsbänden. Etwa ein Drittel wird von einer Auswahl kürzerer Texte eingenommen, die ich bereits - vollständig - aus einer anderen Sammlung kenne (Reise um den Tag in 80 Welten/Letzte Runde). Der Rest entfällt auf die Zyklen "Oktaeder" und "Passatwinde", die 1974 und 1977 erschienen.

  • Gelesen habe ich hier raus

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    zwei Erzählungen von Goethe, die mich aber nicht sonderlich beeindruckt haben.


    Goethe war kein Erzähler. Ich vermute, MRR war der Meinung, dass Goethe halt in einem Kanon figurieren müsse. Er hätte mal besser Wieland genommen. Und Grillparzer ... :breitgrins:

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

  • Christian Enzensberger, einer der Brüder des bekannteren Hans Magnus E., schrieb anno 1968 einen längeren, höchst anregenden Essay: Größerer Versuch über den Schmutz. Der Hanser-Verlag hat dieses schmale Kultbuch seiner Epoche seitdem mehrfach neu aufgelegt, zu letzt vor etwa einem Jahr.

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    Grund genug, es noch einmal hervorzuklauben, in der Fassung eines zerlesenen dtv-Exemplars.

  • Ich habe gerade meine erste Herta Müller Lektüre hinter mir. "Dorfchronik" war eine der humorvollsten Kurzgeschichten über anundfürsich unerträgliche Zustände die mir in letzter Zeit untergekommen ist. Die Geschichte warf indes Fragen bezüglich der Autorenvita auf, die ich jedoch eher in einem Müller Ordner vorbringen sollte.


    Gruß
    Meier

    "Es gibt andere Geschichten auf einem andern Blatt Papier, doch jede ist mit der ersten verwandt" * Keimzeit

  • Mal wieder Emile Zola, diesmal Band 10 des Rougon-Maquart-Zyklus Ein feines Haus. Sehr schön, wie er die Bürgerlichkeit mit ihrem schönen Schein nach außen beschreibt, wie immer mit allen netten Kleinigkeiten, die das Ganze sehr lebendig machen !

  • Jose Maria Eca de Queiroz: Das Verbrechen des Paters Amaro.


    Der portugiesische Zola, genau richtig für alle, die ihrem antiklerikalen Incubus frische Nahrung zuführen möchten. :teufel:


    Bei der Gelegenheit: weiß jemand, wo aktuell die Rechte an den Schatzkammern des Aufbau-Verlags schlummern? Mir wird immer wieder ganz schwindelig, wenn ich sehe, was da - in Zeiten der DDR und später - alles verlegt wurde. Eca de Queiroz, zum Beispiel.

  • Deborah Eisenberg: Rache der Dinosaurier
    Erzählungen aus dem Amerikanischen.


    Wer Alice Munro kennt, wird erstaunt sein, das es noch besser geht. Ich habe bisher zwei Erzählungen gelesen, eine über den 11.September und eine über eine kaputte Familie, und beide sind eine Wucht. Was Deborah Eisenberg hier auf wenigen Seiten
    verdichtet, kann man kaum besser machen. Und fesselnd sind die Erzählungen auch.


    Schönen Gruß, Lauterbach

  • Ich habe gestern mit Roberto Bolanos "2666" angefangen und muss sagen, dass ich schon nach ca. 50 Seiten fasziniert bin. Das Buch ist so fesselnd und kunstvoll geschrieben, wie man es bei Nicht-Klassikern meiner Meinung nach nur selten findet. Ich kann es kaum erwarten weiterzulesen, was ich gleich auch tun werde. :)

  • Zur Zeit lese ich von S.Corinna Bille "Venusschuh".
    Corinna Bille war eine schweizerische Schriftstellerin, die von 1912 bis 1979 lebte.
    Venusschuh ist ein eigenartiges Werk, auf der einen Seite sehr fesselnd, auf der anderen Seite alles sehr karg und einsam.


    Gruß, Lauterbach

  • Gerade fertig: Jean Pauls "Kampanertal", eine seltsame Kombination aus einem Unsterblichkeitstraktat und einer Satire auf Katechismus-Illustrationen. Sicher nicht eines der Glanzlichter.


    Gerade angefangen: Ende der Etappe; Band vier der gesammelten Erzählungen von Julio Cortázar. Hier drin sind die späten Erzählungen etwa ab 1976. Gewohnt übermütig in Form und Inhalt - auf die Idee eines Speisewagens in der Metro von Paris wäre ich nicht gekommen...

  • Nach der Methode Perlenschnur...


    ...der nächste lateinamerikanische Erzähler minderen Bekanntheitsgrades. Diesmal aus Uruguay: Felisberto Hernándes (1902-1964). Drauf gekommen war ich durch eine beiläufige Bemerkung bei Juilo Cortázar.


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    Eine Sammlung von Erählungen, anno 2006 bei Suhrkamp erschienen.

  • Hallo


    nach einer längeren - vorzugsweise skandinavischen - Krimipause habe ich doch zu Dickens zurückgefunden und lese - nach einer gewissen Eingewöhnungszeit - mit großem Vergnügen "Die Pickwickier", wie der Titel in Gustav Meyrincks Übertragung heißt. Man kann schon verstehen, dass einige Gestalten aus diesem Roman, der eher ein Reigen von kurzweiligen Erzählungen ist, in den Schoß der englischen Volkstümlichkeit eingegangen sind.
    Viel netter als die schrecklichen "Weihnachtserzählungen" für die Adventszeit! Bisher vor allem überhaupt nicht sentimental.


    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

    Einmal editiert, zuletzt von finsbury ()