Kanon des Klassikerforums internationaler Romane (Klassiker)

  • Diese Liste ist der dritte Teil eines vierteiligen Romankanon. Die Idee dazu ist wie folgt entstanden:
    http://www.klassikerforum.de/i…70.msg51621.html#msg51621


    1.) Don Quijote (1605/1615) von Miguel de Cervantes Saavedra (1547 – 1616)
    659 Seiten; € 9,95

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    Zu Don Quijote gab es bereits 2 gemeinsame Leserunden im Klassikerforum:
    2002:
    http://www.klassikerforum.de/i…topic,15.msg15.html#msg15


    und 2010:
    http://www.klassikerforum.de/i…50.msg41508.html#msg41508



    2.) Die Brautleute (1827) von Alessandro Francesco Tommaso Manzoni (1785 – 1873) .
    928 Seiten; € 14,90

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    Thread zu Manzoni – Die Verlobten
    http://www.klassikerforum.de/i…ic,105.msg369.html#msg369


    Eine Leserunde zu dem Roman gab es 2002:
    http://www.klassikerforum.de/i…ic,166.msg782.html#msg782



    3.) Die Frau von dreißig Jahren (1842) von Honoré de Balzac (1799 – 1850)
    232 Seiten; € 7,00

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    Thread zu Balzac:
    http://www.klassikerforum.de/i…,313.msg1873.html#msg1873


    Eine Leserunde hat 2003 stattgefunden:
    http://www.klassikerforum.de/i…,489.msg1876.html#msg1876


    Eine Leserunde zu Balzac „Ursule Mirouet“ fand ebenfalls 2003 statt:
    http://www.klassikerforum.de/i…1076.msg7733.html#msg7733



    4.) Sturmhöhe (1847) von Emily Brontë (1818 – 1848)
    398 Seiten; € 7,95

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    Thread zu den Brontë-Schwestern:
    http://www.klassikerforum.de/i…03.msg48912.html#msg48912


    Zu Sturmhöhe gab es bereits 2 gemeinsame Leserunden im Klassikerforum:
    2001:
    http://www.klassikerforum.de/i…hp/topic,4.msg4.html#msg4


    und 2012:
    http://www.klassikerforum.de/i…21.msg49191.html#msg49191



    5.) Moby-Dick (1851) von Herman Melville (1819 – 1891)
    1056 Seiten; € 13,00

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    Thread zu Melville:
    http://www.klassikerforum.de/i…30.msg18174.html#msg18174


    Eine Leserunde hat 2003 stattgefunden:
    http://www.klassikerforum.de/i…,441.msg2741.html#msg2741



    6.) Madame Bovary (1856) von Gustave Flaubert (1821 – 1880)
    464 Seiten; € 11,90

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    Thread zu Flaubert:
    http://www.klassikerforum.de/i…70.msg22458.html#msg22458


    Thread zu Madame Bovary:
    http://www.klassikerforum.de/i…,330.msg1977.html#msg1977



    7.) Oblomow (1859) von Iwan Gontscharow (1812 – 1891)
    680 Seiten; € 13,90

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    Thread zu Gontscharow, Die Schlucht:
    http://www.klassikerforum.de/i…66.msg50060.html#msg50060


    Eine Leserunde zu Oblomow hat 2009 stattgefunden:
    http://www.klassikerforum.de/i…83.msg38425.html#msg38425



    8.) Verbrechen und Strafe (1866) von Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 – 1881).
    768 Seiten; € 12,95

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    Eine Leserunde hat 2006 stattgefunden:
    http://www.klassikerforum.de/i…14.msg22976.html#msg22976



    9.) Krieg und Frieden (1868/69) von Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (1828 – 1910)
    2288 Seiten; € 29,90

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    Eine Leserunde hat 2004 stattgefunden:
    http://www.klassikerforum.de/i…,706.msg6479.html#msg6479



    10.) Das Werk (1886) von Emile Zola (1840 - 1902).
    436 Seiten; € 19,90

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    Thread zu Emile Zola:
    http://www.klassikerforum.de/i…53.msg13378.html#msg13378


    Ein Buchvorschlag zu „Das Werk“:
    http://www.klassikerforum.de/i…83.msg25464.html#msg25464


    Eine Leserunde zu Emile Zola „Thérèse Raquin“ fand 2003 statt:
    http://www.klassikerforum.de/i…,760.msg1588.html#msg1588

  • Vielen Dank, Montaigne,


    das dürfte die schwierigste Liste werden, weil die Auswahl so groß ist. Du hast tolle Romane aufgeführt, die alle die Lektüre lohnen.


    Mit den russischen, spanischen und italienischen Beiträgen bin ich einverstanden.


    Meine Alternativen in den anderen Literaturen:


    Jane Austens literarischer Rang liegt für mich deutlich über Emily Brontë, ich weiß allerdings nicht, ob sie hier ausführlich gelesen wurde, dafür im Nachbarforum. Mansfield Park, Emma oder Stolz und Vorurteil wären mögliche Werke.


    Außerdem mag ich zwar persönlich Zola, finde aber, dass er nicht in eine Liste gehört, die auf "Gullivers Reisen", "Tristram Shandy" und "Tom Jones" verzichtet. Einer dieser englischen Klassiker müsste hier rein.


    Von Balzac finde ich "Verlorene Illusionen" besser, da wir mit der "Madame Bovary" ein ähnliches Sujet wie in der "Frau von dreißig Jahren" haben.


    finsbury

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Zola und Balzac: Nein. Vielschreiber, deren Qualität auf der Strecke blieb. Aber zu Victor Hugos Les Misérables gab's m.W. eine Leserunde hier ...


    Hatten wir Fernando Pessoa?


    Oder allenfalls Lautréamont ...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus


  • Zola und Balzac: Nein. Vielschreiber, deren Qualität auf der Strecke blieb. Aber zu Victor Hugos Les Misérables gab's m.W. eine Leserunde hier ..


    Wenn, dann schon entweder Balzac oder Hugo :zwinker: Ich bin auf jeden Fall für Zola, im Gegensatz zu Balzac entwirft er genaue realistische Gesellschaftsstudien, die auch unter sozialwissenschaftlichen Aspekten interessant sein können, z.B. wie wurde die Wäsche damals gewaschen oder die Umstrukturierung eines Stadtviertel, weil der Einzelhandel durch Kaufhäuser abgelöst wird. Ich kann schon verstehen, dass das nicht jeden interessiert und ja, qualitätsmäßig sind alle drei nicht weit auseinander. Aber bei Zola langweile ich mich nicht, bei Balzac oder Hugo schon.

  • Aber bei Zola langweile ich mich nicht, bei Balzac oder Hugo schon.


    Ich schon ...


    im Gegensatz zu Balzac entwirft er genaue realistische Gesellschaftsstudien, die auch unter sozialwissenschaftlichen Aspekten interessant sein können, z.B. wie wurde die Wäsche damals gewaschen


    Dann müssten in Zukunft auch Gebrauchsanleitungen für Omo als Literatur betrachtet werden, oder? :breitgrins: Was ich meine: Genau dieser platte Naturalismus ist langweilig. Und Sozialwissenschaft hat nichts mit Literatur zu tun ...


    oder die Umstrukturierung eines Stadtviertel, weil der Einzelhandel durch Kaufhäuser abgelöst wird.


    Das findet man auch bei Hugo. Wenn ich mich recht erinnere, sogar bei Eugène Sue. Den ich nun definitiv nicht vorschlagen würde.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus


  • Dann müssten in Zukunft auch Gebrauchsanleitungen für Omo als Literatur betrachtet werden, oder? :breitgrins: Was ich meine: Genau dieser platte Naturalismus ist langweilig. Und Sozialwissenschaft hat nichts mit Literatur zu tun ...


    immerhin werden solche Gebrauchsanweisungen bei Schmidt, Joyce, Döblin etc als Dokument zitiert oder gleich in den Text geklebt.


    Und dann ist da ja noch die Sache mit dem "Abbild seiner Zeit, in der er gelebt hat", die "der Dichter" 1x in seinem Leben lt. Schmidt liefern sollte.


    Darüber kann man sicherlich streiten. Aber so ganz von der Hand zu weisen ist das imho nicht.


  • Was ich meine: Genau dieser platte Naturalismus ist langweilig. Und Sozialwissenschaft hat nichts mit Literatur zu tun ...


    Ja, ist mir bekannt, dass du dich beim Naturalismus langweilst - ich halt nicht ! Außerdem kann ich mir schon vorstellen, dass man auch aus Literatur die damalige Gesellschaftsstruktur nachvollziehen kann. Zumindest ist das einer der Gründe, warum ich gerne Klassiker lese.


  • das dürfte die schwierigste Liste werden, weil die Auswahl so groß ist.


    Stimmt, zunächst erschien es mir sogar unmöglich zehn internationale Klassiker auszuwählen, bis ich auf einen kleinen Trick verfallen bin: ich habe nicht nach der strengen 70-Jahre-Regel getrennt, sondern nach Klassikern (also mehr als 70 Jahre tot) und nach Romanen die im 20. Jahrhundert erschienen sind und tatsächlich sind drei unverzichtbare klassische Romane erst im 20. Jahrhundert erschienen, obwohl die Autoren schon mehr als 70 Jahre tot sind. Wir haben also bei den insgesamt 40 Romanen 23 echte Klassiker, durch aus angemessen in einem Klassikerforum.



    Mit den russischen, spanischen und italienischen Beiträgen bin ich einverstanden.


    Danke, wir haben ja einen ähnlichen Geschmack, auch bei deinen anderen Aussagen, liegen wir nicht weit auseinander.



    Jane Austens literarischer Rang liegt für mich deutlich über Emily Brontë, ich weiß allerdings nicht, ob sie hier ausführlich gelesen wurde, dafür im Nachbarforum. Mansfield Park, Emma oder Stolz und Vorurteil wären mögliche Werke.


    Stimmt, aber Emily steht hier nicht für ihren einen Roman, sondern für die Brontë-Schwestern und wenn ich die 7 Romane der Schwestern den 7 Romanen von Jane Austen gegenüberstelle ?
    Außerdem ist klar, die Schwestern wurden hier alle schon gelesen. Jane Austen nicht. Vielleicht schafft sie es in einen Literaturschock-Kanon?



    Außerdem mag ich zwar persönlich Zola, finde aber, dass er nicht in eine Liste gehört, die auf "Gullivers Reisen", "Tristram Shandy" und "Tom Jones" verzichtet. Einer dieser englischen Klassiker müsste hier rein.


    Zu „Gullivers Reisen“ gibt es im Klassikerforum seit 10 Jahren einen Lesevorschlag, ohne dass eine Leserunde zusammen gekommen wäre:
    http://www.klassikerforum.de/i…,288.msg1712.html#msg1712


    Zu „Tom Jones“ habe ich noch Anfang diesen Jahres einen Lesevorschlag gemacht, es gab im Klassikerforum bis heute noch nicht mal einen Kommentar:
    http://www.klassikerforum.de/i…39.msg49619.html#msg49619


    Im Gegensatz zu diesen englischen Klassikern scheint mir das Interesse an Zola im Klassikerforum sehr groß, auch ich mag ihn sehr und nachdem sich Steffi und Giesbert zum Naturalismus bekannt haben - !



    Von Balzac finde ich "Verlorene Illusionen" besser, da wir mit der "Madame Bovary" ein ähnliches Sujet wie in der "Frau von dreißig Jahren" haben.


    Man kann darüber diskutieren, welches Balzacs bester Roman ist. Möglicherweise ist es „Verlorene Illusionen“, aber es gibt dazu keine Leserunde. Ich hab‘ einen der zwei Romane ausgewählt, zu denen bereits Leserunden stattfanden.

  • Zitat von Autor: Steffi« am: Heute um 09:43 »

    ...


    Ja, ist mir bekannt, dass du dich beim Naturalismus langweilst - ich halt nicht !


    Ich auch nicht. Jedenfalls nicht unbedingt und generell. Le ventre de Paris und Au bonheur des dames z. B. sind doch sehr unterhaltsam zu lesen und vielleicht weniger platt, als es das Naturalismus-Vorurteil wahr haben will. Das Werk kenne ich nicht. Du hast es gelesen, Steffi, findest du es besser als Zolas bekanntere Romane?


  • Zola und Balzac: Nein. Vielschreiber, deren Qualität auf der Strecke blieb. Aber zu Victor Hugos Les Misérables gab's m.W. eine Leserunde hier ...


    Hatten wir Fernando Pessoa?


    Oder allenfalls Lautréamont ...


    Zu "Les Misérables" gibt es einen Lesevorschlag, aber eine Leserunde ist nicht zusammen gekommen.


    Pessoa, ist imo ein portug. Lyriker, kein Romancier.


    Lautréamont hat meines Wissens nur ein Werk geschaffen, "Die Gesänge des Maldoror" und das ist kein Roman.


  • Zola und .....: Nein. Vielschreiber, deren Qualität auf der Strecke blieb.


    Vor drei Jahren hörte sich das noch so an:


    [quote author=sandhofer ]Ich will damit nicht sagen, Zola oder ....... seien schlechte Autoren. Aber so was liegt mir nicht. [/quote]


    und persönliche Vorlieben werden nicht berücksichtigt.


  • Ich auch nicht. Jedenfalls nicht unbedingt und generell. Le ventre de Paris und Au bonheur des dames z. B. sind doch sehr unterhaltsam zu lesen und vielleicht weniger platt, als es das Naturalismus-Vorurteil wahr haben will. Das Werk kenne ich nicht. Du hast es gelesen, Steffi, findest du es besser als Zolas bekanntere Romane?


    Ich würde Das Werk in etwa gleich einordnen wie Der Bauch von Paris oder Paradies der Damen. Vorallem die Kunstszene wird ja intensiv beschrieben und auch, wie es in dem berühmten Salon so zuging. Der Roman des Rougon-Macquart-Zyklus, der mir bisher am besten gefallen hat ist Der Totschläger (L'assomoir). Der Einfluss des Alkohols auf die Psyche der Menschen ist vielfältig und schonungslos dargestellt, von den physischen über die psychischen Auswirkungen ist alles drin.


    Schade ist es, dass es keine wirklich guten Übersetzungen für Zola zu geben scheint, bei einer Nana-Leserunde haben wir mal verglichen, aber alle waren ein bißchen angestaubt.

    Gruß von Steffi

    Einmal editiert, zuletzt von Steffi ()

  • Pessoa, ist imo ein portug. Lyriker, kein Romancier.



    Wie man's nimmt. Sein bekanntestes Werk, Das Buch der Unruhe, ist sicher Prosa und keine Lyrik. Ob es sich dabei um einen "Roman" handelt, darüber liesse sich ebenso wie bei Lautréamont streiten.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus


  • Jane Austen ist sicherlich literarisch insofern bedeutsamer, als dass sie eine stärkere Nachwirkung hat als die Brontes. Allerdings scheint mir die inhaltliche Tiefe bzw. der Themenreichtum bei den Brontess, insb. bezüglich 'Sturmhöhe' und 'Jane Eyre', weitergehend und sozialgeschichtlich komplexer. Bei Austen ist es das immergleiche Thema, das aber für das Verständnis der Epoche bzw. als Zeitzeugnis gleichwohl von zentraler Bedeutung ist und daher wäre zumindest ein Werk von Austen zu berücksichtigen, ob man dann 'Sturmhöhe' opfert, wage ich nicht zu beurteilen.

  • Schlägt Don Quijote nicht etwas aus der Art??? Ich würde meinen, dass sich in dem Kanonsentwurf eine deutliche Tendenz zum 19. Jh. erkennen lässt, kann man da Cervantes' Werk dann wirklich mitreinnehmen? Vielleicht wäre es besser, den Kanon auf eine Zeitspanne oder Epoche zu begrenzen; jedenfalls würde er dadurch greifbarer.