• Sieht wirklich hübsch aus! Weiß vielleicht jemand was zur Qualität der Übersetzung?

    Dennoch war mein erster Gedanke beim Anklicken des Links: "Bin ich froh, dass meine (auch ziemlich gut übersetzte) Reclam-Ausgabe, die ich vorgestern gekauft habe, nur knapp über 10 Euro gekostet hat." :zwinker:

    ... this is nat language at any sinse of the world.

  • Ich habe mir die göttliche Komödie jetzt mal kostenlos auf mein kindle geladen. Alles was ich bisher davon gelesen habe hat mir sehr gut gefallen - mal sehen ob ich es komplett lesen werde.



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    [size=1]Command & Conquer Tiberium Alliances vs. Forge of Empires[/size]

  • Hallo,


    ich habe nun vor mich an die Göttliche Komödie von Dante zu wagen, trotz meiner Ehrfurcht die ich nach wie vor hege. Den ersten Gesang habe ich gelesen und ich muss zugeben: Ich verstehe schlicht und ergreifend Bahnhof! Daher habe ich mir nun Interpretationshilfen zugelegt.


    Was ich mich aber frage. Haben die Menschen zu Dantes Zeiten das Werk verstanden? Ich nehme nur mal ein Beispiel her, was ich aus der damaligen Leserunde "geklaut" habe von JMaria: 3 Tiere hindern ihn, ein Luchs (Laster: Sinneslust), ein Löwe (Laster: Hochmut) und eine Wölfin (Laster: Habsucht). Wobei für Dante die Habsucht am schlimmsten ist, deswegen wird die Wölfin auch als häßlichstes Tier beschrieben.


    War den Menschen damals klar für was diese Tiere standen?


    Ich für meinen Teil kann nur sagen: ohne Hilfe werde ich niemals da durch finden.


    Katrin

  • Nachdem ich nun bis zum vierten Gesang in der Hölle gelesen habe, muss ich meine Meinung revidieren. Ich verstehe doch mehr als anfangs erwartet. Nach dem ersten Gesang hatte ich schon befürchtet dass Dante die ganzen Personen denen er begegnet nur umschreibt ohne sie namentlich zu nennen. Dem ist aber nicht so und nun weiß ich wenigstens was die ganzen Dichter in der Hölle machen. Sie haben nichts verbrochen, haben aber den falschen Glauben. So einfach landet man also in der Hölle.


    Ich muss die ganzen Verse aber viel genauer und intensiver lesen als andere Bücher. Einfach nur so drüber rasen geht da ganz und gar nicht, weil ich sonst die Hälfte nicht mitbekomme.


    Hat sich jemand eigentlich schon das Spiel "Dantes Inferno", von dem hier schon gesprochen wurde, näher angesehen? Im Geschäft habe ich es immer wieder in der Hand, aber es hat noch nicht den Weg zu mir nach Hause gefunden.


    Katrin

  • Mittlerweile bin ich überrascht wie gut und leicht sich das Buch lesen lässt. Wenn man sich mal an die Gesänge mit den drei Verszeilen gewöhnt hat, geht es eigentlich ganz einfach.


    Bisher habe ich bis zum elfen Gesang gelesen. Dante hat sich immer weiter in die Hölle vorgewagt und begegnet allen möglichen Menschen. Unter anderem einen ehebrecherischen Liebespaar oder dem Höllenhund Cerberus.


    Überhaupt lerne ich sehr viel über die Mythologie. Im vierten Höllenkreis werden die Geizigen zum Beispiel von Plutos bewacht.
    Nachdem Vergil und Dante über den Fluss Styx übergesetzt haben, werden sie von Teufeln daran gehindert in die Höllenstadt Dis zu gelangen. Dann kommen auch noch die Erinyen und drei Gorgonen. Medusa ist eine davon. Als Dante schon glaubt, dass dies nun das Ende ist kommt ein Engel und öffnet die Tore der Stadt. Interpretiert wird das ganze so, dass Dantes Reise von Gott gesegnet ist.


    Was mich dann schon verwundert hat, ist, dass auch geistige Führer in der Hölle zu finden sind, wie etwa Papst Anastasius II. Insgesamt besteht die Hölle aus neun Kreisen. Im letzten Kreis sitzen die schlimmsten - die Verräter. Aber bis dahin ist es noch eine lange Reise...


    Katrin

  • Vielleicht kann mir jemand helfen.


    Im 21. Gesang heißt es:


    Und dann zu uns: "Auf diesem Felsenstücke
    Kommt ihr nicht weiter, denn im tiefen Grund
    Liegt längst zertrümmert schon die sechste Brücke.


    Und wollt ihr fort, geht oben, längs dem Schlund,
    Dann seht ihr vorwärts einen Felsen ragen
    Und kommt darauf bis zu dem nächsten Rund.


    Denn gestern, um euch alles anzusagen,
    War’s just zwölfhundertsechsundsechzig Jahr,
    Seit jenen Weg ein Erdenstoß zerschlagen.


    Diese Worte richtet ein Teufel an Dante und Vergil um sie am Gehen zu hindern. Wenn man von den Lebensdaten Dantes ausgeht und 1.260 Jahre zurück rechnet, findet man in Italien ein Erdbeben und zwar in Pompej: Ein großes Erdbeben, von dem sich Pompeji zum Zeitpunkt seines Unterganges noch nicht wieder ganz erholt hatte, erschütterte am 5. Februar 62 die Region um den Vesuv und richtete in Pompeji große Schäden an.


    Weiß jemand ob Dante tatsächlich auf dieses Beben anspielt?


    Katrin

  • Daran habe ich gar nicht gedacht. Ich habe gerade in der Bibel nachgeschlagen. Bei Matthäus gab es ein Erdbeben, bei allen anderen riß nur der Vorhang im Tempel entzwei und die Sonne verdunkelte sich.


    Das könnte Dante natürlich auch gemeint haben.


    Katrin

  • Ich habe nun die Hölle durchquert und begebe mich ins Fegefeuer.


    Gestehen muss ich allerdings, dass mir nur zwei der drei Namen, die in der tiefsten Hölle sitzen, etwas gesagt haben. Neben Judas und Brutus sitzt auch Cassius dort unten. Ein Schwager und Mitverschwörer von Brutus an Caesar.


    Auch zahlreiche andere Namen haben mir einfach nichts gesagt. Ich finde diese Entdecker-Tour daher sehr lehrreich.


    Katrin

  • Hey Ho,


    Ich habe vor Dantes göttliche Kömdie zu lesen, nun ist allerdings so das es mehrere Übersetzungen gibt. Kann mir jemand eine bestimmte empfehlen oder etwas zu denn Vor- und Nachteile der einzelnen Übersetzungen etwas sagen?



    Lg: Dagnir

  • Ich kann dir da leider gar nicht weiter helfen, denn ich habe mir einfach die Ausgabe von Mobileread aus dem Netz runter geladen und weiß nicht mal wer der Übersetzer ist.


    Aber du kannst beim Projekt Gutenberg vier Übersetzungen ansehen. Inwieweit sich diese unterscheiden kann ich aber nicht sagen.


    Katrin

  • Ich habe die ins deutsche übertragene und kommentierte Ausgabe von Ida und Walther von Wartburg, Illustrationen von Gustave Dore . Und war mir eine gute Hilfe, auch wenn ich das Buch vor Jahren nicht beenden konnte. Müßte ich irgendwann mal nachholen.


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    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)