Was hört ihr gerade?

  • Hallo zusammen,


    die Frage fehlt hier noch.


    Welches Hörbuch hört ihr gerade? (nicht ausschließlich, doch vorzugsweise Klassiker)


    Ich höre "Fiesta" von Ernest Hemingway, Sprecher Christian Brückner. Die Lost Generation mit melancholischen Humor. Brückner liest hervorragend. Eigentlich ist er ein Garant für ein gut gesprochenes Hörbuch. Synchronstimme von Harvey Keitel, Robert de Niro uvm. Nach der Hälfte der Hörzeit (3 von 6 CD) führt mich die Geschichte von Paris über San Sebastian, nach Pamplona. Nun bin ich gespannt, da mir die Story unbekannt ist, was es mit dem Stierkampf und der Fiesta auf sich hat. Ich habe das Gefühl, dass Hemingway darin auch autobiographisches verarbeitet hat.


    ----------
    Nachtrag, gerade im Netz gestöbert:
    Tatsächlich basiert der Roman auf autobiographische Erlebnisse.
    Näheres im Wikipedia


    und noch Info zum Sprecher:
    Christian Brückner


    Viele Grüße
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

    Einmal editiert, zuletzt von JMaria ()

  • Aktuell: Die Schatzinsel, gelesen von Manfred Steffen. Einer meiner Lieblingsromane, sehr gut vorgelesen.


    Auf der Liste stehen bzw. dem iPod sind außerdem:


    * Moby-Dick, die Rathjen-Übersetzung, gelesen von Christian Brückner
    * Illias, gelesen von Rolf Boysen
    * Krieg und Frieden, die Hörspiel-Fassung von Gert Westphal


    Drei ziemliche Brocken, in die ich bislang nur für max. 30 Minuten hineingehört habe, von denen ich aber schon jetzt restlos begeistert bin 8-)

  • Hallo !


    Ich bin immer noch mit Herman Bang " Das weisse Haus" beschäftigt, gelesen von Gert Westphal. Eine sehr schöne Geschichte, die auch autobiografische Züge trägt. Vor allem die Mutter ist eine sehr intensiv beschriebene, außergewöhnliche Figur.


    Zuvor hatte ich Jasper Fforde auf dem player, den zweiten Teil der Thursday Next-Romane. Einfach göttlich, wie Fforde auf die frechsten,abstrusesten Theorien kommt und natürlich viel zu entdecken für Literatur-Klassik-Fans. Es ist aber auch zu schön, wenn die Protagonisten vieler Klassiker zum Leben erweckt werden :breitgrins:


    Gruß von Steffi

  • Hallo zusammen,


    ich habe gerade eine CD mit Auszügen aus <i>Zettel's Traum</i> von Arno Schmidt gehört, und ich war überrascht, wie gut sich das anhört. Die drei nebeneinanderlaufenden Textstränge dieses Romans wurden von drei verschiedenen Sprechern gesprochen (J. Kersten; B. Rauschenbach und J. Ph. Reemtsma). Manchmal sprachen da mehrere Stimmen gleichzeitig, trotzdem konnte ich dem ganzen sehr gut folgen. Schade, daß das nur Auszüge waren. Eine Komplettlesung würde ich mir auch mal gerne anhören. :breitgrins: Im Booklet steht, daß eine vollständige Lesung von <i>Zettel's Traum</i> ungefähr 80 CDs umfassen würde. Das wäre doch mal was. ;-)


    "JMaria" schrieb:

    Ich höre "Fiesta" von Ernest Hemingway, Sprecher Christian Brückner.


    Mein bislang einziges Hemingway-Hörbuch war <i>Der alte Mann und das Meer</i>, gelesen von Rolf Boysen, der das ganz ausgezeichnet vorgetragen hat.


    "giesbert" schrieb:

    * Moby-Dick, die Rathjen-Übersetzung, gelesen von Christian Brückner


    Von dieser Lesung war ich hellauf begeistert, ich habe dann auch noch eine neunstündige <a href="http://www.amazon.de/Moby-Dick-CDs-Herman-Melville/dp/3899402545/">Hörspielversion</a> gehört, die zwar sehr schön gemacht ist und auch gute Sprecher hat, die aber trotzdem mit der Brückner-Lesung nicht mithalten kann. Wenn man diese beiden Fassungen vergleicht, dann merkt man erst, wie gut sich Christian Brückner in den Roman und in die Figuren eingefunden hat. Allein schon wie er den Ahab spricht, ist unbedingt hörenswert.


    Von Christian Brückner gibt es auch eine Lesung von Melvilles Erzählung "Bartleby", die mir sehr gut gefallen hat (2 CDs). Er liest dort die Übersetzung von Elisabeth Schnack, die recht solide ist. Mir gefällt zwar die Übersetzung von Jürgen Krug besser (Insel-Taschenbuch), aber die gibt es wohl noch nicht als Hörbuch.


    Schöne Grüße,
    Wolf

  • Hallo,



    Ich bin immer noch mit Herman Bang " Das weisse Haus" beschäftigt, gelesen von Gert Westphal. Eine sehr schöne Geschichte, die auch autobiografische Züge trägt. Vor allem die Mutter ist eine sehr intensiv beschriebene, außergewöhnliche Figur.


    Fand ich auch. Besonders der Kontrast ist so interessant; unbeschwerte Kindheit, jedoch eine seltsame Atmophäre zwischen den Eheleuten. Der Mann tritt ja nur selten auf. Die Mutter mit ihren "Phasen" wirkte auf mich auch oft schwermütig. Sehr atmosphärisch das ganze.


    "Wolf" schrieb:


    ich habe gerade eine CD mit Auszügen aus Zettel's Traum von Arno Schmidt gehört, und ich war überrascht, wie gut sich das anhört. Die drei nebeneinanderlaufenden Textstränge dieses Romans wurden von drei verschiedenen Sprechern gesprochen (J. Kersten; B. Rauschenbach und J. Ph. Reemtsma). Manchmal sprachen da mehrere Stimmen gleichzeitig, trotzdem konnte ich dem ganzen sehr gut folgen. Schade, daß das nur Auszüge waren. Eine Komplettlesung würde ich mir auch mal gerne anhören. Im Booklet steht, daß eine vollständige Lesung von Zettel's Traum ungefähr 80 CDs umfassen würde. Das wäre doch mal was.


    das klingt ja sehr interessant! Kann es sein, dass es dieses Hörbuch nicht mehr zu kaufen gibt?


    Das erinnert mich außerdem noch daran, dass der 2. Teil von "Nachrichten über Bücher und Menschen" herauskam. Schon bemerkt?


    Mit diesem Inhalt:


    CD 1: Treffpunkt für Zauberer (Johann Gottfried Schnabel)
    CD 2: Herder oder vom Primzahlmenschen I & II
    CD 3: Johannes von Müller oder Vom Gehirntier
    CD 4 / 5: Der Vogelhändler von Imst I / II (Carl Spindler)
    CD 6: Was er damit macht? Über Edward Bulwer-Lytton
    CD 7 / 8: Ein unerledigter Fall (Über Gustav Frenssen)
    CD 9: Das Geheimnis von "Finnegan's Wake" (James Joyce)


    "giesbert" schrieb:

    von Boysen gibt es auch noch die Aeneis (6 CDs)


    hörte ich mir kürzlich an. Eine Live-Lesung. Die reinste Schwerstarbeit, das merkt man dem Vortragenden an, doch wirklich gut gemacht. Respekt.


    Moby-Dick:

    "Wolf" schrieb:

    Wenn man diese beiden Fassungen vergleicht, dann merkt man erst, wie gut sich Christian Brückner in den Roman und in die Figuren eingefunden hat. Allein schon wie er den Ahab spricht, ist unbedingt hörenswert


    man nennt ihn nicht umsonst "The Voice" :-)
    Übrigens hat Christian Brückner sich wieder Herman Melville für ein neues, kleineres Projekt ausgesucht: Billy Budd


    Viele Grüße
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

    Einmal editiert, zuletzt von JMaria ()

  • Hallo !


    Zitat

    Übrigens hat Christian Brückner sich wieder Herman Melville für ein neues, kleineres Projekt ausgesucht: Billy Budd


    Ich habe Bartleby auch sehr genossen und ich fand, dass Christian Brückner gerade die Atmosphäre sehr gut rübergebracht hat. Sein "Das möchte ich lieber nicht" ist mir immer noch im Ohr ! Schön, wenn man sich so angenehm Melvilles weniger bekannten Werken nähern kann !


    Gruß von Steffi

  • Hallo zusammen,


    gerade kam meine Amazon-Lieferung an mit „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad, gelesen von Christian Brückner, ungekürzt, 4 CD. Amazon bietet das 1. Hörbuch aus der
    Edition „GEO Hörwelten“ günstiger an, nämlich für 11,89 € statt 14,99 €


    Kaufen* bei

    Amazon
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Ich gehe mit großen Erwartungen an das Hörbuch, denn ich war mit der Lesung von
    Manfred Zapatka nicht ganz zufrieden (Argon Verlag). Er las gut, doch kam das
    Unheilvolle nicht ganz so zum Ausdruck.


    Ähnlich erging es mir auch mit dem Hörbuch „Die Judenbuche“ gelesen von Angelika
    Domröse. Da blieb eine große Enttäuschung zurück, die ich erst Abhaken konnte,
    als ich mir Gert Westphals Version anhörte.


    Klingt jetzt vielleicht seltsam, aber bei Geschichten die mir sehr gut gefallen, suche ich nach der besten Vortragsweise.


    Nun freue ich mich sehr auf „Herz der Finsternis“ und schippere „mit den Ohren“ auf
    dem Kongo.


    Gruß Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

    Einmal editiert, zuletzt von JMaria ()

  • Klingt jetzt vielleicht seltsam, aber bei Geschichten die mir sehr gut gefallen, suche ich nach der besten Vortragsweise.


    Na ja ... ist wohl dasselbe, wie wenn ich Ausgaben suche, die nicht nur in punkto Texttreue gut sind, sondern auch vom Äusseren her (Einband, Illustrationen etc.) ansprechend ... :zwinker:

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen? - Karl Kraus

  • Hallo zusammen, hallo Maria,


    berichte dann bitte darüber, ob Brückner seine Sache gut gemacht hat, das interessiert mich nämlich. Ich habe mir gerade auch ein Hörbuch bestellt, das von Christian Brückner gelesen wird. Zwar kein Klassiker, aber trotzdem gut. :breitgrins:


    <i>Ror Wolf: Zwei oder drei Jahre später. Die neunundvierzigste Ausschweifung. (2 CDs, Parlando).</i>


    Das habe ich entdeckt, als ich zufälligerweise einen Blick in die <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?key=standard_document_31292944&rubrik=3730">hr2-Hörbuch-Bestenliste vom Juni 2007</a> geworfen hatte. Die merkwürdigen Erzählungen von Ror Wolf gefallen mir ausgezeichnet, und da war es eine erfreuliche Entdeckung, daß es nun eine Ror-Wolf-Lesung von Christian Brückner gibt.


    "JMaria" schrieb:

    Klingt jetzt vielleicht seltsam, aber bei Geschichten die mir sehr gut gefallen, suche ich nach der besten Vortragsweise.


    Das klingt gar nicht seltsam, sondern sehr vernünftig. Ich finde, Hörbücher eignen sich sehr gut dafür, eine fällige Zweit-, Dritt- oder Viertlektüre eines bestimmten Klassikers zu ersetzen. Dies mal als Hinweis an die hier mitlesenden Nicht-Hörbuchhörer - probiert es ruhig mal aus. :-)


    Schöne Grüße,
    Wolf


  • <i>Ror Wolf: Zwei oder drei Jahre später. Die neunundvierzigste Ausschweifung. (2 CDs, Parlando).</i>


    Das habe ich entdeckt, als ich zufälligerweise einen Blick in die <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?key=standard_document_31292944&rubrik=3730">hr2-Hörbuch-Bestenliste vom Juni 2007</a> geworfen hatte. Die merkwürdigen Erzählungen von Ror Wolf gefallen mir ausgezeichnet, und da war es eine erfreuliche Entdeckung, daß es nun eine Ror-Wolf-Lesung von Christian Brückner gibt.


    Hallo Wolf,
    ich habe zwar mitbekommen, dass einige Beiträge von und mit Ror Wolf im Radio laufen, auch dass er ein Jubiläum feiert, welches ist mir entfallen, denn ich habe nicht darauf geachtet. Kannst du mehr über Ror Wolf erzählen?
    Viele Grüße
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Hallo !


    Wolf schrieb:

    Zitat

    Ich finde, Hörbücher eignen sich sehr gut dafür, eine fällige Zweit-, Dritt- oder Viertlektüre eines bestimmten Klassikers zu ersetzen.


    Und auch als Erst"lektüre" ! So kam ich endlich zu Madame Bovary (Ulrich Pleitgen), wobei ich das Buch schon länger auf meinem SUB hatte. Aber ein bißchen frage ich mich, wie ich Emma Bovary empfunden hätte, wenn ich den Roman zuerst selbst gelesen hätte. Es wäre vielleicht noch spannender gewesen, Pleitgens Interpretation mit meinen EIndrücken zu vergleichen.


    Lest ihr immer zuerst oder ist es euch egal, ob zuerst lesen oder hören drankommt ?


    Gruß von Steffi

  • Hallo zusammen,


    "Steffi" schrieb:

    Lest ihr immer zuerst oder ist es euch egal, ob zuerst lesen oder hören drankommt ?


    <i>Moby-Dick</i> hatte ich vorher noch nicht gelesen, wenn man einmal von einer vermutlich stark gekürzten und bearbeiteten Jugendausgabe absieht, die ich in jungen Jahren gelesen habe. Auch "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen habe ich erst gehört (ungekürzte Lesung von Eva Mattes). Allerdings hatte ich da auch das Buch mit derselben Übersetzung, wo ich bei Bedarf etwas noch einmal nachlesen konnte.


    "JMaria" schrieb:

    Kannst du mehr über Ror Wolf erzählen?


    Über Ror Wolf gäbe es vieles zu sagen. Er ist auch Hörspielautor, aber bislang habe ich von ihm nur einige seiner Fußball-Hörspiele oder -Collagen gehört. Sehr gut soll sein Hörspiel "Leben und Tod des Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nord-Amerika" sein, das ich aber noch nicht kenne; vor einiger Zeit habe ich es bei Jokers gesehen.


    Unter dem Pseudonym "Raoul Tranchirer" hat er diverse "Ratschläger" verfaßt, das sind alphabetisch geordnete Nachschlagewerke im Stile der Hausväterliteratur des 19. Jahrhunderts. Das waren Sachbücher, in denen die "Hausväter" all das nachschlagen konnten, was sie als Familienvorstand wissen mußten. Darin ging es um Küche und Ernährung, Umgang mit Dienstboten, Kleidung, Möblierung, Krankheiten bei Mensch und Tier, gesellschaftliche Umgangsformen usw. usf. Ror Wolf hat diese Nachschlagewerke parodiert und fortgeführt. Er verwendet dazu Originalzitate, die er abwandelt oder mit eigenen Texten verschmilzt. Sehr kurzweilig zu lesen und außerdem meist mit wunderbaren Collagen illustriert. Für die Collagen hat Ror Wolf Figuren oder Teile von Bildern aus alten Lexika und Nachschlagewerken zu neuen bizarren und beindruckenden Szenerien zusammengesetzt, die man lange betrachten kann. Als Einstieg eignet sich beispielsweise <a href="http://www.amazon.de/Raoul-Tranchirers-vielseitiger-gro%C3%9Fer-Ratschl%C3%A4ger/dp/3895613150/">Raoul Tranchirers vielseitiger großer Ratschläger für alle Fälle der Welt</a>, der bei Schöffling erschienen ist. Das ist ein fest gebundender (Fadenheftung), auf gutem Papier gedruckter Band mit zwei verschiedenfarbigen Lesebändchen und vielen schwarzweißen und farbigen Illustrationen. Da bekommt man viel Buch für sein Geld. :-)


    Außer diesen Raoul-Tranchirer-Ratgeberbüchern hat Ror Wolf auch Erzählungen geschrieben, die teilweise nur wenige Seiten lang sind (manchmal sogar nur eine) und die sprachlich äußerst virtuos sind. Von Ror Wolfs Sprachduktus und dem Fluß seiner Prosa bin ich immer wieder begeistert. In den Geschichten passiert manchmal fast gar nichts, manchmal werden aber auch gewaltige Katastrophen und Umwälzungen beschrieben, und das alles in einem merkwürdig tastenden Erzählstil, nach dem man süchtig werden kann. Der Erzähler ist sich oft nicht sicher, wie er bestimmte Vorkommnisse beschreiben soll, manchmal vergißt er auch, wo er ist oder was genau geschehen ist. Schwierig zu erklären, aber sehr leicht und unterhaltsam zu lesen. :-)


    Schöne Grüße,
    Wolf

  • Hallo!


    Als ich höre fast ausschließlich Vorlesungen der Teaching Company, die fast ohne Ausnahme sehr gut sind. Ich zitiere mal mich:


    "Diese Entdeckung zähle ich zu meinen wichtigsten der letzten Jahre, gibt sie mir doch die Möglichkeit "nebenbei" einer Menge interessanter Dinge anzuhören oder Bekanntes aufzufrischen. Wie extensiv ich das inzwischen machen, sieht man an meiner Lese- und Hörliste.
    Die Teaching Company bietet als Geschäftsmodell Vorlesungen zum Kauf bzw. Laden an. Dazu werden didaktisch begabte amerikanische Professoren gebeten, über ihre Spezialgebiete zu sprechen. Viele dieser Kurse sind achtzehn Stunden und länger und erreichen damit die Länge einer "echten" Univeranstaltung.
    Inzwischen gibt es Hunderte von Themen, über die man sich am besten auf der Webseite der TTC einen Überblick verschafft. Der Schwerpunkt liegt auf klassischem Bildungsgut, weshalb erfreulicherweise auch die Antike nicht zu kurz kommt. Man hat die Wahl zwischen Audio/MP3 und DVD Versionen. Meist reicht Audio aus, nur bei Themen wie Kunstgeschichte oder Anatomie sollte man naturgemäß nicht im Dunkeln tappen. Die regulären Preise sind sehr hoch, es wird aber jeder Kurs einmal pro Jahr zum "Sales Price" angeboten und dadurch signifikant billiger.
    Im Gegensatz zu ihren deutschsprachigen Kollegen, sind angelsächsische Lehrende meist rhetorisch sehr begabt: Man hört ihnen gerne und mit Spannung zu. Ich höre diese Kurse meist nebenbei, auf dem Weg zur Arbeit, auf Reisen, bei diversen Routinetätigkeiten etwa, und komme so auf durchschnittlich eineinhalb Stunden pro Tag.
    Zu einigen der Lehrenden baut man regelrecht eine intellektuelle Beziehung auf. Brillant und geistreich ist etwa alles, was Robert Greenberg über Klassische Musik zu sagen hat. Bart Ehrman leuchtet gedankenreich und kritisch die Zeit des Neuen Testaments aus. Bob Brier ist ein erstklassiger Referent über das Alte Ägypten. Robert Hazen hat mit "Joy of Science" eine beachtliche Einführung in naturwissenschaftliches Denken vorgelegt.
    Bis auf wenige Ausnahmen ("Buddhism") sind mir bisher keine Kurse untergekommen, die nicht hörenswert gewesen wären. Wie so oft ist es sehr schade, dass es nichts Vergleichbares auf Deutsch gibt."


    http://www.teach12.com/teach12.asp

  • Hallo zusammen,
    ich höre eigentlich wenig Hörbücher, aber eben ab und an doch. Hier einfach mal meine Lieblingshörbücher:


    - "Rainer Maria Rilke - Die schönsten Gedichte" gelesen von Ulrich Tukur, 1 CD, 73:38 Min. (Man wünschte sich dieses oder jenes Gedicht noch dazu)


    - "Arno Schmidt - Nachrichten von Büchern und Menschen", 12 CDs, über 12 Std. (Das sind die Radio - Essays von Arno Schmidt, Mitte der fünfziger bis Anfang der sechziger Jahre aufgenommen. Mag A. Schmidt sehr, diese Essays sind ein Schatz: klug, provozierend und mit Sicherheit nicht ausgewogen)


    - "Karl Phillipp Moritz - Anton Reiser", gelesen von Martin Wuttke, 6 CDs, über 6,5 Std. (Moritz, einer meiner Lieblingsklassiker, wenn nicht der Liebling...Als diese Lesung herauskam, mußte ich sie einfach haben. Bin mir noch nicht ganz sicher, ob mir die Art des Vortragens vorbehaltlos gefällt, manchmal scheint mir der Tonfall einfach zuviel Mitleid einzufordern, auf der anderen Seite ists ja auch keine lustige Geschichte, die erzählt wird, und Sogwirkung hat dieses Erzählen allemal. Muß zugeben, daß ich mir hier meines Urteils nicht sicher bin.)


    Liebe Grüße, Lena

    &quot; wenn ein neues Buch erscheint, lies Dú ein altes&quot;&nbsp; (aus Zettel&#039;s Traum)

  • Hallo zusammen,


    derzeit höre ich "Die Strasse" von Cormac McCarthy, gelesen von Christian Brückner.


    Kaufen* bei

    Amazon
    Booklooker
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Schon nach den ersten Sätzen weiß der Hörer, dass Christian Brückner seine Aufgabe gut machen wird. Seine Stimme gespickt mit Düsternis und Resignation, manchmal etwas schleppend ...


    Viele Grüße
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)

  • Hallo !


    Ich habe gerade mit Daisy Miller von Henry James, gelesen von Gert Westphal begonnen. Ich kann leider noch nicht viel darüber sagen, weil ich noch ganz am Anfang bin.


    Gruß von Steffi


  •  
    Ist das eine vollständige Lesung ?


    Hallo Lost


    Es ist die ungekürzte Lesung, 462 Min. auf 6 CDs


    und willkommen im Forum. :winken:
    Gruß
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)