Zu seinem Todestag 24.3.1905 gibt‘s zwei interessante Podcasts (hab beide noch nicht gehört, aber die Transscripte überflogen ;-)):
Zeitzeichen (~15 Min)
https://www1.wdr.de/mediathek/…euer-jules-verne-100.html
SWR Das Wissen (~30 Min)
Zu seinem Todestag 24.3.1905 gibt‘s zwei interessante Podcasts (hab beide noch nicht gehört, aber die Transscripte überflogen ;-)):
Zeitzeichen (~15 Min)
https://www1.wdr.de/mediathek/…euer-jules-verne-100.html
SWR Das Wissen (~30 Min)
Spannende Geschichten sind doch eigentlich nur die 80 Tage und die 20.000 Meilen.
Reise zum Mittelpunkt der Erde. Die 500 Millionen der Begum. Die Erfindung des Verderbens.
Schöne Sendung: „Egal ob billige Paperbacks, aufwendige Bildbände oder bibliophile Wunderwerke: Bücher sind materialgewordener Geist. Doch einst wertvoll, sind sie heute vielen nur noch eine Last. Lässt sich der Abschied von den Büchern würdevoll gestalten?“
Zu
ZitatTom got up hungry, and sauntered hungry away, but with his thoughts busy with the shadowy splendors of his night's dreams.
hab ich noch ne Variante (Gesammelte Werke, Bd. 7 (Hanser 1977), dt. von Lore Krüger):
ZitatHungrig erhob sich Tom, und hungrig sprang er davon, seine Gedanken aber waren vom schattenhaften Glanz seiner nächtlichen Träume erfüllt.
Wobe mich keine Übersetzung überzeugt: "sauntered" ist "schlenderte" – und das ist ja wohl etwas anderes als "sprang" oder "machte sich davon". Und wo der "Bettelknabe" herkommt (den auch Krüger hat), ist mir auch etwas schleierhaft ("Pauper" ist einfach: "Bettler")
Bei Mobileread gibt's eine dt. Version von 1905 ("Prinz und Bettler" - na also, geht doch ;-)), bei der es allerdings "Frei nach dem Amerikanischen des Mark Twain von Rudolf Brunner" heißt. Immerhin, hier schlendert er. Dafür wird der Satz zerteilt:
ZitatTom erhob sich hungernd und hungrig schlenderte er hinweg. Seine Gedanken beschäftigten sich immer noch mit dem goldenen Zauber seines nächtlichen Traumes.
Und spaßeshalber hab ich auch mal Deepl gefragt:
ZitatTom stand hungrig auf und schlenderte hungrig davon, aber mit seinen Gedanken mit der schattenhaften Pracht seiner nächtlichen Träume beschäftigt.
Ich hab meine Wolf-Haas-Bestände aufgestockt:
Bei meiner Buchhandlung umme Ecke:
* Wackelkontakt (das war der Auslöser)
* Eigentum
via Booklooker (ich wollte die geb. Ausgaben, die es anscheinend nicht mehr im Buchhandel gibt):
* Müll
* Junger Mann
* Die Verteidigung der Missionarsstellung
(„Eigentlich“ lese ich ja gerade „Die Projektoren“, aber da brauche ich ne Pause und hab erstmal „Eigentum“ begonnen)
Die waren Lizenz des Bärmeier und Nikel Verlags, und allesamt zusammengekürzt und verhunzt.
Das ist noch harmlos formuliert - die Bände waren um mindestens 50% gekürzt und wurden zudem in ein sagenwirmal flottes Deutsch gebracht ("übersetzt" kann man das wirklich nicht mehr nennen)
Durch Arno Schmidt, glaub ich
Ne, Schmidt nahm sich nur die Diogenes-Übersetzung der "Reise zum Mittelpunkt der Erde" vor, und auch das wurde - iirc - erst postum veröffentlicht. Aber Bärmeier & Nikel hat seinerzeit mit Schmidt geworben. Und in die Bearbeitung der "Propellerinsel" hat der Bearbeiter Wondratschek eine Schmidt-Anspielung untergebracht (ein Denmkal, dem beim Untergang der Insel die Schreibhand abfällt).
Hat er: „Also, auf die Gefahr hin, daß wir wegen ‹Geschäftsschädigung› von irgendeinem Tollbrägen von Verleger verklagt werden – : die, meiner Ansicht nach, mit Abstand beste deutsche Übersetzung, ist die von Gustav Meyrink; die 1909–14 in 16 Bänden bei Langen in München erschien. Sie ist fast vollkommen …“ (BA, II, 2, S. 379)
Kein Klassiker: Clemens Meyer, Die Projektoren. Ich komme aus persönlichen Gründen nur langsam voran, bin aber nach 200 Seiten beeindruckt. Ohne sagen zu können, warum überhaupt ;-).
Ja, es ist ganz anders. Aber sehr gut ;-).
Ich lese "aus Gründen" derzeit zwar vor allem Arno Schmidt, aber das hindert mich nicht daran, neue Bücher zu kaufen, die ich irgendwann mal lesen werde. Neu hinzugekommen sind:
Shakespeare, Mabeth, in der Übersetzung von Frank Günther. Taschenbuch. Zweisprachige Ausgabe mit umfangreichen Anhang & Kommentar. Schöne Ausgabe.
Frank Günter (Hg), Shakespeares Wortschätze. Zitatensammlung, thematisch geordnet, mit einem Nachwort von Frank Günther. dtv, aber robuster Einband, dafür ziemlich dickes Papier. Handliches Format.
Harry G. Frankfurt, Bullshit. Kein Klassiker, aber das musste jetzt endlich mal sein ;-).Schmaler Essay
Gabriele Tergit, Käsebier erobert den Kurfürstendamm. Schöffling & Co, Lesebändchen, hübsche Ausgabe. Stand seit der Lektüre der "Effingers" auf dem Programm (und wird auch demnächst gelesen). Anstoß zum Kauf gab das Hörspiel, das kürzlich lief.
Gabriele Tergit: Käsebier erorbert den Kurfürstendamm, 105 Minuten. Hörspielbearbeitung und Regie: Volker Kühn. Produktion: SWR 2023. – hat mir gefallen.
Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin säuft ab 😱
Die falsche Kiste
Ohja, das lese ich immer mal wieder und lache jedesmal sehr. Und wo wir bei amüsanter Lektüre sind, darf P.G. Wodehouse nicht fehlen, etwa "Onkel Dynamit". Sehr lustig. Auch wenn man schon ein Auge zudrücken muss, um ihn als Klassiker durchgehen zu lassen ;-).
Unbedingt: „Master of Ballantrae“. Gibt eine sehr schöne Mare-Ausgabe.Aber auch die diversen Erzählungen. Wobei Schatzinsel phänomenal gut ist.
(Ah, ich kriege hier auch gleich Tipps, nachdem ich am Dath gescheitert bin, ich brauch so max ~100-Seiten-Dinger, für alles andere reicht derzeit meine Konzentration nicht.)
Hebel! Aber ja. Claudius, aber der ist sagenwirmal speziell.
Und natürlich: Kleist!
Tja. Überhaupt falsche Ausgabe: ich hab mir die günstige TB-Ausgabe zugelegt. Das Papier sieht nicht so aus, als würde es gut altern. Bis ich das anfange, wird es wohl vergammelt sein …
Keller! Natürlich, wie konnte ich den vergessen! Muss ja nicht gleich der Heinrich sein: Die drei Frage… äh: gerechten Kammacher!
Gerade abgebrochen ;-): Dath, ›Cordula killt dich, oder: Wir sind doch nicht die Nemesis von jedem Pfeifenheini. Roman der Auferstehung‹. Dabei ist das so ein wundervoller Titel, da war ich sehr neugierig. Aber dafür hab ich derzeit keinen Kopf. Mal sehen, was ich als nächstes probiere. Vermutlich werd ich wieder zu Arno Schmidt greifen.