Friedrich von Schiller: Wallenstein-Trilogie

  • Diese berühmte Dramenfolge von Schiller, die sich um den General aus dem Dreißigjährigen Krieg dreht, habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen. Aber ich würde es leichter und noch spannender finden, wenn andere mitlesen würden, denn es gibt doch viel, was man bei diesen Dramen besprechen könnte. Für Mai und Juni bin ich noch gut beschäftigt, dann kommt der Urlaubsmonat, aber vielleicht hätten welche Lust, sich im Spätsommer oder Herbst an diesen wichtigen Klassiker zu wagen … . Ich würde mich freuen und bin ab August ganz frei in der Planung.

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)

  • Schillers "Wallenstein"-Trilogie ab August, da könnte ich gern wieder mit dabei sein. Ich habe sie lange nicht mehr gelesen. Ich ahne, dass ich sie, ausgerüstet mit den Erfahrungen der Nachwende-Zeit ab 1990, heute ganz anders lesen würde.


    Meine mündliche Abiturprüfung 1974 in Erfurt galt Schillers "Wallenstein". Damals ging es um das "Zaudern" des Dramenhelden. Die beiden Freunde Goethe und Schiller tauschten sich aus über den "deutschen Nationalautor".

    Der Stern Napoleons war um 1798 aufgegangen. Konnte der "Friede des klassischen Weimar", der nach dem Frieden von Basel 1795 in Mitteldeutschland Einzug gehalten hatte, Bestand haben?


    "Weil ich den Frieden suchte, musst ich fallen", erinnere ich mich an eine Stelle.


    Na und die jetzigen Zeiten: "Nacht muss es sein, und Deine Sterne strahlen" (Seni), was zu DDR-Zeiten flugs im Volksmund verwandelt wurde in: "Dumm musst Du sein, und Deine Sterne strahlen."

    Vielleicht bekommen wir im Sommer solch eine Leserunde hin? Ich würde mich freuen.

  • Sollte ich zu dieser Zeit zuhause sein, lese ich auch gerne mit.

    In diesem Jahr sind bei uns Urlaubspläne langfristig nicht möglich wegen Corona und der alten Schwiegermutter, die jeden Tag Handreichung braucht. Ich weiß noch nicht, wann und wie lange ich reisen kann. Vielleicht bleibe ich daheim und tröste mich mit Schiller ... Als Unterwegslektüre ist der Wallenstein, denke ich, nicht geeignet.

  • Ach, das ist ja schön, dass ihr Lust auf diese Werkfolge habt, Zefira und Karamzin. Bei mir ist es tatsächlich das erste Mal - shame on me - dass ich die Trilogie lesen würde und gesehen habe ich sie auch noch nicht. Und wie interessant, dann auch mal den literatursoziologischen Ansatz, der wohl am Erfurter Gymnasium damals gelehrt wurde, zu besprechen. Wobei auch bei mir im Studium in Bonn in den Endsiebzigern und Anfang Achtzigern die Literatursoziologie noch eine große Rolle spielte, und ich finde, dass vieles davon gerade für ein solches Werk durchaus noch seine Berechtigung hat.

    Es muss nicht gleich der August sein. Aber wir können uns ja nach dir richten, Zefira, sobald du weißt, wie es urlaubsmäßig wird. Wenn's nicht geht und du, Karamzin, vielleicht auch im Herbst könntest, dann wäre das ja auch eine Möglichkeit. Ich liebäugelte dann damit, vielleicht vorher noch seine Geschichte des Dreißigjährigen Krieges zu lesen, aber die ist ganz schön dick, und Schillers Sachtextstil ist nicht so meins. Mal sehen … .

    Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Kafka)