Beiträge von BigBen

    Hier mal eine genaue Übersicht der nicht SI Maße:


    1 Pariser Fuß (Pied de Roi) = 32,47325 cm (18. Jahrhundert)
    1 Pariser Fuß (Pied de Roi) = 32,48394 cm (19. Jahrhundert)


    1 Toise de Chatelet = 6 Pied de Roi = 72 Pouces (Zoll)
    1 Pied de Roi = 12 Pouces
    1 Pouces = 12 Lignes (Linien)


    (Quelle: W. Trapp "Kleines Handbuch der Maße, Zahlen, Gewichte und Zeitrechnung")


    Für die Meile zitiere ich den Pierer (3. Ausgabe, 19. Band, 1843 [paßt also prima zum Publikationszeitpunkt des Kosmos]):
    "die geographische Meile, der 5400. Theil des Aequators, 22848 französische Fuß (23707.5 rheinische)"


    Das ergibt mit der obigen Angabe: 7421,93 m


    Zum Meridian (ebenfalls aus dem Pierer, selber Band)
    "Die neueren Geographen, bes. in Frankreich u. Deutschland, haben sich jedoch meist darin vereinigt, den unter Ludwig XIII. als ersten bestimmten Meridian, der durch die Ferro, als die westlichste der Canarien, geht, anzuerkennen u. von ihm aus die Grade der (geograph.) Länge in östlichem Abstande fortgehend im ganze Kreise herum zu zählen, jedoch mit der Modification, daß man den Meridian, der genau 20 Grad westl. liegt, als der der pariser Sternwarte, als den ersten Meridian anzunehmen, wo dann derjenige der an der W.Küste von Ferro vorbeistreift, nur noch 30' weiter davon entfernt ist. Die Engländer rechnen meist vom Meridian von Greenwich aus (17° 41' östl. Länge von Ferro) und zählen sowohl östlichen als auch westl. Abstand bis zu 180°."

    Mehr als die Vorrede habe ich bisher auch nicht geschafft. Ich habe mich dabei gefragt, ob der Kosmos in Humboldts Zeit als ein Fachbuch oder ein populärwissenschaftliches Buch anzusehen ist.
    Die Inhaltsübersicht fand ich beeindruckend. Das geht weit über ein simples Inhaltsverzeichnis hinaus. Selbst die Anmerkungen sind da mit aufgelistet.

    Hiermit möchte ich die Leserunde zu Humboldt eröffnen.


    Hier noch einmal die Links zu den beiden Buchversionen und zum Hörbuch:

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    Und hier der Link auf die Kosmos-Vorträge:


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    Und dann habe ich noch den Link zum Humboldt-Portal


    Ich freue mich schon auf die Diskussionen mit Euch. :winken:

    Tschingis Aitmatow ist zwar kein Russe, aber "Der Tag zieht den Jahrhundertweg" gehört unbedingt zur sowjetischen Literatur.
    Dann könnte ich noch Jewgeni Jewtuschenko "Beerenreiche Gegenden" empfehlen.


    Und noch ein Tip. Im allgemeinen sind die DDR-Übersetzungen deutlich besser.


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    Ich lese gerade den Gehülfen von Walser und bin von den Reflexionen der Hauptperson sehr angetan. Aber das ist etwas, das mich ein wenig irritiert.
    Joseph bekommt jedes Wochenende fünf Mark Taschengeld von Tobler. Der Roman spielt in der Schweiz und soweit ich herausbekommen habe, wurde auch vor hundert Jahren der Franken als Zahlungsmittel verwendet.
    Wieso verwendete Walser also die Mark als Währung? Oder wurde das vom Verlag nachträglich geändert?
    Ich weiß, das ist nur ein kleines Detail, aber gerade an solchen Details bleibe ich oft hängen und komme dann einfach mit dem Lesen nicht weiter. :sauer:.

    Vielleicht kann Dir BigBen besser antworten :zwinker: .


    Tja. Für mich ist "Kosmos" auch das erste Werk von ihm. Aber der der größte Reiz liegt für mich darin, das dieses Werk den Versuch macht, das ganze naturwissenschaftliche Wissen der damaligen Zeit kompakt zusammenzufassen.


    Ich habe mein Exemplar gerade bestellt. Am Samstag könnte ich es holen, aber es wird wohl Montag werden, bis ich meine Stammbuchhandlung von innen anschauen kann. Danach kann ich jederzeit anfangen ;).


    Na, so sehr wollte ich es ja nun auch nicht überstürzen. :zwinker: Jetzt will ich erst einmal den Flann O'Brien genießen.
    Diesen Klopper kann man kaum im Bett lesen, da wird es wohl sehr langsam vorwärts gehen. Ich hoffe, Du hast es dann nicht so eilig. :winken:

    War in Deiner Ausgabe auch die "Fortsetzung von Freundeshand" enthalten? Wenn ja, wie fandest Du diesen Teil?
    Ich bin gerade in der Hälfte dieser Fortsetzung. Der Stil unterscheidet sich doch deutlich von dem Sternes. Die Handlung ist viel linearer, auch wenn der "Freund" versucht, Sternes Rösselsprünge nachzuahmen. Außerdem gibt es auch viel mehr Handlung.


    Wie sieht es Anfang 2008 mit dieser Leserunde aus?


    Ich habe mich gerade durchs Cryptonomicon gequält. Jetzt werde ich für eine Weile erst einmal zu etwas handlicher Literatur greifen (Kosmos ist ja auch nicht gerade ein Hanschmeichler). Aber so ab Februar könnte ich mit mir reden lassen. :winken:

    Lang hat übrigens mit "Die Frau im Mond" den ersten wissenschaftlichen Science Fiction Film gemacht.



    Ich gebe meinem "Vorredner" Giesbert Recht, würde allerdings noch weiter gehen und "Metropolis" nicht nur als "reaktionär", sondern nahezu als faschistisch bezeichnen.


    So würde ich das nicht sehen. Der Film ist sicher vom Zeitgeschmack beeinflußt, transportiert aber auch dieses unangenehme Gefühl einer hochtechnisierten, taylorisierten Welt.

    Der Literaturnobelpreis war ja im Grunde genommen wohl auch bereits von Nobel (wenn ich mich nicht irre, ein Anhänger anarchistischen Gedankenguts, oder?) zumindest politisch angehaucht konzipiert worden. Jedenfalls nicht auf literarische Qualität ausgerichtet.


    Dann sollte man ihn aber auch anders nennen, um Mißverständnissen vorzubeugen. :zwinker:


    Und wie viele Informationen er gleich unterbringt, ohne dass ich das Gefühl als Leserin habe, überfrachtet worden zu sein: Orte und Zeiten und die Verzahnung im eigenen Werkskatalog.


    Also ich hatte das Gefühl, mit Informationen bombardiert zu werden. Es hat über 200 Seiten gedauert, bis ich mich einigermaßen zurechtgefunden habe.