Beiträge von Firiath

    Jaqui
    Lust hätt ich auf beide Bücher, bin aber ab nächster Woche erstmal zwei Wochen in Urlaub, völlig ohne Internet, da macht ein gemeinsames lesen leider keinen Sinn, fürchte ich. Schade. Aber mal sehen was du bis dahin geschafft hast, vielleicht ist ja noch eins übrig. Ab Mitte Juni bin ich wieder "on" .
    Ich hoffe aber im Urlaub ein oder zwei Bücher meiner Liste zu schaffen, da hab ich wieder etwas mehr Muße für klassische Literatur hoff ich.

    Ich hab nicht mal eine Tabelle, ich schreib die Liste (Titel + Autor) in ein einfaches Textdokument, nur unterteilt in Jahre. Sonst nichts, ich bin schon fast stolz auf mich, daß ich es halbwegs regelmäßig schaffe diese Liste fortzuführen. Jegliche Versuche regelmäßig in ein Büchlein zu schreiben, egal was, haben bei mir nie geklappt, da bin ich wohl nicht der Typ dafür, obwohl ich die Idee eigentlich sehr schön fände.

    Danke für die Tips, "Von kommenden Tagen" hab ich mir notiert und "Die Tür in der Wand" kam mir schon vom Titel her bekannt vor. Ich habs vor langer Zeit glaub ich auch schon mal gelesen bzw. mindestens angelesen, aber so richtig erinnern kann ich mich komischerweise nur an den Anfang der Geschichte. Ich hab sie inzwischen gefunden im Band "Meistererzählungen von H.G. Wells", hier heißt die Geschichte "Die Tür in der Mauer" und ich werde sie demnächst nochmal lesen und vielleicht nach und nach auch die anderen Geschichten, erinnern kann ich mich eigentlich nur an "Die seltsame Orchidee", ich glaub ich bin damals hängengeblieben und hab die weiteren Geschichten nicht mehr gelesen, das passiert mir bei Kurzgeschichtensammlungen öfter mal, leider... Kurzgeschichten sind nicht ganz mein Metier, obwohl mir bewußt ist daß es da wirklich Perlen gibt, aber kaum ist man drin in der Geschichte, ist sie auch schon wieder vorbe und ich bin wohl einfach gern länger in einer Geschichte, schwierig zu beschreibeni. Ich bemüh mich in den letzten Jahre zwar auch in der Richtung mehr zu lesen und bin auch immer mal wieder beindruckt, was man alles in teilweise wenige Seiten packen kann, aber es passiert mir leider doch immer wieder das solche Sammlungen halb gelesen untergehen.

    Mein erstes Listenbuch "Krieg der Welten" von H.G. Wells ist gelesen und ich hab hier ein bisschen was darüber geschrieben.


    louzilla
    Ich hab deine Ausführungen über "Schöne neue Welt" interssiert mitgelesen. Wie gesagt, ich fand damals das Buch ab ca. der Hälfte sehr zäh, dennoch natürlich interessant und natürlich nachdenkenswert. Vielleicht probier ich es irgendwann doch auch nochmal, manchmal passt auch die "Lesezeit" im eigenen Leben für ein bestimmtes Buch einfach nicht so ganz.

    Ich habe inzwischen mit "Der Krieg der Welten" begonnen und bin bereits mittendrin im Geschehen um den Angriff der Marsianer. Im Augenblick gefällt mir sehr wie Wells die erste "Landung" der Marsianer im ländlichen England beschreibt, dieses Hin- und Her der Leute zwischen Neugier, Ahnungslosigkeit, Panik und Blauäugigkeit. Man muß sich ja schon wundern, daß die blanke Neugierde und Sensationsgier der Leute nach den ersten Todesopfern nicht besiegt wurde....


    Mit dem "Unsichtbaren" bin ich übrigens nicht mehr so richtig warm geworden (mit ihm selbst sowieso nicht, aber auch mit dem ganzen Buch nicht :zwinker: ) , von den bisherigen Wells-Büchern fand ich es am sperrigsten zu lesen und hatte manchmal Mühe weiterlesen zu wollen, dennoch war die Lektüre interessant und es gefällt mir bei jedem Buch wieder, wie genau Wells die menschlichen Verhaltensweisen beobachtet hat.



    Edit 5.3.2017


    Inzwischen hab ich den "Krieg der Welten" beendet.
    Ich fand die Geschichte über die Invasion der Marsianer durchweg spannend und interessant, konnte gar nicht mehr aufhören damit. Wie schon bei "Wenn der Schläfer erwacht" war ich fasziniert von der visionären Phantasie des Autors was technische Entwicklungen anbelangt. In diesem Fall zwar keine Technik der menschlichen Zukunft sondern Technik der Marsianer, aber sich zu dieser Zeit das so ausgeklügelt vorzustellen, da gehört schon eine Menge technischer Sachverstand und Vorstellungskraft dazu. Unser heutiger SF-"geschulter" Verstand denk all die Erklärungen natürlich gleich weiter und "sieht" sicherlich andere Bilder als der Leser um 1900, das besondere heutzutage liegt darin zu wissen, daß dieser Autor solcherlei Entwicklungen wie den "Feuerstrahl" (Laser) oder die ausgeklügelten Kampf- und Flugmaschinen schon damals ersonnen hat. Ein aus heutiger Sicht amüsantes Nebendetail fand ich das "rote Unkraut", damit erklärte der Autor vielleicht, warum der Mars rot aussieht ?


    Die Geschichte der Invasion selbst ist sicherlich zeitlos und steht für jede Art der gewaltsamen Machtübernahme - und Ausübung die vorstellbar ist. Im Buch selbst werden direkte Parallelen zu dem Verhältnis "Mensch" vs. "Tier" gezogen, genauso gut kann man Parallelen zu Eroberungen der Engländer, Spanier und Portugiesen in den neuentdecken Ländern, den Kolonien, darin sehen. Einem Atzteken oder Inka müssen die Spanier mit ihren Gewehren und ihren Rüstungen auch wie "Marsianer" vorgekommen sein. Eine technisch übermächtige Lebensform kommt und nimmt sich einfach was sie vorfindet ohne Rücksicht auf die "Eingeborenen" . Wie bei allen bisher von Wells gelesenen Büchern ist die eigentliche SF-Geschichte eigentlich "nur" ein Deckmantel für die Botschaft darunter oder für das Anprangern von Mißständen in der tatsächlich existierenden Gesellschaft seiner Zeit und unserer Zeit, den an der menschlichen Natur hat sich die letzten 100 Jahre diesbezüglich nicht so viel geändert.
    Ebensogut könnte man eine Parallele zu "Mensch" vs. "Umwelt" hineininterpretieren. Der Mensch beutet die Welt, die Fauna und Flora beinahe genauso rücksichtslos aus, wie die Marsianer dies mit der Erde vorhatten.


    Spannend fand ich wieder den genauen, analytischen Blick Wells auf die verschiedenen Menschentypen, auf ihre Verhaltensweisen im Allgemeinen und speziell in so einer Krisenzeit. Sehr gehaltvoll fand ich auch das Gespräch des Erzählers mit dem Artilleristen, den er insgesamt zweimal getroffen hat, die "Visonen" des Mannes, die Gedankengänge und dann die Ernüchterung als zu erkennen war, wie es um den Mann und seinen Handlungen tatsächlich stand. Die Charaktere waren allesamt gut beschrieben, die "Gefangenschaft" zusammen mit dem Pfarrer sehr intensiv, geradezu klaustrophobisch, die Handlungen und Vorgehensweisen der Personen nachvollziehbar. Ich bin dem Ich-Erzähler und seinem Bruder gespannt durch diese Apokalypse gefolgt und hab mit ihnen gefiebert, einzig über das Schicksal seiner Frau während der Invasion hätte ich gern noch etwas mehr erfahren, da waren mir die Nebensätze die mit ihr zutun hatten doch ein bisschen zu wenig.


    Insgesamt hab ich das Buch wirklich sehr gern gelesen, bin mir beinaher sicher, daß ich es irgendwann nochmal lesen oder hören werde und es bestärkt mich darin, noch mehr von dem Autor zu lesen.



    Die bekannteren "Hauptwerke" hab ich jetzt wohl durch, hat jemand noch einen Tip für mich welche Wells-Bücher sich noch besonders lohnen?

    Aufgrund Eurer Empfehlung hier ist "Gnade" inzwischen in meinem Regal gelandet, mal sehen wann ich es lese.


    Aktuell les ich gerade diverses und wahrscheinlich zuviel gleichzeitig, u.a.


    "Der Krieg der Welten" von Wells (mein erstes Listenbuch für die Klassikliste hier im Forum)
    und "Die drei Sonnen" von Cixin Liu ) anfangs hatte ich echt Mühe mit den vielen chinesischen Namen, aber so allmählich hab ich mich eingelesen.


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    finsbury
    .. den Film möcht ich mir irgendwann noch ansehen, bin ja immer neugierig wie auf eine Buchverfilmung ... .
    Aber schade, wenn man die Handlung schon kennt bzw. weiß worauf das ganze hinausläuft, verliert das Buch sicherlich einen großen Teil der Wirkung. Ich hab damals weitgehend unvorbereitet in das Buch hineingelesen und hab sozusagen mit den Internatskindern allmählich begriffen worauf es hinausläuft. Mir haben sich lang nicht mehr so die Nackenhärchen gesträubt wie bei diesem Buch ..... gleichzeitig ist es wunderbar melancholisch und zart erzählt. Einge Buch-Bilder sind mir immer noch gegenwärtig und haben sich geradezu eingebrannt.

    "Schöne neue Welt" fand ich aber der Hälfte etwa, sehr mühsam zu lesen, hab aber trotzdem nicht bereut es gelesen zu haben, weil andererseits schon viel Interessantes drinsteckt und man es schon mal gelesen haben sollte. Aber es war für mich eine eher zäher Brocken damals.
    Bin gespannt wie es dir damit ergeht.


    Ich les gerade


    "Darknet" von Daniel Suarez


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    .. der zweite Teil eines spannenden, von den Grundgedanken her interessanten Cyberspace-Thrillers, in dem eine künstliche Intelligenz das komplette bestehende Gesellschaftssystem unterminiert und verändert.



    finsbury
    "blueprint" klingt interessant. Zum Thema "Klon" hat mich "Alles was wir geben mußten" von Kazuo Ishiguro sehr beeindruckt. Am Besten wär es aber inhaltlich möglichst wenig über das Buch zu wissen bevor man es liest ....

    ... ich hab zuletzt von Wells "Wenn der Schläfer erwacht" gelesen und war wirklich beeindruckt davon. [url=http://literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,43815.0.html]Hier[/url] hab ich auch was darüber geschrieben.
    An "Der Unsichtbare" bin ich nebenher immer noch dran, ich les es auf Englisch und auf dem Reader, d.h. meistens nur wenn ich unterwegs bin und komm dementsprechend nur stückchenweise voran. Bisher find ich es aber sehr spannend, den "Unsichtbaren" sehr ruppig und unheimlich, wie das eben auch seine Umgebung empfindet. Schön find ich die Beschreibung der Leute die mit ihm in Kontakt kommen und wie sie auf den seltsamen Mann reagieren, der wie ein Meteor in ihre ländliche kleinstädtische Welt fällt. Wenn irgend möglich möcht ich es aber diesen Monat fertiglesen und schreib dann nochmal was dazu.


    Zitat

    louzilla:
    Er ist eher sachlich effizient und mir manchmal zu reduziert und zu ruppig


    Beim "Schläfer" war ich fasziniert davon welch umfangreiche Geschichte und was für Zeiträume und Ereignisse man auf so kurze Form bringen kann. Inhaltlich würden Autoren daraus wohl zum jetztigen Zeitpunkt mindestens eine Trilogie machen. Klar, manches kommt für unsere heutigen Gewohnheiten zu kurz, Emotionen, Gefühle der Protagonisten, außerdem passiert den Personen vieles "nur" und sie sehen fast staunend zu, es wird weniger erklärt und mehr Freiraum für eigene Interpretationen gelassen, aber gerade das find ich an "älteren" Büchern oft besonders interessant. Die "Zeitmaschine" ist ja auch ein recht dünnes Bändchen und was ist es für eine große Geschichte, das find ich im Vergleich zu unseren "immer dicker" werdenden Schinken schon oft beeindruckend.

    "Die größere Hoffnung" - Ilse Aichinger


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    Wurde mir von einer Freundin schon vor Jahren ans Herz gelegt, steht auch schon einige Jährchen ungelesen im Regal. Jetzt hab ich endlich damit angefangen. Mein erstes Werk der Ende letzten Jahres verstorbenen Autorin. Faszinierende Sprachwelt, die mir schon jetzt nach den ersten Seiten sehr gefällt, aber natürlich, ... wie erwartet, emotional schwierig und bedrückend. Das Buch werd ich langsam angehen...

    Diesen schönen alten Filmklassiker kenn ich auch, hab ich schon als Kind gern gesehen und später dann mit meinen Kindern geschaut. Wie buchgetreu die Verfilmung allerdings ist weiß ich nicht.


    Es gibt noch einen neueren Film "Die fantastische Welt von Oz" , der aber eher die Vergangenheit des Zauberers von Oz beleuchtet und nicht direkt eine Bucheverfilmung ist, sondern erählt wie der ´Zauberer nach Oz kam.


    Hm ... gerade "Walden" ist ein kleiner Teich, im Grunde genommen Vorstadt, schon zur Zeit Thoreaus ... ;)


    Soso..... :elch:


    Mal schaun ob ich je die ganz sicher nötige innere Ruhe dafür haben werde .... momentan geh ich bei Natursehnsucht doch meist eher auf einen Spazierganz in den Wald hinterm Haus ^^

    "Alte Wege" hab ich ebenso wie "Karte der Wildnis" auch schon auf meiner Wunschliste, aber ich werd mal versuchen in einer Buchandlung reinzuschaun ob es wirklich was für mich ist, bevor ich eins davon kaufe. Insbesondere "Alte Wege" reizt mich aber schon sehr.
    Danke für den Link. Überrascht war ich auf der Liste der deutschen Vertreter des "Nature Writing" Peter Handke zu finden, den hätte ich jetzt in der Rubrik nicht vermutet, hab von ihm bisher aber auch nur "Wunschloses Unglück" gelesen. Eine kleine Recherche hat aber tatsächlich einige Titel von Handke ergeben, die in diese Richtung gehen könnten, ob er allerdings deshalb gleich ein deutscher Vertreter dieser Literaturgattung ist? Mir wär als deutscher Vertreter spontan Adalbert Stifter eingefallen, aber ... wahrscheinlich ist das eine andere Art der Naturbeobachtung, er verklärt ja auch nicht, sieht aber die Schönheit der Natur, aber durchaus auch ihre Gefahren.
    Thoreau und Co. hab ich nie gelesen, bin zwar schon das ein oder andere Mal drumrumgeschlichen, aber so der letze Anreiz hat dann doch gefehlt.

    Beim Hören muß ich auch nebenbei was machen, jedenfalls müssen die Hände was zu tun haben dabei. Aufräumen geht auch, wenn ich dabei immer im selben Zimmer bleibe.


    Inzwischen hab ich alle Guy de Maupassant - Geschichten gehört. "Fräulein Fifi" fand ich dabei besonders bemerkenswert. Mehr als einmal war ich in Gedanken auch wieder dankbar in unserer Zeit zu leben und nicht in einer Zeit in der man Frauen so sah, wie es von Männern in eben diesen Geschichten ausgedrückt wird.


    Was mir gut gefiel an seinen Geschichten, ist der sehr klare, oft entlarvende Blick auf die Verhaltensweisen der Menschen, Gespür für die psychologischen Aspekte hinter den Handlungen, die genaue Beobachtungsgabe, was mir fehlte war ein bisschen Wärme für seine Protagonisten, seine Ironie ist nicht lächelnd, sondern nur beißend. Er seziert und läßt nichts mehr übrig. Wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist wie oben schon angedeutet sein Frauenbild, kennt man ja bis zu einem gewissen Grad aus "alter" Literatur, aber bei ihm fiel es mir schon besonders arg auf.... , da schwankte ich zwischen :entsetzt: und :lol:


    EDIT: Auf der CD sind "Pariser Abenteuer", "Liebesworte", "Das Holzscheit", "Fräulein Fifi"
    ok .. das ein Mann es wenig erbaulich findet "mein dickes Kaninchen" (oder so ähnlich) genannt zu werden kann ich aber doch auch wieder verstehen, bei "Liebesworte" mußte ich zwar ob der männlichen Arroganz ein paar Mal schlucken, hatte aber doch auch ein gewisses Verständnis :zwinker:

    Leider hab ich recht wenig Zeit zu hören und abends vorm Einschlafen kann ich maximal lesen, aber sobald ich nur höre, schlaf ich ein dabei und dann mischen sich Traum und Geschichte die ich höre oft sehr unangenehm. Nein ... beim Sandmann hätt ich mir das definitiv nicht gewünscht :entsetzt:
    Was ich aber bisher von den beiden Sammlungen gehört hab hat mich begeistert.

    ... ich hab gestern aus meiner Hörbuch-Sammlung "Meisterwerke der deutschen Literatur" von Argon "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffman gehört. Der Titel war mir natürlich schon ewig ein Begriff, es wird ja auch immer mal wieder in Filmen und anderen Büchern darauf verwiesen, ich hatte aber immer nur unklare Vorstellungen vom Inhalt.
    Ehrlich gesagt.. ich hab mir was völlig anderes darunter vorgestellt. Ich kann jetzt nicht sagen daß ich enttäuscht bin, die Geschichte ist vor allem anfangs sehr spannend und man kann sich in das kleine Kind gut hineindenken und erkennt was Phantasie sich alles zusammenreimen kann. Mich hätte interessiert ob der Vater von Nathanael das alles freiwillig gemacht hat oder ob er in irgendeiner Weise gezwungen war. Der Advokat wurde auch wirklich gruslig beschrieben.
    Dann später die Story mit der Puppe und ständig die Wiederholung des Motivs der Augen. Schon gruslig, aber letzlich auch die Beschreibung eines traumatisierten Kindes das eine lebenslange Störung mit sich rumschleppt. Mir hat Nathanael ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch leid getan, war er doch offensichtlich krank und in einer psychischen Erkrankung gefangen, wie sonst konnte er die Puppe für echt halten . Am Ende dann noch der Kunstgriff, daß zu seinem ganzen Unglück auch nochmal der Advokat auftaucht, falls er es tatsächlich wirklich war und nicht nur eine Wahnvorstellung und ihn in den Tod treibt.
    Je länger ich darüber nachdenke, desto besser versteh ich warum diese Geschichte aus Grusel, übersteigerter Phantasie, Liebe, Halbwahrheiten und Wahnsinn für viele Literaten und Kunstschaffende so inspirierend war, aber es ist wirklich immer wieder überraschend und erhellend solche "legendären" , allgemein bekannten Geschichten dann doch endlich mal selbst zu lesen oder zu hören.


    Nur nebenbei: Der Sprecher Joachim Schönfeld hat seine Sache sehr gut gemacht, besonders bei diesem regelmäßig wiederholten Ausspruch "Holzpüppchen dreh dich" lief es mir regelmäßig kalt den Rücken runter.

    ... ich höre zur Zeit
    Meisterwerke der Weltliteratur: Argons Sammlung internationaler Meistererzählungen


    Beim Lesen bin ich eher für die längere Form, aber zum Hören sind Erzählungen, Novellen und Kurzgeschichten ideal, zumal ich sowieso nur gelegentlich Zeit habe intensiv und in Ruhe zu hören (am Besten beim Bügeln :breitgrins: )


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    Enthalten sind:


    1) Miguel de Cervantes: Die Macht des Blutes
    2) Giacomo Casanova: Die beiden Nonnen
    3) Alexander Puschkin: Pique Dame
    4) Nikolaj Gogol: Der Mantel
    5) Edgar Allan Poe: Der Untergang des Hauses Usher
    6) Gustav Flaubert: Die Legende von Sankt Julian
    7) Guy de Maupassant: Pariser Abenteuer, Liebesworte, Das Holzscheit, Fräulein Fifi
    8) Émile Zola: Die Muscheln des Monsieur Chabre
    9) Oscar Wilde: Die Sphinx ohne Geheimnis. Eine Radierung, Der Modellmillionär. Ein Zeichen der Bewunderung, Die Nachtigall und die Rose, Gedichte in Prosa, Der Lehrer der Weisheit
    10) Mark Twain: Aurelias unglücklicher Brätigam , Ein geheimnisvoller Besuch, Erfahrungen der Familie McWilliams mit der Rachendiphterie, Die Geschichte des Hausierers, Mrs McWilliams beim Gewitter



    Bisher gehört hab ich Cervantes, Puschkin und einen Teil von Maupassant. Von letzterem kannte ich bisher noch gar nichts und bin recht angetan davon. Die ganze Sammlung macht mir Freude, gute Sprecher, angenehme Stimmen ... ich freu mich über diesen gelungenen Spontankauf.



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    Die Sammlung "deutsche Literatur" wartet auf noch auf mich :smile:

    thopas


    Mich würde der neue Harry Potter schon interessieren, allerdings lese ich Theaterstücke sehr ungern. Ich habe mich noch nicht entschließen können, das Buch zu kaufen


    Gekauft hab ich es mir auch nicht, obwohl wir alle Harry Potter Bücher und noch ein bisschen Zusatzmaterial im Haus haben. Ich habs mir aus der Bücherei ausgeliehen und das reicht vorläufig auch. Ich war neugierig, habs auch nicht bereut es gelesen zu haben, aber es fehlt erwartungsgemäß das "Drumherum" , es geht alles viel zu schnell. Als HP-Leser kann man sich ja viel dazudenken, aber ich mochte bei Rowlings Bücher eben besonders auch die vielen kleinen zauberhaften Details und die fehlen in einem Scriptbuch natürlich welches vom Umfang her eher einer Kurzgeschichte gleicht. Kaum ist man drin, ist es auch schon zu Ende. Erstmal hab ich mich einfach gefreut Neues aus dem Potter-Universum lesen zu können. Jetzt in der Nachschau kann ich sagen, man merkt der Geschichte schon auch an, daß sie nicht von der Autorin selbst geschrieben wurde, etwas fehlt um richtig gut zu sein. Als Theaterstück auf der Bühne kann ich es mir aber wirklich gut vorstellen und dafür wurde es ja auch geschrieben.



    @Holden

    Zitat

    Harry Potter mag ich sogar sehr. Aber das Theatherstück interessiert mich tatsächlich nicht. Vielleicht auch, weil Rowling dabei nur Beraterin war und es nicht selbst geschrieben hat.


    Ja und wie oben schon geschrieben, das merkt man auch, ich glaub Fr. Rowling liegen länger ausgeschriebene Geschichten auch mehr. Ich hab mir kürzlich den "Phantastische Tierwesen" im Kino angesehen, für den sie die Drehbücher geschrieben hat und an dem Film erkennt man jetzt schon, daß sie es geschrieben hat, die Grundsteine abseits der "Tierwesen" für eine größere Geschichte sind gelegt, die Details stimmen.


    Und du machst mich grad neugierig auf Nele Neuhaus, ich hab von ihr noch nie was gelesen, vielleicht sollte ich das doch mal in Erwägung ziehen [Blockierte Grafik: http://www.smiley-paradies.de/smileys/sta_fragend/fragend_0780.gif]