Beiträge von GinaLeseratte

    Anthony Powells Das Tal der Gebeine habe ich inzwischen beendet. Der Kriegsverlauf wird mehrfach kurz erwähnt und es gibt einen ersten Verlust in der Familie. Das Ende des Bandes lässt mich schon gespannt auf den nächsten Teil schielen ... Lang wird die Pause wohl nicht werden.


    Jetzt lese ich Starkes Gift von Dorothy L. Sayers. Das ist der Fall, in dem Harriet Vane wegen Mordes angeklagt ist. Ich kenne vor allem spätere Romane, in denen immer wieder auf diesen Mordfall angespielt wird. Gefällt mir bisher richtig gut.

    finsbury: Ich bin auch gespannt, wie viel Historisches Powell tatsächlich darstellt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Kriegsverlauf insgesamt weiter im Hintergrund bleibt und Powell nur wenige Momente für die Handlung aufgreift. Aber lassen wir uns überraschen.


    Eure Leserunden verfolge ich natürlich interessiert. :zwinker:


    @Gina, wie ist eigentlich der Kriegsband von Powell, den du neulich gelesen hast? "Bei Lady Molly" ist für mich ein echtes Sahneteil des Romanzyklus!


    Zu "Bei Lady Molly" fällt mir spontan Erridge ein. :breitgrins:
    Du kannst Dich aufs Weiterlesen freuen, finsbury. Es wird keineswegs schlechter!


    Von "Das Tal der Gebeine" habe ich jetzt gut die Hälfte gelesen. Der Krieg spielt im Moment nur insofern eine Rolle, quasi im Hintergrund, als dass er das Leben aller deutlich verändert hat. Ich vermute, dass die großen Erschütterungen in den nächsten beiden Bänden kommen. Eine erste Vorahnung hatte ich im dritten Kapitel.


    Der Band liest sich sehr gut, wobei er sich natürlich inhaltlich und teilweise auch erzähltechnisch von den anderen Teilen abhebt. Beruhigt war ich, dass sich das Militärgedöns (damit kann ich gar nichts anfangen) sehr in Grenzen hält bzw. von Powell auf seine Art umgesetzt wird. Und Powell zaubert wieder einzigartige Charaktere (u.a. Bithel), sorgt für überraschende Begegnungen und neue Personenkonstellationen. Da ich Porridge liebe, gefällt mir eine Szene besonders ... bester englischer Humor! - Also trotz des ernsten Hintergrunds ein überaus unterhaltsames Buch.

    Eine deutschsprachige Biographie hab' ich auch noch nicht gesehen, Anne. Das ist schade, dass es hier keine Übersetzung gibt. Aber Dein "Herbstbrauch", "84" jedes Jahr zu lesen, gefällt mir. Liest Du das an einem bestimmten Termin oder einfach dann, wenn es gerade reinpasst?

    @Anne:
    84, Charing Cross Road mag ich auch sehr. Ich finde, es gibt kaum ein Buch, dass so schön - und vor allem ohne Kitsch! - die Liebe zu Büchern, Literatur und das Entstehen einer Freundschaft zeigt.


    Q's Legacy ist bisher leider nicht ins Deutsche übersetzt, was mir völlig unverständlich ist. Es ist der krönende Abschluss von Helene Hanffs Büchern und für mich ein absolutes Highlight. - "84" sollte man davor unbedingt gelesen haben, Die Herzogin der Bloomsbury Street nicht zwingend, aber es schadet auch nicht. :zwinker:


    In Q's Legacy erzählt Hanff, wie sie zur Literatur und zum Schreiben gekommen ist, die langen schwierigen Jahre, als sie sich mit Schreiben immer irgendwie über Wasser gehalten hat, dann natürlich von der Entstehung von "84", den überraschenden Erfolg und die Folgen. Bescheiden, unsentimental und warmherzig zugleich.


    Q ist übrigens Sir Arthur Quiller-Couch, den Hanff immer als ihren Lehrmeister gesehen hat. Aus seinen Büchern der Cambridge-Vorlesungen hat sie "alles" über das Lesen und Schreiben gelernt.

    Hallo Lauterbach,
    mit dem kölschen Dialekt werde ich wohl auch zu kämpfen haben. Außer den BAP-Texten aus den 80ern verstehe ich da wenig bis nichts (damals gab es Übersetzungen :breitgrins:).


    Ich wusste gar nicht, dass es eine Verfilmung gibt. Allerdings sehe ich auch selten Filme, das geht meist an mir vorbei.


    Dir erst einmal viel Spaß beim Weiterlesen.


    Gruß, Gina

    :lesen: Anthony Powell - Das Tal der Gebeine (Band 7)


    Der Titel lässt es erahnen: Es ist der erste Band, der im Zweiten Weltkrieg spielt. Er beginnt damit, dass Nick bei seiner Kompanie in Wales ankommt (Anfang 1940).


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    Da stimme ich dir zu. Es sind jetzt gleich unverhältnismäßig viele US-Bücher in der Shortlist. Schade...


    Seh' ich auch so.


    Ich tippe auf Ali Smith. Ich kenne noch nichts von ihr, aber Autumn klingt interessant und außerdem ist sie Schottin (auch wenn beides natürlich kein Grund für eine Preisvergabe ist). :zwinker:


    Ulla Hahn: Das verborgene Wort


    Die ersten 50 Seiten haben mir gut gefallen, hoffentlich liest sich das weiter so gut.


    Gruß, Lauterbach


    Oh, das schlummert bei mir auch noch ungelesen im Regal. Da würde mich Deine abschließende Meinung sehr interessieren, Lauterbach. :winken:
    (Dann kommt der Roman vielleicht nächstes Jahr auf meine Leseliste.)

    Ich habe nach Brand New Ancients auch mal in den Roman reingelesen, aber da sprechen mich Sprache/Stil gar nicht an. Den anderen Gedichtband habe ich auf dem Merkzettel.


    Ich kenn von Schiller nur die Räuber. Was würdet ihr empfehlen zum Lesen?


    Von seiner Prosa kenne ich nichts. Ich mag vor allem seine Balladen. Von den Dramen habe ich neben "Die Räuber" nur "Maria Stuart" und "Wilhelm Tell" gelesen. Die beiden letztgenannten waren Schullektüre - die mir damals sehr gefallen hat. :smile: Die sind für Dich vielleicht wegen des historischen Hintergrunds interessant.

    Ein interessanter Gedanke ist das, Lost. Es könnte zwar auch Zufall sein, aber du hast recht, es gibt wirklich auffällig viele Parallelen. Vielleicht gibt es hier ja einen Asterix-Fachmann, der weiß, ob sich Goscinny einmal zu seinen "Quellen" geäußert hat.


    Nur ... einen Troubadix hatten die chinesischen Räuber noch nicht. :zwinker: