Beiträge von sandhofer

    Edit, der Link klappt nicht, es ist "Gespenstergeschichten" aus der Phantastischen Bibliothek Suhrkamp.

    Nur ISBN eitragen, keinen Link. Die Suhrkamp-Ausgabe bei Amazon ist antiquarisch und kann nicht verlinkt werden. Habe deshalb dir Insel-Ausgabe genommem.

    ein histrionischer Typ

    Wenn Du damit die Persönlichkeitsstörung meinst: Die wurde m.W. erst in der zweiten Hälften des 20. Jahrhunderts "entdeckt". So etwas auf einen Autor der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts anzuwenden, löst bei mir ein gewisses Unbehagen aus ...

    Ich habe nämlich hier noch Lem und Strugatzki stehen, beide m.W. unbedingt lesenswert

    Fand ich jetzt bei den beiden nicht unbedingt. Lem ja - und da sind aber auch seine theoretischen Schriften interessant. (Nur die "Memoiren gefunden in einer Badewanne" - oder so ähnlich - kann man vergessen. Das ist das Original (Kafka) um Längen besser.)

    Aber die liest sich wiesollichsagen "süffig". Das ist ein ganz eigener Tonfall, den Schmidt da für seine Collins-/ Bulwer-Übersetzungen entwickelt hat,

    Stimmt wohl. Ich kenne nur seine Übersetzung "Was wird er damit machen?". (Oder war's doch "tun"? - Ich habe das Buch im Moment nicht bei der Hand.) Klingt ganz anders als er sonst klingt.

    Nach dem Schummel hab ich mal wieder kaum Zeit gefunden, jetzt hatte ich partout keine Lust, meine Leselist abzuklappern und hab kurzerhand Collins’ "Die Frau in Weiß" in der Übersetzung von Arno Schmidt angefangen. Ob ich das allerdings tatsächlich noch einmal lese, weiß ich nicht so recht (ich hab's schon 2x gelesen).

    Wollte ich neulich auch noch einmal lesen (im Original allerdings, nicht in einer Übersetzung). Ich habe es genervt nach etwas mehr als 100 Seiten weggelegt. Es sind gute Szenen drin - aber dann halt doch wieder allzu viel Viktorianisches und für den Schauerroman Typisches: Personen, die nicht alles erzählen, was sie wüssten; welche, die im entscheidenden Moment abwesend oder krank sind, so dass sie über Seiten hinweg wieder gut machen müssen, was sie gar nicht erst müssten, wären sie gleich da gewesen ...

    diese Geschichte ist, von der man - wenn man den Plot kennt - eher eine gehäufte Ladung Moralinsaures erwarten würde.

    Moralinsaures von Oscar Wilde? Hm ... ich kenne seinen Brief "De profundis" nicht, der eine Ausnahmestellung in seinem Werk einnimmt, nach allem, was ich darüber weiss - aber ansonsten hätte ich Wilde jetzt nie mit Moralin in Verbindung gebracht. :)

    Inzwischen habe ich festgestellt, dass sich Amazon die Freiheit genommen hat, meine Kritik an dieser Ausgabe auch an eine Werksammlung anzuhängen, die bei einem anderen Verlag als Hardcover erschienen ist.

    Das ist da Standard. Wahrscheinlich arbeitet da im Hintergrund einfach ein Algorithmus, der auf ein paar Schlüsselbegriffe achtet und bei dessen Programmierung man davon gegangen ist, dass immer nur Autoren und nie spezielle Ausgaben besprochen werden. Wenn man Infos zu einer spezifischen Ausgabe sucht, kann man Amazon in die Tonne hauen.

    Fischer Taschenbücher aus den Siebziger Jahren. Die gehen im wahrsten Sinne des Wortes alle aus dem leim, wenn man sie jetzt noch mal anfasst.

    1970er? Da wurde es doch langsam besser? Die 1950er und 1960er waren schlimm. Da war die Qualität der gelieferten Ware wirklich schlimm. Nachkriegsqualität halt. Danach besserte es sich, m.M.n.