Beiträge von sandhofer

    Aber die liest sich wiesollichsagen "süffig". Das ist ein ganz eigener Tonfall, den Schmidt da für seine Collins-/ Bulwer-Übersetzungen entwickelt hat,

    Stimmt wohl. Ich kenne nur seine Übersetzung "Was wird er damit machen?". (Oder war's doch "tun"? - Ich habe das Buch im Moment nicht bei der Hand.) Klingt ganz anders als er sonst klingt.

    Nach dem Schummel hab ich mal wieder kaum Zeit gefunden, jetzt hatte ich partout keine Lust, meine Leselist abzuklappern und hab kurzerhand Collins’ "Die Frau in Weiß" in der Übersetzung von Arno Schmidt angefangen. Ob ich das allerdings tatsächlich noch einmal lese, weiß ich nicht so recht (ich hab's schon 2x gelesen).

    Wollte ich neulich auch noch einmal lesen (im Original allerdings, nicht in einer Übersetzung). Ich habe es genervt nach etwas mehr als 100 Seiten weggelegt. Es sind gute Szenen drin - aber dann halt doch wieder allzu viel Viktorianisches und für den Schauerroman Typisches: Personen, die nicht alles erzählen, was sie wüssten; welche, die im entscheidenden Moment abwesend oder krank sind, so dass sie über Seiten hinweg wieder gut machen müssen, was sie gar nicht erst müssten, wären sie gleich da gewesen ...

    diese Geschichte ist, von der man - wenn man den Plot kennt - eher eine gehäufte Ladung Moralinsaures erwarten würde.

    Moralinsaures von Oscar Wilde? Hm ... ich kenne seinen Brief "De profundis" nicht, der eine Ausnahmestellung in seinem Werk einnimmt, nach allem, was ich darüber weiss - aber ansonsten hätte ich Wilde jetzt nie mit Moralin in Verbindung gebracht. :)

    Inzwischen habe ich festgestellt, dass sich Amazon die Freiheit genommen hat, meine Kritik an dieser Ausgabe auch an eine Werksammlung anzuhängen, die bei einem anderen Verlag als Hardcover erschienen ist.

    Das ist da Standard. Wahrscheinlich arbeitet da im Hintergrund einfach ein Algorithmus, der auf ein paar Schlüsselbegriffe achtet und bei dessen Programmierung man davon gegangen ist, dass immer nur Autoren und nie spezielle Ausgaben besprochen werden. Wenn man Infos zu einer spezifischen Ausgabe sucht, kann man Amazon in die Tonne hauen.

    Fischer Taschenbücher aus den Siebziger Jahren. Die gehen im wahrsten Sinne des Wortes alle aus dem leim, wenn man sie jetzt noch mal anfasst.

    1970er? Da wurde es doch langsam besser? Die 1950er und 1960er waren schlimm. Da war die Qualität der gelieferten Ware wirklich schlimm. Nachkriegsqualität halt. Danach besserte es sich, m.M.n.

    (an den letzten Band habe ich ein paar grimmige Erinnerungen ...).

    Den letzten noch von Peake geschriebenen Band oder den Schluss, den seine Frau an die Reihe angepappt hat? Peake wurde ja von seiner Krankheit (Parkinson) eingeholt und konnte "Gormenghast" nicht beenden.

    Vielleicht kann sandhofer die beiden letzten Beiträge ja abtrennen und dem Freytag-Thread anfügen. Dort können wir dann weiterdiskutieren.

    Ich habe seit der Umstellung der Forensoftware vor ein paar Jahren immer noch nicht herausgefunden, wie ich das gescheit anstelle, ohne Beiträge zu schreddern. Ich glaube, ich lasse das mal lieber...

    Ich lese endlich Trojanow.

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    Bisher habe ich erst den indischen Teil gelesen und bin nun mit Burton in Kairo. Am meisten interessiert mich der afrikanische Teil, aber es ist auf jeden Fall eine sehr unterhaltsame Lektüre, viel weniger "schwierig", als ich gedacht hatte.

    Den indischen Teil fand ich am interessantesten. Der arabische war auch nicht schlecht, vor allem, weil ich Burtons Bericht über seine Reise nach Mekka und Medina bereits kannte. Mit dem afrikanischen konnte ich am wenigsten anfangen.