Beiträge von sandhofer

    Hallo zusammen!


    Hubert schrieb:


    Zitat

    die Frage, ob Bücher was verändern, hat doch mit der Frage nach Henne und Ei absolut nichts zu tun.


    Aber ja doch! Es geht doch darum, ob zuerst das gesellschaftliche Bewusstsein entsteht, unabhängig von einem Buch, und sich auch unabhängig von irgendeinem belletristischen Werk weiter entwickelt hätte (was ich behaupte), oder ob die Belletristik eine Bewegung überhaupt erst in Gang setzen kann (was, wie ich es verstehe, Huberts These ist). Dass nachher Hühner und Eier in einer nachgerade linearen Kette entstehen, leugnet ja keiner. Aber um sagen zu können «Dieses Buch hat die Welt geändert», muss dieses Buch ganz klar am Beginn einer Entwicklung stehen.


    Dass ich, was ich für das Ganze der Welt abstreite, natürlich auch für das Individuum abstreite, werdet Ihr wohl nicht bezweifelt haben. Wenn Ingrid schreibt:


    Zitat

    Das erste Buch, das ich gelesen habe, und nach dem ich die Welt mit anderen Augen angesehen habe, war "Früchte des Zorns" von Steinbeck. Überhaupt hat Steinbeck in mir eine Sehnsucht geweckt, ein bißchen so zu sein, wie seine Außenseiter und Lebenskünstler,


    dann müsste ich die Frage stellen, ob sie nicht schon vorher, durch andere, nicht-literarische Erlebnisse darauf hingerichtet worden ist: ein Urlaub, ein neuer Bekannter (oder ein alter, der sich soeben verändert hat), ein Todesfall.......


    Wenn Bücher ein Individuum ändern könnten, müsste dieser Effekt ja reproduzierbar sein. Das heisst, jeder, dem ich Bunyan zu lesen gebe, müsste sich bekehren; jeder de Sade-Leser sich abgelegene Schlösser mieten und allerlei junges Volk foltern...


    Merkwürdigerweise sind es oft die Autoren selber, die glauben, die Welt verändern zu können. Und - auf der anderen Seite - selbsternannte Volkserzieher und Zensoren, bis hin zu Diktatoren jeder Couleur, die dieses oder jenes Buch verbieten. Das erbittert dann ausgerechnet die Autoren am meisten, die am meisten an die gesellschaftliche Wirkung von Belletristik glauben...


    Ein typisches Beispiel: Es gibt jede Menge von Karl-May-Lesern, die angeben, durch 'ihren' Autor zu einem christlichen und/oder toleranten und/oder pazifistischen Denken hingeführt worden zu sein. Andererseits haben nicht nur Pädagogen und Theologen jahrzehntelang gegen seine schlechten Einfluss Sturm gelaufen, auch ein Klaus Mann tat es - mit dem Hinweis, dass auch Adolf Hitler ein fleissiger Karl-May-Leser sei. Die Prä-Disposition des Lesers scheint mir also doch den Einfluss des Autors bei weitem zu überwiegen.


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!


    Ein heikles Thema... Nur schon, weil die Bücher-Hardware meine Welt ganz konkret und sofort verändert... :breitgrins:


    Ursprünglich hatte ich meine Bücher nach Datum des Erwerbs hintereinander sortiert. Da ich aber keine Liste führte, sind die Bücher natürlich schon beim ersten Umzug durcheinadner geraten. Dann versuchte ich es mit ästhetischen Prinzipien: Taschenbücher zueinander, rote zu roten, blaue zu blauen... Da ich immer noch keine Liste führte, stand ich vor dem Problem, dass ich nach und nach nicht mehr genau sagen konnte,was denn nun bei mir 'rumstand. Also: Einordnung nach Sachgebieten. Das ging ziemlich gut, ich musste allerdings für Sammlungen, die quer durch Epochen, Gattungen oder Sprachen gingen, schon früh eine eigene Rubrik eröffnen. Dann kam die Frage, wie ich innerhalb eines Sachgebietes ordnen sollte: alphabetische Ordnung wollte ich ja vermeiden, also nach Datum der Erstausgabe. Langsam allerdings begannen sich die Einordnungs-Probleme zu häufen: Wohin sollte ich einen Sammelband mit englischen Gedichten stellen: Englische Literatur oder Lyrik? Logische Lösung: ein neues Sachgebiet 'Englische Lyrik'. Dann kam der Moment, wo ich die ersten Gesamtausgaben kaufte. Was nun? Meine 20 Bände Goethe auf 5 Rubriken verteilen? Den Band mit den Faust-Dichtungen auseinanderschneiden, da diese ja in 3 verschiedene Epochen gehörten? In Summe: Wie immer ich die Grenzen zog, irgendeiner stand immer drauf... Definitionen wollten verfeinert werden, immer neue Sachgebiete kreiiert. Mehr und mehr wurde das Ganze zu einem Puzzle, das zum Schluss ebenso undurchsichtig wurde, wie es eine ungeordnete Aufstellung gewesen wäre. Ich resignierte und kam zurück auf die simple alphabetische Ordnung nach Autoren. Auch die verlangt gewisse Konsequenzen: Möglichst wenig Sammlungen à la 'Die schönsten Weihnachtsgeschichten aller Zeiten' (weil: welche Autoren sind jetzt da genau drin?), möglichster Verzicht auf kleine Reclam-Bändchen (die neben einem Riesenwälzer optisch verschwinden und manchmal auch physisch zerknüllt werden) u.ä. Auch Sachbücher und Lexika stehen ausserhalb der Ordnung.


    OK - es macht schon erschauern, was da so nebeneinander zu stehen kommt. Allerdings sind es oft persönliche Urteile. So ist es für mich nachvollziehbarer, Kafka neben Hemingway zu stellen als neben Hesse. Auch finde ich die "Zufallsvariable" oft sehr witzig: Wenn Schiller zwischen Schelling und seinem Intimfeind Schlegel steht oder sich Kierkegaard, der Koran, Konfuzius, Lao-Tse und das Li-Gi schon fast aneinanderdrängen...


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!
    Hallo Hubert!


    Danke für Deine Vorschläge!


    Aue, Hartmann von unter H
    Arnim, Achim von: Des Knaben Wunderhorn Als Insel-TB vorhanden
    Altes Testament Bei mir der Einfachheit halber unter "Bibel" eingereiht
    Aristophanes In einem Sammelband "Griechisches Theater" oder so ähnlich vertreten
    Apuleius: Roman „Der goldende Esel“ dem wir die Story von „Amor und Psyche“ verdanken Auch in einem Sammelband...
    Alighieri (hast Du aber wahrscheinlich unter „D“) Ja.
    Ariosto: L’Orlando furioso Ist bei mir - frag mich nicht, warum! - unter Roland, rasender...
    Thomas von Aquin unter T
    Anna Achmatova: Lyriksammlung „Der Abend“ Kenn' ich tatsächlich nicht, kommt auf den virtuellen SUB, danke!


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!


    Aramis schrieb:

    Zitat

    Hallo, wie lange lest ihr in euren Ferien am Tag, und wie lange macht ihr dazwischen Pausen. Habt ihr vielleicht so einen Tagesplan


    Zuerst natürlich muss ich antworten wie Steffi:

    Zitat

    Welche Ferien !?

    :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:


    Auch ich lese immer abends vor dem Schlafengehen. Ansonsten habe ich gemerkt, dass meine Aufmerksamkeitsspanne ca. 50 min. umfasst. Spästestens dann mache ich automatisch eine Pause von 5-10 Minuten. Allerdings brauche ich keine Musik, um mich zu entspannen; schliesslich lese ich ja, um mich zu entspannen! Zeitpläne mache ich keine; a) weil es mir genügt, beruflich eine Agenda führen zu müssen, b) weil ein Familienmensch mit Kindern und Hunden verrückt sein müsste, wollte er versuchen, sein Privatleben nach Plan zu führen...


    Und - off topic in diesem Off-Topic-Forum - Ingrid schrieb:

    Zitat

    Es gehört für mich zur Urlaubsvorfreude, mir auszumalen, welche Bücher ich mitnehmen werde. Und dann, dann habe ich endlich mal genug Zeit zum lesen!


    Nun, als Familienmensch habe ich in den Ferien zwar ein bisschen mehr Zeit, aber soviel nun auch wieder nicht, besonders, wenn wir als ganze Bande verreisen! Auch nehme ich nie Bücher mit, sondern, wenn überhaupt, kaufe ich mir vor Ort welche. Das hat den Vorteil, dass mir später zu Hause bei diesem oder jenem Buch auch wieder die gelungenen Ferien in den Sinn kommen. So brauche ich keine Urlaubsfotos!


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!


    Mir scheint, wir haben unterdessen 3 verschiedene Fragen in diesem Thread. Die erste ist die, welche dem Thread den Titel gab: "Was gehört in die gutsortierte Klassikerbibliothek?" Meine Antwort darauf kennst Du, liebe nimue, und, nein, ich werde den Rest des Alphabets nicht folgen lassen. Ich habe meine Bücher wweder elektronisch noch sonst wie erfasst, es gäbe mir zu viel Arbeit! :zwinker:


    Die zweite Frage war dann die nach den 200 Büchern für Otto Normalverbraucher. Ich hätte da, falls ihm mein erster Vorschlag nicht gefällt, noch eine Idee: Er sollte sich von den bekanntesten Autoren des 18. und 19. Jh. jeweils Gesamtausgaben besorgen, in Leinen oder Leder gebunden, das präsentiert ebenfalls gut. 25 Bände Goethe, 5 Bände Schiller, 5 Bände Tolstoj, 7 Bände Dostojewski, Racine, Molière, Corneille, Voltaire, Rousseau - die 200 erreichen wir spielend... :wink:


    Die dritte Frage war nun die nach dem Klassiker-Frischling: "Welche Bücher der jeweiligen genannten Schriftsteller würdet ihr Klassiker-Anfänger raten?" Die Antwort müsste man nach den jeweiligen Vorkenntnissen und Ansprüchen des Frischllings wohl differenzieren, aber ich glaube, im Grossen und Ganzen wäre der Schul-Kanon für unseren Frischling keine schlechte Lösung. Wie der ja überhaupt ein paarmal angesprochen worden ist, nicht zu Unrecht finde ich. Immerhin versammelt sich in diesem Kanon die Erfahrung von Generationen von Lesern und Vermittlern von guter Literatur. Man mag im einen oder anderen Fall den Kanon kritisieren, aber im Allgemeinen hält er wohl dicht.


    hafis50


    Dein Posting vom 25. Juli, 4:15 pm, hat mich speziell interessiert, und ich möchte Dir eine Antwort geben:


    "es ist faglich, ob man 500 oder sogar über 2000 klassiker gelesen haben muß, um als universal gebildet zu gelten." - Nun, es ist meine Definition von universaler Bildung - im Bereich der Literatur. Bereiche wie Musik, bildende Künste etc. kämen dann noch hinzu.


    "Legte man diesen maßstab an, gäbe es wohl kaum universal gebildete menschen auf diese welt, da kaum jemand es schafft, in seinem leben soviel zu lesen" - Die Zahl ist kein Hindernis. Ich habe in meinem Leben sicherlich schon über 5000 Bücher gelesen und kenne Leute, die wahrscheinlich Zehntausende hinter sich haben. Es ist die Zugänglichkeit gewisser Werke, die das Hindernis darstellt. Im übrigen skizziere ich hier natürlich ein Ideal.


    "Auch ist es zweifelhaft, ob man klassiker nur dazu liest, sich bildung anzueignen (man könnte auch meinen, daß die lektüre allenfalls von fachliteratur bildet!)." - Fachliteratur bildet aus, um, weiter; Bildung ganz ohne Präfix ist eben gerade nicht an ein Fach gebunden - jedenfalls für mich.


    "Man könnte ja auch nur aus vergnügen lesen." - Bildung ist Vergnügen - imho. :zwinker:


    "Dann wären 100 klassiker im regal noch immer besser als nur lexika." - Sicher. Ich bin kein Anhänger vom Kreuzworträtselwissen.


    "Wenn die zeit nicht diese hohe zahl an büchern zuläßt, muß man eine entspechende liste herausfiltern. Da die "universalbildung" einem nicht erst mit dem letzten der 2000 bücher zufällt, sonden da sie proportional mit dem lesestoff wachsen sollte, wäre eine weniger als vollkommene bildung erreichbar und gar keiner bildung immer noch vorzuziehen." - Ganz Deiner Meinung.


    "Selbst wenn man auf diesen 2000 büchern beharrt, wird man mindestens eine reihenfolge festlegen wollen (das "umfassende", "generelle", "wichtige" zuerst)." - Nun, ich würde einem Frischling tatsächlich empfehlen, zuerst mal die Bibel (von A - Z!) und dann Gustav Schwab: "Sagen des klassischen Altertums" zu lesen. Dann aber sollte das Prinzip des Spinnennetzes vorherrschen. Das heisst, ich fange mal an, verbinde 2 Punkte miteinander, spinne den Faden quer und längs hin und her, verbinde auch mal 2 Fäden mit einem dritten - und siehe da: plötzlich ist das Netz fertig!


    "Ich denke also, daß wie man es auch wendet, man an irgendeiner reduzierung oder listenbildung nicht vorbeikommt." - Es sind bis heute wahrscheinlich Milliarden von Büchern geschrieben worden. Daraus würde ich gerne 3000 als die wesentlichen extrahieren. Ja, eine Reduzierung ist unumgänglich.


    "Übrigens, wie weiß ich als anfänger eigentlich, was und wieviel ich lesen muß, um als universal gebildet zu gelten?" - Ich zitiere mich jetzt nicht mehr selber. Meine Antwort steht weiter oben. Wenn Du die 3000 Titel beim Namen haben willst, so gehe in die entsprechenden Universitäts-Institute (Germanistik, Anglistik, Romanistik, Gräzistik, Theologie, Philosophie, Geschichte...) und frage nach den jeweiligen Leselisten. Die meisten haben wohl noch welche. Die sind auf ähnliche Weise zustande gekommen wie der Schul-Kanon. Und irgendwann, wenn man genug gelesen hat, wird man merken, dass auch Bücher untereinander zusammenhängen wie Spinnweben, und man wird merken, dass sich dieses Buch und jenes Buch auf ein drittes Buch beziehen, und dass einem dieses dritte fehlt, man wird es lesen und ein viertes finden, und schon ist man auf dem Weg, die Welt der klassischen Literatur zu erobern und man braucht keine Listen und Kanons mehr... Ich wünschte, ich wäre schon so weit!


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusmmen!


    nimue, ich fürchte, ich kann Dir nicht helfen ... :breitgrins:


    Nämlich, ich hab' da so meine eigene Theorie:


    Es gibt zur Zeit ca. 500 Klassiker, die der universal gebildete Mensch gelesen haben sollte. Darunter natürlich die Grundlagenwerke der verschiedenen Weltreligionen (Bibel, Koran, Veden, Upanischaden etc. etc....). Darunter wahrscheinlich viele indische, persische, chinesische und japanische Werke, die wir gar nicht oder nur in verstümmelnden Überrsetzungen kennen.


    Dann ca. weitere 1000 Werke, die wir als Angehörige der westlichen Zivilisation kennen sollten. Z.B. die 'Legenda aurea' des Jakobus von Voragine.


    Dann ca. weitere 1000 Werke, die wir als Angehörige eines (sprachlich definierten) Kulturkreises kennen sollten, z.B. Storm im deutschsprachigen Raum.


    Dazu kommen noch etwa 100 Werke von regionaler Bedeutung (z.B. sollte jeder Schwabe den Häberle und den Pfleiderer kennen...)


    Summa summarum 2500-3000 Werke.


    Deinem Otto Normalverbraucher würde ich anraten, sich entweder Blindbände zuzulegen, hinter denen er seinen Schnaps verstecken kann, oder die Regale mit alten Lexika zu füllen. Die präsentieren ausgezeichnet und sind auf Flohmärkten billig zu haben. :teufel:


    Auf 200 kann ich die Zahl leider nicht reduzieren...


    Grüsse


    Sandhofer


    PS. Danke für die Erinnerung an Altenberg!
    PPS. Den Literaturnobelpreis erhalten zu haben, bedeutet für mich nicht automatisch, ein Klassiker zu sein. Wer von Euch hat Spitteler gelesen? Oder Paul Heyse? (Um nur zwei Deutschsprachige zu nennen, die auch wirklich Literatur sind! Mommsen z.B. war Historiker.)

    Hallo zusammen!
    Hallo nimue!


    Meine - relativ kleine - Bibliothek umfasst, wenn ich Sach- und Fachbücher abziehe, wohl um die 1000 klassische Werke (nicht Autoren!). Soll ich Dir hier alle aufzählen? :breitgrins: Sag jetzt nicht ja - ich habe sie nicht elektronisch erfasst, würde es also trotzdem nicht tun! :lol:


    Abgesehen davon, dass ich einige 'Deiner' Klassiker nicht als solche betrachten würde (z.B. Ende), fehlen mir nur schon unter A:


    - Abaelard
    - Adler
    - Adorno
    - Agrippa von Nettelsheim
    - Aichinger
    - Aischylos
    - Albee
    - Allende
    - Amado
    - Andersen
    - Andersch
    - Angelus Silesius
    - Anouilh
    - Die Apokryphen
    - Aristoteles
    - Armin
    - Asimov
    - Atterbom
    - Augustinus




    Und ich behaupte nicht, sämtliche Klassiker zu besitzen... :smile:


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo adia!


    Für 'recto' und 'verso' geht man vom Blatt aus:


    'recto' bezeichnet die Vorderseite eines Blattes;
    'verso' die Rückseite.


    Mit links und rechts hat das Ganze nichts zu tun. Wenn ich einen alten Folianten habe, zähle ich normalerweise nicht Seiten sondern Blätter. Ich habe also zum Beispiel Blatt 45r vor mir, das heisst, Blatt 45 recto. In einem Buch entspricht das zufälligerweise der rechten Seite, aber man spricht auch bei einzelnen Blättern von 'recto' und 'verso', wo man ja kein 'links' und 'rechts' hat.


    Ich hoffe, es ist nun alles klar.


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!
    Hallo nimue!


    Wenn immer möglich: KEINE Taschenbücher. Die altern sehr schlecht, v.a. Fischer und Rowohlt.


    Bei gebundenen Neu-Anschaffungen: Winkler oder Hanser, weil nicht nur sorgfältig gestaltetes Äusseres, sondern ebenso sorgfältig redigierter Inhalt. Ansonsten am liebsten Ausgaben der Jahrhundertwende (nicht der kürzlich erfolgten, der davor!).


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!


    Na ja, so wahnsinnig viele Bücher habe ich ja nun auch nicht. Ich dünne auch immer wieder aus, und so bleiben im Laufe der Zeit nur noch die 'Klassiker'. Doppelt führe ich selten etwas: kein Platz. Hin und wieder, wo es mir der Autor wert scheint, ergänze ich oder ersetze Einzelausgaben durch Gesamtausgaben oder Taschenbücher durch gebundene Ausgaben. Meist ergänze ich meine Bibliothek mit Autoren, die noch fehlen. Es werden immer mehr... :smile:


    Bezugsquellen:
    - Buchhandlungen (meine führt immer noch Klassiker!)
    - Antiquariate (auch on-line; ebay und booklooker, obwohl ich selber dort anbiete, meide ich: zu viele Amateure, die nicht einmal wissen, was sie anbieten)
    - Neu-Antiquariate wie z.B. Jokers


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!
    Hallo Ingrid!


    Ausser Klassikern lese ich, ehrlich gesagt kaum etwas. Fachliteratur, natürlich. Die Zeitung - eher quer.


    Je älter man wird, umso geiziger wird man mit seiner Zeit. Es gibt noch zu viele Klassiker, die ich (wieder) lesen möchte, als dass ich noch Zeit für Krimis etc. hätte. Auch dünken mich solche Werke immer langweiliger. Was habe ich früher an Krimis, SF u.ä. verschlungen! Heute: :schnarch:


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!
    Hallo Ingrid!


    Zitat

    Kennst du es?


    Ich bin kein Glauser-Spezialist, aber ich habe - glaube ich - alle von ihm geschriebenen Studer-Romane gelesen. Sie stehen auch nach wie vor auf meinem Bücherregal. Was ich z.B. von der Sayers oder von Simenon nicht behaupten könnte :zwinker:


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!
    Hallo nimue!


    Zitat

    kennst DU denn "Frankenstein"?


    Ja. (Im Gegensatz zum Verfasser Deines Zitats, hätte ich fast gesagt :breitgrins: )


    Da scheint mir die Rückseite meiner Pinguin-Edition doch näher an der Sache zu sein, wenn sie 'gothic' zwar auch einmal nennt, im übrigen aber das Gewicht auf Frankensteins Persönlichkeit legt:


    Zitat

    Mary Shelley's Frankenstein blends Gothic horror and romance in a story that is both world-famous and increasingly relevant.
    Frankenstein is a young, idealistic student of natural philosophy who, finding the secret of giving life to matter, creates a living being. The monstrous creation, though tender-hearted and gentle in nature, inspires fear in those who meet hirn and must hide away from society.


    Inereasingly lonely and isolated, the monster becomes embittered and cruel, taking a hideous revenge on his creator. In a dramatic denouement in which Frankenstein pursues his creation to the Arctic in order to destroy him, Mary Shelley reveals the terrifying consequences of playing God.


    Shelley schlägt Bram Stoker um Meilen (und ich habe auch Stoker gelesen! - Aber schon vor langer, langer Zeit meinem Heilsarmee-Antiquariat vermacht. :smile: )


    Im übrigen hast Du schon recht, was schaurig ist und was nicht, ist wohl stark Geschmackssache.


    Grüsse


    Sandhofer

    Zitat

    Hallo zusammen!
    Hallo nimue!


    Kennst Du "Frankenstein"? - Ich persönlich würde es, ehrlich gesagt, nicht als 'gothic' bezeichnen. Es ist die Geschichte eines Einsamen, romantisch - ja, schaurig - nein. Aber vielleicht hast Du das Buch anders empfunden.


    Schauerromane: E.A. Poe?


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!


    Einen grossen Klassiker der Kriminalliteratur haben wir völlig vergessen: Friedrich Glauser mit seinen 5 oder 6 Romanen um den Wachtmeister Studer. Glauser gehört m.E. auch in die Gattung Klassiker der Literatur (Ohne 'Kriminal'!). Ich würde behaupten, Wachtmeister Studer war auch Dürrrenmatts Vorbild für Bärlach.


    Grüsse


    Sandhofer

    Hallo zusammen!


    Wirklich schlechte Bücher gibt's ja bei den Klassikern nicht :breitgrins:


    Ich habe allerdings seit über 5 Jahren ein Buchzeichen in der Mitte von "Martin Chuzzlewith" geparkt, weil ich irgendwann Dickens' Sentimentalität nicht mehr ertragen konnte. (Allerdings, nachdem ich vorher in einem Rutsch etwas 6 Romane von ihm verschlungen habe. War wohl auch Überfütterung...)


    Grüsse


    Sandhofer