Beiträge von Lost

    die Konstruktion ist schon recht eigenartig, da stimme ich Dir zu. Lampedusa deckt 50 Jahre seiner Familiengeschichte ab (von 1860 - 1910), konzentriert sich aber sehr stark auf die Jahre 1860 - 1862, während nur zwei Kapitel diesen Zeitraum verlassen.



    Könnte das nicht wohl überlegt sein ?


    - Das Ende des alten Königreichs


    - Das Ende des Fürsten


    - Das Ende des Adelgeschlechts

    Zur Zeit rücke ich dem Buch "Die ersten Israelis" mit einem fluoreszierenden Markierstift zu Leibe, im Gattopardo habe ich dezent mit Bleistift markiert und öfters verwende ich einen roten Buntstift oder roten Kuli zum anstreichen, manch Mal ordentlich mit Geodreieck, manch Mal mit künstlerisch freiem Strich ;-)
    Ganz originelle Stellen kommen auf eine Karteikarte, die immer zu einem Buch gehört, das ich lese.

    Das eine (das "reine Lesen" der Geschichte) schließt das andere (die Beschäftigung mit Symbolen, Metaphern, möglichen Deutungen etc.) nicht aus - zumal es bei mir getrennt erfolgt (erst genussvoll lesen, später bei Bedarf tiefer einsteigen).


    Viele Grüße


    Sir Thomas




    Durchaus einverstanden !


    Beim Geopardo drängt sich die Symbolik ja regelrecht auf und er ist auch ein Beispiel für einen guten Historienroman.


    Es braucht sich aber niemand dafür zu schämen, wenn er einfach nur die Geschichte mag. Bei den Lieder von Kate Bush komme ich mit dem Text auch nicht klar, kann mir aber zeitweise nicht verkneifen einige Platten rauf und runter zu hören.


    Ich will Euch ja nicht widersprechen, Ihr Lieben, aber wie kommt Ihr darauf, dass man das Rosenkranzgebet am Beginn mit den kommenden Ereignissen in Verbindung bringen muss?
    In katholischen Fürstenhäusern wurde eben viel gebetet und anschließend widmeten sich die Herren ihren Mätressen. So war auch der Beichtvater immer beschäftigt.
    Ich hätte in diesem Einstieg noch keine Symbolik vermutet. Muss man das wirklich so interpretieren?


    Warum sollte man auch nicht einen Roman als eine Geschichte lesen dürfen. Symbolik kann auch eine Mauer sein, die den Zauber von Sprache und Handlung verstellt. Dürfen wir nicht auch Musik hören, ohne Harmonielehre und den Kontrapunkt zu verstehen? Literatur ist doch mehr als ein Rätselspiel.

    JMaria, Wolf.


    Danke für eure Hinweise!


    Von der "Digitalen Bibliothek" habe ich einige CD`s, nutze sie aber wenig. Es ist damit oft recht umständlich und langwierig bis ich am PC die Antwort auf eine Frage bekomme, und ich bin auch auf dem Weg mich von Bill Gates zu trennen (möge er in der Hölle schmoren, was bedeuten würde, die Trennung ist nur vorübergehend), und außerdem bin ich ein horizontaler Mensch.


    Das von Wolf empfohle Buch werde ich mir mr bestellen.

    Wekches Buch über die griechische (antike) Mythologie, besonders über die Götterwelt, in dem das Gebiet kompakt erklärt ist, kann man empfehlen ?


    Entschuldigung Sir Thomas, ich habe mich verstiegen. Du denkst ans finstere Herz, ich dachte an die Odyssee :-(


    Das finstere Herz habe ich vor ein paar Jahren gelesen und möchte es jetzt nicht das zweite Mal tun.


    Denjehnigen, die gerade die Pardelkatze in ihren Pranken hat, möchte ich aber den Roman von Conrad empfehlen, denn dort findet etwas Paralleles statt, weil Conrad den modernden Kolonialismus aufs Korn nimmt



    Lass mir noch Zeit Sir Thomas. Die innere Stimme sagt immer öfters: Tue es, die Erfahrung warnt vor der Mühsah und Herausforderung.


    Die Sendung in 3sat gestern war motivierend, aber die wahre Botschaft des Fernsehens lautet: Glaube nicht was du siehst.


    Ja, aber wann soll ich dann die Trivialliteratur lesen, wenn Du immer so schöne Vorschläge hast?


    Für die Odyssee bleibt noch Zeit. Ody hat seine Reise ja auch mehrmals unterbrochen.


    Wäre die O. nicht so alt, gehörte sie in hinterste Ecke der Fantasyliteratur ;-)


    Aber! Erzähle Muse...


    Hallo zusammen! :winken:


    Da am 21. Juni eine andere (aber wahrscheinlich eher kurze) Leserunde beginnt, bei der ich mitmache, schlage ich als Starttermin den 28. Juni vor. Gerne um sechs Uhr. :breitgrins:


    EInverstanden, ob Regen oder Sonne, Punkt 6 pm gehts los ;-)



    Beginnt nicht der Roman zu einem Zeitpunkt, als Garibaldi dem Königreich der beiden Sizilien und damit dem loyalen Adel den Gar ausmacht ?

    Zur Frage wie man ein Buch lesen soll:


    Die professionelle Herangehensweise ist um hohe Objektivität bemüht, soweit das der Gegenstand zulässt. Im Idealfall versteht man, wie ein Buch "funktioniert", d.h. welches Potenzial es warum hat, um gewisse Reaktionen bei den Lesern auszulösen. Kurz, man bemüht sich um eine vergleichsweise abstrakte Betrachtung.


    CK


    Bei mir darf nur jemand an den Kühlschrank, wenn er den Carnot-Prozess erklären kann und mindestens 5 Formulierungen des 2. Haupsatzes der Thermodynamik kennt ;-)

    Schade, dass es keinen Ordner mit Hinweisen zu kommenden Literatursendungen oder -beiträgen gibt. Den würde ich dem Studium des Fernsehprogramms jedenfalls vorziehen.


    Es lohnt sich ein Bild über das Sonntagsprogamm von 3sat zu machen. Literatur hat man seit einiger Zeit vom Nachmittag auf den Vormittag verlegt.

    Kurt Steinmann war heute Morgen in 3sat zu sehen. Er brachte ein einleuchtendes Beispiel, wie sein Übersetzungsansatz sich von dem von Voss unterscheidet. Er versucht näher am Ursprungstext zu übersetzen und vermeidet Ausschmückungen, die bei Voss wohl verbreitet sind.

    Ich bin dabei! Knapp 180 Seiten und 13 Kapitel. Das könnte ein verregneter freier Tag sein, jedenfalls ein überfälliger, denn die Novelle wartet schon seit Jahren auf mich.


    Frei nach Brecht würde ich jetzt als Termin nach dem Frühling um sechs Uhr vorschlagen doch bin ich da recht flexibel und einige mich bestimmt mit den anderen Willigen recht leicht.


    Wenn ich mich recht erinnere können wir auch noch auf Madeleine zählen, die aber auch einem recht ausgefüllten Sommer entgegen sieht.