Beiträge von Lost

    Plato: Der Staat [2.] (Meiner)


    Haben dich bestimmte Gründe bewogen , die Ausgabe des Meiner-Verlags anderen Ausgaben vorzuziehen?


    Ich über lege, ob ich mir das Werk antun soll und sehe, dass es in einer größeren Anzahl von Ausgaben vorliegt.


    Wenn ich jetzt beim Lesen aufmerksam hinschaue, fallen mir immer wieder Stellen auf, in denen Aschenbach ganz bewußt auf den Tod zugeht. Nach einem kurzen Aufenthalt in Istrien sucht er sich ausgerechnet Venedig als Reiseziel, die Stadt, die den Verfall und den Untergang schlechthin darstellt.



    Ganz frech mische ich mich mal ein:


    Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich das Buch gelesen habe. Nicht wenig hat es mich auch an die Winterreise (Müller/Schubert) erinnert. Vielleicht fällt das dem einen oder andern von euch auch ein.

    Die Verbreitung der Erkenntnisse ist nicht Sache des Wissenschafters. Der hat seine Erkenntnisse allenfalls in der Fachwelt zu verbreiten; ...


    Gut, das soll von mir aus das letzte ( falsche ) Wort zu dieser Sache sein, weil sich sonst noch eine weitere Diskussion auftut.


    Danke übrigens für die Entflechtung !


    Die Qualität des Stils steht zur Qualität der wissenschaftlichen Erkenntnis in keiner Relation. (Bzw.: Böse Zungen behaupten auch schon mal, in reziproker Relation - Je besser der Stil, umso schlechter die Wissenschaft. ;))


    Der Verbreitung von Erkenntnissen tut es schon gut, und das sollte nicht unterschätzt werden. Die Mittel aus denen sich Wissenschaft speist fallen nicht alle vom Himmel, und der Nachwuchs auch nicht.



    Ich hoffe du kannst mir meine etwas überzogene Formulierung verzeihen. Sie war schon etwas provozierend gemeint aber nicht im Sinne von Blut vergießen, eher im Kontext von "mit scharfer Klinge". Würden wir nicht dem alten William Booth unrecht tun, wenn wir uns von diesen lausigen Sprengstoffgürtelträgern die Begriffe definieren lassen?



    Sir Thomas, Big Ben


    Danke für eure Hilfestellung. Von Jürgen Kuczynski habe ich die einbändige Version für Ungeduldige gelesen. Da muss er natürlich vieles beiseite lassen. Mich interessieren auch im Besonderen die Organisationsformen der Arbeiterbewegung in England und die Formen ihres eher pragmatischen sozialen Vorgehens. Die Labour-Partei war schon recht früh etabliert.

    Wenn wir hier schon so nett über Ökonomie und Ökonomen fachsimpeln, dann möchte ich es nicht versäumen, den Godfather ins Rennen zu schicken: Adam Smith,...


    Hätte Smith geahnt, dass mittlerweile bald 7 Milliarden Menschen leben, wäre er von seinen Träumen aufgeschreckt ;-)


    Fachsimbeln kann ich nicht. Ökonomie gehört für mich in die Kategorie Teufelswerk ;-)


    Aber vielleicht kannst du ein kritischer Begleiter bleiben, falls die Leserunde zu Stande kommt. Dann haben wir neben dem neutestametarischen Gotteskrieger Vult noch jemand der mir die Leviten ließt.


    Kannst du Literatur empfehlen, die sich den britischen Arbeiterbewegungen im 19. Jahrhundert befasst? Marx ist da ja nur am Rand zur kenntnis genommen worden. Hobsbawm ist in seinem Geschichtswerk da leider zurückhaltend :-(

    Auch Schumpeter und Marx können allerdings nicht darüber hinwegtrösten, dass der größte Ökonom aller Zeiten ein Engländer war: John Maynard Keynes. Das musste jetzt einfach mal gesagt werden ... :zwinker:


    Über Keynes habe ich vor langer Zeit eine Biografie gelesen. Viel ist nicht hängen geblieben, außer dass er zu einem illustren Kreis gehörte, in dem auch Virginia Woolf verkehrte und ein wenig über seine Rolle bei den Nachkriegsverhandlungen (1.WK). Wir hatten mit Karl Schiller aber auch einen Keynesanier als Wirtschaftsminister.
    Jedenfalls wird ein noch größerer Ökonom gebraucht, oder auch überhaupt keiner mehr ;-)

    Hallo Lost,


    ich kenne leider deine Vorlieben nicht, wenn du ein wenig romantisch veranlagt bist, dann natürlich Dshamilja, Die frühen Kraniche und der Weiße Dampfer. Aber vielleicht doch lieber - Die Richtstatt (sehr menschlich, sehr human, sehr liebevoll und ein wenig traurig). Ich könnte zu diesem Buch jetzt so viel schreiben (könnte ich wirklich), aber vielleicht magst du dir ein paar Rezensionen aus dem Intenet suchen und dann kannst du ja so ungefähr ersehen, was deinem persönlichen Geschmack entspricht.
    Denn ehrlich, guter Lost, ich machte in meinem Leben immer wieder die seltsame Erfahrung, das nichts schwieriger ist als einem (gern, viel und vor allem "bewusst)) lesenden Menschen ein Buch zu empfehlen, das dann auch...


    Danke !


    "Der Richtplatz" habe ich bei meiner Hofbuchhandlung bestellt. Das Thema passt ganz gut und über meine Eindrücke will ich gerne berichten. Jetzt muss ich nur langsam sehen, wo ich das zwischen all meine Leseverpflichtungen einschiebe, da auch so viel andere ungelesene Bücher herumliegen und die Spontanität oft meinen schwachen Willen zur Planerfüllung untergräbt.

    Wenn Ihr Euch mit einem wirklich interessanten, ökonomisch und gesellschaftlich relevanten Denker auseinandersetzen möchtet, dann lasst Euch den großartigen Österreicher Schumpeter auf der Zunge zergehen.
    Einen schönen Tag wünscht



    Danke für diesen Hinweis. I


    ch habe mir: "Kapitalismus,Sozialismus und Demokratie" besorgt und der erste Eindruck ist, dass Schumpeter zumindest ausgezeichnet schreibt!


    Ein englisches Buch über "Gardenphotography" besitze ich, eine Zeitschrift lohnt nicht, mit lebendigem habe ich es nicht so ;-)

    Ich bin nun ein wenig traurig, aber ich werde mich damit trösten, das ich mir nun von Aitmatow alle Bücher kaufen werde, die ich bis jetzt von ihm noch nicht gelesen habe und vielleicht konnte ich hier bei einigen Mitlesern, die Aitmatow noch nicht kennen, einige leserliche "Begehrlichkeiten" wecken. Es lohnt sich diesen Autoren kennen zu lernen, heute mehr denn je.


    Was kannst du als Einstieg empfehlen ?


    Ich finde wir sollten dabei bleiben Marx zu lesen und dann weiterzusehen.


    Ideologie hin oder her, um sich eine Meinung bilden zu können, muss man das Werk gelesen haben.


    Ich bin der größte Ideologie-Hasser den man such vorstellen kann, das dürfte also lustig werden. :zwinker:


    Danke.


    Von Wenigen soll man Niemanden verlieren. Meinen Alternativvorschlag ziehe ich deswegen zurück.


    Falls es kontrovers wird, wirst du aber hoffentlich nicht deinen Papa zu Hilfe holen. Bogen spannen ist nicht gerade meine Stärke ;-)

    Beide Tagebücher habe ich gelesen und blättere ab und zu in einem Bildband über sein Leben.


    Seine Lyrik und seine Ironie überfordern mich, seine menchlichliche Seite, wie ich sie im TV erlebt habe, bezaubert mich, sein Arbeitszimmer erzeugt Sehnsucht in mir.


    Rühmkorf lebt !

    @ Sir Thomas:


    Ich bin mit deinen Beiträgen überfordert! Hier haben sich Forenteilnehmer interessiert gezeigt, das Kapital zu lesen, und ich habe an sie die Frage gestellt, ob wir das zu Gunsten von Popper verschieben können. Soll das jetzt von den Nichtkapitallesern entschieden werden oder bist du der Meinung das Buch darf nicht gelesen werden, oder willst du, dass ich eine Gartenzeitschrift abonniere? ;-)

    Am Sonntag habe ich in Poppers "Die offene Gesellschaft und ihre Feind Bd. 2 (Hegel, Marx und die Folgen) geblättert.


    Gewisse Impulse sind da, das Kapital zu verschieben und Popper zuerst zu lesen. Zwischen Darwin (Aug.08) und meinem Vorschlag für Marx (Nov.08) möchte ich aber nicht noch so einen Brocken einschieben. Also wäre eine Verschiebung des Kapitals nach Lichtenstein, äh ich meine nach 2009 mein Vorschlag.


    Wie denken die potentiellen Kapitalleser darüber ?

    Nun, wenn die Leserunde von Darwins Buch wirklich schon Mitte August beginnen sollte, möchte ich den 8. November als Beginn für das Kapital vorschlagen.


    Falls sich xenophanes anschließt, haben wir auch jemand dabei, der Poppers Offene Gesellschaft und ihre Feinde bestimmt auswendig kennt und für die agitatiorischen Teile des Kapitals, falls es sie gibt, wird die Diskussion bestimmt spannend.


    Ich wiederhole auch den Vorschlag, uns zunächst nur für den 1. Abschnitt zu verpflichten (wofür ich etwa einen Monat ansetze), dann eine Woche Selbstkritik einzuschalten, um anschließend über das weitere Vorgehen zu beschließen ;-)

    Telemachos:
    Das ist schon Mal motivierend wenn du mitmachen willst. Marx ist sprachlich und in seiner Art der Beweisführung immer ein schwerer Brocken, selbst wenn Engels ihm auf den Griffel schaut. Um den Einstieg ein wenig leichter zu machen, könnten wir uns ja für die gemeinsame Runde zunächst auf den ersten Abschnitt: Ware und Geld, einigen? Das wäre ja auch Thema für die Bibliomanen ;-)


    Vult:
    Falls es hilft der Hölle zu entkommen, lässt sich gerne ein Evangelium anhängen. Das steht sowieso auf meiner Liste, rutscht nur immer wieder nach oben und wenn mir jemand hilft es da runter zu holen, dann freue mich darüber ;-)