Beiträge von Lost

    Hallo,


    in HR2 habe ich vor einigen Tagen das Gedicht aus "Wilhelm Meisters Lehrjahre" gehört und wie es Sandra Hüller vorgetragen hat, gefiel mir so gut, dass ich es gerne öfters hören möchte. Nun hat mir der Sender mitgeteilt, die Fassung findet sich auf dem "Hör-Conrady", einer CD-Sammlung des Patmos Verlags von 2008. Leider ist dieses voluminöse Hörbuch begriffen, beziehungsweise nur im Antiquariat zu einem sehr hohen Preis erhältlich.


    Hat jemand von euch Forenteilnehmern vielleicht diese Sammlung und kann mir das Gedicht zugänglich machen?


    Gruß
    W.S.

    Die Prosa-Übersetzung von Foul Schott habe ich für eine Leserunde hier gelesen und fand sie angenehmer und verständlicher als eine Version in Hexametern.

    Mein Gott - hier geht's ja richtig ab! Erst die "Psychologisierung des Lesens", nun das "experimentelle Lesen" ...
    Ich bin gespannt, was als nächstes kommt!


    Ich lese weiter ganz normal: ohne Psychologie und Experimente, wenn es denn gestattet ist. :breitgrins:


    Außnahmsweise ist es dir gestattet. Allerdings kann ich mir einen Hinweis nicht verkneifen: Mit jedem Buch das du ernsthaft liest, erst Recht mit einem was du mehrfach liest, machst du ein Experiment.


    Übrigens: Schon die Frage, ob man dieses Buch lesen sollte, regt mich auf. Wer das lesen möchte ist mMn. schlicht einem üblen Selbstvermarkter auf den Leim gegangen.


    Das verstehe ich nicht. Experimentelle Geschichte ist doch ein gutes Thema für Schriftsteller, die Historiker dürfen es ja nicht. ob nun das speziell genannte Buch sinnvoll zu lessen ist, merkt man dann erst hinterher. Es ist also: experimentelles Lesen"

    Ich muss die Dame mit dem Hündchen noch um etwas Geduld bitten und auch um Entschuldigung, dass ich sie versetzt habe ; ich weiß, sowas macht ein Gentleman nicht- was einiges über mich aussagt.
    Zur Zeit bin ich oft unterwegs und habe auch noch einige Termine vor mir, den Rest meiner Zeit bin ich hündchenmüde. Unser Literaturkreis, für den ich die Geschichte lesen möchte (muss), wurde auch vertagt, also wird es sogar fraglich, ob ich die Geschichte noch im Januar lesen werde.
    Trotzdem möchte ich anregen, die Kurzprosarunden weiter zu führen und auch zu institutionalisieren. Das rege ich aus egoistischen Gründen an, denn normalerweise habe ich etwas Scheu vor dieser kurzen Form, hier aber werde ich motiviert.


    Evelyne Marti und JHNewman spreche ich meinen Dank für die Initialzündung und die ersten Kommentare aus.

    Ich habe mittlerweile das Gefühl, das das an mir liegen muss. Irgendwas mache ich falsch.


    Die "Auseinandersetzung" im schweizer Forum habe ich oberflächlich verfolgt. Vielleicht reagierst du etwas empfindlich auf Provokationen. Don Quijote hätte bestimmt nach einem Kampf gegen einen Heißluftballon nicht aufgegeben, und ich finde in einigen Angelegenheiten, zum Beispiel in der, ist er ein brauchbares Vorbild.


    Im Augenblick bin ich nur hier im KF aktiv. Das große Forum verließ ich, da ich irgendwie altersmäßig nicht mehr reinpasste. Das Leserunden-Forum verließ ich nach einer unschönen Kollision mit einem Autor. Und bei sandhofers Hausforum hat mich der Umgang mit einem User die Konsequenzen ziehen lassen.
    Gerne würde ich wieder andere Foren kennenlernen. Gibt es irgendwelche Tips von Eurer Seite?


    Bleib treu und vermeide eben solche Affären. Du siehst, die gehen schief.

    Im Fernsehen gab es eine Serie, in der Titan Spengler Klassiker der Weltliteratur vorgestellt hat. Von Zweitausendeins habe ich die Serie oder ein Teil davon auf 4 DVD bekommen. Nichts für die Eingeweihten, die sich hier tummeln, für mich einfachen Geist sind Spenglers Darlegungen aber anregend, ähnlich wie es auch die des Romanverführers Vollmann waren und weiter sind. Wäre ich nicht von selbst in die Falle getappt, hätte mir Spengler sogar Proust schmackhaft gemacht.

    Eben habe ich die Folge über Gogol gesehen und einen Hinweis auf seine Erzählung "Die Nase" aufgeschnappt.


    Wäre das auch etwas für eine kurze Leserunde?

    Tenar: Mit dem Hündchen warte ich noch ein paar Tage, die Räuber werden euch Zeit rauben, die der Dame mit ihrem Hündchen dann fehlt.


    In den Räubern wechselt Schiller wohl auch seine Sicht: die Situation seines Franz, dieser Kanaille, hat Ähnlichkeit mit der des Sonnenwirts, wird allerdings von Schiller deutlich verdammt. Ich erinnere mich dunkel an einen Schulaufsatz, in dem ich Franz moralisch verteidigt habe, ich hatte schon immer eine beachtlich spießige Seite.

    Heute Abend habe ich auch diese Erzählung gelesen und bedanke mich für die Anregung. Wann hatte ich schon Mal Schiller gelesen- vor der Erfindung des Buchdrucks oder vielleicht doch in der Schule, was fast auf das Gleiche hinausläuft.
    Die Substanz liegt m.E. in der theoretischen Einführung, die tatsächlich eine Kritik an der Rechtsprechung darstellt und neben dem Blick ins Gesetzbuch die Berücksichtigung mit der Entwicklung der Beschuldigten fordert, beziehungsweise vorschlägt. Bei der eigentlichen Darstellung des Falls finde ich es allerdings erstaunlich, wie milde die ersten Urteile sind (wenn ich das mit den Strafen vergleiche, die zu Schillers Zeiten und noch lange später zum Beispiel in England ausgesprochen wurden und das waren ganz schnell Körperstrafen). Wichtig ist auch, dass Schiller die Verbrechen aus der Veranlagung sondern aus der Sozialisation des Täters heraus begründet.
    Aus den Anmerkungen, die in meinem Erzählband zu finden sind, entnehme ich auch, dass Schillers Darstellung für die Zeit ungewöhnlich ist. Vergleichbare Veröffentlichungen über ähnliche Fälle zielten wohl stärker auf die Sensationssucht des Publikums und vernachlässigten die menschlichen Seiten der Verbrecher. Was heute jeder anständige Regisseur machen würde, eine minutiöse Darstellung der grausamen Folter und Hinrichtung (möglichst mit Zeitlupensquenzen), lässt unser guter Schiller außen vor. Was der Autor vielleicht etwas stärker herausarbeiten hätte können, ist die Naivität mit denen unser Sonnenwirt in seiner Laufbahn besonders gegen Schluss zeigt. - sie hört auch zu den psychologischen Faktoren, die Schiller ansprechen möchte.
    Ich kenne nicht das Jahr, in dem Schiller diese Erzählung geschrieben hat; steckt etwas von den Räubern darin? - für die Bühne und für den Film ist sie jedenfalls geeignet.


    Ich soll noch im Januar Tschechows: "Die Dame mit dem Hündchen" lesen. Wäre diese Erzählung auch etwas, für eine Minileserunde?

    Auch von mir die besten Wünsche für das neue Jahr.


    Mit 49 Büchern gehöre ich hier wohl zu den fast Nichtlesern, und ein richtiges "Highlight" war wohl auch nicht dabei.


    Modiano war sicher eine Entdeckung, mittlerweile habe ich zwei seiner (Kurz)Romane gelesen, "Das Cafe der verlorenen Jugend" hat mich am meisten beeindruckt.
    Sinclair Lewis's: "Die Hauptstraße" mit seiner Schilderung des Lebens Mittelwesten der USA
    Marlen Haushofers: "Die Wand" dasjenige, das mich noch jetzt beschäftigt
    Hillary Mantels: "Falken", nun ganz gespannt auf den dritten und abschließenden Band der Cromwell-Geschichte
    sind die zu erst zu nennenden Romane. Daneben ging es weiter mit den Proust, Pepys und Machfus Projekten.


    Bei den Sachtiteln möchte ich "Die Büchse der Pandora" von Jörn Leonhard hervorheben. nicht das erste Buch über den Ersten Weltkrieg, aber bis jetzt der fassbarste Überblick, den ich kenne.

    Mein Jahr 2015 hat schon begonnen, und damit auch die Lektüre von Prousts AdSnvZ, Bd.5: Die Flüchtige. Nach 30 Seiten kann ich dem Werk einen hohen Gebrauchswert nicht absprechen. Falls ich mal jemand davon abhalten möchte eine Leseratte zu sein, werde ich ihm diesen Band sehr ans Herz legen.


    Moin, Moin!



    Ich würde sogar einen Erzählband als Einstieg empfehlen: "Der Mann, der ins Sopranfach wechselte" hat mich vor 8 Jahren ganz begeistert.


    Danke für den Hinweis. Zunächst habe ich mir "Hasenherz" bestellt, weil ich eher ein Romanleser bin und dummerweise von der kurzen Form häufig zurückscheue. Es sein den, ich muss selbst einen Brief schreiben ;-)

    Die Verfilmung von "Der menschliche Makel" kenne ich nicht und an die Romanhandlung erinnere ich mich leider nur bruchstückhaft, aber meinen Leseeindruck insgesamt weiß ich noch: Ich fand das Buch ausgesprochen lesenswert mit einem recht spannenden Ende.


    Von John Updike habe ich einiges gelesen, Romane wie Erzählungen. Aber das Beste oder Wichtigste sind für mich immer noch die Rabbit-Romane (Reihenfolge siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/John_Updike).


    Gruß, Gina


    Nun denn, da werde ich dann Mal näher hinschauen. Danke!


    Hallo,


    besteht hier noch Interesse? Ich würde da sehr gerne mitmachen.


    Grüße


    Ich bin selbst überrascht, wie lange das doch schon her ist - die Leserunde startete im Mai 2010, ist also schon lange abgeschlossen.


    Mach bei "Nord und Süd" mit, du bist willkommen.