Beiträge von Lost

    Mittlerweile ist die die Ausgabe des Winkler-Verlags bei mir angekommen und ich habe das 3. Buch beendet. Interessant, wie Immermann darin modellhaft und ziemlich satirisch das behandelt, was sich später in den unterschiedlichen Konzepten von Realgymnasien und klassischen Gymnasien wiederfindet. Im Roman geht die moderne Bildung in Rauch und Feuer auf, glücklicherweise tat sie das in der Realität jedoch nicht.
    Nächste Woche bin ich unterwegs, ohne Buch, mit "Die Wand" auf dem Kindle. Danach geht es weiter mit den Epigonen.

    Noch ein Einwurf:


    Wenn ein von Zeitgenossen geschätzter und bekannter Autor nach seinem Tod vergessen wird, spricht das nicht unbedingt gegen den Autor, es kann auch gegen die sprechen, die ihn vergessen haben.

    Place de ... habe ich bestellt. Wird vermutlich einige Wochen dauern. Die Romane haben einen überschaubaren Umfang, weshalb mein Vorhaben, immer mindestens ein Buch des Nobelpreisträgers zu lesen, dieses Jahr nicht aufwendig wird. Beim letzten Franzosen Le Clézio war es eine angenehme Entdeckung und es wurden mehrere Romane. Wenn die Namen nicht oft auftauchen müssen sie auch immer wieder neu entdeckt werden.


    Im Feuilleton spüre ich einiges an Hilflosigkeit, das macht Modiano interessant.

    Ja, solche Beispiele gingen mir auch durch den Kopf. Wahrscheinlich kann eine direkt nachfolgende Generation am schlechstesten einschätzen, die der bleibende Wert eines literarischen Werkes einzuschätzen ist. Für uns sind die Themen der Eltern meist einfach nicht unsere Themen. Ob es dann bei den Enkeln und Urenkeln wiederkommt und bleibt, ist schlecht abzuschätzen. Vom 'intellektuellen Pöbel' würde ich nicht sprechen. ...


    Nimm den "Pöbel" als Selbstironie; ich rechne mich dazu.

    Hm, da habe ich meine Zweifel. So sehr ich die Leistung von S. Lenz für seine Zeit und die Leser seinerzeit schätze, so denke ich doch, dass sich erst noch erweisen muss, ob seine Romane die Größe haben, wirklich zu den bleibenden Werken zu gehören...
    R. I. P.


    Letztlich ist es Spekulation, wenn wir über die fernere Zukunft nachdenken, deshalb kann ich schlecht widersprechen. Die Romane von Lenz eignen sich jedoch gut für gewöhnlichen Leser, für den intellektuellen Pöbel sozusagen und weniger für die literarisch Gebildeten, die oft mehr auf Form als auf Inhalt achten. Außerdem erleben wir auch heutzutage die Wiederentdeckung von verschollenen Werken, selbst Fontane war zeitweise außer Mode und der Geist von Kafka musste erst über den Atlantik segeln um runderneuert auf seinen Heimatkontinent zurück zu kommen. Allerdings frage ich mich auch, was außer Krimis, Fantasie und erotischen Werken noch an ernsthaften und tiefgründigeren Texten populär ist. Die Verkaufszahlen betrachte ich kritisch, und die Kritiker wenden sich aus meiner Sicht an kleine Minderheiten.
    Es mag aber sein, dass sich eine moderne Gesellschaft aus Lesekundigen auch als Menge von Minderheiten beschreiben lässt. Irgendwie kommt es mir tatsächlich so vor, als gäbe es keine Mehrheit mehr, wenn es um Kulturfragen geht.


    Siegfried Lenz ist tot ... R.I.P


    Schriftsteller haben den Vorteil, dass sie eine Chance haben nicht zu sterben. "Deutschstunde" und "Heimatmuseum" liest man vielleicht in 50 Jahren so, wie wir heute Romane aus dem frühen 20. Jahrhundert lessen. Sie sind letztlich exemplarische Geschichten über historische Situationen, Stechline und Zauberberge.

    Das Lesen auf dem Kindle habe ich unterbrochen, gerade als der Roman für mich gewöhnlichen Leser interessant wurde. Ich brauche eine kommentierte Ausgabe und habe mir die Ausgabe von Winkler bestellt (danke für den Hinweis).


    In ein paar Tagen geht es dann weiter, falls die Kasuskongruenz noch zu retten ist oder auch nicht.

    Voreilig oder vorauseilend habe ich am Wochenende schon begonnen den Text auf dem Kindle zu lessen und bin schon im 2. Buch. Mir ist die Geschichte immernoch weitgehend unklar. Worauf läuft sie hinaus, was ist die Botschaft?
    Es ist also nicht sicher, ob ich hier Beiträge leiste, aber vielleicht hilft mir die Leserunde auf die Sprünge und ich habe was beizutragen.
    Nach Abschluss das 2. Buchs werde ich einen Stop machen und etwas warten.


    Moin, Moin!



    Es müssen nicht zwangsläufig die Eltern sein, aber irgendwen muß ein Kind schon als Vorbildperson erlebt haben. Bei mir war es die Oma, bei der ich in jeden Ferien und an fast jedem Wochenende war. Als 16-jährige hatte ich ein literarisches Erweckungserlebnis, als in unserer Jugendstunde ein der Gemeinde angehöriger Deutschlehrer uns Tschingis Aitmatows "Der Tag zieht den Jahrhundertweg" vorstellte. Seitdem bin ich ein Leser.


    Es lässt sich auch von der anderen Seite aus betrachten. Wenn einem Alle um einen herum auf den Wecker gehen und ein paar Bücher im Weg liegen, warum sollte man dann nicht mit dem Lesen anfangen.


    Dann hoffe ich mal dass du recht hast lost. :winken:


    Hab gestern mit Combray begonnen und fand die ersten 25 Seiten eigentlich ganz gut. Es ist unglaublich wie lange man den Prozess des Aufwachens beschreiben kann.


    Ich halte dir die Daumen und lass dir auch Zeit mit dem Aufwachen.


    Moin, Moin!



    SteinFEST. Er steht mit "Der Allesforscher" auf der Longlist. Ihn habe ich durch Scheck vor 8 kennengelernt und bisher 4 Bücher gelesen. Unterhaltungsliteratur mit angeschrägtem Flair.


    Da sieht mans, dieses Jahr kein Interesse am Deutschen BuchFEST ;-)


    Hm, faden Kaugummi mag ich gar nicht ... Mal sehen, wie es mir dann (irgendwann) damit ergeht. Aber ich bin noch ganz am Anfang der Suche - meine Eindrücke und mein "Lesegefühl" können sich ja auch schon im zweiten oder dritten Band ändern, wer weiß. Ich hatte und habe großen Respekt vor diesem Riesenwerk.


    Ja, die satirischen Beschreibungen mag ich auch besonders: Swann besucht im Moment eine Soiree und es werden die "Herren mit Monokel" beschrieben - herrlich!


    Gruß, Gina


    Ich will nicht ausschließen, dass aus weiblicher Perspektive Band 5 zu einer spannenden Lektüre wird.


    Moin, Moin!



    Das war klar. Woraufhin ich anspiele, ist, daß Scheck ein Krimiliebhaber ist und einer seiner Lieblingen Heinrich Steinfest ist und ich nur wissen wollte, ob das "wieder" in "auf den Leim gehen" etwas mit Steinfest zu tun hat.


    In der Tat meinte ich diesen Denis Scheck, Steinfurt kenne ich allerdings überhaupt nicht. Obwohl bei mir sämtliche Alarmglocken läuteten als Scheck innerhalb von ein paar Minuten etwa fünfmal von seinem lieben und hervorragenden Freund Platthaus (sinngemäß) sprach und sein Buch "1813" in den Himmel hob, habe ich es gelesen (aus historischem Interesse) und meine Befürchtungen wurden bestätigt, es ist ein fades hingeschludertes Produkt und Scheck hat sich mit seiner Besprechung als korrupt erwiesen. Scheck ist nun bei mir auf der schwarzen Liste. Jörg Maurer selbst war im Interview mit Scheck recht anregend und dem Krimi hat er einige amüsante Aspekte hinzugefügt, insgesamt schreibt er aber oberflächlich.