The Brontë Sisters

  • Charlotte (1816 bis 1855), Emily (1818 bis 1848) und Anne Brontë (1820 bis 1849), allgemein als die Brontë Sisters bekannt, von Arno Schmidt zu Unrecht als die taubengrauen Schwestern bezeichnet, waren drei englische Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. Sie wuchsen zusammen mit ihrem Bruder Branwell bei ihrem Vater, dem Pfarrer und Amateurdichter Patrick Brontë und der Schwester ihrer 1821 verstorbenen Mutter in einem Pfarrhaus in Haworth (West Yorkshire) auf:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Haworth


    Das ehemalige Pfarrhaus steht noch heute und beherbergt das kleine, aber feine „Brontë Parsonage Museum“, in dem einige Zimmer noch originalgetreu erhalten sind:
    http://www.bronte.info/


    Ein Porträt der drei Schwestern, das 1834 von ihrem Bruder Branwell gemalt wurde, kann man heute in der National Portrait Gallery in London besichtigen:
    http://en.wikipedia.org/wiki/F…f_Bront%C3%AB_sisters.png


    Das Bild zeigt von rechts nach links Charlotte, Emily und Anne.


    Ihre Werke hatten die drei Schwestern alle unter männlichen Pseudonymen veröffentlicht: Currer Bell, Ellis Bell und Action Bell wobei die Zuordnung der Pseudonyme zu den wirklichen Namen insofern einfach ist, da der Anfangsbuchstabe von Name und Pseudonym jeweils identisch ist.


    Zur Zeit gibt es im Klassikerforum zwei Vorschläge für eine Leserunde zu Werken der Schwestern. Ein Vorschlag ist schon terminiert:
    http://www.klassikerforum.de/index.php/topic,4495.0.html


    Der andere Vorschlag ist mangels Teilnehmer nochmal zurück gestellt, wird aber möglicherweise im Anschluss an die vorhergehende Leserunde stattfinden:
    http://www.klassikerforum.de/index.php/topic,4499.0.html


  • Das ehemalige Pfarrhaus steht noch heute und beherbergt das kleine, aber feine „Brontë Parsonage Museum“, in dem einige Zimmer noch originalgetreu erhalten sind:
    http://www.bronte.info/


    Hast du es schon besichtigt? Lohnt es sich?
    Ich komme heuer wahrscheinlich in die Gegend (naja, "Gegend" ist relativ :breitgrins: ) und würde eventuell einen Abstecher planen.
    Das Jane-Austen-Museum in Bath ist auch nicht groß, hat mir aber SEHR gut gefallen.

    "Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes. She has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve."

  • Hast du es schon besichtigt? Lohnt es sich?
    Ich komme heuer wahrscheinlich in die Gegend (naja, "Gegend" ist relativ :breitgrins: ) und würde eventuell einen Abstecher planen.
    Das Jane-Austen-Museum in Bath ist auch nicht groß, hat mir aber SEHR gut gefallen.


    Extra hinreisen lohnt wahrscheinlich nicht, aber wenn man schon mal in der Gegend ist. Wir sind, ist aber schon ein paar Jahre her, in der Gegend von Haworth gewandert, dort spielt ja „Wuthering Heights“ und bei der Gelegenheit haben wir auch das Museum angesehen. Falls du hinkommst, berichte bitte, wie es dir gefallen hat.


    Dieses Jahr will ich wegen einer Ausstellung nach London und bei der Gelegenheit mir möglicherweise auch das Austen-Museum in Bath ansehen.

  • Hallo montaigne,


    ich antworte in diesem Thread zu der Coverabbildung "Sturmhöhe":


    Zitat von "montaigne"

    ...... habe ich mir das Titelbild unserer DTV-Ausgabe etwas näher betrachtet. Es handelt sich um das Gemälde „gusty weather“ (böiges Wetter) von 1878 des in Edinburgh geborenen schottischen Landschaftsmalers Peter Graham (1836 – 1921)
    http://www.amazon.de/Sturmh%C3…3123486#reader_3423123486
    Vermutlich in den schottischen Highlands gemalt passt es doch auch in die nordenglische Gegend in der der Roman Sturmhöhe spielt. Die karge Heidelandschaft – und die windschiefen Bäume werden ja auch gleich am Anfang des Romans als typisch für die menschenfeindliche Gegend erwähnt.



    kennst du die Bleistiftzeichnung von Emily Bronte "Study of a fir tree"


    Pencil drawing by Emily Brontë, 1842


    am Fuße des Baums liegt ein abgebrochener Ast. Sehr fein gezeichnet. Es überrascht mich immer wieder wie vielseitig die Bronte Schwestern waren, auch Charlotte und Anne konnten ja sehr gut zeichnen.


    am besten gefällt mir das Cover der Reclam Ausgabe von 2009:

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    Gruß
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)


  • Hallo Maria,


    nein, die Bleistiftzeichnung kannte ich noch nicht, vielen Dank, ja ist wirklich meisterlich gezeichnet. Auch ich bin immer wieder überrascht über die drei Schwestern, vor allem wenn wann bedenkt, dass alle drei schon sehr jung starben, Emily wurde ja nicht mal 30 Jahre alt und trotzdem haben sie ein unsterbliches Werk hinterlassen. Taubengrau, wie Arno Schmidt die Schwestern nannte, waren die nicht.


    Ja, du hast Recht, das Cover der Reclam Ausgabe passt sehr gut. Wenn mir jemand dieses Bild zeigen würde, verbunden mit der Frage, welcher Romantitel mir dazu einfällt: - die Antwort wäre klar: „Sturmhöhe“.


    Viele Grüße


    montaigne

  • Hallo zusammen,


    Br2 Radiowissen:
    "Sturmhöhe" von Emily Bronte:


    Meist wird Sturmhöhe als Liebesroman gelesen, als Geschichte einer urgewaltigen Leidenschaft. Es gibt aber auch eine andere Lesart: Sturmhöhe erzählt eine Familiengeschichte, in deren Zentrum ein Geheimnis seine zerstörerische Kraft entfaltet. Autorin: Dorothea Keuler


    http://cdn-storage.br.de/mir-l…urmhoehe-von-Emily-Br.mp3


    Gruß,
    Maria

    In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)


  • Meist wird Sturmhöhe als Liebesroman gelesen, als Geschichte einer urgewaltigen Leidenschaft. Es gibt aber auch eine andere Lesart: Sturmhöhe erzählt eine Familiengeschichte, in deren Zentrum ein Geheimnis seine zerstörerische Kraft entfaltet.


    Es gibt viele mögliche Lesarten (wie auch die kürzlich beendete Leserunde zeigte). Meine ganz persönliche: "Sturmhöhe" zeigt schonungslos die Unfähigkeit der Gebildeten, sich mit der kaltschnäuzigen Brutalität eines Emporkömmlings angemessen auseinanderzusetzen. Letztlich kapituliert der Humanismus vor den mit List und Gewalt geschaffenen Fakten - ein sehr modernes, immergrünes Thema.


    LG


    Tom