Beiträge von DerFuchs

    Zum Bücher verkaufen waren die Preise sicherlich früher höher wg. der größeren Nachfrage im Antiquariat. Aber trotz des Preisverfall hat es auch etwas Positives. Du und jeder der Bücher mag kann im Antiquariat auch günstiger einkaufen als früher. Selbst wenn man nicht so viel Einkommen hat, muss man auf Literatur nicht verzichten. Es ist schade, dass sich viele Antiquariate heutzutage nicht halten können. Das Kauferlebnis in ein Raum, der vor Bücher überquillt ist irgendwie anders als im "cleanen Einzelhandel" und hat schon etwas. Ein Antiquariat zu unterstützen hat mehr Charme als einer der Online Anbieter wie rebuy, momox und Co. zu beliefern.

    Kennt ihr eigentlich die App "Meine Bibliothek"? Ich habe die App zufällig entdeckt und könnte mir vorstellen, dass Sie gerade hier im Forum für viele interessant sein könnte und möchte die App deshalb kurz vorstellen. Die App ist komplett kostenfrei. In der App selbst hat man die Möglichkeit freiwillig eine Spende an den Entwickler zu senden, man muss dies aber nicht tun.


    Die App dient dazu, eine Datenbank zur eigenen Bibliothek anzulegen. Es gibt einige nützliche Zusatzfunktionen (einscannen von Barcodes, Suche nach ISBN-Nummer), die das ganze sehr angenehm machen.



    Hier eine kurze Übersicht der Funktionen:



    - Hinzufügen eines Buches mittels Einscannen des Barcodes


    - Ein Buch mittels ISBN-Nummer suchen und hinzufügen


    - Schlagwortsuche (z.B. Autor, Titel) verwenden um ein Buch zu finden und hinzufügen


    - Ein Buch komplett manuell hinzufügen


    - Wer mag, kann sich auch eine Zusammenfassung/Notizen zum Buch machen und hinzufügen


    - Nett ist auch, dass die Liste mit den Büchern die man in der Bibliothek hat auch ein Bild vom Cover des Buches hat. Entweder werden diese über den Barcode/ISBN/Schlagwortsuche mit eingefügt, man kann aber auch eigene Fotos einfügen. (Wer nur eine Liste ohne Fotos will, kann Bilder auch manuell löschen)


    - Dann kann man noch einstellen, welches Buch man gelesen hat oder nicht gelesen hat.


    - Im Statistik Menü sieht man dann wie viel Bücher man in seiner Bibliothek hat und auch wie viel Prozent der Bücher gelesen bzw. ungelesen sind.


    - Dann gibt es noch eine Wunschliste, auf die man Bücher setzen kann, die man eventuell mal kaufen möchte.


    - Wer gerne bzw. parallel mit Excel arbeitet, kann sich auch seine Bibliothek aus der App als Excelliste exportieren lassen und diese dann weiterverarbeiten bzw. auf ein anderen Ort sicher. Wer bisher mit Excel gearbeitet hat, kann auch eine Exceldatei importieren und diese in die App einfügen.


    - In der Bibliothek gibt es auch eine Suchfunktion um die eigene Bibliothek zu durchsuchen

    Ich experimentiere gerade mit Hörbüchern und habe mir die Librivox-App geholt, die im Vergleich zur Webseite überraschen übersichtlich ist und viele nützliche Zusatzfunktionen zum verwalten und abspielen der Hörbücher hat und zusätzlich auch noch eine Spezialfunktion zum Stöbern/Entdeckten von neuen/unbekannten Hörbüchern bietet.


    Über die App habe ich diesen Krimalroman von Dietrich Theden entdeckt, den ich gerade höre.


    https://librivox.org/menschenhasser-by-dietrich-theden/


    Hier noch die Zusammenfassung der Sprecherin zum Inhalt


    Zitat


    Hunter, ein Deutsch-Australier kehrt nach langen Jahren als reicher, aber verbitterter Mann nach Berlin zurück, erfährt über Umwege, dass seine Ex-Ehefrau die zwei gemeinsamen Kinder wahrscheinlich umgebracht hat und beschließt, deren Tode zu rächen. Dazu schleicht er sich unter fremden Namen in den bizarren Haushalt der zickigen Frau und ihren geizigen Kauz und Neu-Ehemann ein, lernt deren unterdrückte Tochter und ihren Verlobten kennen, und beschließt, den beiden unglücklichen jungen Leuten gegen den Willen der Eltern den Weg zu ebnen. Doch dabei muss er mit der Niedertracht seiner Exfrau rechnen ... ein mörderischer Abgrund aus Geiz und Gier tut sich vor ihm auf.



    Menschenhasser ist der berühmteste Kriminalroman von Diedrich Theden. - Summary by Ramona Deininger-Schnabel

    Die Antiquariate, Buchhandlungen und Co. dürfen wieder öffnen. Natürlich mit Auflagen, max. 2 Kunden gleichzeitig im Laden und nur mit Mundschutz. Medizinisch finde ich die Maßnahmen in Ordnung, ich hoffe nur, dass die kleinen Ladengeschäfte unter den Bedingungen genug Umsätze machen und uns auch zukünftig noch zur Verfügung stehen. Das "Einkaufserlebnis" ist dort schon etwas anderes als Amazon, aber das nur am Rande erwähnt.


    Im Antiquariat habe ich dann auch gleich wieder etwas gefunden.


    Ransmayr: Cox oder der Lauf der Zeit

    Lernet.-Holenia: Das Leben für Maria Isabella oder Die Standarte

    Haushofer: Die Wand

    Remarque: Der Himmel kennt keine Günstlinge

    Atwood: Der lange Traum

    Porter: Fahles Pferd und fahler Reiter

    Hallo MMMichael, willkommen im Forum und viel Spaß beim entdeckt neuer Literatur. .

    Wenn du etwas tiefgründiges mit humorvollen Szenen suchst, könnte "Der schwarze Obelisk" von Remarque etwas für dich sein.

    Magst du auch schwarzen Humor in der Literatur? Dann könnte ich noch "Dr. Fischer aus Genf oder die Bomben-Party" von Graham Greene empfehlen.

    DerFuchs Eben hat mir meine Tochter einen Download-Link für das Buch von Sologub geschickt, einfach so ... Ich habe mich sofort erinnert, dass Du das Buch hier empfohlen hattest.

    Ich habe es ein wenig konvertieren müssen, aber jetzt ist es lesbar und sieht vielversprechend aus. Nachdem ich vorhin den "Junker von Ballantrae" ausgelesen habe, bin ich schon gut aufs Dämonische eingestimmt.

    Das freut mich. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und bin auf deine Eindrücke gespannt.

    Corona scheint uns leider noch länger zu beschäftigen. Durch die Schließung von nicht versorgungsrelevanten Geschäften mussten leider auch Buchhandlungen und Antiquariate schließen. Halten die Geschäfte ein längere Schließung durch oder werden wir viele tolle Läden verlieren?

    Vielen Dank für die ersten Antworten. Dann setze ich die Liste mal fort. Von Carl Amery fällt mir der Roman "Der Untergang der Stadt Passau" ein. Etwas eigenwillig ist die bayrische Sprache in der Teile des Romans verfasst sind. Nach einer Seuche scheinen nur noch winzige Gruppen der Menschheit zu existieren. Die Stadt Passau hat noch Elektrizität, verfällt aber immer mehr. Es werden Ressourcen benötigt, der Versuch sich diese anzueignen misslingt aber gründlich und am Ende wird Passau von den verbleiben Mächten erobert.

    Aktuell grassiert ja überall das Coronavirus. Hamsterkäufe werden gemacht, das Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Nudeln werden in den Geschäften knapp. Es soll vereinzelt in Supermärkten schon zu Handgemengen um die letzte Packung Toilettenpapier gekommen sein. Die Politik ergreift im Kampf gegen das Virus teils drastische Maßnahmen, Aktienkurse fallen, die Verunsicherung in Bevölkerung und Wirtschaft ist groß. Hätte man dieses Szenario vielleicht vor ein Jahr vorausgesagt, hätte der ein oder andere es nicht für realistisch sondern für die Fantasie eines Autors gehalten. Wo wir auch schon beim Thema wären. Bestimmt hat doch der ein oder andere Autor sich literarisch in irgendeinen Form damit auseinandergesetzt. Welche Werke (egal ob Klassik oder Gegenwartsliteratur) kennt ihr, die in irgendeiner Art und Weise irgendwie in den Kontext Epidemien/Krankheit/außergewöhnliche Ereignisse/Katastrophen und daraus resultierende Entwicklungen für die Gesellschaft passen?

    Ich finde "den Augenzeugen" von Alain Robbe-Grille noch empfehlenswert. Auf einer Insel ereignet sich ein Unfall oder ein Mord, bei dem ein Mädchen stirbt. Ein mysteriöser Handelsvertreter für Armbanduhren ist zufällig auf der Insel während dieses Vorfalls. Die Anwohner gehen von ein Unfall aus, der Handelsreisende hat aber plötzlich Erinnerungslücken an den Vortag und versucht krampfhaft sich ein Alibi zurechtzulegen. Das ganze ist etwas undurchsichtig und wird auch nicht aufgelöst, ob es ein Unfall oder ein Verbrechen war. Gab es ein Verbrechen oder hat sich das vermeintliche Verbrechen nur im Kopf des Vertreters abgespielt? Eine ungewöhnliche aber hochspannende Konstellation.

    "Die Saat" von Fran Ray fand ich ganz gut gemacht. Es beginnt mit einen spektakulären Mord und nach und nach verschwinden potentielle Kontaktperson bei den Nachforschungen. Die Nahrungsmittelindustrie scheint Ihre Finger im Spiel zu haben, zum Ende wird das Ganze aber mit einer überraschende Wende aufgelöst.

    Die Liebesgeschichte zieht sich hin. Mir wird's allmählich zuviel. Bin jetzt in II, 10 und gerade verfällt Oblomov nach einer durchwachten Nacht der Ernüchterung, mal sehen, was es damit auf sich hat.
    Scott und Godwin sind vielen hier im Forum ein Begriff, aber wen meinst du mit Calebs, DerFuchs? Mir ist eine solche Person bisher nicht in dem Roman begegnet, nur Sachar, der zwar einerseits ein ergebener Diener seines Herrn, andererseits aber auch dessen Quälgeist, Spiegelbild und Fluch darstellt.

    Das ist ist keine Person aus den Roman. Es geht um Sachar, über den gesagt wird, dass er so gar nicht den Typ "Calebs" also der Dienerfigur aus den Romanen von Scott und Godwin entspricht.

    Ich bin gerade über eine interessante Randbemerkung gestoßen. In meiner Ausgabe weißt der Übersetzer an einer Stelle darauf hin, dass Calebs den Typ ergebener Diener in den Romanen Walter Scotts und William Godwins beschreibt. Sind die beiden Autoren zufällig jemand aus dem Forum bekannt?