Beiträge von DerFuchs

    Hat jemand von euch schon mal ein Buchregal selbst gebaut? Wenn ja, wie geht man am besten vor? Welche Holzarten sind geeignet, was eher nicht? Was braucht man so alles um ein Regal zu bauen?

    Hallo zusammen, ich würde aus Neugier gerne mal in die Runde fragen, wie viel Bücher sich in euren Besitz befinden? Wie behaltet ihr den Überblick über eure Bestände? Gibt es unter euch zufällig auch jemanden, der seine Bestände sogar dokumentiert? Wenn ja, wie dokumentiert/verwaltet ihr eure Bücherbestände? Führt ihr Listen in Excel? Nutzt ihr eventuell ein Literaturverwaltungsprogramm, eine Art Datenbank oder irgendein spezielles Programm? Wenn ja, welches? Dokumentiert ihr auch eure Eindrücke beim lesen?

    Bei mir persönlich gibt es (noch) keine systematische Dokumentation. Aber ich hatte neulich mal drüber nachgedacht, ob es mit größer werden Beständen irgendwann mal sinnvoll wäre so eine Dokumentation zu führen um den Überblick zu behalten, was man schon hat, welche Bücher eventuell noch fehlen, welche Eindrücke man irgendwann beim Lesen der Bücher vor längerer Zeit mal hatte, falls man ein Buch irgendwann nochmal ein zweites Mal liest. Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen. Schönes Wochenende.

    Gibt es eigentlich auch "vergessene" bzw. "nicht so bekannte" Klassiker bzw. irgendwelche "Geheimtipps", die erst noch entdeckt werden müssen und nicht automatisch auf irgendwelchen Listen von Zeitschriften auftauchen oder in Umfragen genannt werden? Ich kann es nicht ganz exakt definieren, ich meine Autoren, die schon irgendwie den klassischen Bereich zuzuschreiben sind, die aber vielleicht nicht so breit diskutiert werden und nicht jeden Leser auf Anhieb bekannt sind oder in irgendwelchen Bestenlisten auftauchen, die aber trotzdem literarisch hochwertig und anspruchsvoll sind. Kennt ihr das, wenn man z.B. in einen Antiquariat bzw. eine Buchhandlung stöbern geht und plötzlich Autoren entdeckt, die man eher zufällig findet und so gar nicht auf den Zettel hatte aber die Beschreibungen von bestimmten Werken spricht euch direkt an?

    Ich denke bei mir an Autoren wie Albert Drach, Friedrich Spielhagen, Nina Berberova, Alexej Pissemski, Gert Hoffmann, Emmanuell Bove, Martin Kessel, Itala Svevo, Laszlo Nemeth, Alain Robbe-Grillet, Aharon Appelfeld u.a.

    Was für Autoren würden euch so spontan einfallen?

    Von Dostojewski fand ich den Roman Arme Leute noch erwähnenswert. Es handelt sich um eine spezielle Form - einen Roman in Briefen. In der Korrespondenz zwischen einen verarmten Beamten und seiner verarmten Bekannten erfährt man sehr viel über Menschen, die sich in einen Armenviertel durch den Alltag schlagen müssen. Die beiden scheinen befreundet zu sein, der Beamten empfindet sogar etwas mehr als Freundschaft für seine Bekannte. Am Ende heirat seine Bekannte einen anderen Mann um der Armut zu entfliehen und der Beamte muss seine Freundin auch noch bei den Hochzeitsvorbereitungen unterstützen. Neben Alltagsproblemen tauschen sich die beiden auch über Literatur in der Korrespondenz aus. Der Roman hat irgendwie etwas ganz Originelles.

    Es ist erstaunlich, dass ein Buch von 1909 bereits eine Art Facebook vorausgesehen hat. Ist das fehlende Wissen eine Maschine zu reparieren eine Interpretation für den Fachkräftemangel? Das Buch ist auf jeden Fall spannend und lesenswert. Vom gleichen Autor habe ich auch ein Zimmer mit Aussicht im Regal stehen, dieses Buch habe ich aber bisher noch nicht gelesen. Wie schätzt ihr die anderen Romane von Forster ein?

    Kennt jemand von euch noch weitere Werke und Autoren der russischen Literatur, die empfehlenswert sind?


    Mir fällt spontan noch der Autor Fjodor Sologub mit seinen Roman "Der kleine Teufel" ein, den ich gerne ausdrücklich empfehlen möchte. Der Roman hat gewisse Parallelen zu den Werken von Gogol und Dostojewskij, setzt aber natürlich eigene Akzente und ist etwas ganz Besonderes. Solugub lebte von 1863-1927, der Roman ist im Original 1905 erschienen. Ich habe eine Übersetzung von 1969 vom Winkler-Verlag (Reihe Die Fundgrube) vorliegen. Ich fand den Roman genial. Es geht um einen Lehrer, der nach und nach in den Wahnsinn verfällt. Hierbei leidet der Protagonist an der ein oder anderen grotesken Einbildung und es steigert sich im Laufe des Roman bis hin in den kompletten Verfall in den Wahnsinn. Begleitet wird der Verfall in den Wahnsinn durch eine Gesellschaft voller realer und eingebildeter Intrigen. Am Ende zündet der Protagonist ein Gebäude an und begeht einen Mord. Vielleicht ist der Roman ja für den einen oder anderen im Forum auch etwas. Viel Spaß beim lesen.

    Hallo zusammen, bisher habe ich noch keine Erfahrungen mit Hörbüchern und lese eigentlich nur gedruckte Publikationen. Neulich habe ich beim Stöbern im Netz gesehen, dass es ein Portal mit den Namen LibriVox gibt und man dort Hörbücher kostenlos herunterladen kann. Kennt und nutzt jemand von euch zufällig das Portal und könnt ihr es empfehlen? Sind Downloads von den Portal komplett legal oder muss man auf irgendetwas besonderes achten? Ich freue mich über eure Erfahrungen zum Portal. Besten Dank vorab.