Beiträge von klassikfreund


    Ich habe inzwischen in einem Katalog für den Buchhandel gesehen, daß der Verlag darauf hinweist, daß er alle Schulen und Universitäten anschreibt und für diese Reihe wirbt. Damit wäre das Zielpublikum klar definiert.


    Das mag eine Zielgruppe sein, ist aber sicher nicht die einzige. Man wirbt ja massiv an vielen anderen Stellen. So beispielsweise auf Internetshops wie buecher.de oder in Kundenmagazinen wie von Thalia mit gleich mehreren Seiten journalistisch aufgemachten Artikeln (wird aber letztlich von den Verlagen bezahlt).


    Gruß, Thomas

    Hallo,


    welche Literaturgeschichte ist denn Eurer Ansicht nach empfehlenswert? Ich suche Überblicke für deutschsprachige, franzöische und englische Literatur. Rein aus privatem Interesse, nicht fürs Studium. Die Werke aus dem Metzler-Verlag finde ich nach einem ersten Reinlesen gar nicht so schlecht, auf Amazon sind sie jedoch von Lesern nicht so überragend bewertet. Kennt ihr denn Besseres?


    Den Kindler habe ich natürlich in elektronischer Form, der Zusammenhang der Werke geht darin jedoch verloren.


    Schöne Grüße,
    Thomas

    Mit dem Fischerverlag werde ich persönlich nicht so richtig warm. Zumindest die fehlenden Stellenanmerkungen finde ich ärgerlich.


    Aber auch über andere Autoren ärgere ich mich. Da gibt es eine 19bändige Werkausgabe von Joseph Conrad und dann versieht man diese mit Umschlägen, die ihre Zeit weit überlebt haben. Dann bringt man zum Jubliäum eine lobenswerte Neuübersetzung von drei seiner Geschichten, gliedert sie aber nicht in die Werkausgabe ein. Auch Kafka könnte man besser präsentieren, die gebundene Kritische Ausgabe mit den Apparatbänden ist preislich für den Privatkäufer reichlich unattraktiv, gut, es gibt noch eine Taschenbuch-Sonderkassette für 99,-, die aber auch eine Zeit lang vom Markt verschwunden war. Warum nicht mal solch eine Ausgabe mit gebundenen Werken zu 299,-? Und warum ohne Kommentar? Da muss erst in diesem Jahr Winkler Dünndruck eine zweibändige Kafka-Ausgabe mit seinen Werken und neuen Kommentaren herausbringen. Warum traut sich Fischer so etwas nicht?


    Gruß, Thomas

    Nun, ich habe mir inzwischen die Ausgaben mal im Laden angesehen. Die Papierqualität ist für ein Taschenbuch hochwertig, sehr glatt, aber unterschiedlich stark je nach Seitenzahl. Stellenanmerkungen fehler leider. Das finde ich den eigentlichen Nachteil dieser Ausgaben. Selbst wenn man nur so wenige Stellen wie bei Manesse kommentiert, wäre dies für das Verständnis heutzutage unbekannter Begriffe oder fremdsprachiger Passagen doch sehr hilfreich. Ein paar Angaben zum Autor sind gemacht, außerdem ist der Beitrag aus dem 2009er Kindler abgedruckt. Besser als nichts. Bei den Übersetzungen gibt es natürlich teilweise Neueres.


    Auch ich hätte ja gebundene Ausgaben vorgezogen, nur dann hätte man bei den Dostojewskij-Übersetzungen wohl nicht die Rechte dafür gehabt. Zudem ist der Markt für gebundene Klassiker-Ausgaben wohl extrem schwierig. Außer Manesse findet man eigentlich selbt im Thalia kaum noch Winkler Dünndruck oder Hanser. Meine viel kleinere Stammbuchhandlung führt das zwar in ganz ordentlicher Menge, aber die haben sich halt darauf spezialisiert. Der Regelfall ist das nicht mehr. Bestimmt hat sich Fischer Gedanken dazu gemacht. Und neben der Rechte-Problematik spielte sicher die Zielgruppe "Schüler" als ein wichtiger Markt eine Rolle, sich für die Taschenbücher zu entscheiden.


    Interessant an diesem Projekt ist jedoch die große Anzahl an Titeln, die gleichzeitig veröffentlicht wird. Das schafft Aufmerksamkeit im Handel. In einer meiner Buchhandlungen war ein ganz Tisch nur für Fischer Klassik reserviert. Insgesamt ja schon lobenswert, dass es überhaupt noch mal ein Verlag versucht, mit etwas größerem Werbebudget Klassiker zu platzieren (kostenlose Postkarten für die Kunden!).


    Schöne Grüße,
    Thomas

    Hallo,


    du könntest das folgende Buch mal prüfen:


    Ransmayr: Der fliegende Berg


    Es beginnt mit den Worten:
    Ich starb / 6840 Meter über dem Meeresspiegel / am vierten Mai im Jahr des Pferdes


    Ob der Erzähler nun wirklich tot ist oder nur scheintot war, weiß ich nicht, ich habe das Buch nicht gelesen.


    Gruß, Thomas

    Hallo,


    ich habe eine Frage zu den verschiedenen Ausgaben dieses Werkes. Bei Amazon finde ich folgende Ausgaben:


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    (Kritische Gesamtausgabe von Reclam)

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    (Nachdruck der Ausgabe von 1811 und sämtliche Kalendergeschichten aus den Jahren 1808 bis 1819)

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    (Manesse Verlag)

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    (Faber und Faber Verlag)

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    (S. Fischer Verlag)


    Während die (noch nicht erschienene) Fischer-Ausgabe mit über 500 Seiten daherkommt, sind bei Manesse nur 269 Seiten enthalten. Hierbei wird es sich dann wohl um die Ausgabe von 1811 handeln, kann das jemand bestätigen? Auch Reclam hat mehr als 400 Seiten.


    Welche Geschichten gehören denn zur einer vollständigen Ausgabe des rheinischen Hausfreundes? Oder hat Hebel mehrere Bände / überarbeitete Bände zu verschiedenen Zeitpunkten herausgegeben? Oder sind einige seiner Kalendergeschichten nicht als Buch erschienen und diese dann einigen Ausgaben hier später beigefügt?


    Habt ihr Empfehlungen zu einer Ausgabe?


    Gruß, Thomas


    Die Übereinstimmungen sind ja fast schon unheimlich. Die Strudlhofstiege werde ich 2008 lesen, das Hörspiel werde ich auslassen, dazu habe ich noch zu viele andere Sachen zu hören.


    Gruß, Thomas


    Gerade dieses von Dir genannte Buch finde ich ja eher schwach.


    Gruß, Thomas

    Das mit Storm hat mich auch überrascht. Ich kenne bei weitem nicht dessen gesamtes Werk, würde ihn aber nicht auf die selbe Stufe mit Raabe stellen - und schon gar nicht reicht er an Fontane heran.


    Lustigerweise wird Storm beim Deutschen Klassiker Verlag verlegt, Raabe nicht, auch nicht Fontane, aber für ihn gibt es andere bedeutende Werkausgaben. Raabe kommt irgendwie schlecht weg.


    Ich kann das alles nicht beurteilen, aber offenbar wird er auch von Hochschulprofessoren (die beraten ja wohl Verlage in solchen Fragen) nicht sehr geliebt.


    Gruß, Thomas


    Danke für den Tipp.
    Ich lese den hier öfters erwähnten "Witiko", und es ist einer der schönsten Romane, den ich kenne.


    Nun, für einen der schönsten Romane halte ich ihn nicht, da würde ich eher Stifters Nachsommer einordnen. Aber Witiko ist ein äußerst faszinierender Roman mit einem ungewöhnlichen Sujet und dem dazu passenden Stil. Auch meine Empfehlung.


    Gruß, Thomas

    Zumindest die Kafka-Hörbuch-Ausgabe ist vorzüglich gemacht. Eingeleitet durch ein Vorwort, welches sich auch im Booklet wiederfindet. Bodo Primus liest die Tagebücher auszugsweise mit der richtigen Stimmlage vor. 3 sehr interessante Stunden. Ich werde mir nach und nach noch andere Ausgaben anschaffen.


    Gruß, Thomas

    Nachdem ich die Literaturbeilagen aller großen Zeitungen auf der Buchmesse einsammeln konnte, muss ich sagen, dass mich die Beilagen der FAZ und der SZ, gefolgt von der ZEIT am meisen beeindruckt haben. Die NZZ, Welt und FR besprechen in meinen Augen eher weniger interessante Titel.


    Schöne Grüße,
    Thomas