Beiträge von klassikfreund

    Von irgendwoher glaube ich zu wissen, dass Männer anders lesen als Frauen, indem Männer ganze Wortgruppen mit einem Blick erfassen können, wodurch sie eine Seite in viel kürzerer Zeit gelesen haben als Frauen, die eher ein Wort nach dem anderen lesen.
    Das hängt irgendwie mit den Gehirnhälften zusammen und vielleicht auch damit, dass Frauen immer etwas im Haushalt zu tun haben oder sich um den Ehemann, Kinder und Katzen kümmern müssen.


    Von solchen Theorien halte ich gar nichts. Meine Frau kann viel schneller lesen als ich.


    Gruß, Thomas


    Moin, Moin!



    Eine ordentliche Datenbank braucht die Größe nicht zu scheuen.


    Mir geht es nicht um die technische Größe. Das ganze muss ja auch jemand pflegen. Idealerweise pflegt jeder Leser das selber ein, aber wenn es zu viele Schlagworte gäbe, dann wäre das auch nicht zielführend, da man sich als Leser ja nicht jedes Motiv notieren und eingeben wollte.


    Gruß, Thomas

    Der Frenzel, den ich offline natürlich schätze, könnte online um so viel weiter verwirklicht werden. Nicht nur die großen Themen wie Tod, Liebe, Opfer usw., sondern eben auch profane wie Friseurbesuche oder Bordellszenen usw.


    Die Bücher oben kenne ich natürlich auch, beschränken sich aber auf äußerst wenige Werke und recht wenige Motive. Die Idee auf sämtliche Friseurbesuche in der Literatur zugreifen zu können, das hätte schon einen großen Charme. Oder wie wäre es mit Erfahrungen des Autofahrens oder Fliegens. Wie viele Themen bräuchte man, damit man sinnvoll anfangen kann? 200? 500?


    Gruß, Thomas

    Interessanter Ansatz, bei der Vielzahl möglicher Motive kann ich mir eine Realisierung nur durch eine große Community vorstellen. Ich selber wollte ja auch schon mal Fundstücke zum Motiv "Erinnerung" zusammenstellen. Beim Vorsatz ist es jedoch bislang geblieben.


    Gruß, Thomas

    Ich finde diesen Klassiker- Warnungen-Thread nicht schlecht, aber noch mehr würde ich mich über Klassiker-Empfehlungen freuen.
    Gerade nicht so ganz bekannte Namen wären da für so manchen Neueinsteiger eine Bereicherung.


    So manche Warnung ist aus der Sicht eines anderen Lesers eine Empfehlung. Ich bin jedenfalls gespannt, welche Titel hier noch genannt werden.


    Gruß, Thomas


    Einige Dialoge sind ziemlich seltsam:


    Du hast die stärksten Stellen des Witiko gleich entdeckt. Gerade diese Dialoge vermitteln doch eine Stimmung, wie man sie sonst nicht findet.


    Hier gewinnt man das Gefühl, dass man sich noch ausreden lässt und zudem scheint man live dabei zu sein. Daher muss jedes Detail über Seiten beschrieben werden ohne dass der Erzähler eine Sekunde ausblendet. Ich habe diese Langsamkeit genossen. Wo gibt es das sonst noch?


    Zugegebenermaßen hat der Witiko auch ein paar Längen, aber wer ist schon perfekt? Alle großen Bücher haben Längen.


    Gruß, Thomas


    Das ist ja lustig. Diese Woche habe auch ich das Umblättern ganz vergessen. Passiert mir sonst nicht :smile:


    Schöne Grüße,
    Thomas


    Auch ich liebe große Schauspieler mit schönen Stimmen (Rolf Boysen, Peter Simonischek, Hans Michael Rehberg, Monika Bleibtreu, Otto Sander, Bruno Ganz etc.).


    Einverstanden.


    Zitat


    Peter Matic z.B. vermittelt durch seine Interpretation ein wirklich einmaliges Proust-Erlebnis (das die Proust- Lektüre jedoch niemals ersetzen kann, denn wie schon gesagt, es handelt sich um vollkommen verschiedene Kunstformen).


    Die beste Proust-Lesung stammt jedoch von Bernt Hahn und Peter Lieck. Matic ist zwar sehr gut, aber gegen diese beiden bleibt er recht blass.


    Zitat


    Christian Brückner zählt für mich ausdrücklich nicht zu den großen Stimmen.


    Doch. Die Lesung des Spiegel-Dossiers zum 11. September kann niemand besser als Brückner. Und auch in Belletristik gibt es manche Perlen.


    Zitat


    Deshalb befremdet es mich auch, das ein sonst so vernünftiger Mann wie Ulrich Greiner in der "Zeit" die Empfehlung gibt, man solle sich "Moby Dick", weil die Lektüre so anstrengend sei, von Christian Brückner vorlesen lassen.


    Auch ich schätze Herrn Greiner sehr, aber manchmal liegt auch er daneben (im Falle von Moby Dick liegt er aber richtig, obwohl nur Ausschnitte gehört). Ich kämpfe mich gerade durch das von ihm hoch gelobte Buch "Liebesbrand", dem ich zumindest bisher nur ein müdes Lächeln abgewinnen kann.


    Schöne Grüße,
    Thomas

    Diese Lexikonreihe geht auf ein thematische Lexikonreihe aus dem Brockhausverlag von 1997 zurück. Damals gab es 6 dicke Bände zur Geschichte und 6 dicke Bände zur Kunst und Kultur, die bei mir im Regal stehen. Das ist die Basis für die Texte hier, inwieweit diese aktualisiert wurden, weiß ich nicht. Ob dir das Niveau der Texte zusagt, musst du selber prüfen, da fällt ein Rat schwer. Ist eher für Anfänger geschrieben. Schafft halt erst mal einen guten Überblick, ohne sich im Detail zu verlieren. Der Preis ist natürlich ein Schnäppchen, wenn, ja wenn man denn mit dem Inhalt was anfangen kann (in deiner Britannica findest du sicher auch alle Infos).


    Gruß, Thomas


    Ich kenne bisher auch nur "Am Hang" welches ich kurz nach Erscheinen gelesen habe. Kann die Erfahrung von Sir Thomas teilen. Nach den Kommentaren hier sollte ich es wohl mal mit Zündel probieren, ich hätte ohne Eure Empfehlung nie zu dem Buch gegriffen, da der Name bei mir negativ vorbelegt ist (siehe wikipedia zu Ernst Zündel).


    Gruß, Thomas


    @klassikerfreund


    tut mir leid für die ganz späte antwort (hatte im letzten halben jahr kein buch mehr in der hand wegen der arbeit), ich weiss nicht genau, welche fassung es war, aber es war eine reclamausgabe, die ich gelesen habe mit erläuterungen im anhang


    ich wundere mich immer, warum von stifter grösstenteils die schwere kost gelesen wird, wenn die mappe einfach eines der schönsten seiner werke ist (rein subjektiv natürlich)


    Die Mappe werde ich auch noch lesen, habe in diesem Monat gerade "Bunte Steine" gelesen.


    Gruß, Thomas

    Ich habe die Ausgabe subskribiert und damit alle Bände bisher, zweifellos eine Großinvestition. Mir gefällt die Ausgabe gut und die Texte wurden philologisch noch einmal grundlegend angegangen, daher lohnt es sich auf jeden Fall.


    Vielen Dank. Ich glaube Dir ja gerne, dass es sehr gute Bände sind.


    Aber wie groß sind die Unterschiede bei den Textbänden zu vorherigen Ausgaben? Wie viele Textstellen sind grundlegend abweichend (inhaltlich wirklich anders, sofern die Abweichung nur in der Rechtschreibung läge, könnte ich auf neue Textbände gut verzichten)?


    Grüße, Thomas

    Hallo,


    ich überlege zur Zeit, mir einige Kommentarbände der GKFA (zu den großen Romanen und Erzählungen) zuzulegen. Meine Frage: Ist zugleich der Textband eine sinnvolle Investition, da ich die Texte schon in anderen Ausgaben vorliegen habe?


    Das hätte dann zwar beim Stellenkommentar den Nachteil, dass die Stellen nicht ganz so einfach aufzufinden sind, aber ich lese das ohnehin nicht parallel, sondern immer abschnittsweise, so dass mich die genaue Seitenzahl und Zeilennummer nicht so interessiert.


    Die Frage ist halt nur, ob die nun publizierten Texte in der GKFA von den mir vorliegenden Texten (teilweise Frankfurter Ausgabe in Einzelbänden, teilweise Sonderausgaben aus den 90er Jahren aus dem Fischerverlag) von einander abweichen?


    Kann dazu jemand was sagen?


    Schöne Grüße,
    Thomas