Beiträge von Jaqui

    Zitat von "giesbert"

    Christies Bücher funktionieren nach bestimmten Regeln. Und die erste Regel lautet: "Logik und Wahrscheinlichkeit gelten hier nicht".


    Versuch doch mal, etwas von Chandler zu lesen. Ich hab vor einiger Zeit mal wieder "Die kleine Schwester" gelesen. Beeindruckend. Oder Dashiell Hammett (von dem Chandler gelernt hat). Oder Eric Ambler (kein Krimi, sondern politische Thriller, aber exzellent). Ambler hat eine Autobiographie mit dem schönen Titel "Here lies Eric Ambler" geschrieben und ist für meinen Geschmack viel zu wenig bekannt.


    Danke für den Tipp. Bei Christie muss ich dir echt Recht geben. Man kommt nicht dahinter, auch wenn man weiß wer es ist.


    Die anderen werde ich mal probieren. Bisher hat es zwar noch kein Autor geschafft mich zum Krimi lesen zu motivieren, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Man soll niemals nie sagen.


    Katrin

    Mein Avatar zeichnet mich. So wie ich mich sehe. Lässig, mit allen Problemen fertig werdend, aber auch in die Zukunft blickend.


    Meine Signatur beschreibt meine Lebenseinstellung. Man sollte nicht träumen, sondern seinen Traum leben. Ich wollte als kleines Kind immer vor dem Weißen Haus stehen und Bill Clinton interviewen. Mein Traum des Journalisten wurde geboren. Bis ins weiße Haus habe ich es nicht geschafft :breitgrins: , aber Journalistin bin ich geworden. Man sollte sich immer treu bleiben und jeden Tag genießen. Es kann auch der letzte auf Erden sein.


    Katrin

    Vor einigen Jahren wollte ich so was auch mal machen. Ich habe mir im Access eine Datenbank erstellen lassen, wo ich alles eingetragen habe. Irgendwann ist mein PC von einem Virus verseucht worden und dann war alles weg. Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich um die 600 Bücher schon eingetragen.


    Nun will ich es mit einem Programm probieren, dass im Literaturschock Forum zitiert wurde. WinLiMan. Ich habe es mir mal runtergeladen, begonnen habe ich aber noch nicht, da ich noch keine Zeit dazu hatte. Aber im Sommer, wenn ich Urlaub habe, wird dieses Projekt begonnen. Immerhin ist meine kleine Bibliothek schon wieder ordentlich angewachsen.


    Katrin

    Meine Schulzeit ist ja schon eine ganze Weile her. Oh Gott, fast schon 10 Jahre :breitgrins:


    Aber ich erinnere mich mit Schaudern an den Deutschunterricht zurück. Besonders gut erinnern kann ich mich an Stefan Zweigs "Schachnovelle". Die Lehrerin wollte nichts vom Inhalt wissen, denn den kann man sich ja aus dem Internet holen (ja, ja, auch damals gab es das schon).
    Stattdessen hat sie mit sinnlosen Fragen überprüfen wollen, ob wir das Buch auch tatsächlich gelesen haben. So fragte sie einmal nach der Farbe eines Tischtuches. Als ob so etwas relevant wäre. Abgesehen davon: wer merkt sich so was schon??


    Als ich dann bemerkte, dass ich das sehr sinnlos finde, hat sie nur gemeint: Dich brauche ich eh nicht zu prüfen. Bei dir bin ich mir ja sicher, dass du es gelesen hast. (Ich hatte es übrigens nicht gelesen). Erst viel später nach der Schulzeit bin ich den Genuss dieses Buches gekommen.


    Wir haben aber oft auch nur Auszüge aus Büchern gelesen. Budenbrooks kenne ich nur teilweise, genauso wie Faust oder so. Da stellt sich mir die Sinnhaftigkeit des Ganzen. Warum lasse ich die Schüler nur Teile lesen, warum suche ich nicht ein paar Bücher aus und lese sie ganz. Stattdessen wird alles in den Lehrplan gestopft und am Ende hat man zwar von überall eine Ahnung, aber wirklich kennen tut man nichts.


    Katrin

    Ich lese keine Krimis. Die haben mich nie interessiert und ich konnte mich nach der Lektüre von einigen auch nicht dafür begeistern.


    Ich habe es mal mit Agatha Christie versucht, aber nachdem ich auch nach dem zweiten Lesen noch immer nicht dahinter gekommen bin, wie sie zum Mörder kommt, habe ich es aufgegeben. Auch Henning Mankell konnte meine Antipathie nicht verschwinden lassen. Also lasse ich meine Finger von Krimis.


    Ansonsten lese ich eigentlich alles, wobei ich immense Schwierigkeiten mit russischen Klassikern habe, wie von Tolstoi oder Dostojewskij. Ich bringe die russischen Namen immer durcheinander und kenne mich nach 50 Seiten nicht mehr aus, wer wo hingehört.


    Das hatte ich bei "Krieg und Frieden" sehr stark. Ich habe das Buch angefangen, aus Zeitnot dann drei Wochen weggelegt und als ich wieder einsteigen wollte, hatte ich keinen Plan mehr, wer wer ist.


    Katrin

    Ich liebe Stefan Zweig. Am besten gefallen hat mir die Schachnovelle.


    Was ich aber noch sehr gut finde ist das Buch: Sternstunden der Menschheit. Das habe ich verschlungen. Vor allem das Kapitel wie die Marseillaise entstanden ist, fand ich einfach nur gut.


    Zweigs Biographien sind aber auch sehr lesenwert. Ich liebe seine Marie Antoinette. Maria Stuart ist auch gut gelungen.


    Was ich noch nicht gelesen habe, ist sein Erasmus von Rotterdam. Das Buch soll aber auch sehr gut sein.


    Katrin

    Ich komme im Moment nicht zum Lesen. Ich bin nur mehr am Arbeiten und bin am Abend dann zu müde um noch zu lesen. Ich lasse mich dann lieber vom Fernseher berieseln, lese noch die Tageszeitung oder den Spiegel und dann verziehe ich mich ins Bett.


    Ich würde viel lieber lesen, als zu arbeiten, aber das geht im Moment leider nicht.


    Katrin

    Ich lege ein Buch wenn es mich nicht fesselt weg, aber ich lese es irgendwann dann doch zu Ende. Vor allem, wenn ich irgendow eine Kritik lese, in der steht: Dieses oder jene Buch wäre soo gut und das müsse man gelesen habe. Dann kommt bei mir nämlich der Ehrgeiz und ich denke: das kann ich auch lesen.


    Ob es mir dann tatsächlich gefällt oder nicht, ist eine andere Sache, aber ich kann zumindest mitreden und begründen warum es mir nicht gefallen hat.


    Katrin

    Ich bin dann wohl eine Mischung aus Neureich und Bücherwurm.


    Ich habe sehr viele Bücher zu hause, einige davon aber dennoch ungelesen, obwohl ich mir immer vornehme sie zu lesen.
    Ich bin aber kaufsüchtig und kaufe immer neue, die ich dann lese und die älteren bleiben dann meistens liegen. Um meine ganzen Bücher zu lesen bräuchte ich ein paar Jahre Urlaub oder einen Krankenhausbesuch :breitgrins:


    Katrin

    Viel lesen - okay, lasse ich mir einreden, aber dann noch was sinnvolles über das Buch produzieren? Na, ich weiß ja nicht.
    Immerhin müssen die eine vernünftige Rezension zu Papier bringen.


    Ich glaube, dass man mit der Zeit alles durcheinander bringt. Man stolpert ja von einem Buch in das nächste. Bevor man das erste Buch nicht einmal im Ansatz verdaut hat, muss man schon das nächste lesen.


    Für mich wäre das kein Job. Ich genieße das Lesen und will nur dann lesen, wann ich es will und nicht wenn es mir vorgeschrieben ist.


    Katrin

    In der Auflistung war noch nicht dabei:


    Kleist: der zerbrochene Krug und
    Kafka: der Prozeß


    Beide haben mir sehr gut gefallen, wobei Kleists Buch witzig verfilmt wurde und Kafkas Buch so wie es geschrieben ist, nämlich sehr ernst.


    Katrin

    Ich habe eine Zeitlang Profil abboniert und musste irgendwann enttäuscht feststellen, dass diese Zeitschrift auch nicht besser als News oder ähnliches ist. Wenn ich Klatsch und Tratsch lesen will, dann nehme ich eine andere Zeitung, von denen wir ja mehr als genug haben.


    Katrin

    Ich finde den Text super. Wenn ich ehrlich bin, ist das der einzige Grund, warum ich mir manchmal den Start eines Formel 1 Rennens anschaue. Weil vielleicht passiert ja was, kann man ja nie wissen. Vor allem Monaco ist ja prädestiniert für Unfälle am Start.


    Und wenn man selbst unsportlich ist, so wie ich, dann sind das die einzigen Berührungspunkte mit dem Sport, das Fernsehen.


    Katrin

    Ich nenne nur mal ein Beispiel in punkto Kritik:


    ich arbeite selber in einer Redaktion und bekomme daher sehr viele Presseaussendungen. Logisch. Wenn ich dann am nächsten Tag in die Krone oder auch in den Kurier schaue, kann ich die Presseaussendung, die irgendein Mitarbeiter einer Partei geschrieben hat 1:1 lesen. Und das nennt sich dann kritisch???? Aussendungen, die aufgrund einer bestimmten Intention geschrieben wurden, zu übernehmen? Na ich weiß ja nicht, aber kritisch ist das auf keinen Fall.


    Katrin

    Meiner Ansicht nach ist der österreichische Journalismus viel zu wenig kritisch, alles wird für bare Münze hingenommen.


    Und was mich im Moment am meisten stört, ist, dass Themen, die eindeutig von der Politik produziert worden sind, total in den Vordergrund rücken.


    Nur ein Beispiel: Feinstaub. Von der Politik thematisiert und total falsch. Ich bin selbst gerade an Artikeln dran, die über den Bau einer Schnellstraße in unseren Bezirk handelt und auch bei uns wird dieses Thema mehr als in den Vordergrund gerückt. In Wirklichkeit gibt es diese Problematik gar nicht und wenn es sie gibt, dann nicht dort wo die Politik diese gern hätte. Und dass dies alles von den Journalisten ungeprüft übernommen wird, das stört mich sehr.


    Von der Krone, dem Revolverblatt der Nation, wollen wir mal gar nicht reden, aber auch der Standard ist im Moment nicht besser. Lauter konstruierte Themen. Wen interssiert den dass??


    Die wirklich wichtigen Themen der Weltgeschichte findet man da auch nicht und wenn dann in einer Seite abgehandelt.


    Journalismus wie in Woodward und Bernstein betrieben haben, das war noch Journalismus, aber nicht dieses Hinterherreden der Politik.


    Und warum findest du den Journalismus nicht gut in Österreich?


    Katrin

    Na dann gibt es ja noch Hoffnung für mich. :smile:


    Aber ich kann dieses ewige: "Du liest ja eh nur lauter Blödsinn", einfach nicht mehr hören und deswegen will ich jetzt auch vermehrt die Klassiker lesen. Zu Hause im Regal stehen einige Klassiker, die gehören jetzt nur mehr gelesen und das ist leider leichter gesagt als getan.


    Katrin

    Bei mir stapeln sich leider auch die Tageszeitungen zu Hause. Daher habe ich die Montag Ausgabe noch gar nicht gelesen, werde da mal einen Blick rein werfen.


    Katrin

    Da muss ich xenophanes leider recht geben. Der Journalismus in Österreich ist unter aller Würde, aber bitte, jedem das seine.


    Ich bevorzuge, warum auch immer, die SZ. Vielleicht, weil ich während meines Studiums Vorlesungen von Herbert Riehl-Heyse besucht habe und den Mann sehr interessant finde.


    Katrin

    Ich lese im Moment von Umberto Eco: Die geheimnisvolle Flamme der Königin Joana. Es ist bisher ganz spannend. Ich bin zwar erst am Anfang, aber so wie es geschrieben ist, kann man sich in die Geschichte richtig hinein versetzen.


    Katrin

    Gerne,
    Ich will mich jetzt vermehrt den Klassikern widmen und ich nehme mal an, dass ich hier genau richtig bin. Was mir immer fehlt ist die Motivation diese zu lesen oder sie zu interpretieren.


    Da würde ich dann gerne bei einigen Leserunden mitmachen. Da kann man sich sicher gut austauschen und diskutieren.


    Katrin