Beiträge von Librerio

    Also - wollen für den 01. Juli den Blauen Kammerherrn als Leserunde eintragen? Wenn Giesbert und ich dann ins Schwärmen geraten, kommen ja vielleicht noch Nachzügler dazu.


    Sandhofer? :zwinker:


    giesbert: Schönes Zitat übrigens...Und: Ich habe die fotografierte Seite dann nicht mehr gefunden, muss es halt doch noch mal ganz lesen.


    Gruß
    Christian


    hallo,


    habe kürzlich von irgendeinem Wühltisch ein preisred. Mängelexemplar von Rolf Vollmann's "Der Roman-Navigator" erstanden. ..


    Ich habe mir damals die nummerierte zweibändige Ausgabe als Student in Hamburg abgeknapst, und beide Bände in einem Rutsch durchgelesen. War sehr inspirierend, allerdings halten dann nicht alle Empfehlungen Vollmanns der Prüfung stand. Zudem geht manchen Vollmanns Plauderton vermutlich auf den Wecker, ich ihn aber damals ganz angenehm.


    Viel Vergnügen damit.


    Christian

    Hallo Giesbert, hallo Sandhofer,


    nachdem nun der von Giesbert zitierte Kleßmann die Eloge auf den "Blauen Kammerherrn" übernommen hat, stünde einer Leserunde doch nur noch wenig im Weg. Mein Vorschlag: Wir lassen sie am 01. Juli starten - ganz egoistisch, das fällt mit meinem Urlaubsbeginn in eins...


    Seid ihr dabei?


    Wäre mir ein Vergnügen


    Christian


    NB: Auch Kein & Aber wünsche ich zahlreiche Käufer für ihre Niebelschütz-Neuauflage...

    Sehr schön - bin dank eurer Hinweise ebenfalls auf die Ausgabe aufmerksam geworden, und habe soeben bei Jokers bestellt. Sicher eine Edition zum Schwelgen. Man stelle sich vor, man hätte das damals "live" verfolgen können - oder die Romane von Dickens, als sie in Fortsetzungen veröffentlicht wurden...


    Für eine Leserunde dazu wäre ich im August zu haben.


    Weise auch noch darauf hin, dass ich für Juli noch Mitstreiter zu einer Leserunde von Wolf von Niebelschützens "Blauen Kammerherrn" suche.


    Christian

    P.S.: Zum Einstieg auch zu empfehlen: "Flauberts Papagei" von Julian Barnes.


    Und für den fortgeschrittenen Einsteiger: Bruno Ganz und Otto Sander lesen "Flaubert und Turgenjew - Briefwechsel".


    Gruß
    Christian

    Ich denke, dass man den Essay Nabokovs über Flaubert und "Madame Bovary" lesen sollte, um sich den Roman zu vollem Genuß zu erschließen - insbesondere, wenn man noch kein Kenner ist. Wer bei Flaubert Nähe zum Autor und eine Art von Freundschaft sucht, ist fehl am Platze. Flaubert hat, in Madame Bovary annähernd, in der Education sentimentale ein wenig weitergehend, geschafft, ein objektiver, dh anonymer Autor zu sein - wie Gott in der Schöpfung, nirgends sichtbar, und überall zu ahnen.


    Während zB Balzac ein Autor für den Schnellleser ist, ist Flaubert etwas für den, der Romane als Kunst des Erzählens wahrnehmen kann.


    Nochmal Nabokov - "Auf das "Na und" gibt es letztlich keine vernünftige Antwort".


    Gruß
    Christian

    Nachdem Kein und Aber verdienstvollerweise die beiden Großromane von Wolf von Niebelschütz wieder auflegt, wäre mein Vorschlag für eine Leserunde "Der Blaue Kammerherr" (http://bit.ly/aWUh1R).


    Ich hatte es vor etwa 15 Jahren angefangen, nachdem ich von den "Kindern der Finsternis" des nämlichen Autors sehr hingerissen war - und bin beim "B. K." irgendwie im zweiten Buch ausgestiegen. Dennoch blinzelt mich das Werk immer wieder an... Zumal von Niebelschütz auch anderes lesenswert ist, z.B. die Essays: Wer das Suhrkamp-Bändchen "Über Dichtung" in die Hände bekommt: Lesen, staunen, genießen, wiederlesen... Niebelschütz hat mich mit dem Buch fürs Leben zum Mörike-Liebhaber werden lassen.


    Man müsste mal mehr über den Mann in Erfahrung bringen...


    Wie wäre es also mit einem Lesezirkel zum "Blauen Kammerherrn"? Im Mai, wenn die Neuauflage erscheint? Was meint ihr?


    Christian


    Yep. Geht sehr simpel: In den US-Store wechseln, eine beliebige kostenlose App runterladen, dann erscheint ein Anmeldeformular, in dem man bei den Zahlungsinformationen "none" wählen kann, beliebige - formal korrekte! - US-Adresse mit irgendeinem Namen und ab damit. Die Aktivierung dauert ein paar Stunden. Anschließend kann man (kostenlose) Apps etc. aus dem Store downloaden. Ganz praktisch bei den gelegentlichen Promo-Aktionen, bei denen Apple ab und an mal was verschenkt.


    Danke! Werde ich umgehend testen!

    Leselisten, Gelesen-Listen - was mich sehr interessieren würde: Wie behaltet ihr den Überblick über das, was ihr lesen wollt: Moleskine, Excel, LibraryThing. Ich arbeite da noch an meinem System und suche Anregungen!


    Und was mich auch interessieren würde: Haltet ihr eure Leseerfahrungen immer fest - schreibt ihr eure Lektüreerfahrung immer auf? Stichpunkte, eine richtige Rezension? Würde mich freuen, wenn ihr eure Methodik offenbart...


    Grüße


    Christian

    Ich habe nämlich jetzt ein iPad und möchte doch mal sehen, was die Epub-Dateien taugen, die die Digibib 5 erzeugt. Ich denke zwar, ich werde um die Anschaffung nicht herumkommen, aber einen kleinen Test würde ich schon gern vorher machen.


    TIA!


    Hallo Giesbert, dann gibt es ja schon mindestens zwei Freunde klassischer Literatur in Deutschland, die schon ein iPad haben!
    Meins habe ich seit letzte Woche Donnerstag, und der Test macht klar: das iPad wird für mich das Lesegerät der Wahl...


    Was für eine App setzt du denn für das Lesen von Epubs ein? Für Pdf funktioniert Goodreader ganz gut...


    Viele Grüße,


    Christian

    Zitat

    Ich fand an dem Buch besonders interessant, dass man spürt wie Tolstoi während des Schreibens den geplanten Handlungsablauf änderte.


    Gewagte These - spüren ist das eine, aber Belege? Nabokov in seinem brillianten Essay über Anna Karenina sagt nichts über einen Sinneswandel. Bitte um nähere Erläuterungen.


    Für mich ist Anna Karenina übrigens einer der Romane für die berühmte einsame Insel... Dazu ein Band mit Tchechow-Erzählungen, Shakespeares Tragödien, die "Blumen des Bösen" und "Die Welt als Wille und Vorstellung" - und man könnte es schon eine Zeitlang aushalten...


    Herzlich


    L.

    Liebe Literaturfreunde (m/w),


    meine erste Nachricht hier, und gleich eine Frage: Hans Wollschläger hat in seinem Band "Von Sternen und Schnuppen", bzw. dessen Vorwort, sehr liebevoll auf Walter Benjamin hingewiesen. Es ging um ein Zitat von WJ, dass man alle Probleme lösen könne, wenn man sie nur "weit genug an die Mündung des Erzählens" befördern könne. Weiß jemand, aus welchem Benjamin-Werk das ist?


    Danke vielmals


    Christian